Antifragil in der VUKA-Welt: Digitale Transformation zwischen Regulierung und Realität🔥 Archiv
94 Episoden
55 Minuten
Warum ist Process-Management eigentlich immer so ein Pain? Und warum tut sich gerade die regulierte Prozessindustrie mit dem Prozessmanagement so schwer? Macht das Ganze überhaupt noch Sinn?
Darüber spricht Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker-Talk mit Daniel Matka.
Der ist Mitbegründer der Process Academy und Podcaster bei den Prozessphilosophen.
Sein Motto: Das Leben besteht hauptsächlich darin, dass man mitUnvorhergesehenem fertig werden muss!
Doch Unvorhergesehenes und Prozesse – wie passt das denn zusammen?
Eigentlich sind Prozesse nur ein supportendes Tool, durch das weniger Fehler passieren, denn dadurch werden die Abläufe klar.
Wenn man es herunterbricht, dann sind Prozesse eine Ansammlung von Tätigkeiten, die verbunden werden können. Super ist, wenn das dann auch noch flexibel ist.
Für Daniel ist das Grauen, 15 Excel-Dokumente für einen Prozess zu haben. Sinniger ist es, auch die Tools runterzuschrauben und im Best Case nur mit einem Tool zu arbeiten.
Das Ziel sollte aber nicht nur sein, gute Prozesse aufzusetzen, sondern auch, diese zu automatisieren. Dabei wird Automatisierung oft falsch verstanden. Es geht nicht darum, Menschen redundant zu machen, sondern sie zu unterstützen.
Dazu passt auch die Robot Process Automation, kurz RPA. Das Ziel: We don’t replace the human, we take the robot out oft he human. Es geht also darum, repetitive Tasks zu eliminieren.
Christof würde gerne als erstes in den unterstützenden Prozessenautomatisieren und so den Menschen das Leben einfacher machen: HR, Onboarding, Hiring, aber auch abhängige IT-Prozesse.
Doch warum tut sich die Pharma-Welt so schwer mit den Prozessen?
Ein Problem kann immer sein, dass es zu viele Abhängigkeiten im Prozess gibt. Sinnig ist es dann, erstmal einen Use Case zu finden, den man praktisch umsetzt.
Dafür ist aber auch Commitment nötig und oft auch eine Veränderung im Führungsverhalten.
Prozess-Automatisierung ist ein Change-Prozess!
Daniel gibt ein paar Tipps:
Denk Quality direkt mit, je früher man zusammenarbeitet, destokostengünstiger ist es am Ende.
Lös die Angst vor dem Thema auf, Menschen verlieren dadurch nicht ihre Jobs.
Der wichtigste Faktor ist der Mensch.
Such dir ein Leuchtturmprojekt/einen Use Case und fang damit an.
Hol dir Hilfe dazu von jemandem, der schon öfter an Prozessen gearbeitet hat.
00:00:00 Vorstellung Daniel Matka
00:01:30 Flexibilität und Prozesse?
00:06:47 Änderungen dokumentieren
00:10:13 Data und Datenbanken
00:12:45 Tipps für Unternehmen
00:16:51 Prozesse automatisieren
00:20:09 Robot Prozess Automation
00:22:29 Führung verändert sich
00:25:32 Disruption
00:28:52 Was Christof automatisieren will
00:36:57 Prozesse in der Pharma-Welt
00:41:03 Zu viele Abhängigkeiten
00:44:16 QM mitdenken
00:50:20 Zwei Fragen an Daniel
Darüber spricht Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker-Talk mit Daniel Matka.
Der ist Mitbegründer der Process Academy und Podcaster bei den Prozessphilosophen.
Sein Motto: Das Leben besteht hauptsächlich darin, dass man mitUnvorhergesehenem fertig werden muss!
Doch Unvorhergesehenes und Prozesse – wie passt das denn zusammen?
Eigentlich sind Prozesse nur ein supportendes Tool, durch das weniger Fehler passieren, denn dadurch werden die Abläufe klar.
Wenn man es herunterbricht, dann sind Prozesse eine Ansammlung von Tätigkeiten, die verbunden werden können. Super ist, wenn das dann auch noch flexibel ist.
Für Daniel ist das Grauen, 15 Excel-Dokumente für einen Prozess zu haben. Sinniger ist es, auch die Tools runterzuschrauben und im Best Case nur mit einem Tool zu arbeiten.
Das Ziel sollte aber nicht nur sein, gute Prozesse aufzusetzen, sondern auch, diese zu automatisieren. Dabei wird Automatisierung oft falsch verstanden. Es geht nicht darum, Menschen redundant zu machen, sondern sie zu unterstützen.
Dazu passt auch die Robot Process Automation, kurz RPA. Das Ziel: We don’t replace the human, we take the robot out oft he human. Es geht also darum, repetitive Tasks zu eliminieren.
Christof würde gerne als erstes in den unterstützenden Prozessenautomatisieren und so den Menschen das Leben einfacher machen: HR, Onboarding, Hiring, aber auch abhängige IT-Prozesse.
Doch warum tut sich die Pharma-Welt so schwer mit den Prozessen?
Ein Problem kann immer sein, dass es zu viele Abhängigkeiten im Prozess gibt. Sinnig ist es dann, erstmal einen Use Case zu finden, den man praktisch umsetzt.
Dafür ist aber auch Commitment nötig und oft auch eine Veränderung im Führungsverhalten.
Prozess-Automatisierung ist ein Change-Prozess!
Daniel gibt ein paar Tipps:
Denk Quality direkt mit, je früher man zusammenarbeitet, destokostengünstiger ist es am Ende.
Lös die Angst vor dem Thema auf, Menschen verlieren dadurch nicht ihre Jobs.
Der wichtigste Faktor ist der Mensch.
Such dir ein Leuchtturmprojekt/einen Use Case und fang damit an.
Hol dir Hilfe dazu von jemandem, der schon öfter an Prozessen gearbeitet hat.
00:00:00 Vorstellung Daniel Matka
00:01:30 Flexibilität und Prozesse?
00:06:47 Änderungen dokumentieren
00:10:13 Data und Datenbanken
00:12:45 Tipps für Unternehmen
00:16:51 Prozesse automatisieren
00:20:09 Robot Prozess Automation
00:22:29 Führung verändert sich
00:25:32 Disruption
00:28:52 Was Christof automatisieren will
00:36:57 Prozesse in der Pharma-Welt
00:41:03 Zu viele Abhängigkeiten
00:44:16 QM mitdenken
00:50:20 Zwei Fragen an Daniel
51 Minuten
Gibt es zu wenig Gesetze, die AI für die Pharma-Welt regeln? Bisher gab’s relativ wenig, aber jetzt sind der neue Annex 11 und Annex 22 da!
Darüber diskutiert Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Arno Terhechte, GMP Inspektor beim Regierungspräsidium Münster.Der ist gefühlt bei jeder Gamp oder ISP-Veranstaltung als Sprecher dabei und hat auch an den neuen Annex als Autor mitgearbeitet.
Annex 11 und 22 sind nun in der Kommentierungsversion freigegeben worden und offen für Verbände und Industrievertreter.
Christof ist es wichtig, dass ihr euch erkundigt, wer gerade in eurer Region die Kommentierung betreibt und euch beteiligt!
Annex sind Richtlinien für die Pharma-Herstellung und die Compliance. Der Annex 11 bezieht sich auf computerisierte Systeme, der Annex 22 auf AI-gestützte Systeme. Und damit ist es auch das erste Werk, das AI in der Pharma-Welt Spielregeln gibt.
Der Annex 11 in der alten Version war aus 2011, doch der digitale Wandel ist natürlich auch in Pharma stark präsent – das Werk musste also dringend geupdated werden, um aktuelle Technologien abzubilden.
Warum haben wir jetzt zwei Dokumente? Weil AI einen eigenen Bereich im Annex 22 erhalten hat
Kleinere Dokumente lassen sich dann halt besser anpassen.
Arno erzählt, was die wichtigsten Änderungen sind:
Der Detaillierungsgrad hat deutlich zugenommen und auch das Thema Audit Trail wurde aufgenommen.
Security wurde im Autoren-Team kontrovers diskutiert, vorher gab es nur grundsätzliche Anforderungen, jetzt gibt es 20 Punkte zuIT-Security.
Arno findet das gar nicht so gut, denn GMP-Inspektoren sind keineIT-Inspektoren – in seinen Augen sollte es dafür andere Regelungen geben.
Christof ist der Meinung, dass wir Patientensicherheit nicht ohne IT-Security gewährleisten können. KRITIS gilt ja sowieso für viele, nun hat auch der Annex ein paar Punkte aufgenommen.
Was Christof total stört, ist, dass im Annex immer noch steht, dassComputersysteme zu validieren sind – in seinen Augen kann man nur Prozesse validieren.
Wir stellen ja auch keine Computersysteme, sondern Arzneimittel her.Computersysteme nutzen wir nur, um diesen Prozess zu unterstützen!
Traceability ist auch explizit als Thema aufgenommen, man benötigt nunNachvollziehbarkeit von pharmazeutischen Anforderungen. Christof sieht es dabei als Mangel, dass die Requirements in Richtung des Systems losgelöst vom pharmazeutischen Prozess sind.
Und natürlich durfte Cloud nicht zu kurz kommen! Die Big Player haben alle Cloud-first Strategien, doch wer ist in der Verantwortung?Für eine Cloud hat man meist einen externen Provider, von dem man abhängig ist. In der Verantwortung ist das pharmazeutischeUnternehmen trotzdem.
Viele Unternehmen gehen da blauäugig dran – durch den neuen Annex sind sie nun aber an eine Exit-Strategie gebunden. Christof findet das mehr als wichtig!
Beide Experten wünschen sich mehr prinzipienbasierte Führung als kleinteilige Regelungen. Christof vergleicht das mit dem EU AI-Act, der in der Wichtigkeit weiterhin über dem Annex 22 steht: Hier geht es viel um Spielregeln, innerhalb derer die Unternehmen selbst ihren Weg finden sollen.
Auch bei der Nutzung von LLMs sind diese Prinzipien notwendig, denn LLMs werden die Pharma-Industrie stark beeinflussen in den nächsten Jahren!
Für Christof ist vor allem der Annex 22 eine Erleichterung: Jetzt können alle mit AI anfangen!
Link:Annex 11& 22: https://health.ec.europa.eu/consultations/stakeholders-consultation-eudralex-volume-4-good-manufacturing-practice-guidelines-chapter-4-annex_en
00:00:00 Intro in die Folge
00:01:28 Wie entsteht ein neuer Annex?
00:04:32 Audit-Trails
00:05:32 Kommentare zum Entwurf
00:07:15 Annex 22 für KI
00:09:11 Die wichtigsten Änderungen
00:14:30 IT-Security und GMP
00:18:37 Validierung von Systemen
00:22:11 Lebenszyklus des Systems
00:24:32 Traceability
00:26:13 Cloud und SaaS
00:30:58 Qualitätssteigerung oder Papierkrieg
00:34:02 EU AI-Act
00:36:26 LLMs für kritische GMP-Prozesse
00:44:00 Spielregeln für KI
Darüber diskutiert Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Arno Terhechte, GMP Inspektor beim Regierungspräsidium Münster.Der ist gefühlt bei jeder Gamp oder ISP-Veranstaltung als Sprecher dabei und hat auch an den neuen Annex als Autor mitgearbeitet.
Annex 11 und 22 sind nun in der Kommentierungsversion freigegeben worden und offen für Verbände und Industrievertreter.
Christof ist es wichtig, dass ihr euch erkundigt, wer gerade in eurer Region die Kommentierung betreibt und euch beteiligt!
Annex sind Richtlinien für die Pharma-Herstellung und die Compliance. Der Annex 11 bezieht sich auf computerisierte Systeme, der Annex 22 auf AI-gestützte Systeme. Und damit ist es auch das erste Werk, das AI in der Pharma-Welt Spielregeln gibt.
Der Annex 11 in der alten Version war aus 2011, doch der digitale Wandel ist natürlich auch in Pharma stark präsent – das Werk musste also dringend geupdated werden, um aktuelle Technologien abzubilden.
Warum haben wir jetzt zwei Dokumente? Weil AI einen eigenen Bereich im Annex 22 erhalten hat
Kleinere Dokumente lassen sich dann halt besser anpassen.
Arno erzählt, was die wichtigsten Änderungen sind:
Der Detaillierungsgrad hat deutlich zugenommen und auch das Thema Audit Trail wurde aufgenommen.
Security wurde im Autoren-Team kontrovers diskutiert, vorher gab es nur grundsätzliche Anforderungen, jetzt gibt es 20 Punkte zuIT-Security.
Arno findet das gar nicht so gut, denn GMP-Inspektoren sind keineIT-Inspektoren – in seinen Augen sollte es dafür andere Regelungen geben.
Christof ist der Meinung, dass wir Patientensicherheit nicht ohne IT-Security gewährleisten können. KRITIS gilt ja sowieso für viele, nun hat auch der Annex ein paar Punkte aufgenommen.
Was Christof total stört, ist, dass im Annex immer noch steht, dassComputersysteme zu validieren sind – in seinen Augen kann man nur Prozesse validieren.
Wir stellen ja auch keine Computersysteme, sondern Arzneimittel her.Computersysteme nutzen wir nur, um diesen Prozess zu unterstützen!
Traceability ist auch explizit als Thema aufgenommen, man benötigt nunNachvollziehbarkeit von pharmazeutischen Anforderungen. Christof sieht es dabei als Mangel, dass die Requirements in Richtung des Systems losgelöst vom pharmazeutischen Prozess sind.
Und natürlich durfte Cloud nicht zu kurz kommen! Die Big Player haben alle Cloud-first Strategien, doch wer ist in der Verantwortung?Für eine Cloud hat man meist einen externen Provider, von dem man abhängig ist. In der Verantwortung ist das pharmazeutischeUnternehmen trotzdem.
Viele Unternehmen gehen da blauäugig dran – durch den neuen Annex sind sie nun aber an eine Exit-Strategie gebunden. Christof findet das mehr als wichtig!
Beide Experten wünschen sich mehr prinzipienbasierte Führung als kleinteilige Regelungen. Christof vergleicht das mit dem EU AI-Act, der in der Wichtigkeit weiterhin über dem Annex 22 steht: Hier geht es viel um Spielregeln, innerhalb derer die Unternehmen selbst ihren Weg finden sollen.
Auch bei der Nutzung von LLMs sind diese Prinzipien notwendig, denn LLMs werden die Pharma-Industrie stark beeinflussen in den nächsten Jahren!
