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Frühe Bildung Archiv

78 Episoden
22 Minuten
Ein Kind entwickelt seine sprachlichen Fähigkeiten sowohl zuhause als auch in Institutionen der frühen Bildung. Zuhause geschieht dies intuitiv im Alltag. In Spielgruppe, Kita und Kindergarten nutzen Fachperson ihr Wissen, um das Kind gezielt in der Umgebungssprache zu fördern.

Diese Folge informiert Fachpersonen und Eltern dazu, wo die Schwerpunkte in Sachen Sprachförderung in Institutionen der frühen Bildung liegen – um das gegenseitige Verständnis in diesem wichtigen Bereich der Bildungspartnerschaft zu fördern.Ausserdem beantworten wir typische Fragen von Eltern, was die sprachliche Entwicklung von Kindern betrifft.

Diese Folgen wurden in Zusammenarbeit mit zwei Fachpersonen aus dem Kanton Solothurn gestaltet:

Brigitte Oetterli ist Spielgruppenleiterin im Kanton Solothurn. Ihre Ausbildung zur Spielgruppenleiterin absolvierte sie vor 13 Jahren. Seither hat sie verschiedene Weiterbildungen besucht, auch zum Thema Sprachförderung. Sie ist zudem Co-Stellenleiterin der Fach- und Kontaktstelle Spielgruppenleiter:innen Solothurn.

Dr. Silvana Kappeler Suter ist Bereichsleiterin Forschung und Entwicklung am Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Sie hat an der Universität Basel promoviert und sich seither als Expertin für Frühe Sprachförderung etabliert. Aktuell leitet sie ein Forschungsprojekt zum dialogischen Lesen mit analogen und digitalen Bilderbüchern, das vom Schweizerischen Nationalfond gefördert wurde.

Diese Folge wurde im Auftrag des Kantons Solothurn produziert. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung!

Links aus dem Praxistipp:

Website des Kantons Solothurn mit den beiden Flyern «Mit Kindern sprechen» und «Mehrsprachig aufwachsen und früh Deutsch lernen» in verschiedenen Sprachen: LINK

Direktlink zum Flyer «Mit Kindern sprechen» in Deutsch: LINK

Direktlink zum Flyer «Mehrsprachig aufwachsen und früh Deutsch lernen» in Deutsch: LINK

Weiterführende Literatur zu Sprachförderung:

Löffler, C., & Vogt, F. (Hrsg.). (2025). Strategien der Sprachförderung im Kita-AlltagStrategien der Sprachförderung im Kita-Alltag (3., aktualisierte Auflage). Ernst Reinhardt.
22 Minuten
Am Anfang der Eingewöhnung sind die Eltern für das Kind in der Kita noch sehr präsent. Doch das Ziel ist ja, dass sich das Kind auch ohne die Eltern in der Kita wohl fühlt. Wie kann dieser Trennungsprozess bindungsorientiert gestaltet werden? Und wie können Familien unterstützt werden, deren Familiensprache nicht Deutsch ist? Antworten darauf liefert diese Folge, zusammen mit den Expertinnen Janine Hostettler Schärer und Elif Canpolat.

Dr. Janine Hostettler Schärer ist ursprünglich Kindergartenlehrperson und hat Erziehungswissenschaften an der Universität Zürich studiert. In Vancouver (CA) hat sie an der Simon Fraser University in pädagogischer Psychologie promoviert und dabei Thematiken rund um Transitionen fokussiert. Aktuell ist sie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Frühe Bildung 0 bis 8.

Elif Canpolat ist Kita-Leiterin im Kinderhaus Schwamendingen in Zürich und zudem in verschiedenen Arbeitsgruppen der Stadt Zürich tätig sowie Ansprechperson für Sexualpädagogik im Frühbereich. Ursprünglich hat sie die Ausbildung zur Sozialpädagogin HF absolviert.

Das Staatssekretariat für Migration der Schweizerischen Eidgenossenschaft unterstützte diese Podcastfolge finanziell als Teil des Praxistransfers des Forschungsprojektes «Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache». Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen im Rahmen des Forschungsprogramms 2021–2024 des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit verantwortet, welches vom Bundesamt für Kultur finanziert wurde.

Literatur aus der Folge, die frei verfügbar ist:

Praxisbrochure: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F.,& Deiner, C. (2026). Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas. Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden. Pädagogische Hochschule St.Gallen. LINK

Projektwebsite mit Plakaten in verschiedenen Sprachen und mit der Vorlage für das Verlaufsprotokoll für die Eingewöhnung: LINK

Forschungsbericht: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F., & Deiner, C. (2026). Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache: Forschungsbericht = Adaptation en crèche pour des enfants et des parents ayant une connaissance limitée de la langue locale: Rapport de recherche. = Ambientamento negli asili nido con bambini e genitori con scarse conoscenze della lingua locale Rapporto di ricerca. = Transition to centre-based childcare for children and parents with limited local language skills: Research report. Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit Universität Freiburg. LINK

 

Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist:

Stadtzürcher Eingewöhnungsmodell: LINK
30 Minuten
Wir wissen es alle – ein Kind darauf vorzubereiten, sich in der Kita zuhause zu fühlen, benötigt viel Fingerspitzengefühl. Erst recht, wenn auf den ersten Blick keine gemeinsame Sprache verfügbar ist. Ein Forschungsprojekt der PHSG hat neue Erkenntnisse zur Eingewöhnung im Kontext von Mehrsprachigkeit geliefert und in ein Sechs-Phasen Eingewöhnungsmodell integriert. In dieser Folge bieten wir einen Überblick über das Eingewöhnungsmodell und fokussieren die ersten beiden Phasen, in denen die Eltern mit dem Kind in der Kita spielen und sich die Bezugsfachperson immer mehr auch in das gemeinsame Spiel einbringt. Unterstützt werden wir dabei durch die Praxisexpertin Elif Canpolat und die Expertin aus der Forschung, Janine Hostettler Schärer.

