Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod

0 0

Episoden

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jürgen Karney über Leben und Tod
07.06.2026
26 Minuten
Irgendwie scheint er immer „Auf Sendung!“ (Autobiografie im Bild und Heimat Verlag) zu sein – der 1954 in Berlin geborene gelernte Nachrichtentechniker. Als solcher war er aber nie tätig, da sich schnell herausstellte, dass er beim Fernsehen nicht in der Technik, sondern vor der Kamera brillieren wollte. Mit der TV-Show „Bong“, einer „Hitparade der Popmusik“, durch die auch die heutige „Bauer sucht Frau“-Moderatorin Inka Bause als Sängerin bekannt wurde, erlangte er in der ersten Hälfte der 80er Jahre höchste Popularität. Schon in seiner Schulzeit hatte er – wie man heute sagt – aufgelegt und war später, wie das zu DDR-Zeiten hieß, „Schallplattenunterhalter“ mit „Pappe“. Was es damit auf sich hat, wird im Podcast erklärt, zumal es wieder eine ganz persönliche Geschichte zwischen dem Gast und der Host gibt. Soviel hier schon: Jürgen Karney saß in der Einstufungskommission, die darüber entschieden hat, ob die „Schwarz hören“-Gastgeberin eine „Pappe“ als Moderatorin bekommt … Jürgen Karney hat in den 80er Jahren – so wie Petra Schwarz auch – beim Berliner Rundfunk, einer der Radio-Wellen der DDR gearbeitet und betont: „Schon lange vorher, als Kind, hatte ich ein Faible fürs Radio.“ Die „wahre Geschichte“, wie der frühere DDR-Sender nach Mauerfall durch Karneys Aktivität zum Privatsender „Berliner Rundfunk 91.4“ wurde, wo er jahrelang die Morning-Show moderierte und Programmdirektor war, erzählt er in dieser Podcast-Folge. „Ich musste lernen, zu delegieren und die Fresse zu halten, wenn Andere Recht hatten.“ Seine bisher letzte Radio-Station war „R.SA“ in Sachsen, wo er – zusammen mit Wolfgang Lippert – auch in Corona-Zeiten Radio machte. Anfang 2026 haben wir uns in Berlin-Köpenick – in einem Haus, wo regelmäßig DDR-Rocker zusammenkommen – getroffen und passend zum „Thema“ Schallplattenunterhalter“ stehen wir für das Foto an einer Schallplatten-Bar . Natürlich haben wir übers Leben von Jürgen Karney gesprochen. Länger schon macht Jürgen alles, worauf er gerade Lust hat. Und da er immer aufs Wasser wollte, macht er das jetzt so oft es geht. Seit ungefähr 15 Jahren ist Karney Skipper, segelt um die Welt und bringt es anderen bei. Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, war aber natürlich auch der Tod Thema des Gesprächs. Karney sagt: „Ich weiß, dass er kommt und deswegen macht mich das nicht fertig.“ Und ergänzt: „Mein Bestreben ist es, die Zeit davor, so gesund und so stressfrei wie möglich zu gestalten. Und da hat man viel selber in der Hand.“ Selbstbestimmtes Sterben kann er sich vorstellen, wenn es im eigenen Leben absehbar schlimmer wird. Aber – so Karney: “Ich schiebe den Gedanken natürlich vor mir her.“ Passend zum Thema „Klassentreffen der Ostmusik“, das wir in der letzten Episode von „Schwarz hören“ mit Tobias Künzel beleuchtet haben, nun u.a. das Thema „Radio im Osten“ und also viel Spaß mit der Episode 160 von „Schwarz hören“ mit Jürgen Karney.