Für Christof ist vor allem der Annex 22 eine Erleichterung: Jetzt können alle mit AI anfangen!
Link:Annex 11& 22: https://health.ec.europa.eu/consultations/stakeholders-consultation-eudralex-volume-4-good-manufacturing-practice-guidelines-chapter-4-annex_en
00:00:00 Intro in die Folge
00:01:28 Wie entsteht ein neuer Annex?
00:04:32 Audit-Trails
00:05:32 Kommentare zum Entwurf
00:07:15 Annex 22 für KI
00:09:11 Die wichtigsten Änderungen
00:14:30 IT-Security und GMP
00:18:37 Validierung von Systemen
00:22:11 Lebenszyklus des Systems
00:24:32 Traceability
00:26:13 Cloud und SaaS
00:30:58 Qualitätssteigerung oder Papierkrieg
00:34:02 EU AI-Act
00:36:26 LLMs für kritische GMP-Prozesse
00:44:00 Spielregeln für KI
54 Minuten
Kann KI die Medizin revolutionieren? Unseren Ärzt:innen helfen, schneller zu arbeiten oder sogar bessere Diagnosen zu stellen?
Darüber spricht Christof Layher, Host des ChaosHacker-Talks, in der neuen Folge mit Daniel Wolf, der am Uniklinikum Ulm forscht.
Sein Thema: Künstliche Intelligenz in der medizinischen Bildgebung.
Medizinische Bildgebung bedeutet, dass aufgrund von Aufnahmen von Patient:innen, z.B. Aufnahmen der Haut, CT oder MRT-Bildern Befunde erstellt werden.
Bisher schauen sich Ärzt:innen diese Bilder an, in Zukunft sollen sie von KI unterstützt werden.
Die Hoffnung dieser Forschung ist, dass die Bildgebung in der Radiologie verbessert werden kann und der Workload von Radiologen verringert werden kann. Denn tendenziell haben wir immer weniger Radiolog:innen, aber eine immer älter und kränker werdende Gesellschaft.
Außerdem sind wir alle nur Menschen und können Fehler machen, da soll die KI „besser“ sein.
Daniel forscht mit seinem Team, trainiert Algorithmen und KIs. Dafürbenötigt er große Datensätze, zu denen Radiolog:innen ihre„Meinung“ sagen.
Die KI wird dann entweder mit diesen Daten gefüttert und ist damit genauso gut wie die Daten, mit denen sie trainiert wurde.
Eine andere Methode ist das Self-Supervised Pre-Training, bei dem die KI einfach nur mit Bildern gefüttert wird – ohne Labels. Das Zielist, dass die KI dann selbst Anomalien entdeckt.
Hierzu ist das Quertesten mit Radiolog:innen natürlich besonders wichtig.
Das große Ziel sind sogar multimodale KI-Modelle, die komplette Befunde ausgeben und sogar Operationen planen können.
Daniel hat auch mal an den gängigen Modellen (ChatGPT, Gemma etc.) getestet, wie gut diese darin sind, anatomische Strukturen in CT-Bildern zu lokalisieren und relative Positionen zu bestimmen. Allerdings scheitern die gängigen Modelle daran völlig, da sie sich teilweise mehr auf ihr Vorwissen als auf das vorliegende Bild beziehen.
Zum Schluss sprechen die beiden noch über den Bias, denn auch der ist ein „Problem“ in der Forschung. Schließlich liegen mehrRöntgenaufnahmen von kranken Menschen vor als von gesunden – man lässt sich ja auch nur röntgen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Besonders ins Uniklinikum kommen nur Menschen, die wirklich große Probleme haben.
Zudem gibt es eine neue Studie vom MIT, bei der die KI bei Röntgenbildern von der Brust bei Frauen und dunkelhäutigen Personen öfter Dinge übersehen hat als bei weißen Männern. Im Trainingsdatensatz waren einfach zu wenig Bilder dafür!
Ein weiteres Thema ist, dass Modelle auch infiltriert werden können, besonders wenn sie mit Daten aus dem Internet trainiert werden.
Studien:
Vision-Language Models Fail to Identify Relative Positions in Medical Images":https://wolfda95.github.io/your_other_left/
Evaluating the Explainability of Attributes and Prototypes for a Medical Classification Modelhttps://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-63787-2_3Demographic bias of expert-level vision-language foundation models in medicalimaging
https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adq0305Weitere Artikel:https://www.newsguardrealitycheck.com/p/a-well-funded-moscow-based-globalhttps://the-decoder.de/umstrittenes-ki-manipulationsexperiment-der-universitaet-zuerich-auf-reddit-endet-ohne-paper/
https://www.watson.ch/international/wissen/389202255-forscher-warnen-in-neuer-mit-studie-chatgpt-veraendert-gehirnaktivitaet
Content-Empfehlung: https://barbaraoakley.com/books/a-mind-for-numbers/
00:00:00 Vorstellung Daniel Wolf
00:01:15 Medizinische Bildgebung
00:06:17 Ethische Entscheidungen
00:09:52 Ab wann ist die KI besser als wir?
00:12:09 Trainieren der KI
00:17:51 Trainieren ist Ausprobieren
00:20:21 Multimodale KI-Modelle
00:22:09 Gängige Modelle für Medizin
00:28:21 Was ist überhaupt Intelligenz?
00:32:20 Bias durch Trainingsdaten
00:38:35 Datenschutz und unstrukturierte Daten
00:47:53 Zwei Fragen an Daniel
Darüber spricht Christof Layher, Host des ChaosHacker-Talks, in der neuen Folge mit Daniel Wolf, der am Uniklinikum Ulm forscht.
Sein Thema: Künstliche Intelligenz in der medizinischen Bildgebung.
Medizinische Bildgebung bedeutet, dass aufgrund von Aufnahmen von Patient:innen, z.B. Aufnahmen der Haut, CT oder MRT-Bildern Befunde erstellt werden.
Bisher schauen sich Ärzt:innen diese Bilder an, in Zukunft sollen sie von KI unterstützt werden.
Die Hoffnung dieser Forschung ist, dass die Bildgebung in der Radiologie verbessert werden kann und der Workload von Radiologen verringert werden kann. Denn tendenziell haben wir immer weniger Radiolog:innen, aber eine immer älter und kränker werdende Gesellschaft.
Außerdem sind wir alle nur Menschen und können Fehler machen, da soll die KI „besser“ sein.
Daniel forscht mit seinem Team, trainiert Algorithmen und KIs. Dafürbenötigt er große Datensätze, zu denen Radiolog:innen ihre„Meinung“ sagen.
Die KI wird dann entweder mit diesen Daten gefüttert und ist damit genauso gut wie die Daten, mit denen sie trainiert wurde.
Eine andere Methode ist das Self-Supervised Pre-Training, bei dem die KI einfach nur mit Bildern gefüttert wird – ohne Labels. Das Zielist, dass die KI dann selbst Anomalien entdeckt.
Hierzu ist das Quertesten mit Radiolog:innen natürlich besonders wichtig.
Das große Ziel sind sogar multimodale KI-Modelle, die komplette Befunde ausgeben und sogar Operationen planen können.
Daniel hat auch mal an den gängigen Modellen (ChatGPT, Gemma etc.) getestet, wie gut diese darin sind, anatomische Strukturen in CT-Bildern zu lokalisieren und relative Positionen zu bestimmen. Allerdings scheitern die gängigen Modelle daran völlig, da sie sich teilweise mehr auf ihr Vorwissen als auf das vorliegende Bild beziehen.
Zum Schluss sprechen die beiden noch über den Bias, denn auch der ist ein „Problem“ in der Forschung. Schließlich liegen mehrRöntgenaufnahmen von kranken Menschen vor als von gesunden – man lässt sich ja auch nur röntgen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Besonders ins Uniklinikum kommen nur Menschen, die wirklich große Probleme haben.
Zudem gibt es eine neue Studie vom MIT, bei der die KI bei Röntgenbildern von der Brust bei Frauen und dunkelhäutigen Personen öfter Dinge übersehen hat als bei weißen Männern. Im Trainingsdatensatz waren einfach zu wenig Bilder dafür!
Ein weiteres Thema ist, dass Modelle auch infiltriert werden können, besonders wenn sie mit Daten aus dem Internet trainiert werden.
Studien:
Vision-Language Models Fail to Identify Relative Positions in Medical Images":https://wolfda95.github.io/your_other_left/
Evaluating the Explainability of Attributes and Prototypes for a Medical Classification Modelhttps://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-63787-2_3Demographic bias of expert-level vision-language foundation models in medicalimaging
https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adq0305Weitere Artikel:https://www.newsguardrealitycheck.com/p/a-well-funded-moscow-based-globalhttps://the-decoder.de/umstrittenes-ki-manipulationsexperiment-der-universitaet-zuerich-auf-reddit-endet-ohne-paper/
https://www.watson.ch/international/wissen/389202255-forscher-warnen-in-neuer-mit-studie-chatgpt-veraendert-gehirnaktivitaet
Content-Empfehlung: https://barbaraoakley.com/books/a-mind-for-numbers/
00:00:00 Vorstellung Daniel Wolf
00:01:15 Medizinische Bildgebung
00:06:17 Ethische Entscheidungen
00:09:52 Ab wann ist die KI besser als wir?
00:12:09 Trainieren der KI
00:17:51 Trainieren ist Ausprobieren
00:20:21 Multimodale KI-Modelle
00:22:09 Gängige Modelle für Medizin
00:28:21 Was ist überhaupt Intelligenz?
00:32:20 Bias durch Trainingsdaten
00:38:35 Datenschutz und unstrukturierte Daten
00:47:53 Zwei Fragen an Daniel
28 Minuten
Wie geht man mit Widerstand gegen Veränderungen und Silo-Denken um? Was macht man, wenn die Führung nicht glaubwürdig ist? Wie vermeidet man, dass Ineffizienz in Prozessen vollautomatisch mit-digitalisiert wird? Was macht man mit Schatten-IT oder Schatten-AI?
Darüber spricht Christof Layher in seiner Q&A-Folge – ein Sonderformat, um auch die Fragen derjenigen zu beantworten, die diese nicht öffentlich im Podcast stellen wollen.
Vor einigen Wochen hat Christof mit Barbara Lampl über Kulturgesprochen. Doch wie kann man als Mitarbeitender Themen wie Datenkultur und AI adressieren, ohne als Meckerer oder Quertreiber wahrgenommen zu werden?
Christof sagt ganz frech: Am besten erstmal nach nem neuen Job schauen... aber jetzt ehrlich: Im Smalltalk mit Kolleg:innen kann man herausfinden, ob jemand ähnliche Fragen hat und damit die Themen in die Breite bringen, denn oft ist man mit den eigenen Gedanken gar nicht so allein.
Und was macht man, wenn Agilität als Ausrede für fehlende, klare Strukturen und Verantwortlichkeiten genutzt wird? Dabei ist Agilität ja eine ganz klare Verantwortungsverteilung. Hier hilft es, Gegenfragen zu stellen.
Ein großes Problem ist die Entwicklung von Schatten-AI: DasUnternehmensinterne AI-Tool ist noch nicht so weit und dieMitarbeitenden fangen dann einfach an, externe Tools zu nutzen, um halt ihren Job besser machen zu können. Hier helfen Early-Adopter-Programme.
Zu Christof’s Lieblingsthema kam auch eine Frage, denn manchmal werden Prozesse im Unternehmen so digitalisiert, wie sie vorher auch gemacht wurden. Christof empfiehlt, Prozesse dann grundlegend neu zu denken und zu entschlacken, denn Pseudodigitalisierung ist Zeit- und Geldverschwendung.
Manchmal hilft es sogar, den alten Prozess komplett zu vergessen und nur darüber nachzudenken, was passieren muss, damit das Ergebnis erreicht wird.
Das gilt auch für Unterschriften und manuelle Dokumentationsschritte.Hier stellt sich die Frage: Was ist wirklich notwendig anUnterschriften und was war bisher nur da für die Steuerung des Prozesses? Christof empfiehlt, in Content Managementsystemen zu denken.
Und dann erklärt er noch Führung von unten, die hilft nämlich oft,wenn Führungskräfte zwar Digitalisierung predigen, sie selbst aber nicht umsetzen.
Führung bedeutet für Christof: Stellung beziehen und transparent machen. Und das kann man auch bei digitalen bzw. nicht digitalisierten Prozessen tun.
Zum Schluss geht es noch um den Widerstand von Mitarbeitenden gegen Veränderung und neue Tools. Hier sollten Projektmanager einiges an Zeit und Ressourcen einplanen, um aktiv zu kommunizieren, mit den Mitarbeitenden zu sprechen und damit auch ihre Bedenken aus dem Weg räumen zu können.
Kapitel:
00:00:00 Eine neue Q&A-Folge
00:01:42 Datenkultur und Schatten-IT
00:04:07 Agilität als Ausrede für Chaos
00:05:55 Schatten-IT und Mitarbeiterpotential
00:07:26 KI-Tools reichen nicht aus
00:09:44 Prozesse digitalisieren mit Überarbeitung
00:12:55 Unterschriften minimieren
00:14:02 Doppelte Dokumentationsschritte
00:15:45 Digitalisierung wird nicht vorgelebt
00:19:21 Keine Zeit für Kreativität
00:21:53 Widerstand gegen Veränderung
00:24:22 Silos in Unternehmen
Darüber spricht Christof Layher in seiner Q&A-Folge – ein Sonderformat, um auch die Fragen derjenigen zu beantworten, die diese nicht öffentlich im Podcast stellen wollen.
Vor einigen Wochen hat Christof mit Barbara Lampl über Kulturgesprochen. Doch wie kann man als Mitarbeitender Themen wie Datenkultur und AI adressieren, ohne als Meckerer oder Quertreiber wahrgenommen zu werden?
Christof sagt ganz frech: Am besten erstmal nach nem neuen Job schauen... aber jetzt ehrlich: Im Smalltalk mit Kolleg:innen kann man herausfinden, ob jemand ähnliche Fragen hat und damit die Themen in die Breite bringen, denn oft ist man mit den eigenen Gedanken gar nicht so allein.
Und was macht man, wenn Agilität als Ausrede für fehlende, klare Strukturen und Verantwortlichkeiten genutzt wird? Dabei ist Agilität ja eine ganz klare Verantwortungsverteilung. Hier hilft es, Gegenfragen zu stellen.
Ein großes Problem ist die Entwicklung von Schatten-AI: DasUnternehmensinterne AI-Tool ist noch nicht so weit und dieMitarbeitenden fangen dann einfach an, externe Tools zu nutzen, um halt ihren Job besser machen zu können. Hier helfen Early-Adopter-Programme.