Elif Canpolat ist seit 15 Jahren im Vorschulbereich tätig. Aktuell ist sie Kita-Leiterin im Kinderhaus Schwamendingen in Zürich. Sie hat an verschiedenen Projekten der Stadt Zürich mitgewirkt, so auch zu Mehrsprachigkeit. Ausserdem unterrichtet sie auf Berufsschulebene in der Ausbildung angehender Kita-Fachpersonen.

Dr. Janine Hostettler Schärer war in der Co-Leitung des Forschungsprojekts «Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache». Sie ist Mitarbeiterin im Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Sie hat ihre Dissertation zum Thema «Transitionen» verfasst und gibt seither auch Weiterbildungen zu diesem Thema.

Das Staatssekretariat für Migration der SchweizerischenEidgenossenschaft unterstützte diese Podcastfolge finanziell als Teil des Praxistransfers des Forschungsprojektes "Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache". Das Forschungsprojekt wurde vom Institut Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen im Rahmen des Forschungsprogramms 2021-2024 des Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit verantwortet, welches vom Bundesamt für Kultur finanziert wurde.

Literatur aus der Folge, die frei verfügbar ist:

Praxisbrochure: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F.,& Deiner, C. (2026). Praxisbroschüre Eingewöhnung in Kitas. Bei der Zusammenarbeit mit Eltern Sprachbarrieren überwinden. Pädagogische Hochschule St.Gallen. LINK

Projektwebsite mit Plakaten in verschiedenen Sprachen und mit der Vorlage für das Verlaufsprotokoll für die Eingewöhnung: LINK

 

Forschungsbericht: Vogt, F., Hostettler Schärer, J., Bohler, F., & Deiner, C. (2026). Eingewöhnung in Kitas mit Kindern und Eltern mit geringen Kenntnissen der Lokalsprache: Forschungsbericht = Adaptation en crèche pour des enfants et des parents ayant une connaissance limitée de la langue locale: Rapport de recherche. = Ambientamento negli asili nido con bambini e genitori con scarse conoscenze della lingua locale Rapporto di ricerca. = Transition to centre-based childcare for children and parents with limited local languageskills: Research report. Wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für Mehrsprachigkeit Universität Freiburg. LINK

Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist:

Stadtzürcher Eingewöhnungsmodell: LINK
31 Minuten
Kinder mit wenig angepasstem Verhalten stellen uns Fachpersonen oft vor Herausforderungen. In dieser Episode üben wir uns in einem Perspektivwechsel: der Blick geht weg vom Kind als Ursprung des Problems hin zur Frage, wie die Umstände so angepasst werden können, dass das Kind entsprechend seinem Entwicklungsstand nicht mehr überfordert ist und so auch wieder Entwicklungsfortschritte machen kann.

Dies tun wir gemeinsam mit einer Expertin mit Fokus auf die Praxis, Jette Hunsperger und mit einer Entwicklungspsychologin, Claudia Roebers.

Jette Hunsperger arbeitete als Sozial- und Sonderpädagogin mit Menschen mit Hörsehbehinderungen, wobei sie sich intensiv mit Kommunikation unter erschwerten Bedingungen befasste. Später wechselte sie in die Heilpädagogische Früherziehung. In dieser Funktion begleitete sie Familien von Kindern mit Beeinträchtigungen der Entwicklung. Die Entwicklung exekutiver Funktionen war dort stets implizites Thema. Heute unterrichtet sie an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Masterstudiengang Heilpädagogische Früherziehung. 

 

Prof. Dr. Claudia Roebers ist Professorin für Entwicklungspsychologie und leitet die Abteilung an der Universität Bern im Institut Psychologie. Im Zentrum ihrer Forschung stehen komplexe kognitive Prozesse, insbesondere die exekutiven Funktionen, die sie in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht hat. Ein weiteres Anliegen ihrer Forschung ist die Frage, unter welchen Voraussetzungen Kinder eine Metaperspektive auf ihr eigenes Denken und Handeln entwickeln.

Weiterführende Literatur, die frei verfügbar ist:

Grolimund, F., & Rietzler, S. (o.A.). Konzentration und Aufmerksamkeit fördern. Exekutive Funktionen und ADHS. LINK

Rauch, W. A. (2022). Exekutive Funktionen. In M. Gebhardt, D. Scheer & M. Schurig (Hrsg.). Handbuch der sonderpädagogischen Diagnostik. Grundlagen und Konzepte der Statusdiagnostik, Prozessdiagnostik und Förderplanung (S. 163‐174). Regensburg: Universitätsbibliothek. ⁠LINK⁠

Weiterführende Literatur:

Roebers, C. M., Röthlisberger, M., Neuenschwander, R., & Cimeli, P. (2014). Nele und Noa im Regenwald. Berner Material zur Förderung exekutiver Funktionen – Manual. Reinhardt.