Mehr
Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Tobias Künzel über Leben und Tod
21.05.2026
34 Minuten
„Die Prinzen“ sowie – zuvor und jetzt wieder – „Amor & Die Kids“: Das sind d i e beruflichen Stationen des studierten Sängers und Schlagzeugers, der außerdem in anderen Bands – u.a. bei „Final Stap“ mit dem Frontmann Mike Kilian – hinten sitzt und es genießt, wenn Andere vorn singen. Als Sohn eines Swing- Klarinettisten und Bandleaders, der auch Dozent an den Musikhochschulen Leipzig und Weimar in der Abteilung „Tanz- und Unterhaltungsmusik“ war, hat Tobias Künzel das Singen im weltberühmten Thomanerchor Leipzig gelernt – im stündlich durchgetakteten Internatsleben eines Chorknaben mit gerademal einer Stunde Freizeit pro Tag Aber: „Ich hatte ‚Das fliegende Klassenzimmer‘ von Erich Kästner gelesen und wollte unbedingt auch sowas.“ Nach seiner Thomaner-Zeit war Tobias bei der Armee im Singeklub „Thomas Müntzer“ und resümiert: „Die Armeezeit sind 18 gestohlene Monate, die man eigentlich nicht braucht.“ Aber schon damals hat er sich privilegiert gefühlt und sagt im Podcast: „Ich führe ein Leben, das von Privilegien gepflastert ist: Thomaner, Singeklub, Amor & Die Kids und Die Prinzen. Heute versuche ich, damit demütig umzugehen. In den 90er Jahren – mit dem Erfolg der Prinzen – hatte ich durchaus eine gewisse Arroganz …“. Tobias Künzel, 1964 in Leipzig geboren, hat – bis zum Brexit – auch 15 Jahre lang in London gelebt. Wie es dazu kam, erzählt er in dieser Podcast-Episode. Hier nur so viel: Es hatte zunächst mit einem Stipendium für eine seiner beiden Töchter zu tun … Er hat – zusammen mit anderen Komponisten und Textautoren – mehrere Musicals geschrieben, von denen drei in Großbritannien aufgeführt wurden und z.T. bereits ins Deutsche übersetzt sind. Das Musical „Copperfield“ wird im November 2027 im Theater Stralsund aufgeführt. Und zuletzt machte er in Halle Furore mit seinem 6. Musical „Tod auf dem Thron – Das Klosical“, das er zusammen mit Mark Underwood geschrieben hat. Übrigens: Die Idee zum kuriosen Titel kam Künzel tatsächlich auf der Toilette. Tobias Künzel produziert außerdem in seinem Tonstudio Nachwuchsbands und Musik für Fernsehen und Theater. Er betont: „Alles, was ich mache, macht mir großen Spaß.“ Auch die Re-Union der 1985 gegründeten Band Amor & die Kids, die am 20. Juni 2026 im Hangar 312 in Neuruppin beim „2. Klassentreffen der Ostmusik … mit Westbesuch“ auftreten wird. Dort haben wir uns Anfang Mai 2026 in einer Jurte auf dem Gelände auch zum Gespräch getroffen. Wir haben über das Leben des – so KI – „einflussreichen deutschen Popsängers, Schlagzeugers und Komponisten Tobias Künzel“ gesprochen und – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod. Vor drei Jahren sind seine Eltern im Abstand von drei Wochen mit Anfang 90 gestorben. Eineinhalb Jahre später verstarb unerwartet sein 12 Jahre älterer Bruder Lutz – auch Musiker, mit dem er mehr als 10 Jahre zusammen in der Londoner Band „Ruff As Stone“ mit Sänger Austin Howard gespielt hat. „Er fehlt mir jeden Tag.“ Was seinen eigenen Tod betrifft, so hofft er, irgendwann s o müde zu sein, „ … dass ich mir nur noch wünsche, einzuschlafen.“ Und: „Wenn man abtritt, ist es eigentlich nur für alle anderen schwer.“ Selbstbestimmtes Sterben kann sich Tobias Künzel vorstellen: „Ja, hundertprozentig. Denn ich will Niemanden zur Last fallen und meinen Kindern keine schlechten Erinnerungen an mich verschaffen.“ Zu guter Letzt noch zur Frage, was es mit „Fräulein Grau“ auf sich hat, hier vorab nur so viel: Es hat mit der LP „No More Bockwurst“ von Amor & Die Kids zu tun … Viel Spaß mit diesem launigen „Schwarz hören“-Gespräch mit Tobias Künzel.