Zu Christof’s Lieblingsthema kam auch eine Frage, denn manchmal werden Prozesse im Unternehmen so digitalisiert, wie sie vorher auch gemacht wurden. Christof empfiehlt, Prozesse dann grundlegend neu zu denken und zu entschlacken, denn Pseudodigitalisierung ist Zeit- und Geldverschwendung.
Manchmal hilft es sogar, den alten Prozess komplett zu vergessen und nur darüber nachzudenken, was passieren muss, damit das Ergebnis erreicht wird.
Das gilt auch für Unterschriften und manuelle Dokumentationsschritte.Hier stellt sich die Frage: Was ist wirklich notwendig anUnterschriften und was war bisher nur da für die Steuerung des Prozesses? Christof empfiehlt, in Content Managementsystemen zu denken.
Und dann erklärt er noch Führung von unten, die hilft nämlich oft,wenn Führungskräfte zwar Digitalisierung predigen, sie selbst aber nicht umsetzen.
Führung bedeutet für Christof: Stellung beziehen und transparent machen. Und das kann man auch bei digitalen bzw. nicht digitalisierten Prozessen tun.
Zum Schluss geht es noch um den Widerstand von Mitarbeitenden gegen Veränderung und neue Tools. Hier sollten Projektmanager einiges an Zeit und Ressourcen einplanen, um aktiv zu kommunizieren, mit den Mitarbeitenden zu sprechen und damit auch ihre Bedenken aus dem Weg räumen zu können.
Kapitel:
00:00:00 Eine neue Q&A-Folge
00:01:42 Datenkultur und Schatten-IT
00:04:07 Agilität als Ausrede für Chaos
00:05:55 Schatten-IT und Mitarbeiterpotential
00:07:26 KI-Tools reichen nicht aus
00:09:44 Prozesse digitalisieren mit Überarbeitung
00:12:55 Unterschriften minimieren
00:14:02 Doppelte Dokumentationsschritte
00:15:45 Digitalisierung wird nicht vorgelebt
00:19:21 Keine Zeit für Kreativität
00:21:53 Widerstand gegen Veränderung
00:24:22 Silos in Unternehmen
1 Stunde 18 Minuten
Es gibt wahrscheinlich wenig Themen, die so einen starken Einfluss auf unseren Alltag haben, aber über die gleichzeitig so wenig gesprochen wird, wie über die IT.
Und damit sich das ändert, hat Christof Layher, Host vomChaosHacker-Talk diesmal Reinhold Nawroth, kurz Reini, zu Gast.
Reini hat eine klassische Ausbildung zum IT-Systemkaufmann gemacht, danach als Systemadmin gearbeitet und ein gesamtes IT-Team geleitet.
Er nennt sich auf Social Media den IT-Socializer und hat damit auch den DSlam ins Leben gerufen, eine regelmäßig stattfindendeVeranstaltung, auf der Menschen wie bei einem Comedy-Programm über IT sprechen.
Das kann auch Menschen außerhalb der IT-Abteilungen interessieren, denn wir reden über dieses Thema, das uns alle täglich so tangiert, viel zu selten.
Erstmal geht es um IT und Datenschutz in der Medizin. Reini erzählt, dass er letztens bei einem Arzt im Behandlungsraum saß – allein – und einfach im nicht gesperrten Rechner nach etlichen Patient:innen hätte suchen können und die Krankenakten gesehen hätte.
Das ist in vielen Auto-Werkstätten auch so, da sind die Daten allerdings nicht annähernd so sensibel.
Reinhold würde sich auch eine gute elektronische Patientenakte wünschen, die soll aber sicher sein.
Datenschutz fängt dabei zuhause an. Und da entstehen schon die ersten Probleme, denn auch ältere Menschen müssten jetzt zum Teil der Technologie werden, ob sie wollen oder nicht.
Unsichere Daten sind dabei ein Geschäftsmodell für Kriminelle geworden.Hacken hat sogar den Drogenhandel abgelöst! Viele denken, dass sie zu klein wären, um gehackt zu werden, doch wenn der Schaden unter 50.000 € liegt, dann ist das für die trafverfolgungsbehörden zu klein – für ein Unternehmen aber ein erheblicher Schaden.
Früher wurde viel on-premise gearbeitet, da waren Backups ein größeres Thema und wurden öfter durchgeführt. Jetzt mit der Cloud müssten die aber genauso stattfinden.
Was man aber beachten sollte: Bekommt man dafür überhaupt die richtigen Leute?
Die beiden kommen wieder zu dem großen Thema der Kultur.
Denn bei einem Unternehmen mit guter IT-Unternehmenskultur klickt jemand falsch (z.B. in einer Mail) und meldet sich direkt bei der IT. Fehler werden dann nicht bestraft, sondern die IT freut sich, dass jemand vorausschauend gehandelt hat!
Die IT kann sich dann kümmern, ein System schreit und Dinge lassen sich wieder herstellen. Eine gute Unternehmens- und Fehlerkultur sind in solchen Fällen überlebenswichtig.
Die beiden geben auch einige Tipps:
Nutz Network Access Control, damit kann sich niemand physisch in deine Netzwerke einhacken. Sowas passiert nämlich gerne in größeren Unternehmen, in denen die Zugänge zum Gebäude nicht genau bewacht werden.
Und lies dir den BSI-Grundschutz durch. Da gibt es viele Tipps zum Umsetzen und wenn man das gemacht hat, dann ist man auf der sicheren Seite. Das Handbuch ist sogar kostenlos!
Zum Schluss sprechen die beiden noch über die gerade heranwachsende Generation und ihren Umgang mit IT. Dabei geht es auch darum, wie man Kinder mehr für IT begeistern kann und dafür, „hinter dieKulissen“ zu schauen und nicht nur zu Usern zu werden.
00:00:00 Vorstellung Reinhold Nawroth
00:01:44 IT kann lustig sein
00:02:55 IT erstreckt sich über alles
00:07:36 Datenschutz beim Arzt
00:10:46 Eigenverantwortung
00:13:03 Hacker-Angriffe
00:18:00 Back ups und die Cloud
00:25:27 IT-Unternehmenskultur
00:33:58 Grundschutz für IT
00:39:17 Unentdeckte Angriffe
00:45:13 Hacken als Geschäftsmodell
00:49:57 Sich selbst absichern
00:54:00 Vertrauens- und Sicherheitskultur
00:56:51 Generations-Probleme
01:11:35 IT wurde vernachlässigt
01:12:26 Zwei Fragen an Reini
Und damit sich das ändert, hat Christof Layher, Host vomChaosHacker-Talk diesmal Reinhold Nawroth, kurz Reini, zu Gast.
Reini hat eine klassische Ausbildung zum IT-Systemkaufmann gemacht, danach als Systemadmin gearbeitet und ein gesamtes IT-Team geleitet.
Er nennt sich auf Social Media den IT-Socializer und hat damit auch den DSlam ins Leben gerufen, eine regelmäßig stattfindendeVeranstaltung, auf der Menschen wie bei einem Comedy-Programm über IT sprechen.
Das kann auch Menschen außerhalb der IT-Abteilungen interessieren, denn wir reden über dieses Thema, das uns alle täglich so tangiert, viel zu selten.
Erstmal geht es um IT und Datenschutz in der Medizin. Reini erzählt, dass er letztens bei einem Arzt im Behandlungsraum saß – allein – und einfach im nicht gesperrten Rechner nach etlichen Patient:innen hätte suchen können und die Krankenakten gesehen hätte.
Das ist in vielen Auto-Werkstätten auch so, da sind die Daten allerdings nicht annähernd so sensibel.
Reinhold würde sich auch eine gute elektronische Patientenakte wünschen, die soll aber sicher sein.
Datenschutz fängt dabei zuhause an. Und da entstehen schon die ersten Probleme, denn auch ältere Menschen müssten jetzt zum Teil der Technologie werden, ob sie wollen oder nicht.
Unsichere Daten sind dabei ein Geschäftsmodell für Kriminelle geworden.Hacken hat sogar den Drogenhandel abgelöst! Viele denken, dass sie zu klein wären, um gehackt zu werden, doch wenn der Schaden unter 50.000 € liegt, dann ist das für die trafverfolgungsbehörden zu klein – für ein Unternehmen aber ein erheblicher Schaden.
Früher wurde viel on-premise gearbeitet, da waren Backups ein größeres Thema und wurden öfter durchgeführt. Jetzt mit der Cloud müssten die aber genauso stattfinden.
Was man aber beachten sollte: Bekommt man dafür überhaupt die richtigen Leute?
Die beiden kommen wieder zu dem großen Thema der Kultur.
Denn bei einem Unternehmen mit guter IT-Unternehmenskultur klickt jemand falsch (z.B. in einer Mail) und meldet sich direkt bei der IT. Fehler werden dann nicht bestraft, sondern die IT freut sich, dass jemand vorausschauend gehandelt hat!
Die IT kann sich dann kümmern, ein System schreit und Dinge lassen sich wieder herstellen. Eine gute Unternehmens- und Fehlerkultur sind in solchen Fällen überlebenswichtig.
Die beiden geben auch einige Tipps:
Nutz Network Access Control, damit kann sich niemand physisch in deine Netzwerke einhacken. Sowas passiert nämlich gerne in größeren Unternehmen, in denen die Zugänge zum Gebäude nicht genau bewacht werden.
Und lies dir den BSI-Grundschutz durch. Da gibt es viele Tipps zum Umsetzen und wenn man das gemacht hat, dann ist man auf der sicheren Seite. Das Handbuch ist sogar kostenlos!
Zum Schluss sprechen die beiden noch über die gerade heranwachsende Generation und ihren Umgang mit IT. Dabei geht es auch darum, wie man Kinder mehr für IT begeistern kann und dafür, „hinter dieKulissen“ zu schauen und nicht nur zu Usern zu werden.
00:00:00 Vorstellung Reinhold Nawroth
00:01:44 IT kann lustig sein
00:02:55 IT erstreckt sich über alles
00:07:36 Datenschutz beim Arzt
00:10:46 Eigenverantwortung
00:13:03 Hacker-Angriffe
00:18:00 Back ups und die Cloud
00:25:27 IT-Unternehmenskultur
00:33:58 Grundschutz für IT
00:39:17 Unentdeckte Angriffe
00:45:13 Hacken als Geschäftsmodell
00:49:57 Sich selbst absichern
00:54:00 Vertrauens- und Sicherheitskultur
00:56:51 Generations-Probleme
01:11:35 IT wurde vernachlässigt
01:12:26 Zwei Fragen an Reini
56 Minuten
Der Change ist für ITler ganz einfach – da ist ein bisschen Technik,ein bisschen fancy stuff und dann läuft das schon.
Aber wie nimmt man Teams, Kolleg:innen, Kund:innen, Lieferanten und die Produktion mit?
Da ist es dann nicht mehr ganz so simpel.
Über diesen Prozess spricht Christof Layher, Host vom ChaosHacker-Talk mit Rebecca Roscher. Die hat schon einige Stationen hinter sich, u.a. in der Krebsforschung und arbeitet zurzeit als Project Lead bei Bayer.
Aufmerksam geworden ist Christof auf sie durch den Artikel „Challenge toChange“, den Rebecca veröffentlicht hat.
Das Ergebnis: Alles steht und fällt mit dem Mindset!
Für Change und Optimierung muss man die Menschen mitnehmen, statt sich nur auf die Technik zu fokussieren. Oft passiert es aber, dass an den Leuten vorbeientwickelt wird, statt Expert:innen einzubinden.
Und das beginnt schon beim Feedback:
Sobald man verschiedene Hierarchie-Ebenen im Unternehmen hat, entsteht ein Gefälle, was sich auch auf Feedback auswirkt.
Denn viele wollen einen sicheren Rahmen, um Antworten zu geben, da sie sonst einfach Angst vor Konsequenzen haben.
Da hilft es, zu untermauern, warum die einzelnen Personen anwesend sind.
Struktur ist auch wichtig, damit Feedback überhaupt möglich ist und auf die unterschiedlichen Kommunikationstypen zu achten.
Auch Ownership ist ein wichtiges Thema. Rebecca empfiehlt, Unterschriften einzusammeln, um die Wichtigkeit der Rolle klarzumachen. So ist es auch einfacher, Freistellungen durch die Bereiche zu erlangen.
Und man muss einfach auch Zeit haben (das passt zur Freistellung für die Projekte).
Kreativität entsteht erst mit einem freien Kopf.
Und auch in der IT einen Prozess zu entwickeln ist ein kreativer Prozess!
Die beiden empfehlen außerdem Interdisziplinarität. Dabei hilft es, mehr multifunktional zu denken und Teams durchKombinationsfähigkeiten zusammenzusetzen.
In unserer Welt überschneiden sich Bereiche immer mehr. Eigentlich braucht ein ITler Personalexpertise, um in HR etwas entwickeln zu können.
Christof sieht das als wirklich verschwendete Opportunities in Unternehmen.Oft ist der vorgezeichnete Karriereweg nur der nach oben, obwohl eine breitere Aufstellung in Bereichen genauso spannend sein kann.
Im Digitalisierungsprozess hilft außerdem der frische Wind, damit man schlechte Prozesse nicht einfach nur ins Digitale übersetzt. Das kann z.B. durch neue Mitarbeitende passieren.
Rebecca empfiehlt außerdem, mehr mit Priorisierungen zu arbeiten, um Requirements besser abzudecken.
Außerdem geht es noch um Anglizismen und um AI-Trainings, die in jedem Unternehmen Pflicht sein sollten!
00:00:00 Vorstellung Rebecca Roscher
00:03:22 Mensch vor Technik
00:09:35 Feedback enablen
00:14:00 IT ist Kreativität
00:16:08 Commitment
00:21:18 Interdisziplinarität
00:30:00 Prozesse neu denken
00:35:41 Skalierung & Priorisierung
00:42:49 Entscheidungen treffen
00:44:41 AI-Trainings
00:52:29 Zwei Fragen an Rebecca
Aber wie nimmt man Teams, Kolleg:innen, Kund:innen, Lieferanten und die Produktion mit?
Da ist es dann nicht mehr ganz so simpel.
Über diesen Prozess spricht Christof Layher, Host vom ChaosHacker-Talk mit Rebecca Roscher. Die hat schon einige Stationen hinter sich, u.a. in der Krebsforschung und arbeitet zurzeit als Project Lead bei Bayer.
Aufmerksam geworden ist Christof auf sie durch den Artikel „Challenge toChange“, den Rebecca veröffentlicht hat.
Das Ergebnis: Alles steht und fällt mit dem Mindset!