Roebers, C. M., & Hasselhorn, M. (2018). Schulbereitschaft: Zur theoretischen Fundierung des Konstruktes. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.). Schuleingangsdiagnostik: Tests und Trends (S. 1-18). Hogrefe.

Center on the Developing Child, Harvard University (2016). Exekutive Funktionsfähigkeiten üben und verbessern – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter. In Kubesch, S. (Hrsg.). Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die Pädagogische Praxis (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Hogrefe.

Walk, L. & Evers, W. (2013). Fex – Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft – Praxis – Förderspiele. Wehrfritz. 
31 Minuten
«Wir können uns eigentlich keine Situation im Alltag vorstellen, wo wir keine exekutiven Funktionen brauchen», sagt Claudia Roebers, die Expertin aus der Forschung. Wie ausgeprägt unsere Fähigkeiten bezüglich exekutiver Funktionen sind, hat einen grossen Einfluss auf unser Leben. Entsprechend wichtig ist es, Kindern Gelegenheiten zu geben, ihre exekutiven Funktionen zu trainieren – anhand vielfältiger alltäglicher Situationen. Als Beispiel, wie wir bereits mit den Kleinsten spielerisch an ihren exekutiven Folgen arbeiten, nennt Jett Hunsperger – die Expertin mit Fokus auf die Praxis – das Kuckuck-Spiel.

Dr. Claudia Roebers ist Professorin für Entwicklungspsychologie und leitet die entsprechende Abteilung an der Universität Bern am Institut Psychologie. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen höhergeordnete kognitive Prozesse, insbesondere die exekutiven Funktionen, zu denen sie zahlreiche Studien durchgeführt hat. Zudem unterrichtet sie auf Bachelor-, Master- und Doktoratsstufe.

Jette Hunsperger ist ausgebildete Sozialpädagogin und arbeitete unter anderem in der Heilpädagogischen Früherziehung. Dort war sie in vielfältigen Familien tätig. Dabei waren die exekutiven Funktionen immer wieder ein wichtiger Fokus in ihrem beruflichen Alltag. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin an der Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Studiengang Heilpädagogische Früherziehung.

Literatur, die in der Folge verwendet wurde:

Roebers, C. M., Röthlisberger, M., Neuenschwander, R., & Cimeli, P. (2014). Nele und Noa im Regenwald. Berner Material zur Förderung exekutiver Funktionen – Manual. Reinhardt.

Roebers, C. M., & Hasselhorn, M. (2018). Schulbereitschaft: Zur theoretischen Fundierung des Konstruktes. In W. Schneider & M. Hasselhorn (Hrsg.). Schuleingangsdiagnostik: Tests und Trends (S. 1-18). Hogrefe.

Weiterführende Literatur: 

Center on the Developing Child, Harvard University (2016). Exekutive Funktionsfähigkeiten üben und verbessern – von der frühen Kindheit bis ins Jugendalter. In Kubesch, S. (Hrsg.). Exekutive Funktionen und Selbstregulation. Neurowissenschaftliche Grundlagen und Transfer in die Pädagogische Praxis (2. aktualisierte und erweiterte Auflage). Hogrefe.

Walk, L. & Evers, W. (2013). Fex – Förderung exekutiver Funktionen. Wissenschaft – Praxis – Förderspiele. Wehrfritz. 
21 Minuten
Die Psychomotorik gehört zum Grundangebot des Schweizer Schulsystems. Entsprechend steht das Angebot allen Kindern offen, die es benötigen. In dieser Folge berichten wir von einer Studie, in der der Psychomotorik eine gute Wirksamkeit attestiert wird. Für Psychomotorik zeigen sich gute Effekte für die Förderung motorischer Kompetenzen, sozial-emotionaler Kompetenzen und der mentalen Gesundheit. Ausserdem berichten wir anhand eines Fallbeispiels zum Thema Feinmotorik davon, wie sich die Abläufe gestalten von der Problemstellung im Kindergartensetting, über die Abklärung, ein Beispiel einer konkreten Therapiesitzung bis hin zum Abschluss der Therapie.

Für die Folgen haben wir Olivia Gasser-Haas und Stephanie Fink interviewt.

Olivia Gasser-Haas arbeitet an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH). Die promovierte Erziehungswissenschaftlerin hat dort die Studiengangsleitung im Master Psychomotoriktherapie inne. Olivia Gasser-Haas ist selbst ausgebildete Psychmotoriktherapeutin.

Stephanie Fink arbeitet ebenfalls an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH), vor allem im Studiengang Psychomotoriktherapie. Sie hat selbst Psychomotoriktherapie an der Hochschule für Heilpädagogik studiert und während mehreren Jahren als Psychomotoriktherapeutin mit Kindern, Lehrpersonen und Eltern aus der Regel- und Sonderschule gearbeitet. Neben ihrer jetzigen Arbeit an der Hochschule ist sie weiterhin stark mit der Praxis verbunden.

