Wie findet man die richtigen Worte, wenn ein Mensch gestorben ist,  Danny Klein?

Wie findet man die richtigen Worte, wenn ein Mensch gestorben ist,  Danny Klein?

vor 1 Tag
Danny Klein schreibt Trauerreden für Beerdigungen. Im Podcast erzählt sie, warum sie dafür keine Lebensdaten sammelt. Sondern Geschichten.
48 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
»Eine gute Trauerfeier pendelt zwischen Lachen und Weinen«, sagt
Danny Klein im Podcast »Frisch an die Arbeit«. Seit 2018 arbeitet
die 56-Jährige als freie Trauerrednerin in Berlin und begleitet
Menschen dabei, Abschied von Freunden oder Familienangehörigen zu
nehmen. »Eine Trauerrede zu beauftragen, ist ja auch ein riesiger
Vertrauensakt«, sagt sie. Klein wurde in Hannover geboren, wuchs in
England auf und studierte Theologie und Portugiesisch. Später
arbeitete sie unter anderem als Fotografin, in der
Kulturvermittlung und als Bestatterin. Heute ist sie neben ihrer
Arbeit als Trauerrednerin auch Rettungssanitäterin im Krankenhaus.
Die unterschiedlichen Stationen verbindet ein gemeinsames
Interesse, wie Klein erzählt: »Ich suche intensive Begegnungen.«
Wenn sie von einer Familie beauftragt wird, besucht sie diese meist
zu Hause oder an einem Ort, der für den verstorbenen Menschen
wichtig war. Fotos, Erinnerungsstücke und vertraute Räume helfen
ihr dabei, mit den Angehörigen ins Gespräch zu kommen. »Ich möchte
Geschichten hören, die ihnen wichtig sind«, sagt sie. Aus vielen
einzelnen Erinnerungen entsteht Schritt für Schritt ein Bild über
den Verstorbenen, das später die Grundlage ihrer Rede bildet. Dabei
geht es ihr ausdrücklich nicht darum, einen Menschen zu
idealisieren. »Man kann sich nicht von einem falschen Bild
verabschieden«, sagt Klein. Auch Konflikte, schwierige Erfahrungen
oder Widersprüche dürfe man erwähnen, solange man sie nicht
bewerte. Für Klein ist die Trauerrede deshalb »ein Moment der
Wahrheit«, in dem ein Mensch noch einmal in seiner ganzen
Vielschichtigkeit spürbar wird. »Für mich ist das Schreiben einer
solchen Rede ein künstlerischer Prozess«, sagt sie. Dafür führt
Klein mehrere Gespräche, macht handschriftliche Notizen und
arbeitet oft bis kurz vor der Trauerfeier an ihren Formulierungen.
Mehr als eine Rede pro Monat übernimmt sie bewusst nicht. Die
fertige Rede versteht sie nicht als bloßen Text. Rhythmus, Pausen
und Blickkontakt seien genauso wichtig wie die Worte selbst. »Bevor
ich eine Trauerrede halte, lese ich sie meiner Partnerin und meiner
Mutter vor, um sicherzugehen, dass alle Zuhörenden gut durch den
Text geführt werden.« Im Podcast erzählt Danny Klein außerdem,
weshalb sie glaubt, dass gerade die Erinnerungen an Großzügigkeit,
Offenheit und gemeinsam erlebte Momente das sind, was von einem
Menschen bleibt. Und warum sie ihre Trauerreden nie mit dem Satz
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