Für Change und Optimierung muss man die Menschen mitnehmen, statt sich nur auf die Technik zu fokussieren. Oft passiert es aber, dass an den Leuten vorbeientwickelt wird, statt Expert:innen einzubinden.
Und das beginnt schon beim Feedback:
Sobald man verschiedene Hierarchie-Ebenen im Unternehmen hat, entsteht ein Gefälle, was sich auch auf Feedback auswirkt.
Denn viele wollen einen sicheren Rahmen, um Antworten zu geben, da sie sonst einfach Angst vor Konsequenzen haben.
Da hilft es, zu untermauern, warum die einzelnen Personen anwesend sind.
Struktur ist auch wichtig, damit Feedback überhaupt möglich ist und auf die unterschiedlichen Kommunikationstypen zu achten.
Auch Ownership ist ein wichtiges Thema. Rebecca empfiehlt, Unterschriften einzusammeln, um die Wichtigkeit der Rolle klarzumachen. So ist es auch einfacher, Freistellungen durch die Bereiche zu erlangen.
Und man muss einfach auch Zeit haben (das passt zur Freistellung für die Projekte).
Kreativität entsteht erst mit einem freien Kopf.
Und auch in der IT einen Prozess zu entwickeln ist ein kreativer Prozess!
Die beiden empfehlen außerdem Interdisziplinarität. Dabei hilft es, mehr multifunktional zu denken und Teams durchKombinationsfähigkeiten zusammenzusetzen.
In unserer Welt überschneiden sich Bereiche immer mehr. Eigentlich braucht ein ITler Personalexpertise, um in HR etwas entwickeln zu können.
Christof sieht das als wirklich verschwendete Opportunities in Unternehmen.Oft ist der vorgezeichnete Karriereweg nur der nach oben, obwohl eine breitere Aufstellung in Bereichen genauso spannend sein kann.
Im Digitalisierungsprozess hilft außerdem der frische Wind, damit man schlechte Prozesse nicht einfach nur ins Digitale übersetzt. Das kann z.B. durch neue Mitarbeitende passieren.
Rebecca empfiehlt außerdem, mehr mit Priorisierungen zu arbeiten, um Requirements besser abzudecken.
Außerdem geht es noch um Anglizismen und um AI-Trainings, die in jedem Unternehmen Pflicht sein sollten!
00:00:00 Vorstellung Rebecca Roscher
00:03:22 Mensch vor Technik
00:09:35 Feedback enablen
00:14:00 IT ist Kreativität
00:16:08 Commitment
00:21:18 Interdisziplinarität
00:30:00 Prozesse neu denken
00:35:41 Skalierung & Priorisierung
00:42:49 Entscheidungen treffen
00:44:41 AI-Trainings
00:52:29 Zwei Fragen an Rebecca
59 Minuten
Wie oft kommt es schon vor, dass eine Aufsichtsbehörde weiter voran ist als Unternehmen?
Selten!
Aber das passiert aktuell in der Pharma-Welt.
Denn die FDA (Food and Drug Administration) hat mit ihren aktuellen Draft-Guidances eine gute Schippe vorgelegt, für Unternehmen gibt es jetzt keine Ausrede mehr, um mit AI zu starten.
Considerations for the Use of AI to support Regulatory Decision-Making for Drug and Biological products – so heißt das neue Paper der FDA.
Und darüber diskutiert Christof Layher, Host des PodcastsChaosHacker-Talk mit Martin Heitmann, Secretary der globalen Special Interest Group für Artificial Intelligence und Software Automation.
Aber alles, was Martin in diesem Podcast erzählt, ist seine eigeneMeinung.
Eigentlich ist das richtig cool, dass wir jetzt diese Papers haben.
Denn jetzt geht es nicht nur um Prinzipien und wünschenswerte Aspekte beim Vorgehen, sondern um eine echte Blaupause für regulatory decision making.
Christof findet es wichtig, sich selbst zu kümmern und proaktiv zukommunizieren, statt nur darauf zu warten, wann die Behörde selbst agiert. Das möchte er auch allen Unternehmen mit auf den Weg geben.
Doch was sagt das neue Paper der FDA nun aus?
Es ist keine Richtlinie, die nur einen Teilbereich adressiert, sondern tatsächlich sehr übergreifend. Der gesamte produktlebenszyklus entlang der KI wird behandelt. Dabei geht es nicht nur ummaschinelles Lernen, sondern auch um allgemeine Anwendungen von Künstlicher Intelligenz und um Trainingsdaten.
Die Unternehmen sollen Handlungs- und Rechtssicherheit in Bezug auf traditionelle, nicht GPT-basierte Modelle bekommen, aber auch auf die GPT-basierten.
Richtlinien in diesem Bereich sind sehr schnell überholt – die brauchen ja auch ein halbes Jahr an Review-Zeit.
Und in dieser Zeit ändert sich die Welt wieder so schnell, dass dieRichtlinie schon nicht mehr aktuell ist.
Deswegen ist das neue Paper auch eher eine Guidance, in denen auch Beispiele genannt sind, z.B. zu Clinical Trails und aus dem GMP-Bereich.
Es gibt einen 7-schrittigen Prozess für dieses Modell, um Sicherheit dabei zu bekommen, ein Modell einzusetzen, ohne Patientensicherheit, Qualität oder Datenintegrität zu gefährden.
Define the question of interest – was wollen wir überhaupt adressieren?Define the context of use – die Rolle des Modells im ProzessModel-Risk bestimmen – welchen Gewicht und Impact hat das Model?Ein Plan, wie man das Model entwickeln möchte in Bezug auf Daten, Aufbereitung, Nutzung, Erstellung und BewertungDie Ausführung des PlansDokumentation von Ergebnissen und AbweichungenCredibility Assessment
Wichtig ist dabei immer zu betrachten, dass ein Model in einem größeren Komplex lebt und nicht „das eigene Ding“ machen darf.
Auch über den EU AI-Act sprechen Christof und Martin.
Sicher ist: Die Guidance hilft nicht einzelnen Usern, sondern muss imUnterneh men etabliert werden. Dazu muss man sich auch Gedankenmachen: Welche Prozesse und Rollen braucht es in einer Organisation aus Life Science und Pharma, die künstliche Intelligenz nutzt?
Kapitel:
00:00:00 Vorstellung Martin Heitmann
00:01:22 Neue Richtlinie zu AI in Pharma
00:04:25 Kommunikation mit Behörden
00:06:05 Was die FDA sich vorstellt
00:09:39 GPTs und maschinelles Lernen
00:11:03 Richtlinien sind schnell überholt
00:12:58 Beispiele in den Guidances
00:16:56 7 Schritte bei der Nutzung von AI
00:23:24 Unterschied zu traditioneller Validierung
00:26:08 Explainable AI und Transparenz
00:30:33 Guidance muss Teil des Unternehmens werden
00:35:08 Ist das Modell agil?
00:38:01 Verantwortlichkeiten und Workflows
00:42:02 ML Ops
00:47:07 Credibility
00:53:22 Vorbereitung und AI-Know How
00:54:33 Zwei Fragen an Martin
Selten!
Aber das passiert aktuell in der Pharma-Welt.
Denn die FDA (Food and Drug Administration) hat mit ihren aktuellen Draft-Guidances eine gute Schippe vorgelegt, für Unternehmen gibt es jetzt keine Ausrede mehr, um mit AI zu starten.
Considerations for the Use of AI to support Regulatory Decision-Making for Drug and Biological products – so heißt das neue Paper der FDA.
Und darüber diskutiert Christof Layher, Host des PodcastsChaosHacker-Talk mit Martin Heitmann, Secretary der globalen Special Interest Group für Artificial Intelligence und Software Automation.
Aber alles, was Martin in diesem Podcast erzählt, ist seine eigeneMeinung.
Eigentlich ist das richtig cool, dass wir jetzt diese Papers haben.
Denn jetzt geht es nicht nur um Prinzipien und wünschenswerte Aspekte beim Vorgehen, sondern um eine echte Blaupause für regulatory decision making.
Christof findet es wichtig, sich selbst zu kümmern und proaktiv zukommunizieren, statt nur darauf zu warten, wann die Behörde selbst agiert. Das möchte er auch allen Unternehmen mit auf den Weg geben.
Doch was sagt das neue Paper der FDA nun aus?
Es ist keine Richtlinie, die nur einen Teilbereich adressiert, sondern tatsächlich sehr übergreifend. Der gesamte produktlebenszyklus entlang der KI wird behandelt. Dabei geht es nicht nur ummaschinelles Lernen, sondern auch um allgemeine Anwendungen von Künstlicher Intelligenz und um Trainingsdaten.
Die Unternehmen sollen Handlungs- und Rechtssicherheit in Bezug auf traditionelle, nicht GPT-basierte Modelle bekommen, aber auch auf die GPT-basierten.
Richtlinien in diesem Bereich sind sehr schnell überholt – die brauchen ja auch ein halbes Jahr an Review-Zeit.
Und in dieser Zeit ändert sich die Welt wieder so schnell, dass dieRichtlinie schon nicht mehr aktuell ist.
Deswegen ist das neue Paper auch eher eine Guidance, in denen auch Beispiele genannt sind, z.B. zu Clinical Trails und aus dem GMP-Bereich.
Es gibt einen 7-schrittigen Prozess für dieses Modell, um Sicherheit dabei zu bekommen, ein Modell einzusetzen, ohne Patientensicherheit, Qualität oder Datenintegrität zu gefährden.
Define the question of interest – was wollen wir überhaupt adressieren?Define the context of use – die Rolle des Modells im ProzessModel-Risk bestimmen – welchen Gewicht und Impact hat das Model?Ein Plan, wie man das Model entwickeln möchte in Bezug auf Daten, Aufbereitung, Nutzung, Erstellung und BewertungDie Ausführung des PlansDokumentation von Ergebnissen und AbweichungenCredibility Assessment
Wichtig ist dabei immer zu betrachten, dass ein Model in einem größeren Komplex lebt und nicht „das eigene Ding“ machen darf.
Auch über den EU AI-Act sprechen Christof und Martin.
Sicher ist: Die Guidance hilft nicht einzelnen Usern, sondern muss imUnterneh men etabliert werden. Dazu muss man sich auch Gedankenmachen: Welche Prozesse und Rollen braucht es in einer Organisation aus Life Science und Pharma, die künstliche Intelligenz nutzt?
Kapitel:
00:00:00 Vorstellung Martin Heitmann
00:01:22 Neue Richtlinie zu AI in Pharma
00:04:25 Kommunikation mit Behörden
00:06:05 Was die FDA sich vorstellt
00:09:39 GPTs und maschinelles Lernen
00:11:03 Richtlinien sind schnell überholt
00:12:58 Beispiele in den Guidances
00:16:56 7 Schritte bei der Nutzung von AI
00:23:24 Unterschied zu traditioneller Validierung
00:26:08 Explainable AI und Transparenz
00:30:33 Guidance muss Teil des Unternehmens werden
00:35:08 Ist das Modell agil?
00:38:01 Verantwortlichkeiten und Workflows
00:42:02 ML Ops
00:47:07 Credibility
00:53:22 Vorbereitung und AI-Know How
00:54:33 Zwei Fragen an Martin
52 Minuten
Wie kann nachhaltige Pharma funktionieren? Wie funktioniert das mit dem Prozessmanagement zusammen? Und ist das überhaupt notwendig?
Darum geht es in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk, in dem Host Christof Layher diesmal Katharina Paulick zu Gast hat.
Diese ist Mitgründerin von BioNukleo, engagiert sich aktiv für nachhaltige Pharma und kümmert sich aktuell um das Green Business Process Management bei envite.
Für sie ist das spannendste Thema Biotechprozesse Machine-Learning-basiert zu automatisieren und zu steuern.
Wie kann man nachhaltige Pharma denn überhaupt definieren?
Für viele in der Pharma bedeutet Nachhaltigkeit direkt auch mehr Ausgaben und weniger Wirtschaftlichkeit.
So stimmt das aber nicht, dazu hat Katharina sogar Publikationen zu gemacht.
Eigentlich möchte sie sich auch gerne gleichzeitig für alle Dimensionen der Nachhaltigkeit engagieren: Wirtschaftlich, sozial und ökologisch.
Und teilweise ist es so einfach: Durch ein diverses Team alleine ist deine Wirtschaftskraft schon höher.
Wenn sich die Politik in Nachhaltigkeit einmischt, dann kann es einfacher werden. Denn in einem Markt, in dem ein Großteil nicht nachhaltig handelt ist es für die schwerer, die es tun.
Christof erzählt von dem Konzept der „Six Thinking Hats“ bzw. der 6 Denkhüte von De Bono.
Dabei geht es darum, unterschiedliche Denkansätze in eine Problemlösung oder Aufgabe reinzubringen. Das reduziert natürlich auch blinde Flecken.
Nach einem Ausflug in die Welt der Schule, in der Kreativität mehr gefördert werden sollte und bei dem Schulnoten weniger wichtig sein sollten, sprechen die beiden natürlich noch über Prozesse.
Die Basis-Hausaufgaben für Prozess-Optimierung sind:
Erstmal alles aufschreiben
Eine Prozess-Landkarte kreieren
Danach erst optimieren.
Ganz wichtiger Tipp: In diesem Prozess gibt es kein Final, man ist niemals fertig. Aber irgendwann hat man mal einen Stand.
Das ist eigentlich wie beim Yoga, wenn man da eine Pose trainiert, auch wenn man sie noch nicht perfekt schafft, bietet sie dir einen Benefit.
Wenn man sich die Ist-Prozesse aufschreibt, nimmt man allerdings oft auch die Altlasten mit. Bei der Optimierung sollte man direkt an Veränderung denken und daran, was das Leben von anderen einfacher macht.
Außerdem motiviert man Menschen so auch besser zur Prozess-Optimierung, denn so ist das eher ein leidiges Thema in Unternehmen.
In der Kommunikation sollte es also mehr um die Benefits gehen.
Bei Pharma sollte man vielleicht auch nicht direkt an der Produktionsstrecke anfangen, wenn einem das zu heiß ist und wenn man ein Patientenprodukt produziert.
Aber es gibt genug andere Dinge, die man optimieren kann: IT-Prozesse, Zeiterfassung, Urlaubsanträge und noch viel mehr.
Und auch die Zusammenarbeit mit Behörden kann man sich einfach machen, indem man offen auf diese zugeht und Probleme direkt anspricht, statt die Behörden als Feinde zu sehen.
Für Katharina ist klar: Besser als mit einem BPMN-Prozess kann man es für Behörden nicht machen. Christof ist sich da nicht so sicher...