Literatur, die in der Folge verwendet wurde:

Solenthaler, A., Gasser-Haas, O., Nideröst, M., Fink, S., Link, P.-C., Sticca, F. & Hövel, D. C. (2026). Integrating Movement, Emotion and Cognition: A Meta-Analysis of the Effectiveness of Movement-Base Interventions for Motor Skills, Social Emotional Learning, and Mental Health. European Psychomotricity Journal, 1, 48-65. LINK

Kuhlenkampf, S. (2022). Lehrbuch Psychomotorik. Utb.

Link zum Praxistipp:

Verband der Psychomotoriktherapeut:innen Schweiz: LINK
22 Minuten
Die Psychomotoriktherapie ist ein niederschwelliges Angebot, das für Kinder im Alter von vier bis neun Jahren in der Volksschule fest etabliert ist. In der Psychomotorik geht man vom Grundsatz aus, dass Bewegung, Wahrnehmung und inneres Erleben eine Einheit bilden. Die Therapie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Sie richtet sich an Kinder mit Auffälligkeiten im motorisch-sensorischen und/oder sozial-emotionalen Bereich.

Wann kommt Psychomotorik genau zum Einsatz und wie wird in der Psychomotoriktherapie gearbeitet?

Für die Folgen haben wir Dr. Olivia Gasser-Haas und Stephanie Fink interviewt:

Olivia Gasser-Haas arbeitet an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) im Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung und leitet den Studiengang Master Psychomotoriktherapie. Sie hat in den Erziehungswissenschaften promoviert und während dieser Zeit am Marie Meierhofer Institut für das Kind gearbeitet.

Stephanie Fink ist ausgebildete Psychomotoriktheraupeutin und war während zehn Jahren im therapeutischen Setting angestellt. Nach dem Masterstudium in Psychologie arbeitet sie heute an der Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH).

Literatur, die in der Folge verwendet wurde:

Verband der Psychomotoriktherapeut:innenSchweiz: LINK

Kuhlenkampf, S. (2022). Lehrbuch Psychomotorik. Utb.
26 Minuten
Demokratie lässt verschiedene Meinungen zu und baut auf Aushandlungsprozessen auf. In der Demokratie gibt es Prozesse und formelle Partizipationsformate, die solch demokratische Entscheide herbeiführen können. Bereits junge Kinder können Erfahrungen mit solchen Prozessen und Formaten sammeln. Warum daswichtig ist und wie das umgesetzt werden kann, besprechen wir in dieser Folge mit den Expertinnen Judith Durand und Sabine Müller.

Judith Durand ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik. Sie ist aktuell am Deutschen Jungendinstitut in der Forschung tätig und beschäftigt sich unter anderem mit der pädagogischen Qualität in der Kita und mit Themen wie Partizipation, Inklusion, Demokratie und Sprachbildung.

Sabine Müller leitet seit 7 Jahren eine Kita, die zum Träger «Katholische Kita gGmbH Trier» gehört und ist bereits seit 28 Jahren als ausgebildete Fachperson im Kitabereich tätig. Sie hat sich in diesem Zusammenhang intensiv mit Demokratiebildung und Partizipation auseinandergesetzt und bildet sich dazu aktuell zur Multiplikatorin weiter.

Auch diese Folge bietet konkrete Ideen und Überlegungen zur konkreten Umsetzung in Institutionen der Frühen Bildung.

 

Literatur, die in der Folge verwendet wurde:

Rehmann, Y. (2018). Partizipation in der Krippe –Grundlagen und Anregungen für die Praxis. Kita Fachtexte. Link

Hansen, R., Knauer, R, & Sturzenhecker, B. (2015). Partizipation in Kindertageseinrichtungen, So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Das Netz.

Weiterführende Literatur der Expertin aus der Forschung, die frei verfügbar ist:

Eberlein, N., Durand, J., & Birnbacher, L. (2021). Bildung und Demokratie mit den Jüngsten: Bezugstheorien, Diskurse und Konzepte zur Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung. Beltz Juventa. Link

Durand, J. & Birnbacher, L. (2021). Demokratiebildung in der Kita. DJI impluse. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts. 1(21), S. 14 – 18. Link
30 Minuten
Wie sieht Demokratiebildung und echte Partizipation im frühpädagogischen Alltag aus? Welche Haltungen und Rollen nehmen Fachpersonen in der Demokratiebildung ein? Das sind die zwei Fragestellungen, die uns durch diese Folge begleiten.  

Wir haben uns als Gesellschaft für die Demokratie entschieden. Erfahrungen in der demokratischen Lebensweise gewinnen Kinder durch Partizipation. Partizipation wird in diesem Kontext so gefasst, dass die Kinder sich an Entscheidungen beteiligen können, die sie in ihrem Alltag betreffen. Sabine Müller, die Praxisexpertin betont, dass dies nicht bedeutet, dass jedes Kind macht, was es will. Es geht vielmehr um Aushandlungsprozesse. Die Kinder sollen sich früh als Teil der Gesellschaft wahrnehmen und erleben, dass ihre Anliegen gehört werden. 

Sabine Müller ist seit 28 Jahren im Kitabereich tätig, zuerst als Mitarbeiterin und seit 7 Jahren als Kita-Leitung in einer Kita, die zum Träger «Katholische Kita gGmbH Trier» gehört. Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie sich intensiv mit Demokratiebildung und Partizipation in der frühen Kindheit auseinandergesetzt. Aktuell absolviert sie die Ausbildung zur Multiplikatorin im Bereich Demokratiebildung. 

