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  3. Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod Podcast

Episoden

27 Minuten
Der bekannte und hochdekorierte Fotograf wollte eigentlich Koch werden. Da sein Vater aber Fotografenmeister mit eigenem Laden war, wurde ihm das Fotografieren quasi „in die Wiege gelegt“. Nachdem es dann doch – trotz Fotografenlehre mit Gesellenbrief in der Tasche – nicht wie vom Vater geplant gelaufen war, kam der 1954 in Radebeul (Sachsen) geborene Harald Hauswald 1978 nach Ostberlin. Dort arbeitete er u.a. im Prenzlauer Berg als Telegrammbote und hatte stets eine Kamera dabei. Ab Anfang der 80er arbeitete Hauswald als Fotograf in der Stephanus-Stiftung Berlin, der größten diakonische Einrichtung in der DDR. „Zuerst hatte ich große Manschetten, Menschen mit Behinderung zu fotografieren; die aber gar kein Problem damit hatte, dass ihnen Jemand diesen ‚Kasten‘ vor die Nase hält. Sie ließen Nähe zu, was mir für meine Straßen-Knipserei sehr geholfen hat.“ In dem Zusammenhang nennt er sich selbst übrigens „Straßenköter“ . „Heute braucht man nur ein Handy und kann sich als Fotograf bezeichnen.“ beklagt der bedeutende kritische Chronist der DDR, der aufgrund seiner zu realitätsnahen Fotos von der DDR-Staatssicherheit unter dem Namen Radfahrer observiert wurde. Als einer der wenigen DDR-Fotografen veröffentlichte er anfangs anonym und ab Mitte der 80er Jahre unter seinem richtigen Namen auch Fotoreportagen in westlichen Magazinen wie GEO, ZEITmagazin oder der „taz“. 1989 wurde Harald Hauswald in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) aufgenommen und gründete 1990 mit sechs weiteren DDR-Fotografen die Agentur OSTKREUZ. Und mittlerweile kann er auf eine große Ausstellung beim renommierten Ausstellungshaus „C/O Berlin“ 2020/2022 mit 75.000 Besuchern verweisen. Gerade zurück von der „61. Internationalen Kunstbiennale in Venedig“ wird Harald Hauswald beim „6. Weißenseer Kultursommer“ vom 25. bis 27.9.2026 im Studio Weißensee „CulturLawine“ ausstellen und vorher – am 9. September 2026 – zeigt er bei der Veranstaltung „Der Osten lebt – immer noch!?“ – auch während des „6. Weißenseer Kultursommers“ im C*Space – seine Bilder, die er aus dem Fotografen-Graben Ende der 80er Jahre auf der Rennbahn in Weißensee „geknipst“ hat: Bruce Springsteen, Brian Adams und weitere Weltstars – ganz nah. Wie es sich für „Schwarz hören“ gehört, haben wir in dieser Podcast-Episode auch über den Tod gesprochen. „Die meisten Leute, die ich lange kenne, sind bis auf einen alten Freund, alle schon tot.“ Er selbst denkt schon über den Tod nach, aber … Hören Sie selbst … in dieser 166. Episode von „Schwarz hören“ mit Harald Hauswald.