00:00:00 Vorstellung Katharina Paulick
00:01:26 Science vs. Business
00:02:23 Was ist nachhaltige Pharma?
00:07:22 Politische Dimension von Nachhaltigkeit
00:09:05 Prozessmanagement für Nachhaltigkeit
00:12:29 Ideen sind manchmal zu früh für die Zeit
00:16:37 Komplexe Prozesse automatisieren
00:19:43 Produktionsprozesse
00:22.37 Verschiedene Blickwinkel in Teams
00:29:47 Basics für Prozessoptimierung
00:36:37 Es-Ist- und To-Be-Prozess
00:41:45 Prozesse in Pharma
00:48:42 Zwei Fragen an Katharina
Darum geht es in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk, in dem Host Christof Layher diesmal Katharina Paulick zu Gast hat.
Diese ist Mitgründerin von BioNukleo, engagiert sich aktiv für nachhaltige Pharma und kümmert sich aktuell um das Green Business Process Management bei envite.
Für sie ist das spannendste Thema Biotechprozesse Machine-Learning-basiert zu automatisieren und zu steuern.
Wie kann man nachhaltige Pharma denn überhaupt definieren?
Für viele in der Pharma bedeutet Nachhaltigkeit direkt auch mehr Ausgaben und weniger Wirtschaftlichkeit.
So stimmt das aber nicht, dazu hat Katharina sogar Publikationen zu gemacht.
Eigentlich möchte sie sich auch gerne gleichzeitig für alle Dimensionen der Nachhaltigkeit engagieren: Wirtschaftlich, sozial und ökologisch.
Und teilweise ist es so einfach: Durch ein diverses Team alleine ist deine Wirtschaftskraft schon höher.
Wenn sich die Politik in Nachhaltigkeit einmischt, dann kann es einfacher werden. Denn in einem Markt, in dem ein Großteil nicht nachhaltig handelt ist es für die schwerer, die es tun.
Christof erzählt von dem Konzept der „Six Thinking Hats“ bzw. der 6 Denkhüte von De Bono.
Dabei geht es darum, unterschiedliche Denkansätze in eine Problemlösung oder Aufgabe reinzubringen. Das reduziert natürlich auch blinde Flecken.
Nach einem Ausflug in die Welt der Schule, in der Kreativität mehr gefördert werden sollte und bei dem Schulnoten weniger wichtig sein sollten, sprechen die beiden natürlich noch über Prozesse.
Die Basis-Hausaufgaben für Prozess-Optimierung sind:
Erstmal alles aufschreiben
Eine Prozess-Landkarte kreieren
Danach erst optimieren.
Ganz wichtiger Tipp: In diesem Prozess gibt es kein Final, man ist niemals fertig. Aber irgendwann hat man mal einen Stand.
Das ist eigentlich wie beim Yoga, wenn man da eine Pose trainiert, auch wenn man sie noch nicht perfekt schafft, bietet sie dir einen Benefit.
Wenn man sich die Ist-Prozesse aufschreibt, nimmt man allerdings oft auch die Altlasten mit. Bei der Optimierung sollte man direkt an Veränderung denken und daran, was das Leben von anderen einfacher macht.
Außerdem motiviert man Menschen so auch besser zur Prozess-Optimierung, denn so ist das eher ein leidiges Thema in Unternehmen.
In der Kommunikation sollte es also mehr um die Benefits gehen.
Bei Pharma sollte man vielleicht auch nicht direkt an der Produktionsstrecke anfangen, wenn einem das zu heiß ist und wenn man ein Patientenprodukt produziert.
Aber es gibt genug andere Dinge, die man optimieren kann: IT-Prozesse, Zeiterfassung, Urlaubsanträge und noch viel mehr.
Und auch die Zusammenarbeit mit Behörden kann man sich einfach machen, indem man offen auf diese zugeht und Probleme direkt anspricht, statt die Behörden als Feinde zu sehen.
Für Katharina ist klar: Besser als mit einem BPMN-Prozess kann man es für Behörden nicht machen. Christof ist sich da nicht so sicher...
00:00:00 Vorstellung Katharina Paulick
00:01:26 Science vs. Business
00:02:23 Was ist nachhaltige Pharma?
00:07:22 Politische Dimension von Nachhaltigkeit
00:09:05 Prozessmanagement für Nachhaltigkeit
00:12:29 Ideen sind manchmal zu früh für die Zeit
00:16:37 Komplexe Prozesse automatisieren
00:19:43 Produktionsprozesse
00:22.37 Verschiedene Blickwinkel in Teams
00:29:47 Basics für Prozessoptimierung
00:36:37 Es-Ist- und To-Be-Prozess
00:41:45 Prozesse in Pharma
00:48:42 Zwei Fragen an Katharina
54 Minuten
Militär ist doch das Gegenteil von Agilität, oder?
In Christof’s Erfahrung ist das oft anders. Denn Agilität undmilitärische Führung haben unglaublich viel gemeinsam!
Darüber spricht Christof Layher, Host vom Podcast ChaosHacker Talk mit Danny Herzog-Braune, früher Einsatzoffizier in Afghanistan, dann leitender Angestellter in einem Medizintechnik-Unternehmen und nun Coach, der unter anderem das Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr unterstützt.
Agilität wird von vielen mit Nicht-Struktur in Zusammenhang gebracht. Christof sieht das ganz anders: Agilität ist nur möglich mit Struktur!
Ist das dann alter Wein in neuen Schläuchen? Viel im agilen Kontext ist schon lange bekannt, es wird jetzt nur fancier genannt.
Bei der Bundeswehr wird Führung richtig ausgebildet. Anders als es in Unternehmen oft der Fall ist.
Beispielsweise lernt man beim Militär Führung immer zwei Ebenen höher.
Dadurch werden Gesamtzusammenhänge in einer Struktur verstanden und die „besseren“ und weitsichtigeren Entscheidungen werden getroffen.
Im Gefecht kann man ja auch nicht warten auf den Befehl von oben – man muss sofort handeln!
Danny bringt dafür das GRIP-Modell auf den Tisch: Goals, Roles, Internal Relation und Processes. Im Endeffekt müssen Fragen beantwortet werden wie:
Was sind unsere Rollen?
Was wird von mir erwartet?
Was sind die Ziele?
Wie sehen die internen Beziehungen aus?
Und wenn Ziele, Rollen und Prozesse nicht klar sind, dann leiden die Beziehungen.
Das Militär hat eine reduzierte und klare Sprache, die oft alsunfreundlich aufgenommen wird. Der Sinn dahinter ist aber die Funktionalität. Auch Fachsprache in der Wirtschaft sollte genaue Definitionen haben – so wie beim Militär.
Außerdem gibt es hier klar formulierte Ziele: Auftrag statt Befehl.
Es gibt unzählige Expert:innen, diese sollen das Ziel verstehen und dann in ihrem eigenen Wirkungsbereich die besten Entscheidungen treffen. Sie können das also selbst ausgestalten.
Das ist wie bei der Agilität in der zivilen Welt: Es gibt Bausteine und die jeweiligen Expert:innen setzen selbst um.
Doch wie setzen wir die Vorteile der militärischen Führung jetzt um?
Erstmal hilft ein humanistisches Weltbild: Menschen sind in der Lage, sich selbst zu organisieren.
Führungskräfte sollten nur die Rahmenbedingungen geben, innerhalb dieserfestgelegten Grenzen der Verantwortung können sich Mitarbeitende dann „austoben“.
Transparenz ist auch unglaublich wichtig, auch damit politische Spielereien weggelassen werden. Das Lage- und Informationsbild muss dabei so groß sein, dass die unteren Ebenen sauber agieren können.
Das wirkt auch dem Silodenken entgegen.
Christof gibt zum Schluss noch den Tipp, sich einfach mal mehr in diese Form der Führung einzuarbeiten und die Erkenntnisse dann auf das eigene Unternehmen anzuwenden.
00:00:00 Vorstellung Danny Herzog-Braune
00:01:41 Agilität geht nur mit Struktur
00:05:01 Führung in der Bundeswehr
00:08:32 Agilität in der Bundeswehr
00:12:31 GRIP-Modell
00:15:32 Auswirkungen von Sprache
00:17:43 Ziele formulieren
00:21:26 Projektplanung
00:27:27 Was wir vom Militär lernen können
00:31:41 Dysfunktionale Kommunikation
00:37:11 Skalierung durch Struktur
00:40:35 Umsetzung im zivilen Umfeld
00:48:53 Executive Summary
00:50:03 Tipps von Christof
00:51:46 Zwei Fragen an Danny
In Christof’s Erfahrung ist das oft anders. Denn Agilität undmilitärische Führung haben unglaublich viel gemeinsam!
Darüber spricht Christof Layher, Host vom Podcast ChaosHacker Talk mit Danny Herzog-Braune, früher Einsatzoffizier in Afghanistan, dann leitender Angestellter in einem Medizintechnik-Unternehmen und nun Coach, der unter anderem das Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr unterstützt.
Agilität wird von vielen mit Nicht-Struktur in Zusammenhang gebracht. Christof sieht das ganz anders: Agilität ist nur möglich mit Struktur!
Ist das dann alter Wein in neuen Schläuchen? Viel im agilen Kontext ist schon lange bekannt, es wird jetzt nur fancier genannt.
Bei der Bundeswehr wird Führung richtig ausgebildet. Anders als es in Unternehmen oft der Fall ist.
Beispielsweise lernt man beim Militär Führung immer zwei Ebenen höher.
Dadurch werden Gesamtzusammenhänge in einer Struktur verstanden und die „besseren“ und weitsichtigeren Entscheidungen werden getroffen.
Im Gefecht kann man ja auch nicht warten auf den Befehl von oben – man muss sofort handeln!
Danny bringt dafür das GRIP-Modell auf den Tisch: Goals, Roles, Internal Relation und Processes. Im Endeffekt müssen Fragen beantwortet werden wie:
Was sind unsere Rollen?
Was wird von mir erwartet?
Was sind die Ziele?
Wie sehen die internen Beziehungen aus?
Und wenn Ziele, Rollen und Prozesse nicht klar sind, dann leiden die Beziehungen.
Das Militär hat eine reduzierte und klare Sprache, die oft alsunfreundlich aufgenommen wird. Der Sinn dahinter ist aber die Funktionalität. Auch Fachsprache in der Wirtschaft sollte genaue Definitionen haben – so wie beim Militär.
Außerdem gibt es hier klar formulierte Ziele: Auftrag statt Befehl.
Es gibt unzählige Expert:innen, diese sollen das Ziel verstehen und dann in ihrem eigenen Wirkungsbereich die besten Entscheidungen treffen. Sie können das also selbst ausgestalten.
Das ist wie bei der Agilität in der zivilen Welt: Es gibt Bausteine und die jeweiligen Expert:innen setzen selbst um.
Doch wie setzen wir die Vorteile der militärischen Führung jetzt um?
Erstmal hilft ein humanistisches Weltbild: Menschen sind in der Lage, sich selbst zu organisieren.
Führungskräfte sollten nur die Rahmenbedingungen geben, innerhalb dieserfestgelegten Grenzen der Verantwortung können sich Mitarbeitende dann „austoben“.
Transparenz ist auch unglaublich wichtig, auch damit politische Spielereien weggelassen werden. Das Lage- und Informationsbild muss dabei so groß sein, dass die unteren Ebenen sauber agieren können.
Das wirkt auch dem Silodenken entgegen.
Christof gibt zum Schluss noch den Tipp, sich einfach mal mehr in diese Form der Führung einzuarbeiten und die Erkenntnisse dann auf das eigene Unternehmen anzuwenden.
00:00:00 Vorstellung Danny Herzog-Braune
00:01:41 Agilität geht nur mit Struktur
00:05:01 Führung in der Bundeswehr
00:08:32 Agilität in der Bundeswehr
00:12:31 GRIP-Modell
00:15:32 Auswirkungen von Sprache
00:17:43 Ziele formulieren
00:21:26 Projektplanung
00:27:27 Was wir vom Militär lernen können
00:31:41 Dysfunktionale Kommunikation
00:37:11 Skalierung durch Struktur
00:40:35 Umsetzung im zivilen Umfeld
00:48:53 Executive Summary
00:50:03 Tipps von Christof
00:51:46 Zwei Fragen an Danny
1 Stunde 6 Minuten
Bei dir geht es mit AI nicht voran? Vielleicht liegt’s an der Kultur.Oder ist das auch nur eine Ausrede?
Darüber diskutiert Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Barbara Lampl, auch bekannt als AI Barbie oder AI Babsi.
Eigentlich ist sie Verhaltensmathematikerin, kommt aus der GenerationQuant-Finance und hat sich schon mit Behavioural Finance, Behavioural Econometrics und Behavioural Economics beschäftigt, immer mit der Frage: Was passiert, wenn Daten menschlichen Ursprungs sind? Wie verhalten sich Daten dann?
AI hat sie schon gemacht, als es noch nicht hip war und da liegt auch der Unterschied zwischen den Ergebnissen.
Doch warum stehen sich so viele Unternehmen im Weg, wenn es um AI geht?Ergebnisse sieht man da selten!
Diskutiert wird viel.
Vor allem über die benötigte Data- und AI-Kultur. Da lässt sich halt auch easy drüber sprechen, da kann man perfekte Pläne ausarbeiten, die dann auf Powerpoints zusammengestellt werden.
Eigentlich sollte man sich aber mal auseinandersetzen mit Zahlen, Daten und Fakten. Die Fachlichkeit fehlt, vor allem in der Führung. Barbara sucht manchmal vergeblich nach ihren Ansprechpartner:innen auf Führungsebene...
Sie sieht das Kultur-Gebrabbel als Stellvertreter-Diskussion. Das ist ähnlich wie das Gendern: Wir können stundenlang darüber reden, ob wir jetzt gendern wollen oder nicht, der eigentliche Konflikt ist aber, dass Menschen nicht gleich behandelt werden.
Das ist ein traditioneller Bias: Menschen kümmern sich gerne um die Dinge, in denen sie sich wohl fühlen. Und je mehr man drüber redet und je größer man ein Thema macht, umso mehr fehlt dann auch Verantwortung für das eigentliche Problem.
Doch wie startet man denn jetzt? In Life Science und Pharmaceuticals gibt es so viele Biologen, Physiker und Nerds, die Bock auf Data und AI haben. Die Teams sind voll mit krassen Leuten, der Wissenstransfer ist da.
Ist das dann vielleicht auch ein Kulturthema, dass die Führung es nicht zulassen kann, dass ein High-Quality-Biologe im Marketing mal bei einer Datamodellierung für Conversion Prediction aushilft?
