Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dr. Wolf Siegert über Leben und Tod

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Dr. Wolf Siegert über Leben und Tod

27 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
„Doyen der Digitalisierung“ und „Changineer“: Diese
außergewöhnlichen Charakterisierungen sind treffend für Wolf
Siegert, der sich selbst auf seiner website, die übrigen deutsch,
englisch, französisch und chinesisch daherkommt, als „… Kronzeuge
und Konzept-Entwickler, als Moderator und strategischer Denker …
zwischen analog und digital, real und virtuell, in Wirtschaft und
Verwaltung wie in Kunst und Wissenschaft …“ bezeichnet. Es ist
wirklich herausfordernd, zu begreifen, was er alles getan hat und
tut: Der 1949 in Bremen geborene und – nach diversen längeren
Auslandsaufenthalten – nun lange schon in Berlin lebende Siegert
hat in jungen Jahren Theater mit George Tabori und Rainer Werner
Fassbinder gemacht, im Brecht-Archiv in Ost-Berlin über Brecht
seine Doktorarbeit geschrieben, dann an der Uni Bremen promoviert
und er beschäftigt sich schon seit Anfang der 70er Jahre mit
virtuellen, digitalen Welten. Heute – so betont Wolf Siegert –
arbeitet er, auch journalistisch, an der Frage: „Was kommt nach der
Digitalisierung?“ und will Qualitäten, die in der analogen Welt
entwickelt wurden, wieder aufleben lassen. „Analog 2.0“ nennt er
das und analysiert „aus der Zukunftsperspektive rückwirkend“. Wie
das funktioniert, erörtert er in dieser Podcast-Episode. Neben
diversen Büchern schreibt und veröffentlicht Wolf Siegert täglich,
ja wirklich an jedem Tag eines jeden Jahres, einen Beitrag in
seinem Blog, der – irgendwie logisch – Daybyday.press heißt. Ein
Stück weit arbeitet er – auch so – wohl jetzt schon daran, alles
für die Zeit nach der Digitalisierung zu „konservieren“. Wir haben
uns 2025 in seiner Wohnung in Berlin-Wilmersdorf getroffen und –
wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – übers Leben gesprochen,
das – so scheint es mir – für ihn zum großen Teil von Arbeit
bestimmt ist. Und natürlich war auch der Tod unser Gesprächsthema.
Ihm, der an ALS erkrankt ist, hat man vor fünf Jahren noch rund
drei Jahre „gegeben“; aber glücklicherweise entwickelt sich der
Krankheitsverlauf bei ihm „schleppend“. Wege in der Stadt erledigt
er noch immer mit dem Motorrad und ist ansonsten weiterhin auf der
ganzen Welt unterwegs. „Ich lerne mit den – auch gesundheitlichen,
Herausforderungen – immer auch ein Stück weit nach vorn zu
schauen.“ Und setzt noch einen drauf: „Ich gucke nicht nur bis zum
Ende meines Lebens. Ich gucke darüber hinaus.“ Siegert befasst sich
mit Traum-Analyse und hatte schon ein Nahtod-Erlebnis. Ja, und wenn
es dann wirklich soweit ist, soll bei seiner Trauerfeier direkt in
der Trauerhalle gefeiert werden … Die nächste „Schwarz
hören“-Episode – die runde 150. – gibt es schon in einer Woche nach
seiner Idee mit mir. Petra Schwarz ist sozusagen zu Gast in ihrem
eigenen Podcast und beantwortet Fragen von Wolf Siegert . Jetzt
zunächst aber viel Spaß mit der 149. Episode von „Schwarz hören“
mit Dr. Wolf Siegert.

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