#25 26 Eigenbetriebe, 50 Partnerhotels, ein Tech-Stack: b_smart erklärt - mit Marco Weishaupt

#25 26 Eigenbetriebe, 50 Partnerhotels, ein Tech-Stack: b_smart erklärt - mit Marco Weishaupt

vor 2 Monaten
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Beschreibung

vor 2 Monaten

Auf den ersten Blick sieht der Hotelmarkt kerngesund aus.
Steigende Nächtigungszahlen, steigendes Zimmerangebot. Dahinter
läuft jedoch ein dramatischer Betriebszerfall, der weniger
sichtbar ist, weil ein einziges großes Stadthotel mit 200 Zimmern
rechnerisch zehn kleine Landhotels in der Peripherie ersetzt.
Genau dort setzt b_smart an. In dieser Folge spreche ich mit
Marco Weishaupt, der das Modell aus Liechtenstein heraus
konsequent skaliert und das, was Konzerne strukturell nicht
abbilden, in einem hybriden Eigenbetriebs- und Partnermodell
zusammenführt.


Das b_smart-Modell auf einen Blick
Aus Liechtenstein heraus betreibt b_smart aktuell 26 eigene
Häuser mit rund 950 Zimmern, im Durchschnitt 30 Zimmer pro Haus.
Dazu kommen über 50 Partnerbetriebe in Deutschland, Österreich,
der Schweiz und Liechtenstein, die über das White-Label-Modell
technologisch und prozessual rund um die Uhr aus Bendern
mitbetreut werden. Insgesamt also fast 100 Betriebe. Marco
beschreibt b_smart selbst als „Tante Emma der Hotellerie", weil
das Modell dorthin geht, wo Konzerne strukturell nicht hingehen.


Vom Immobilienprojekt zum Hotelkonzept
Im Gespräch erzählt Marco, wie aus einem Immobilienprojekt in
Liechtenstein ein Hotelkonzept wurde und warum der erste Prototyp
ein 8-Zimmer-Motel war. Sein Grundsatz: an erster Stelle steht
der Prozess, dann erst die Technologie. Daraus folgt ein
konsequent aus der Gastperspektive gedachtes Modell mit 24/7
Self-Check-in und klar definierten Vor-Ort-Aufgaben für Reinigung
und Frühstück.


Tech-Stack nach dem Wachstumssprung
Nach einem starken Wachstumsschub in 2022 und 2023 hat b_smart
den Tech-Stack neu zusammengestellt. Heute besteht er aus rund
acht Systemen und Subsystemen. Marco erklärt, welche Rolle jede
Komponente spielt, warum bestimmte Bausteine bewusst
standardisiert sind und an welchen Stellen Individualität
trotzdem nötig bleibt. Die Gästekommunikation läuft zentral. Rund
4000 Mails kommen täglich rein, rund 1500 gehen voll
automatisiert KI-unterstützt raus.


Drei Zielgruppen, drei Geschwindigkeiten
Marco unterscheidet drei Zielgruppen, die unterschiedlich schnell
andocken. Gastwirte mit angeschlossenen Zimmern und
immobiliennahe Betreiber verstehen das Modell zügig. Der
klassische Hotelier tut sich kulturell am schwersten. Trotzdem
wächst das Partnernetzwerk gerade dort am stärksten, wo b_smart
selbst Häuser betreibt.


Nachfolgelösung für Familienbetriebe
Besonders deutlich wird Marco bei einem Punkt: Das Modell wird
zunehmend zur Nachfolgelösung für Familienbetriebe, in denen
junge Menschen die Übergabe nur ohne 18-Stunden-Schichten an
sieben Tagen annehmen. Self-Service, Automatisierung und
Remote-Support machen Häuser tragfähig, die im klassischen Modell
aufgegeben würden.


Diese Themen besprechen wir im Detail:


Marktbild hinter den Statistiken - warum kleine Häuser unter
Druck sind.

b_smart-Modell im Aufbau - 26 Eigenbetriebe und über 50
Partnerhotels.

Vom 8-Zimmer-Motel zum skalierbaren Konzept, mit Prozess vor
Technologie.

Tech-Stack mit acht Systemen, klar strukturiert und
konsequent integriert.

24/7 Self-Check-in und Vor-Ort-Aufgaben, klare Rollenteilung.

Zentrale Gästekommunikation mit KI-Unterstützung. 4000 Mails
täglich, 1500 voll automatisiert.

Drei Zielgruppen im Onboarding, mit unterschiedlicher
Verständnis-Geschwindigkeit.

Nachfolgelösung für Familienbetriebe, ein gesellschaftlich
relevantes Thema.



Für wen ist diese Folge relevant?
Für Geschäftsführer und Eigentümer kleiner und mittelgroßer
Häuser, Operations- und IT-Verantwortliche, Investoren und alle,
die kleine Hotels nicht als Auslaufmodell sehen wollen. Auch für
Konzepter, Berater und HotelTech-Anbieter, die in diesem Segment
Lösungen entwickeln.


Wenn du gerade selbst überlegst, wie du ein kleines Haus
tragfähig hältst, eine Nachfolgelösung suchst oder einfach wissen
möchtest, wie Self-Service, Automatisierung und Remote-Support
den Betrieb in dieser Größenordnung wirtschaftlich machen, ist
diese Folge ein klares Pflichtprogramm.
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