Die Basis für das ganze künstliche-Intelligenz-Thema sind ja nunmal die Naturwissenschaften.
Traditionsunternehmen kriegen das oft besser hin.
Denn die wurden nicht aufgebaut mit Labern. Der Mittelstand hat also einen Wettbewerbsvorteil, wenn er sich auf die historischen Werte beruft:Entscheidungsfreude und Unabhängigkeit.
Wichtig ist es, AI zuzulassen, die Angst davor zu besiegen und umzusetzen.
Denn sonst entsteht auch eine Schatten-AI. Das ist ja ähnlich wie bei der Schatten-IT.
Traurig ist es, dass Menschen ihr eigenen Systeme entwickeln, um vernünftig arbeiten zu können.
Bei AI ist das Risiko aber nochmal viel größer, wenn Schatten-AIentsteht, da stehen dann nämlich riesige Security-Risiken vor der Tür.
Barbara’s Wunsch wäre, mal Druckbetankung-Wissen für Führungskräfte zum Thema AI zu machen – dann kommen wir auch alle mehr ins Handeln und verlieren uns nicht in den Kultur-Diskussionen!
00:00:00 Vorstellung Barbara Lampl
00:01:00 Was ist Verhaltensmathematik?
00:02:48 Buzzword-Bingo
00:04:29 AI und Kultur
00:07:25 Stellvertreter-Diskussion
00:14:35 Voraussagen treffen
00:15:39 Das richtige Data-Team
00:17:08 Fachlicher Background
00:19:06 Anfangen mit AI
00:22:00 Life Science-Staffing
00:25:49 Naturwissenschaft als Basis
00:27:44 Traditionsunternehmen eher vorne
00:34:01 Lust auf AI machen
00:35:47 Warum bewegt sich nichts?
00:41:49 Schatten-IT und Schatten-AI
00:48:24 Führungskräfte müssen lernen
00:52:51 Auf’s heute gucken statt auf morgen
00:56:38 Zwei Fragen an Barbara
Darüber diskutiert Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Barbara Lampl, auch bekannt als AI Barbie oder AI Babsi.
Eigentlich ist sie Verhaltensmathematikerin, kommt aus der GenerationQuant-Finance und hat sich schon mit Behavioural Finance, Behavioural Econometrics und Behavioural Economics beschäftigt, immer mit der Frage: Was passiert, wenn Daten menschlichen Ursprungs sind? Wie verhalten sich Daten dann?
AI hat sie schon gemacht, als es noch nicht hip war und da liegt auch der Unterschied zwischen den Ergebnissen.
Doch warum stehen sich so viele Unternehmen im Weg, wenn es um AI geht?Ergebnisse sieht man da selten!
Diskutiert wird viel.
Vor allem über die benötigte Data- und AI-Kultur. Da lässt sich halt auch easy drüber sprechen, da kann man perfekte Pläne ausarbeiten, die dann auf Powerpoints zusammengestellt werden.
Eigentlich sollte man sich aber mal auseinandersetzen mit Zahlen, Daten und Fakten. Die Fachlichkeit fehlt, vor allem in der Führung. Barbara sucht manchmal vergeblich nach ihren Ansprechpartner:innen auf Führungsebene...
Sie sieht das Kultur-Gebrabbel als Stellvertreter-Diskussion. Das ist ähnlich wie das Gendern: Wir können stundenlang darüber reden, ob wir jetzt gendern wollen oder nicht, der eigentliche Konflikt ist aber, dass Menschen nicht gleich behandelt werden.
Das ist ein traditioneller Bias: Menschen kümmern sich gerne um die Dinge, in denen sie sich wohl fühlen. Und je mehr man drüber redet und je größer man ein Thema macht, umso mehr fehlt dann auch Verantwortung für das eigentliche Problem.
Doch wie startet man denn jetzt? In Life Science und Pharmaceuticals gibt es so viele Biologen, Physiker und Nerds, die Bock auf Data und AI haben. Die Teams sind voll mit krassen Leuten, der Wissenstransfer ist da.
Ist das dann vielleicht auch ein Kulturthema, dass die Führung es nicht zulassen kann, dass ein High-Quality-Biologe im Marketing mal bei einer Datamodellierung für Conversion Prediction aushilft?
Die Basis für das ganze künstliche-Intelligenz-Thema sind ja nunmal die Naturwissenschaften.
Traditionsunternehmen kriegen das oft besser hin.
Denn die wurden nicht aufgebaut mit Labern. Der Mittelstand hat also einen Wettbewerbsvorteil, wenn er sich auf die historischen Werte beruft:Entscheidungsfreude und Unabhängigkeit.
Wichtig ist es, AI zuzulassen, die Angst davor zu besiegen und umzusetzen.
Denn sonst entsteht auch eine Schatten-AI. Das ist ja ähnlich wie bei der Schatten-IT.
Traurig ist es, dass Menschen ihr eigenen Systeme entwickeln, um vernünftig arbeiten zu können.
Bei AI ist das Risiko aber nochmal viel größer, wenn Schatten-AIentsteht, da stehen dann nämlich riesige Security-Risiken vor der Tür.
Barbara’s Wunsch wäre, mal Druckbetankung-Wissen für Führungskräfte zum Thema AI zu machen – dann kommen wir auch alle mehr ins Handeln und verlieren uns nicht in den Kultur-Diskussionen!
00:00:00 Vorstellung Barbara Lampl
00:01:00 Was ist Verhaltensmathematik?
00:02:48 Buzzword-Bingo
00:04:29 AI und Kultur
00:07:25 Stellvertreter-Diskussion
00:14:35 Voraussagen treffen
00:15:39 Das richtige Data-Team
00:17:08 Fachlicher Background
00:19:06 Anfangen mit AI
00:22:00 Life Science-Staffing
00:25:49 Naturwissenschaft als Basis
00:27:44 Traditionsunternehmen eher vorne
00:34:01 Lust auf AI machen
00:35:47 Warum bewegt sich nichts?
00:41:49 Schatten-IT und Schatten-AI
00:48:24 Führungskräfte müssen lernen
00:52:51 Auf’s heute gucken statt auf morgen
00:56:38 Zwei Fragen an Barbara
19 Minuten
Bei Christof Layher heute zu Gast? Der ChaosHacker! Also Christof selbst.Also eine Solofolge!
Denn Christof wurde in den letzen Wochen immer wieder angesprochen von Menschen, die gerne mit ihm diskutieren wollen oder Fragen an ihn haben, das aber nicht öffentlich machen wollen.
Und deswegen gibt es jetzt das neue Q&A-Format – eure Fragen,Christof’s Antworten!
Starten wir direkt rein:
Wie bekommt man das in einer streng regulierten Branche wie Pharma oder Biotech hin, agil zu arbeiten?
Das ist möglich! Aber nicht ohne Weiteres!
Es entstehen nämlich Fragen: Wo fängt Tracing von Informationen an und wie kriegt man das umgesetzt?
Viele arbeiten rein in der Softwareentwicklung und dadurch entstehen Gaps.
Wie soll man Qualität gewährleisten, wenn man sich in andauerndem Change-Prozess befindet?
Die einfache Antwort: Deal with it.
Wir haben uns sehr an statische Umgebungen gewöhnt, aber die Zeiten sind vorbei. Unsere Welt verändert sich unablässig. Und deswegen müssen wir unsere Systeme anpassen, sodass auch die sich andauernd ändern können.
Künstliche Intelligenz wird durch Compliance geblockt? Durch Datenschutz oder GxP?
Ganz ehrlich: Muss man lernen, mit umzugehen. Und kaum eine Branche ist dafür so gut wie Pharma oder Life Science. Denn Compliance will doch eigentlich nur sehen, wie wir mit Risiken umgehen.
Und das können wir wirklich gut. Binde die Teams also früh ein und liefere ihnen Antworten!
Was sind die Auswirkungen vom EU AI-Act?
In Kurzform: Qualifizierung, Explainability und trainiert sein – und all das kann Pharma, Life Science und Medical Devices echt gut.
Wichtig dafür ist es, die Prozesse klarzuhaben, denn daran machen wir die Kritikalität von AI-Systemen fest.
DevOps und GxP – können die zusammenarbeiten?
Oft werden die Bereiche wie Feuer und Wasser behandelt, das kann Christof gar nicht verstehen.
Denn es gibt kaum ein Toolset, mit dem wir unsere Entwicklung und Releases so gut unter Kontrolle halten können wie mit DevOps.
Wenn du ein Life Science-Start up bauen würdest, wie würdest du Agil und Compliance von Anfang an angehen?
Wenn wir Systeme digital aufbauen, dann haben wir kurzfristig einen höheren Aufwand. Vor allem, weil wir unsere Prozesse festlegen müssen.
Christof würde mit No-Code und Low-Code anfangen und Strukturen aufbauen, sobald sich die Prozesse dann festigen, würde er in Systeme rein.
Was würdest du Teams raten, die noch klassisch nach dem V-Modell arbeiten?
Auch da ist Agilität möglich. Vor allem geht es da darum, Pakete kleiner zu machen und nicht in 3-Jahres-Rhythmen zu denken.
Dafür muss man viel kommunizieren, vor allem mit Kunden.
Und es bringt nichts, traditionelle Qualitätsdokumente gleichförmig weiterzuziehen.
Du hast auch Fragen an Christof?
Dann meld dich bei LinkedIn oder bei YouTube!
00:00:00 Intro in die Folge
00:01:09 Agilität in streng regulierten Branchen
00:03:32 Qualität in andauerndem Change-Prozess
00:05:03 KI wird von Compliance geblockt
00:06:29 Auswirkungen vom EU AI Act
00:08:26 DevOps und GxP
00:10:58 Agilität und Compliance im Start up
00:13:48 Arbeiten im V-Modell
00:18:14 Habt ihr auch Themen?
Denn Christof wurde in den letzen Wochen immer wieder angesprochen von Menschen, die gerne mit ihm diskutieren wollen oder Fragen an ihn haben, das aber nicht öffentlich machen wollen.
Und deswegen gibt es jetzt das neue Q&A-Format – eure Fragen,Christof’s Antworten!
Starten wir direkt rein:
Wie bekommt man das in einer streng regulierten Branche wie Pharma oder Biotech hin, agil zu arbeiten?
Das ist möglich! Aber nicht ohne Weiteres!
Es entstehen nämlich Fragen: Wo fängt Tracing von Informationen an und wie kriegt man das umgesetzt?
Viele arbeiten rein in der Softwareentwicklung und dadurch entstehen Gaps.
Wie soll man Qualität gewährleisten, wenn man sich in andauerndem Change-Prozess befindet?
Die einfache Antwort: Deal with it.
Wir haben uns sehr an statische Umgebungen gewöhnt, aber die Zeiten sind vorbei. Unsere Welt verändert sich unablässig. Und deswegen müssen wir unsere Systeme anpassen, sodass auch die sich andauernd ändern können.
Künstliche Intelligenz wird durch Compliance geblockt? Durch Datenschutz oder GxP?
Ganz ehrlich: Muss man lernen, mit umzugehen. Und kaum eine Branche ist dafür so gut wie Pharma oder Life Science. Denn Compliance will doch eigentlich nur sehen, wie wir mit Risiken umgehen.
Und das können wir wirklich gut. Binde die Teams also früh ein und liefere ihnen Antworten!
Was sind die Auswirkungen vom EU AI-Act?
In Kurzform: Qualifizierung, Explainability und trainiert sein – und all das kann Pharma, Life Science und Medical Devices echt gut.
Wichtig dafür ist es, die Prozesse klarzuhaben, denn daran machen wir die Kritikalität von AI-Systemen fest.
DevOps und GxP – können die zusammenarbeiten?
Oft werden die Bereiche wie Feuer und Wasser behandelt, das kann Christof gar nicht verstehen.
Denn es gibt kaum ein Toolset, mit dem wir unsere Entwicklung und Releases so gut unter Kontrolle halten können wie mit DevOps.
Wenn du ein Life Science-Start up bauen würdest, wie würdest du Agil und Compliance von Anfang an angehen?
Wenn wir Systeme digital aufbauen, dann haben wir kurzfristig einen höheren Aufwand. Vor allem, weil wir unsere Prozesse festlegen müssen.
Christof würde mit No-Code und Low-Code anfangen und Strukturen aufbauen, sobald sich die Prozesse dann festigen, würde er in Systeme rein.
Was würdest du Teams raten, die noch klassisch nach dem V-Modell arbeiten?
Auch da ist Agilität möglich. Vor allem geht es da darum, Pakete kleiner zu machen und nicht in 3-Jahres-Rhythmen zu denken.
Dafür muss man viel kommunizieren, vor allem mit Kunden.
Und es bringt nichts, traditionelle Qualitätsdokumente gleichförmig weiterzuziehen.
Du hast auch Fragen an Christof?
Dann meld dich bei LinkedIn oder bei YouTube!
00:00:00 Intro in die Folge
00:01:09 Agilität in streng regulierten Branchen
00:03:32 Qualität in andauerndem Change-Prozess
00:05:03 KI wird von Compliance geblockt
00:06:29 Auswirkungen vom EU AI Act
00:08:26 DevOps und GxP
00:10:58 Agilität und Compliance im Start up
00:13:48 Arbeiten im V-Modell
00:18:14 Habt ihr auch Themen?
58 Minuten
Was hat die klinische Studie mit deiner Digitalisierungsstrategie zu tun?Wie vermeidest du, dass die Inspektion deine Studie schließt?
Darüber diskutiert Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker-Talk mit Jessica Cordes.
Die ist Profi für Clinical Trial Management als Senior ConsultantClinical Operations.
Doch was bedeutet das eigentlich?
Im Grunde führt Jessica klinisches Projektmanagement durch. Sie sorgt dafür, dass alle Zahnräder zusammenspielen und Studien ohne Zeitverlust und in erwarteter Qualität durchgeführt werden können.
Dafür erstellt sie ein Protokoll, also einen Fahrplan, in dem das Design der klinischen Studie drinsteht.
Dabei müssen unterschiedliche regulatorische Aspekte betreut werden und sie hat immer das Projektmanagement-Dreieck im Blick: Zeitplan, Budget und Qualität.
Beginnen tut das Ganze mit der Einreichung der Studie, dann kommt die Rekrutierung von Ärzt:innen und Patient:innen, die Durchführung und die Analyse der Daten.
Christof erklärt die einzelnen Schritte:
Zunächst wird ein Medikament am Menschen auf Verträglichkeit und Sicherheit getestet, oft an gesunden Menschen, außer in der Onkologie – da ist das ethisch nicht vertretbar.
Dann wird in einer nächsten Runde die Wirksamkeit getestet und erst dann wird die Marktzulassung eingereicht.