Mehr
Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Holger Saarmann über Leben und Tod
07.05.2026
22 Minuten
„Ich habe in der Liedermacherei meine beiden kreativen Interessen zusammengeführt: Geschichten schreiben und Musik machen.“ sagt der 1971 in Hagen geborene und seit 2001 in Berlin lebende Holger Saarmann. Stilistisch ist der sich vornehmlich selbst auf der Konzertgitarre begleitende Musiker zu verorten in der Nachbarschaft von Gerhard Schöne, Angelo Branduardi und Christof Stählin, um dessen Nachlass er sich im Rahmen der Christof-Stählin-Gesellschaft, die er 2017 mitbegründet hat, intensiv kümmert. Saarmann ist studierter Musik- und Deutsch-Lehrer, hat allerdings nie wirklich als solcher an einer Regelschule gearbeitet. Pädagogisch ist er aber lange am „Klingenden Museum“ in Berlin tätig. Schaffenskrisen oder Schreibblockaden kennt er nicht und hält es da mit seinem Liedermacher-Kollegen Martin Miersch: „Ich schreib‘ was, wenn mir was einfällt.“ Nachdem Holger Saarmann im Juni 2025 zu Gast in meiner Radio-Sendung „Beste Lieder“ war, habe ich ihn nun im April 2026 in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg besucht. Hier bereitet er gerade intensiv seinen Auftritt bei der Veranstaltung „Zum Geburtstag von Burt Bacharach“ am 12. Mai 2026 um 20 Uhr im C*Space in Berlin-Weißensee (Langhansstraße 86) vor und gibt in dieser Podcast-Episode auch musikalische Kostproben davon. Zusammen mit Andreas Albrecht, mit dem er von 2014 bis 2024 im Berliner Zebrano-Theater die monatliche Kleinkunstreihe „Geschmacksverstärker“ gestaltete, gratuliert er mit Liedern (beispielsweise dem Bacharach-Hit „Raindrops keep falling on my head“) Geschichten und Raritäten. Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, haben wir bei unserem Treffen natürlich auch über den Tod gesprochen. Holger erzählt davon, wie es war, nachdem 2014 seine Mutter gestorben war und er anlässlich dessen in seinem Song „Gestern ist auch noch ein Tag“ dieses Ereignis verarbeitet hat. „Der Tod ist ein ewiges Mysterium.“ betont Holger Saarmann und kann sich durchaus vorstellen, dass danach noch etwas kommt. „Vielleicht spielen Distanzen und Zeit dann im Universum keine Rolle mehr.“ Er finde es „… inspirierend, sich vorzustellen, dass es in irgendeiner Form weitergeht. Wenn ich als Mensch wiedergeboren werde, dann möchte ich die Frauenseite kennenlernen.“ Seine eigene „Rede meines Lebens“ zu schreiben ist für ihn gut vorstellbar. Viel Spaß beim Hören der 158. Episode von „Schwarz hören“ mit Holger Saarmann.