 

Die Praxisexpertin und die Expertin aus der Wissenschaft, Judith Durand, sind sich einig, dass Kinder jeden Alters anzeigen, was sie wollen und brauchen. Fachpersonen der frühen Bildung brauchen ein gutes Sensorium dafür, die entsprechenden Signale wahrzunehmen. 

Judith Durand ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik. Sie hat an verschiedenen Publikationen zum Thema Demokratiebildung mitgewirkt (siehe unten). Aktuell ist sie am Deutschen Jugendinstitut in der Forschung tätig. Dort liegt ein Fokus auf der Schnittstelle von Forschung, Praxis und Politikberatung. 

Weiterführende Literatur der Expertin aus der Forschung, die frei verfügbar ist: 

Eberlein, N., Durand, J., & Birnbacher, L. (2021). Bildung und Demokratie mit den Jüngsten: Bezugstheorien, Diskurse und Konzepte zur Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung. Beltz Juventa. Link

Durand, J. & Birnbacher, L. (2021). Demokratiebildung in der Kita. DJI impluse. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts. 1(21), S. 14 – 18. Link

Literatur, die in der Folge verwendet wurde (frei verfügbar):  

Rehmann, Y. (2018). Partizipation in der Krippe – Grundlagen und Anregungen für die Praxis. Kita Fachtexte. Link
27 Minuten
Als Amelie in die Spielgruppe kommt, ist sie am Anfang sehr schüchtern und beteiligt sich kaum am Spiel. Eine Situation dieser Art bereitet uns pädagogischen Fachpersonen Sorgen. Das liegt daran, dass das Spiel eine Art Katalysator für das kindliche Lernen und die Entwicklung ist. In dieser Folge betrachten wir das vielfältige Potenzial desSpiels für die kindliche Entwicklung – für soziale und personale Kompetenzen, für die sprachliche Entwicklung, mathematische Kompetenzen u.s.w.

Zudem erzählt uns die Praxisexpertin Sabine Iezzi wie sie Amelie hin zu mehr Selbstbewusstsein im Spiel begleitet hat. Sabine Iezzi arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Spielgruppenleiterin seit 28 Jahren in diesem Bereich. NebenWeiterbildungen an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen hat sie sich zudem am Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien zur Leseanimatorin weitergebildet.

Prof. Dr. Franziska Vogt ist in dieser Folge unsere Expertin aus der Wissenschaft. Sie leitet das Institut Frühe Bildung 0 bis 8 an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Das Spiel bildet einen langjährigen, zentralen Gegenstand verschiedener ihrer Forschungsprojekte. So zum Beispiel in Studien zur alltagsintegrierten Sprachförderung, bei denen das Freispiel eine zentrale Rolle einnimmt. Aus den Studien hat sie inzwischen verschiedene Angebote für die Praxis entwickelt. Beispielsweise die Kitaintegrierte Deutschförderung der Stadt Zürich, sowie das Coaching zur Alltagsintegrierten Sprachförderung für Fachpersonen: Link

Quellen, die für die Folge verwendet wurden:

Ahmed, S., Khan, D., & Mehmood, A. (2023). Let them play. A systematic review investigating the benefits of free play inemotional development of children. Academy of Education and Social Sciences Review, 3(4), 509-520. LINK

Hauser, B. (2016). Spielen: Frühes Lernen in Familie, Krippe und Kindergarten. Kohlhammer Verlag.

 

Hauser, B. (2021). Spiel in Kindheit und Jugend: der natürliche Modus des Lernens. UTB.

 

Kübler, M., Buhl, G., & Rüdisüli, C. (2020). Spielen und Lernen Verbinden—Mit Spielbasierten Lernumgebungen. Hep.

Lillard, A. S., Lerner, M. D., Hopkins, E. J.,Dore, R. A., Smith, E. D., & Palmquist, C. M. (2013). The impact of pretend play on children's development: a review of the evidence. Psychological bulletin, 139(1), 1–34. LINK

Zosh, J.M., Hirsh-Pasek, K., Hopkins, E.J., Jensen, H., Liu, C., Neale, D., & Whitebread, D. (2018). Accessing the inaccessible: Redefining play as a spectrum. Frontiers in Psychology, 9, 1124. LINK

In diesem Podcast weiter hören:

Die verschiedenen Sprachförderstrategien, die auch im Spiel genutzt werden können, werden in den Episoden 1.1 bis 1.6 vertieft: LINK
24 Minuten
Das kindliche Spiel können Fachpersonen auf vielfältige Weise begleiten und anregen. In dieser Folge besprechen wir verschiedene Formen des (Rollen-)Spiels (begleitetes Spiel, geführtes Spiel, freies Spiel) sowie vier unterschiedliche Rollen, die Fachpersonen in der Spielbegleitung einnehmenkönnen: Spielleitung, Mitspieler:in, Coach und Beobachter:in. Welche Rolle Fachpersonen wann einnehmen hängt stark davon ab, wie vertraut die Kinder bereits mit der Spielsituation sind und wo sie noch Unterstützung brauchen. Um die Rollen und verschiedenen Spielformen zu erläutern, verknüpfen wir die Erfahrungsberichte von Spielgruppenleiterin Sabine Iezzi mit Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung von Prof. Dr. Franziska Vogt.