Das ist gar nicht so simpel, wie man sich das vorstellt!
Jetzt kommt aber der Clou:
Die Strategie der klinischen Studie ist untrennbar mit der Unternehmens- und IT-Strategie verbunden!
Früher wurden für Studien etliche Papiere ausgefüllt, die dann teilweise durch die ganze Welt geschickt wurden. Ein neues System, das Electronic Case Record Form hat dann 10 Jahre gebraucht, bis es sich etabliert hat, dadurch ist der Papierkram Vergangenheit.
Kosten für digitalisierte Systeme sind allerdings sehr hoch. Dafürbenötigt man eine operative Strategie.
Wenn man allerdings den gesamten manuellen Prozess auf das Projekt hochrechnet, lohnen sich die Kosten und aus dem Kostenfaktor wird ein Profit Center.
Allerdings sind die Kosten zu Anfang dann sehr hoch.
Und Forschung macht nicht nur Big Pharma, sondern auch kleinere Unternehmen, für die die Kosten zu Beginn oft nicht tragbar sind.
Doch durch die Digitalisierung kann man auch Prozesse verbessern und so die Arbeit von allen Beteiligten als auch die Erfahrung derPatient:innen viel besser machen.
Dazu gehört die Digitalisierung von Aufklärungs- undEinwilligungsprozessen.
Zum Schluss geben die beiden Experten noch den Tipp:
Lieber viele kleine Schritte, als gar nichts zu tun oder mit der Strategie überambitioniert zu sein!
Dafür hilft es, sich immer wieder das Big Picture anzuschauen und dann die Schritte runterzubrechen.
00:00:00 Intro in die Folge
00:00:52 Was sind ClinOps?
00:04:55 Ziel des Entwicklungsplans
00:06:29 Einzelne Schritte einer Studie
00:10:33 Digitalisierung bei klinischen Studien
00:13:58 Kosten von Studien
00:16:21 IT-Strategie und Unternehmensstrategie
00:21:15 Konflikte zwischen IT und Clinical Operations Manager
00:25:25 Validierte Systeme
00:30:24 Prozesse verbessern
00:38:39 Digitalisierung bei Clinical Operations
00:41:10 KI bei Clinical Operations
00:44:18 Kosten sparen durch Digitalisierung
00:53:09 Wirtschaft in Deutschland
00:54:34 Zwei Fragen an Jessica
Darüber diskutiert Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker-Talk mit Jessica Cordes.
Die ist Profi für Clinical Trial Management als Senior ConsultantClinical Operations.
Doch was bedeutet das eigentlich?
Im Grunde führt Jessica klinisches Projektmanagement durch. Sie sorgt dafür, dass alle Zahnräder zusammenspielen und Studien ohne Zeitverlust und in erwarteter Qualität durchgeführt werden können.
Dafür erstellt sie ein Protokoll, also einen Fahrplan, in dem das Design der klinischen Studie drinsteht.
Dabei müssen unterschiedliche regulatorische Aspekte betreut werden und sie hat immer das Projektmanagement-Dreieck im Blick: Zeitplan, Budget und Qualität.
Beginnen tut das Ganze mit der Einreichung der Studie, dann kommt die Rekrutierung von Ärzt:innen und Patient:innen, die Durchführung und die Analyse der Daten.
Christof erklärt die einzelnen Schritte:
Zunächst wird ein Medikament am Menschen auf Verträglichkeit und Sicherheit getestet, oft an gesunden Menschen, außer in der Onkologie – da ist das ethisch nicht vertretbar.
Dann wird in einer nächsten Runde die Wirksamkeit getestet und erst dann wird die Marktzulassung eingereicht.
Das ist gar nicht so simpel, wie man sich das vorstellt!
Jetzt kommt aber der Clou:
Die Strategie der klinischen Studie ist untrennbar mit der Unternehmens- und IT-Strategie verbunden!
Früher wurden für Studien etliche Papiere ausgefüllt, die dann teilweise durch die ganze Welt geschickt wurden. Ein neues System, das Electronic Case Record Form hat dann 10 Jahre gebraucht, bis es sich etabliert hat, dadurch ist der Papierkram Vergangenheit.
Kosten für digitalisierte Systeme sind allerdings sehr hoch. Dafürbenötigt man eine operative Strategie.
Wenn man allerdings den gesamten manuellen Prozess auf das Projekt hochrechnet, lohnen sich die Kosten und aus dem Kostenfaktor wird ein Profit Center.
Allerdings sind die Kosten zu Anfang dann sehr hoch.
Und Forschung macht nicht nur Big Pharma, sondern auch kleinere Unternehmen, für die die Kosten zu Beginn oft nicht tragbar sind.
Doch durch die Digitalisierung kann man auch Prozesse verbessern und so die Arbeit von allen Beteiligten als auch die Erfahrung derPatient:innen viel besser machen.
Dazu gehört die Digitalisierung von Aufklärungs- undEinwilligungsprozessen.
Zum Schluss geben die beiden Experten noch den Tipp:
Lieber viele kleine Schritte, als gar nichts zu tun oder mit der Strategie überambitioniert zu sein!
Dafür hilft es, sich immer wieder das Big Picture anzuschauen und dann die Schritte runterzubrechen.
00:00:00 Intro in die Folge
00:00:52 Was sind ClinOps?
00:04:55 Ziel des Entwicklungsplans
00:06:29 Einzelne Schritte einer Studie
00:10:33 Digitalisierung bei klinischen Studien
00:13:58 Kosten von Studien
00:16:21 IT-Strategie und Unternehmensstrategie
00:21:15 Konflikte zwischen IT und Clinical Operations Manager
00:25:25 Validierte Systeme
00:30:24 Prozesse verbessern
00:38:39 Digitalisierung bei Clinical Operations
00:41:10 KI bei Clinical Operations
00:44:18 Kosten sparen durch Digitalisierung
00:53:09 Wirtschaft in Deutschland
00:54:34 Zwei Fragen an Jessica
55 Minuten
Welche Parallelen gibt es zwischen dem Betrieb einer Bahntrasse und der pharmazeutischen Produktion? Wie kann man Systeme redundant aufbauen, ohne dabei ineffizient zu werden?
Darüber spricht Host Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Christian Krug.
Auch Christian arbeitet in einem regulierten Umfeld, nämlich beiFrauscher Sensortechnik.
Die machen Achs-Zähler und Radsensoren, sorgen also dafür, dass Züge zuverlässig und sicher fahren.
Dort ist er verantwortlich für Data, war davor Berater, hat zum Thema GMP-Compilant-Protocol für T-Zellen im tumorspezifischen Kontext publiziert – ein Nebenprodukt seiner Doktorarbeit.
Außerdem ist der Host vom Podcast Unf*ck Your Data.
Im Pharma- und Life-Science-Bereich ist Data Integrity ein wichtiges Thema.
Doch eigentlich ist es ja ein Grundbedürfnis von Unternehmen, dass Daten „passen“.
Und irgendwie „passen“ Daten ja auch immer für die Menschen, die sie benutzen.
Probleme entstehen erst, wenn neue Anforderungen dazu kommen oder man aus einem anderen Bereich draufschaut.
Denn wir sind ja alle auf Effizienz getrimmt und auf Datensparsamkeit – deswegen sammeln wir so wenig Daten wie möglich und so viele, dass wir unsere persönlichen Aufgaben erfüllen können.
Doch wie sieht das eigentlich mit dem Zugriff auf Daten aus?
Besonders im regulierten Umfeld ist es wichtig, dass Mitarbeitende adäquat geschult werden. Hierfür ist eine Schulungsdatenbank sinnig.
Dazu gehört ein Learning Management System und vernünftige Prozesse – dass halt nur die Menschen Zugänge bekommen, die auch Schulungen gemacht haben. Die beiden empfehlen dafür einen Identity Provider.
Und an diese Zugriffsbeschränkungen sollte sich dann auch das C-Level halten.
Die können dadurch auch das gesamte Data-Thema, also die Transformation, vorantreiben.
Und dabei nicht nur den Start, sondern die gesamte Entwicklung, denn Transformation ist kein perfekter Zustand, sondern ein „endless game“, an dem man dranbleiben, pflegen und Updates machen muss.
Die beiden empfehlen dafür, mit Back ups zu arbeiten.
Sie nennen das robuste Systeme und Christof vergleicht langfristig funktionierende Systeme mit dem menschlichen Körper – der hat auch Back ups (beispielsweise kann man nur mit einem Drittel der Leber leben).
Bei Eisenbahnen hat man beispielsweise auch immer System-Redundanzen, schließlich geht es da um das Leben von Menschen.
In anderen Unternehmen ist alles rausgeschnitten, was nichtvordergründig dem Gewinn dient.
Doch dadurch wird man als System fragiler.
Im Privatleben gibt es ja auch den Tipp, 3 Monatsgehälter auf dem Konto liegen zu haben – für Notfälle.
Welche Unternehmen auf dem freien Markt machen das?
Das Ziel sollte also sein, langfristig Redundanzen für mehr Robustheit aufzubauen.
Und man muss dabei nicht alle Daten selbst sammeln, einen großen Teil kann man auch einkaufen. Das schont Ressourcen.
ZurFolge mit Sebastian Wernicke:https://christoflayher.de/daten-luegen-nicht-aber-du-verstehst-sie-falsch/
00:00:00 Intro in die Folge
00:00:47 Vorstellung Christian Krug
00:03:49 Passen die Daten?
00:07:00 Datensparsamkeit
00:08:57 Data Ownership
00:11:32 Schulung von Mitarbeitenden
00:14:34 Metadatenmanagement
00:19:41 Data muss vorgelebt werden
00:21:11 Transformation hört nie auf
00:26:20 Regularien im Finance-Bereich
00:28:30 System-Redundanzen für Sicherheit
00:33:34 Als Unternehmen robuster werden
00:37:56 Kritikalität
00:40:30 Intended Use und eigene Daten
00:44:45 KI ist keine schwarze Magie
00:45:55 Predictive Maintenance
00:51:08 Zwei Fragen an Christian
Darüber spricht Host Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Christian Krug.
Auch Christian arbeitet in einem regulierten Umfeld, nämlich beiFrauscher Sensortechnik.
Die machen Achs-Zähler und Radsensoren, sorgen also dafür, dass Züge zuverlässig und sicher fahren.
Dort ist er verantwortlich für Data, war davor Berater, hat zum Thema GMP-Compilant-Protocol für T-Zellen im tumorspezifischen Kontext publiziert – ein Nebenprodukt seiner Doktorarbeit.
Außerdem ist der Host vom Podcast Unf*ck Your Data.
Im Pharma- und Life-Science-Bereich ist Data Integrity ein wichtiges Thema.
Doch eigentlich ist es ja ein Grundbedürfnis von Unternehmen, dass Daten „passen“.
Und irgendwie „passen“ Daten ja auch immer für die Menschen, die sie benutzen.
Probleme entstehen erst, wenn neue Anforderungen dazu kommen oder man aus einem anderen Bereich draufschaut.
Denn wir sind ja alle auf Effizienz getrimmt und auf Datensparsamkeit – deswegen sammeln wir so wenig Daten wie möglich und so viele, dass wir unsere persönlichen Aufgaben erfüllen können.
Doch wie sieht das eigentlich mit dem Zugriff auf Daten aus?
Besonders im regulierten Umfeld ist es wichtig, dass Mitarbeitende adäquat geschult werden. Hierfür ist eine Schulungsdatenbank sinnig.
Dazu gehört ein Learning Management System und vernünftige Prozesse – dass halt nur die Menschen Zugänge bekommen, die auch Schulungen gemacht haben. Die beiden empfehlen dafür einen Identity Provider.
Und an diese Zugriffsbeschränkungen sollte sich dann auch das C-Level halten.
Die können dadurch auch das gesamte Data-Thema, also die Transformation, vorantreiben.
Und dabei nicht nur den Start, sondern die gesamte Entwicklung, denn Transformation ist kein perfekter Zustand, sondern ein „endless game“, an dem man dranbleiben, pflegen und Updates machen muss.
Die beiden empfehlen dafür, mit Back ups zu arbeiten.
Sie nennen das robuste Systeme und Christof vergleicht langfristig funktionierende Systeme mit dem menschlichen Körper – der hat auch Back ups (beispielsweise kann man nur mit einem Drittel der Leber leben).
Bei Eisenbahnen hat man beispielsweise auch immer System-Redundanzen, schließlich geht es da um das Leben von Menschen.
In anderen Unternehmen ist alles rausgeschnitten, was nichtvordergründig dem Gewinn dient.
Doch dadurch wird man als System fragiler.
Im Privatleben gibt es ja auch den Tipp, 3 Monatsgehälter auf dem Konto liegen zu haben – für Notfälle.
Welche Unternehmen auf dem freien Markt machen das?
Das Ziel sollte also sein, langfristig Redundanzen für mehr Robustheit aufzubauen.
Und man muss dabei nicht alle Daten selbst sammeln, einen großen Teil kann man auch einkaufen. Das schont Ressourcen.
ZurFolge mit Sebastian Wernicke:https://christoflayher.de/daten-luegen-nicht-aber-du-verstehst-sie-falsch/
00:00:00 Intro in die Folge
00:00:47 Vorstellung Christian Krug
00:03:49 Passen die Daten?
00:07:00 Datensparsamkeit
00:08:57 Data Ownership
00:11:32 Schulung von Mitarbeitenden
00:14:34 Metadatenmanagement
00:19:41 Data muss vorgelebt werden
00:21:11 Transformation hört nie auf
00:26:20 Regularien im Finance-Bereich
00:28:30 System-Redundanzen für Sicherheit
00:33:34 Als Unternehmen robuster werden
00:37:56 Kritikalität
00:40:30 Intended Use und eigene Daten
00:44:45 KI ist keine schwarze Magie
00:45:55 Predictive Maintenance
00:51:08 Zwei Fragen an Christian
60 Minuten
Was hat DevOps-Engineering mit roten und blauen Hosen zu tun? Warum sind wir bereits alle Technologieunternehmen? Und was hat es mit Mindset und Kultur auf sich?
Darüber spricht Host Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Fabian Peter. Der macht Kubernetes Solutions und hat dieUnternehmensgruppe ayedo aufgebaut.
Sein Thema: Start up-Geschwindigkeit mit Enterprise-Quality.
Eigentlich widerspricht sich das. Denn die meisten Unternehmen, in denen man Enterprise Quality braucht, haben keine hohe Geschwindigkeit.
Ein Beispiel dafür ist natürlich die Life Science-Branche.