Mehr
Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Sven van Thom über Leben und Tod
21.04.2026
23 Minuten
„Ins Gras“ heißt sein 5. Album und gleich kam die Assoziation: beißen? Was dann für mich der Anlass war, den – wie WIKIPEDIA schreibt – „… Gitarrenpop-Musiker, Unterhaltungskünstler und Musikproduzent“ in meinen Podcast „Schwarz hören – Gespräch über Leben und Tod“ zu holen; zumal er gerade mit großen Chancen für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ nominiert ist … „Jeder beißt einmal ins Gras.“ singt Sven van Thom im Titelsong und ergänzt – gleich zu Beginn unseres Gesprächs – „Auch Trump.“ Womit wir bei einem der beiden großen Themen von „Schwarz hören“ sind: dem Tod. Ganz persönlich hatte der – 1977 in Bernau bei Berlin geborene und heute in Hessen lebende – Sven van Thom bisher nur mit dem Tod seiner Großeltern Berührung. Weiß aber: „Nach dem Tod kommt nichts. Und das ist auch gut so, denn nur wegen der Endlichkeit kann man bestimmte Dinge ja so genießen.“ Was die Musik betrifft, ging es – wie er sagt – „so halbwegs voran“, als Sven van Thom (damals noch: Sven Rathke) mit 15 die Gitarre in die Hand nahm, der heute – für seine Musikproduktionen und auf Bühnen – so ziemlich alle Instrumente selbst spielt. Bekannt wurde er seit 1998 als Sänger und Gitarrist von Sofaplanet und Beatplanet – nicht zuletzt, weil „Die Ärzte“ sie als „Support“ buchten, wie Sven in der Sendung „Beste Lieder“ am Freitag, 24. April 2026 um 14 Uhr auf ALEX Berlin und radio.rockradio.de (Wiederholung am 27. April 2026 um 12 Uhr auf radio.rockradio.de) erzählen wird. Aus dem Radio (radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg) kennt man ihn im Duo mit Martin „Gotti“ Gottschild und den regelmäßigen sogenannten Actionlesungen “Tiere streicheln Menschen“, wofür Sven eigens Lieder kreierte und was die Beiden seit Jahren auch live auf Bühnen performen. Dafür verpackt er aktuelles Politik-Geschehen in lustige Lieder. „Das fällt mir aber in den letzten Jahren zunehmend schwerer.“ betont er. Denn: „Das, was ich mache, soll nicht krass nach politischem Kabarett klingen.“ Aber: „Wenn irgendwo eine Pointe rumliegt, bemühe ich mich schon, sie aufzuheben.“ Seit 2017 schreibt und produziert Sven vermehrt Popmusik für Kinder; u.a. veröffentlicht auf “Unter meinem Bett“, einer Albumserie mit selbst geschriebenen Kinderliedern von deutschsprachigen Liedermachern und Bands. Ich habe Sven van Thom im Frühjahr 2026 in Berlin-Mitte getroffen und wir haben über sein Leben und – wie es sich für diesen Podcast gehört – über den Tod gesprochen. Auch über selbstbestimmtes Sterben. Er differenziert und fragt: „Was ist mit Menschen mit Behinderungen, die nicht selbstbestimmt leben können? Da schwingt doch irgendwie immer die Frage mit: Bist du es wert, zu leben?“ Das ist nicht die Herangehensweise der Gastgeberin, aber ein interessanter Diskussionspunkt … „Es klatscht gleich“ wird das neue Bühnen-Programm, das für 2027 geplant ist, heißen. Zuvor aber ist er mit derzeit Aktuellem unterwegs: beispielsweise am 18. September im Frannz-Klub in Berlin. Viel Spaß mit der 157. Episode von „Schwarz hören“ mit Sven van Thom.