Sabine Iezzi hat 28 Jahre Erfahrung in der Leitung von Spielgruppen. Aktuell sind es zwei Spielgruppen in der Stadt St.Gallen. Neben der Ausbildung zur Spielgruppenleiterin sowie verschiedenen Kursen an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen hat sie auch die Ausbildung zum Therapieclown absolviert und Erfahrungen als Rotkreuz-Clown gesammelt. Prof. Dr. Franziska Vogt leitet das Institut Frühe Bildung 0 bis 8 an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Das Spiel ist ein langjähriger, zentraler Forschungsschwerpunkt von ihr. Ein neueres Projekt heisst «Wir spielen die Zukunft». Dabei wurden Freispielimpulse zum Thema digitale Transformation entwickelt und in verschiedenen Kindergärten umgesetzt. Manche Freispielsequenzen wurden videographiert und ausgewertet. In dieser Folge hören wir einen Ausschnitt aus einer Aufnahme. Weitere Infos zu den Freispielimpulsen inklusive Videos findest du hier: LINK

Quellen, die für die Folge verwendet wurden:

Hollenstein, L. & Vogt, F. (2026). Spielbegleitung im Fantasie-und Rollenspiel: Sustained shared playing. In: Amberg, L.& (Hrsg.). Interaktion als Dreh- und Angelpunkt erfolgreichen Lehrens und Lernens. Waxmann. 

 

Kübler, M., Buhl, G., & Rüdisüli, C. (2020). Spielen und Lernen Verbinden—Mit Spielbasierten Lernumgebungen. Hep.

 

Zosh, J.M., Hirsh-Pasek, K., Hopkins, E.J., Jensen, H., Liu, C., Neale, D., & Whitebread, D. (2018). Accessing the inaccessible: Redefining play as a spectrum. Frontiers in Psychology, 9, p. 1124. LINK

 

Literaturtipp, der frei verfügbar ist:

Vogt, F. (2020). Spielbegleitung. In M. Kübler, G. Bühl, & C.Rüdisüli (Hrsg.). Spielen und Lernen verbinden – mit spielbasierten Lernumgebungen: Theorie - Empirie - Praxis (S. 51-61). Bern: hep-Verlag. LINK

In diesem Podcast weiter hören:

Zum Projekt «Wir spielen die Zukunft», auf das wir in dieser Folge verweisen, wird in Episode 10.2 genauer vorgestellt. LINK
27 Minuten
Ein zentrales Konzept der Traumapädagogik ist der sichere Ort: Für Kinder, die von Traumatisierung betroffen sind, ist es wichtig, sich in der Spielgruppe, der Kita und dem Kindergarten sicher zu fühlen. Dazu kommt die Sicherheit in der Beziehung zu den Fachpersonen. In verlässlichen Beziehungen bauen Kinder Ressourcen und Resilienz auf.

Woher das Trauma genau kommt, ist für den pädagogischen Alltag nebensächlich: die Fachpersonen konzentrieren sich darauf, das Kind bedürfnisgerecht zu unterstützen. Trotzdem ist wichtig zu wissen, woher Traumata kommen können.Daher gehen wir in dieser Folge auch darauf ein. Zudem ist die Zusammenarbeit im Team wichtig für die traumasensible Arbeit mit Kindern.

Unsere Gäste in dieser Folge sind Claudia Hengstler und Dr. Maria Teresa Diez Grieser.

Claudia Hengstler ist ausgebildete Kindergärtnerin, systemisch-lösungsorientierte Beraterin und Traumapädagogin. In unterschiedlichen Funktionen wie z.B an einer Sonderschule hat sie belastete Kinder und ihre Familien traumapädagogisch begleitet sowie pädagogischeFachpersonen beraten. Seit 25 Jahre ist sie Dozentin an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen und lehrt dort zu Kindesschutz und traumasensibler Pädagogik.

Dr. Maria Teresa Diez Grieser ist Entwicklungspsychologin undPsychotherapeutin. Sie verfügt über psychotherapeutische Erfahrungen mit betroffenen Kindern und Erwachsenen. Am Marie Meierhofer Institut begleitete sie Angebote und Projekte für belastete Familien und hat diese auchwissenschaftlich untersucht.

Dies ist die letzte Folge im Jahr 2026. Bleib bis zur Frühlingsstaffel im Februar im Kontakt mit uns über Instagram und LinkedIn.

Literatur, die in der Folge verwendet wurde(frei verfügbar):

Schmid, M., Erb, J., Fischer, S., Kind, N. & Fegert, J. M. (2017). Abschlussbericht für den Fachausschuss für die Modellversuche und das Bundesamt für Justiz. Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse des Modellversuchs «Implementierung, Evaluation und Verstetigung von traumapädagogischen Konzepten in sozialpädagogischen Institutionen des stationären Massnahmenvollzuges». Kinder- undJugendpsychiatrische Klinik Basel und Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie Ulm. LINK

Weiterführende Literatur, die frei Verfügbar ist:

Gahleitner, Silke Birgitta (2010). Kleine Kinder in kritischen Lebenslagen. Was Fachkräfte über Traumata wissen müssen und wie sie helfen können. Sozial extra 34(11), 46-49. LINK

Mayer, M. (2021). Traumasensibles Arbeiten mit Kindern. Leitfaden für Fachkräfte der Kindertagesbetreuung und Frühen Bildung. Berlin: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB). LINK

Ritter, E. & Albers, T. (2016): Kinder mit Fluchterfahrung in Kita und Grundschule. LINK

Weiterführende Literatur

Klappstein, K. & Kortewille, R. (2020).Traumatisierte Kinder im Alltag feinfühlig unterstützen: Psychoedukation im Überblick. Springer.