Es ist klar, was an Wert erwartet wird, es wird viel Sicherheit undCompliance gefordert.
Viele in diesen Branchen gehen davon aus, dass man Qualität nur erreicht, wenn man langsam vorgeht.
Fabian stört das, er ist oft viel schneller, will sich nicht ablenkenlassen von Befindlichkeiten.
Und er ist davon überzeugt, dass man Menschen von Pragmatismus einfach überzeugen muss.
Dafür braucht es Verständnis für die individuelle Situation des Gegenübers, sowohl technisch als auch kulturell. Dann kann man zeigen, was möglich ist und Vertrauen aufbauen.
Einer der wichtigsten KPIs, die Einfluss auf Qualität hat, ist auch dieGeschwindigkeit der Delivery. Es ist mittlerweile alles so komplex geworden, dass man sowieso keine fehlerfreie Software delivern kann.Deswegen bei steigendem Komplexitätsgrad lieber schnell sein und dann an den Baustellen arbeiten.
Das fordert allerdings Dynamik und eine andere Denkweise.
Und dann sieht Fabian als Weg das Citizen Development. Das hat er in seinem eigenen Unternehmen auch ganz stark gepusht.
Es gibt viele No-Code- und Low-Code-Lösungen und sobald man Menschen diese Tools zur Verfügung stellt, enabled man sie und kann sie damit selbst weitermachen lassen.
Bei Fabian ging das so weit, dass sich eine richtige Eigendynamikentwickelt hat und jetzt viele Dashboards und Kanban-Boards selbst gebaut werden.
Das unterstützt auch die Skalierung! Und wenn nötig, können ja immer noch Developers hinzugezogen werden.
Allerdings: Je größer das Unternehmen ist, desto schwieriger wird es, die Kultur zu transportieren.
Der Spirit und das Mindset werden besser angenommen, wenn man sie mit 20 Leuten teilt statt mit 200.
Dann gibt es noch einen spannenden Take von Fabian, denn er sieht alle Unternehmen mittlerweile als Technologie-Unternehmen. Sogar Heizungsmonteure haben mittlerweile iPads, mit denen sie arbeiten.
Die IT hat sich allerdings teilweise abgeschirmt und macht ihr Ding im stillen Kämmerlein. Eine Lösung hierfür ist ein Chief DigitalOfficer, der den Kulturwandel und die Digitalisierung nach vorne treibt.
00:00:00 Intro in die Folge
00:01:03 Start up-Speed mit Enterprise-Quality
00:07:21 Lieber schnell als perfekt
00:11:35 Veränderung von innen und außen
00:13:11 Veränderung von DevOps-Teams
00:16:08 Citizen-Developer unterstützen
00:22:56 Mindset für Citizen-Development
00:24:01 Demokratisierung von Daten
00:30:56 Arbeiten im Start-up
00:33:49 Alle sind Technologie-Unternehmen
00:39:28 Lösung statt Produkt
00:41:32 Chief Digital Officer
00:43:21 Mehr DevOps in der Welt
00:45:17 Führungs- und Fehlerkultur
00:50:57 Fokus auf den Consumer
00:56:32 Zwei Fragen an Fabian
Darüber spricht Host Christof Layher in der neuen Folge vom ChaosHacker Talk mit Fabian Peter. Der macht Kubernetes Solutions und hat dieUnternehmensgruppe ayedo aufgebaut.
Sein Thema: Start up-Geschwindigkeit mit Enterprise-Quality.
Eigentlich widerspricht sich das. Denn die meisten Unternehmen, in denen man Enterprise Quality braucht, haben keine hohe Geschwindigkeit.
Ein Beispiel dafür ist natürlich die Life Science-Branche.
Es ist klar, was an Wert erwartet wird, es wird viel Sicherheit undCompliance gefordert.
Viele in diesen Branchen gehen davon aus, dass man Qualität nur erreicht, wenn man langsam vorgeht.
Fabian stört das, er ist oft viel schneller, will sich nicht ablenkenlassen von Befindlichkeiten.
Und er ist davon überzeugt, dass man Menschen von Pragmatismus einfach überzeugen muss.
Dafür braucht es Verständnis für die individuelle Situation des Gegenübers, sowohl technisch als auch kulturell. Dann kann man zeigen, was möglich ist und Vertrauen aufbauen.
Einer der wichtigsten KPIs, die Einfluss auf Qualität hat, ist auch dieGeschwindigkeit der Delivery. Es ist mittlerweile alles so komplex geworden, dass man sowieso keine fehlerfreie Software delivern kann.Deswegen bei steigendem Komplexitätsgrad lieber schnell sein und dann an den Baustellen arbeiten.
Das fordert allerdings Dynamik und eine andere Denkweise.
Und dann sieht Fabian als Weg das Citizen Development. Das hat er in seinem eigenen Unternehmen auch ganz stark gepusht.
Es gibt viele No-Code- und Low-Code-Lösungen und sobald man Menschen diese Tools zur Verfügung stellt, enabled man sie und kann sie damit selbst weitermachen lassen.
Bei Fabian ging das so weit, dass sich eine richtige Eigendynamikentwickelt hat und jetzt viele Dashboards und Kanban-Boards selbst gebaut werden.
Das unterstützt auch die Skalierung! Und wenn nötig, können ja immer noch Developers hinzugezogen werden.
Allerdings: Je größer das Unternehmen ist, desto schwieriger wird es, die Kultur zu transportieren.
Der Spirit und das Mindset werden besser angenommen, wenn man sie mit 20 Leuten teilt statt mit 200.
Dann gibt es noch einen spannenden Take von Fabian, denn er sieht alle Unternehmen mittlerweile als Technologie-Unternehmen. Sogar Heizungsmonteure haben mittlerweile iPads, mit denen sie arbeiten.
Die IT hat sich allerdings teilweise abgeschirmt und macht ihr Ding im stillen Kämmerlein. Eine Lösung hierfür ist ein Chief DigitalOfficer, der den Kulturwandel und die Digitalisierung nach vorne treibt.
00:00:00 Intro in die Folge
00:01:03 Start up-Speed mit Enterprise-Quality
00:07:21 Lieber schnell als perfekt
00:11:35 Veränderung von innen und außen
00:13:11 Veränderung von DevOps-Teams
00:16:08 Citizen-Developer unterstützen
00:22:56 Mindset für Citizen-Development
00:24:01 Demokratisierung von Daten
00:30:56 Arbeiten im Start-up
00:33:49 Alle sind Technologie-Unternehmen
00:39:28 Lösung statt Produkt
00:41:32 Chief Digital Officer
00:43:21 Mehr DevOps in der Welt
00:45:17 Führungs- und Fehlerkultur
00:50:57 Fokus auf den Consumer
00:56:32 Zwei Fragen an Fabian
56 Minuten
Warum funktioniert Agilität oft nicht, obwohl sich Unternehmen das groß auf die Fahne schreiben? Warum führen so viele Unternehmen agiles Arbeiten ein und es wird nicht erfolgreich umgesetzt?
Darüber diskutiert der Host vom ChaosHacker Talk, Christof Layher, in seiner neuen Folge mit Michael Matefi.
Der hat angefangen als Full Stack Developer, war dann auch mal Product Manager für Digitalisierung und heute Head of Software Development bei der Pilatus Aircraft Ltd.
Damit haben Christof und Michael eins gemeinsam: Sie arbeiten beide in einem stark regulierten Umfeld. In der Folge vergleichen die beiden auch ihre Branchen und Michael erklärt, wie komplex die Abläufe in der Aviation-Branche teilweise sind und wie dort mit Daten umgegangen wird.
Doch kommen wir zurück zur Agilität: Die funktioniert nämlich oftnicht, auch wenn Unternehmen sie unbedingt einsetzen wollen.
Michael hat dafür eine Theorie und zwar widerspricht das agile Mindsetunserer westlichen Kultur.
Unsere Generationen verbindet, dass wir herausstechen wollen. Das kann man auch als Singularität beschreiben.
Unsere ganze Kultur im Westen ist so aufgebaut, dass einzelne Menschen herausstechen, auch in Unternehmen, denn da geht es schließlich auch immer um die nächste Beförderung.
Agilität steht dem entgegen, denn hier geht es um den Team-Erfolg.
Und um Zusammenarbeit!
Christof erklärt, dass ihn dieser Gedanke sehr an die Bundeswehr erinnert, denn auch hier zählt das Team und die Team-Leistung mehr als die einzelne Person.
Steht Selbstverwirklichung damit der Agilität im Weg?
Viele Themen sind schließlich so komplex, dass man sie nicht alleine lösen kann. Jede Person hat eigene Stärken und wenn wir diesecrossfunktional einsetzen, dann sind in einem Team alle Disziplinen vertreten.
Auch Teams aus unterschiedlichen Bereichen müssen zusammenwirken.
Das wird immer wichtiger auch bei steigender Spezialisierung von Themen und bei der Digitalisierung.
Die beiden sprechen über das Beispiel der Predictive Maintenance, da sind plötzlich 10 Spezialist:innen mehr nötig als vorher.
Dann geht es nochmal um Arbeitsbedingungen und darum, dass Hinderungen im Arbeitsalltag oft zu Schatten-Systemen, Schatten-Prozessen und Schatten-IT führen.
Christof erzählt davon, dass er mal einen Kurs dazu gemacht hat, wie man Flow in den eigenen Alltag integrieren kann. Denn wenn wir im Flow sind, dann sind wir bis zu 300% produktiver!
So eine Phase kann man allerdings keine 8 Stunden durchhalten und deswegen müssen auf Hochleistungsphasen auch Erholungsphasen folgen.
Ist dann nicht auch die Idee von festgelegten Arbeitszeiten überholt?
Dazu ist es wichtig, zu verstehen, warum man Dinge macht. Bei derBundeswehr nennt sich das das Auftragsprinzip, denn wenn man einen Auftrag oder Befehl bekommt, dann beinhaltet der Lage, Ziel und auch das Ziel der übergeordneten Führung.
Und da passt natürlich zu, dass die beiden am Ende noch überFehlerkultur diskutieren!
00:00:00 Intro in die Folge
00:00:37 Vorstellung Michael Matefi
00:01:22 Durch Kultur scheitern wir an Agilität
00:05:16 Armee und Agilität
00:07:04 Steht Selbstverwirklichung der Agilität im Weg?
00:09:12 Agilität ist tot
00:11:15 Maschinen werden zu Robotern
00:14:25 Luftfahrt vs. Pharma
00:17:59 Schatten-Prozesse und Schatten-IT
00:23:29 Sich selbst erhaltene Systeme
00:27:56 Produktives Arbeiten und im Flow sein
00:34:12 Weniger ist meistens mehr
00:36:23 Den Grund hinter Befehlen verstehen
00:42:41 Innovation, Disruption und Scheitern
00:51:03 Zwei Fragen an Michael
Darüber diskutiert der Host vom ChaosHacker Talk, Christof Layher, in seiner neuen Folge mit Michael Matefi.
Der hat angefangen als Full Stack Developer, war dann auch mal Product Manager für Digitalisierung und heute Head of Software Development bei der Pilatus Aircraft Ltd.
Damit haben Christof und Michael eins gemeinsam: Sie arbeiten beide in einem stark regulierten Umfeld. In der Folge vergleichen die beiden auch ihre Branchen und Michael erklärt, wie komplex die Abläufe in der Aviation-Branche teilweise sind und wie dort mit Daten umgegangen wird.
Doch kommen wir zurück zur Agilität: Die funktioniert nämlich oftnicht, auch wenn Unternehmen sie unbedingt einsetzen wollen.
Michael hat dafür eine Theorie und zwar widerspricht das agile Mindsetunserer westlichen Kultur.
Unsere Generationen verbindet, dass wir herausstechen wollen. Das kann man auch als Singularität beschreiben.
Unsere ganze Kultur im Westen ist so aufgebaut, dass einzelne Menschen herausstechen, auch in Unternehmen, denn da geht es schließlich auch immer um die nächste Beförderung.
Agilität steht dem entgegen, denn hier geht es um den Team-Erfolg.
Und um Zusammenarbeit!
Christof erklärt, dass ihn dieser Gedanke sehr an die Bundeswehr erinnert, denn auch hier zählt das Team und die Team-Leistung mehr als die einzelne Person.
Steht Selbstverwirklichung damit der Agilität im Weg?
Viele Themen sind schließlich so komplex, dass man sie nicht alleine lösen kann. Jede Person hat eigene Stärken und wenn wir diesecrossfunktional einsetzen, dann sind in einem Team alle Disziplinen vertreten.
Auch Teams aus unterschiedlichen Bereichen müssen zusammenwirken.
Das wird immer wichtiger auch bei steigender Spezialisierung von Themen und bei der Digitalisierung.
Die beiden sprechen über das Beispiel der Predictive Maintenance, da sind plötzlich 10 Spezialist:innen mehr nötig als vorher.
Dann geht es nochmal um Arbeitsbedingungen und darum, dass Hinderungen im Arbeitsalltag oft zu Schatten-Systemen, Schatten-Prozessen und Schatten-IT führen.
Christof erzählt davon, dass er mal einen Kurs dazu gemacht hat, wie man Flow in den eigenen Alltag integrieren kann. Denn wenn wir im Flow sind, dann sind wir bis zu 300% produktiver!
So eine Phase kann man allerdings keine 8 Stunden durchhalten und deswegen müssen auf Hochleistungsphasen auch Erholungsphasen folgen.
Ist dann nicht auch die Idee von festgelegten Arbeitszeiten überholt?
Dazu ist es wichtig, zu verstehen, warum man Dinge macht. Bei derBundeswehr nennt sich das das Auftragsprinzip, denn wenn man einen Auftrag oder Befehl bekommt, dann beinhaltet der Lage, Ziel und auch das Ziel der übergeordneten Führung.
Und da passt natürlich zu, dass die beiden am Ende noch überFehlerkultur diskutieren!
00:00:00 Intro in die Folge
00:00:37 Vorstellung Michael Matefi
00:01:22 Durch Kultur scheitern wir an Agilität
00:05:16 Armee und Agilität
00:07:04 Steht Selbstverwirklichung der Agilität im Weg?
00:09:12 Agilität ist tot
00:11:15 Maschinen werden zu Robotern
00:14:25 Luftfahrt vs. Pharma
00:17:59 Schatten-Prozesse und Schatten-IT
00:23:29 Sich selbst erhaltene Systeme
00:27:56 Produktives Arbeiten und im Flow sein
00:34:12 Weniger ist meistens mehr
00:36:23 Den Grund hinter Befehlen verstehen
00:42:41 Innovation, Disruption und Scheitern
00:51:03 Zwei Fragen an Michael