Mehr
Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Wolfgang Thierse über Leben und Tod
06.04.2026
28 Minuten
Von der „Alterserscheinung“, sich immerfort „klugscheißernd einzumischen“ hält er nichts. Aber irgendwie mischt sich Wolfgang Thierse fast sein ganzes Leben lang ein: bis hin zum höchsten Amt des 1943 in Breslau geborenen und in Thüringen aufgewachsenen SPD-Politikers als Präsident des Deutschen Bundestages von 1998 bis 2005. Bis heute gilt Thierse als eine der – wenn nicht d i e – prägende(n) Stimme(n) Ostdeutschlands in der Bundespolitik. „Mir fiel die Rolle des ostdeutschen Mundwerks zu, als ich mich ins Parlament habe wählen lassen.“; er war so etwas, wie ein „gesamtdeutscher Ossi, dem man im Westen zuhörte.“ Von Hause aus ist er – wie die „Schwarz hören“-Gastgeberin – studierter Kulturwissenschaftler, woran er „… durchaus zwiespältige Erinnerungen“ hat. Denn: Obwohl das Individuum im Fokus stand, „… war es trotzdem ein Studium in der Enge der DDR und der marxistischen Ideologie.“ betont er. Und ergänzt: „Das System ist gescheitert. Aber: Die Biografien, die dort gelebt wurden, sind nicht alle gescheitert.“ Das Ganze will er als Umkehr der Sentenz von Theodor W. Adorno: „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen (System).“ verstanden wissen. „Ich bestehe darauf, dass es in diesem System viel Anstand, viel Intelligenz, viel Witz gegeben hat.“ Gut, wenn es Ostdeutsche geschafft haben, den „Minderwertigkeitsrucksack“ – auch immer erzeugt durch den Blick nach Westen – abzustreifen. Gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein wird durch Autoren wie Dirk Oschmann bestärkt, sagt er. Was die „Schwarz hören“-Gastgeberin anders sieht, wie im „Schwarz hören“ mit Dirk Oschmann zu hören ist … Ich habe mich mit Wolfgang Thierse Mitte März 2026 – kurz nach der für seine Partei desaströsen (5,5%) Landtagswahl in Baden-Württemberg (und der wenig später folgenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit dem Verlust nach 35 Jahren sozialdemokratischer Ministerpräsidentschaft) – in seinem Bundestagsbüro getroffen. Natürlich haben wir im Zusammenhang mit seinem Leben über die Situation in unserem Land gesprochen. „Wir leben in Zeiten eines dramatischen Wandels mit einer Gleichzeitigkeit globaler Krisen und Kriege. Solche Zeiten von Verängstigungen sind Zeiten der Populisten.“ Die Menschen sind „veränderungserschöpft.“, womit sich Thierse auf den Soziologen Steffen Mau bezieht. Berlin ist einer der Diskussionspunkte in dieser Episode: „Ich bin nun seit 62 Jahren Berliner.“ betont Wolfgang Thierse und: „Berliner wird man schnell, ohne sich die Stadt wirklich anzueignen.“ Das sei auch das Problem, denn: „Berlin ist ein Ort des Kommens und Gehens – also: eine Stadt kollektiver Verantwortungslosigkeit.“ Dort, wo er seit Jahrzehnten wohnt, hat fast ein vollständiger Bevölkerungsaustausch stattgefunden. „Zu meiner Frau habe ich in den letzten Jahren immer gesagt: Wir verderben den Altersdurchschnitt. Wir müssen allmählich unter Arten- oder Denkmalschutz gestellt werden – als die letzten Indigenen vom Prenzlauer Berg Süd.“ Was das weitere große Thema von „Schwarz hören“ betrifft, so hat Wolfgang Thierse aktuell – nach 53 Jahren Ehe – den Tod seiner Frau Ende 2025 zu verarbeiten. Er zitiert Mascha Kaléko mit dem wichtigen Satz: „Bedenkt: den eigenen Tod, den stirbt man nur. Doch mit dem Tod der andern muss man leben.“ Auch insofern kontert er vor dem Hintergrund selbstbestimmten Sterbens heftig den Terminus „Selbstbestimmung“, v.a. wenn er in Richtung einer „… falschen Selbstbestimmungsideologie“ geht. „Regisseur des eigenen Lebens zu sein ist ein sehr plastisches Bild. Und: ein verräterisches zugleich.“ Inwiefern? Das erklärt er in dieser „Schwarz hören“-Episode. Viele Erkenntnisse also mit diesem durchaus philosophischen Gespräch in der Episode 156 von „Schwarz hören“ mit Wolfgang Thierse.
Mehr

Über diesen Podcast

"Schwarz hören" - Gespräche über Leben und Tod mit (mehr oder weniger) Prominenten. Warum? Der Podcast gibt Anregungen, über das eigene Leben nachzudenken und für den eigenen Abschied "vorzubauen". Vielleicht ja sogar die eigene Abschieds-/Trauerrede selbst zu schreiben und aufzunehmen. So kann man bei der eigenen Feier noch lebendig dabei sein. Wichtig: Lebendig schreiben und lebendig reden ist keine Zauberei. Siehe auch: https:/lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/
15
15
Close