Bausum, J., Karau H. (2024). Traumapädagogik: Kita-Kinder sensibel begleiten. Basiswissen, Fallbeispiele, Reflexionsfragen und Checklisten für Team- und Elternarbeit. Don Bosco.
26 Minuten
Auch junge Kinder können bereits von Traumaprozessen betroffen sein. In frühpädagogischen Settings wie Spielgruppe, Kita und Kindergarten können wir diese Kinder unterstützen, indem wir beziehungsorientiert agieren und jeweils einen guten Grund für das Verhalten der Kinder annehmen. Gleichzeitig kann es natürlich hilfreich sein,Traumaprozesse und ihre Auswirkungen auf das Verhalten von Kindern zu kennen.Entsprechend gehen wir in dieser Folge folgenden Fragen auf die Spur:

Wie kann sich eine Traumatisierung bei Kindern im Alltag äussern?

Wie können wir mit traumabetroffenen Kindern umgehen?

Wie reagieren wir, wenn uns ein Kind von einer traumatisierenden Erfahrung berichtet?

In dieser Folge stellen uns Dr. Maria Teresa Diez Grieser und Claudia Hengstler ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu Verfügung.

 

Dr. Maria Teresa Diez Grieser ist Entwicklungspsychologin undPsychotherapeutin. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Traumaprozessen und hat verschiedene Publikationendazu verfasst. Zudem ist sie im pädagogischen Kontext als Supervisorin und Weiterbildnerin tätig.

Claudia Hengstler ist ausgebildete Kindergärtnerin und Traumapädagogin mit vielfältigen Erfahrungen in der Unterstützung von Kindern aus hochbelasteten Familien: Als Co-Leiterin des Elternnotrufs Ostschweiz hat sie Eltern und Familien in Krisensituationen beraten. Sie war am Aufbau eines Kinderschutzzentrums beteiligt und war dort Ressortleiterin für Weiterbildung und Prävention mit Fokus gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche. Aktuell ist sie Beraterin an einer Sonderschule und Dozentin an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen.

Weiterführende Literatur, die frei Verfügbar ist:

Child Mind Institute (o.J.). Kindern bei der Bewältigung vontraumatischen Erfahrungen helfen. Ein Leitfaden zur seelischen Erholung für Eltern, Lehrer und andere Verantwortungsträger. Virginia: Child Mind Institute. LINK

Mayer, M. (2021). Traumasensibles Arbeiten mit Kindern. Leitfaden für Fachkräfte der Kindertagesbetreuung und Frühen Bildung. Berlin: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB). LINK

Weiterführende Literatur

Klappstein, K. & Kortewille, R. (2020). Traumatisierte Kinder imAlltag feinfühlig unterstützen: Psychoedukation im Überblick. Springer.

Bausum, J., Karau H. (2024). Traumapädagogik: Kita-Kinder sensibel begleiten. Basiswissen, Fallbeispiele, Reflexionsfragen und Checklisten für Team- und Elternarbeit. Don Bosco.
25 Minuten
In der Schweiz lebt jede dritte Person in einem mehrsprachigen Haushalt (Bundesamt für Statistik, 2021). Entsprechend haben viele Kinder Ressourcen in unterschiedlichen Sprachen. Das hat nicht nur eine Bedeutung in Bezug auf die sprachliche Entwicklung der Kinder, sondern spielt auch in alle anderen Lernbereiche hinein – auch in das mathematische Lernen. In dieser Folge geht es darum, wie sprachliche Ressourcen beim mathematischen Lernen von Kindern im Kindergarten genutzt werden können.

Unsere Gäste sind Prof. Dr. Barbara Ott und Dr. Ángela Uribe Acevedo. Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Priska Sprenger der PH Heidelberg untersuchen sie im von MOVETIA geförderten Projekt «MATHEspRechen im Kindergarten», wie sprachliche Ressourcen der Kinder für das Mathematiklernen im Kindergarten fruchtbar gemacht werden können und teilen in dieser Folge anhand anschaulicher Beispiele erste Ergebnisse ihrer Studie mit uns.

 

Prof. Dr. Barbara Ott hat Lehramt für Grundschule mit Schwerpunkt Mathematik studiert und mehrere Jahre als Lehrerin gearbeitet. Anschliessend hat sie sich in ihrer Dissertation in Mathematikdidaktik mit dem grafischen Darstellen im Mathematikunterricht auseinandergesetzt. Inzwischen arbeitet sie seit 10 Jahren an der PädagogischenHochschule St.Gallen, wo sie aktuell die Fachleitung Mathematik und die Bereichsleitung Ausbildung im Institut Mathematische, Naturwissenschaftliche und Technische Bildung inne hat.

 

Dr. Ángela Uribe Acevedo hat Lehramt Mathematik in Kolumbien und Deutschland studiert und im Anschluss mehrere Jahre an einer öffentlichen sowie an einer deutschen Schule in Kolumbien unterrichtet. Anschliessend hat sie zum Thema sprachbildender und mehrsprachigkeitseinbeziehender Mathematikunterricht doktoriert. Inzwischen arbeitet sie seit vier Jahren als Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen.

 

Literatur, die in der Folge verwendet wurde:

 

Bundesamt für Statistik (2021). Zunahme der Mehrsprachigkeit in der Schweiz: 68% verwenden regelmässig mehr als eine Sprache. Medienmitteilung. Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur 2019. LINK

 

Sprenger, P., Uribe, Á, Ott, B., & Kuratli, S. (2023). Zählkompetenz und Mehrsprachigkeit. Die Bedeutung von Mehrsprachigkeit beim Erlernen der Zahlwortreihe und des Zählens. 4bis8, (6), 24-25. LINK

 

Ott, B., Sprenger, P., & Uribe, Á. (2024). Mehrsprachigkeitsaktivierung im Kindergarten: Design einer Lernumgebung. In P. Ebers, F. Rösken, B. Barzel, A. Büchter, F. Schacht, & P. Scherer (Hrsg.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2024: Mathematikdidaktik – Gestern. Heute. Morgen (S. 445-448). LINK

 

Uribe, Á., Sprenger, P., & Ott, B. (2024). Exploring parent-child interactions by learning mathematics: Repertoires-in-use within a kindergarten-family learning environment. In M. Ní Ríordáin, and K. Erath (Eds.), Proceedings of the Sixteenth ERME Topic Conference on Language and Social Interaction inMathematics Classrooms (pp. 100 – 107). ERME / HAL Archive. LINK
21 Minuten
Die Raumgestaltung und die Materialien, die den Kindern zur Verfügung stehen, bilden eine Ausgangslage für das kindliche Spiel. Das ist gerade auch beim Freispiel der Fall, wenn die Kinder intrinsisch motiviert ihr Spiel selbständig organisieren und gestalten. Materialien können Erfahrungsräume eröffnen und erweitern, und sie können von den Kindern auch fantasievoll umgedeutet werden.

In dieser Folge beantworten wir die Frage, wie Raum und Materialien bewusst eingesetzt werden können, um vielfältiges Spiel zu ermöglichen, so dass Kinder ihren eigenen Interessen und Lernfeldern nachgehen können.

 

Zu Gast ist in dieser Folge Prof. Dr. Franziska Vogt, die Institutsleitern des Instituts Frühe Bildung 0 bis 8 der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Das Spiel ist ein langjähriger, zentraler Forschungsschwerpunkt von ihr. Dabei standen Kinder unterschiedlichen Alters im Fokus. Im Projekt "Puppenstube, Bauecke und Waldtage: (Un)doing gender in Kinderkrippen" entstanden zum Beispiel Erkenntnisse zur gendersensiblen Raumgestaltung und Materialauswahl.

 

Unsere Expertin aus der Praxis ist Sabine Iezzi. Sie hat die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin absolviert und verschiedene Kurse an der PH St.Gallen besucht. Sie arbeitet seit 28 Jahren in der Spielgruppe. Aktuell leitet sie zwei Spielgruppen in der Stadt St.Gallen.

 

Studien zur Folge die frei verfügbar sind:

 

Hart, L. M., Keller, R., & Perren, S. (2024). SpielzeugfreierKindergarten: Differentielle Effekte eines Präventionsprojektes zur Stärkungder Lebenskompetenzen von Kindergartenkindern. Kindheit und Entwicklung, 33(2), 103–110. LINK

 

Hollenstein, L., & Vogt, F. (2024). Digitaleducation through guided pretend play. Learning and Instruction, 93(Art.101945). LINK 

 

Tennhoff, W., Nentwich, J. C., & Vogt, F. (2014). Gender in derKita. Praxisratgeber für Kitaleitungen. St.Gallen: Universität St.Gallen und Pädagogische Hochschule St.Gallen. LINK 

 

Vogt, F. (2021). (Un)doing gender in den räumlichen Arrangements der Kita. In J. C. Nentwich & F. Vogt (Hrsg.), (Un)doing Gender empirisch: Qualitative Forschung in der Kita (S. 51-82). Wiesbaden: Springer VS. LINK  

 

Weitere Quellen, die für die Folge verwendet wurden:

 

Kübler, M., Buhl, G., & Rüdisüli, C. (2020). Spielen und Lernen Verbinden—Mit Spielbasierten Lernumgebungen. Hep.

 

Lillard, A. S., Lerner, M. D., Hopkins, E. J., Dore, R. A., Smith, E. D., & Palmquist, C. M. (2013). The impact of pretend play on children's development: a review of the evidence. Psychological bulletin, 139(1), 1–34. LINK

 

Zosh, J.M., Hirsh-Pasek, K., Hopkins, E.J., Jensen, H., Liu, C.,Neale, D., & Whitebread, D. (2018). Accessing the inaccessible:Redefining play as a spectrum. Frontiers in Psychology, 9, p. 1124. LINK