28 Minuten
Seine Leidenschaft ist das „Theater am Rand“ im Oderbruch, das er als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnet. Einem Millionenpublikum deutschlandweit bekannt aber ist er als Dr. Roland Heilmann, den er seit der ersten Folge der populären ARD-Krankenhausserie „In aller Freundschaft“ im Jahr 1998 spielt. Auch deshalb, so sagt Thomas Rühmann, lebt er heute – abgesehen von seiner Theater-Arbeit – zurückgezogen. „Ich bin zufrieden, wenn nach einem harten Drehtag das Tor zuklappt.“ Es gilt aber eben auch: „Zufrieden erschöpft sein. Das ist das Schönste.“ Der 1955 in der Altmark (Sachsen-Anhalt) geborene und in Magdeburg aufgewachsene Schauspieler und Musiker, der nicht mit Heinz Rühmann verwandt ist, kommt aus einer Großfamilie. Er hat fünf Schwestern und einen Bruder. Die Kinder verloren ihre Mutter, als sie 36 war. So ist es kaum verwunderlich, dass wir im Gespräch sehr schnell auf das Thema Tod gekommen sind. Die Geschichte seines Vaters thematisiert Rühmann in seinem Solo-Abend: „Lebenslieder“, nicht ohne auch das Leben mit den „beiden Müttern“ zu reflektieren. Auf Anraten des Jugendamtes hatte sein Vater nämlich schnell wieder geheiratet, um die Familie zusammenzuhalten. „Da war nicht wirklich Zeit zum Trauern.“ Aus heutiger Sicht begann aber schon damals „so etwas wie Trauerarbeit“, die Thomas Rühmann immer wieder auch in seinen Inszenierungen leistet, wie er betont. Darüber – über sein Leben, aber eben auch sehr ausführlich über den Tod – hat Thomas Rühmann eindrücklich gesprochen, als ich ihn im Sommer 2026 im „Theater am Rand“ in Zollbrücke direkt an der Oder besucht habe. Was seinen eigenen Tod betrifft, sagt er: „Ich erwische mich manchmal dabei, dass ich in Situationen, die besonders glücklich sind, denke: Jetzt könnte es sein.“ Und er bekräftigt: „Die höchste Zufriedenheit in der Seele des Menschen besteht dann, wenn er sich die Ankunft des Todes einfach frei vorstellen kann.“ In seinem "Theater am Rand" spielt dieser aktuell am 23. August 2026 übrigens auch eine Rolle beim "Thementag Trauer und Tod". Dass nach dem Tod etwa kommt, glaubt er nicht. Deshalb wird er in seinem Leben bis zuletzt Theater machen. Derzeit arbeitet Thomas Rühmann intensiv an der Idee, im kommenden Jahr den Roman „Schwebende Lasten“ von Annett Gröschner in seiner „Heimatstadt“ Magdeburg in Szene zu setzen. Viel Spaß mit dieser Episode von „Schwarz hören“ mit Thomas Rühmann.
26 Minuten
„Täter – Opfer – Polizei“ heißt „Der rbb Kriminalreport“, den der „Ehrenkommissar“ und „Krimifuchs“ Uwe Madel allsonntäglich präsentiert. Nach einer kurzen Zeit als Nachrichten-Mann – noch im DDR-Fernsehen – gings für den studierten Journalisten im Jahr 1992 als Moderator der beliebten TV-Sendung (damals im Ostdeutschen Rundfunk ORB) los. „Das ist keine True Crime-Unterhaltung“ betont er. „Wir wollen aufklären und nehmen das sehr ernst.“ Denn – so Madel – „… nach dem Mauerfall ist im Osten eine neue Verbrechensfurcht entstanden.“ Geplant war diese Karriere nicht wirklich, sagt der 1965 in Frankfurt/Oder geborene und aufgewachsene Uwe Madel, der aber früher schon gern Krimis gelesen und „Polizeiruf 110“ geschaut hat. Zeitgemäß stellt er heute – neben der Fernsehsendung – übrigens auch im Podcast „Im Visier“ Kriminalfälle aus den Ländern Berlin und Brandenburg vor. Das heißt: Das Thema Tod – neben dem Leben d a s Thema im Podcast „Schwarz hören“ – ist also auch beruflich sein Leben? Irgendwie schon, wenn auch nur 0,025 Prozent der Straftaten in der Region der „Kategorie“ Mord und Totschlag zuzurechnen sind. Hier in dieser Episode erzählt Uwe Madel sehr eindrücklich von einem verschwundenen Mädchen in Berlin, zu dessen Familie er noch lange Kontakt gehalten hat. Zwar wurde ein Mann als Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt, aber der Moderator unterstreicht: „Das wirkliche lebenslang, das haben die Angehörigen der Opfer.“ Für diese Podcast-Episode haben wir uns im Sommer 2026 in der Wohnung von Uwe Madel in Berlin-Weißensee getroffen und über sein Leben gesprochen; aber natürlich auch – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod. Mit Anfang 20 schon hat Uwe seine Mutter verloren, die damals gerademal Anfang 50 war. „Ich habe bis heute damit zu tun und bin mit meiner Mutter quasi im Dialog. Sehr gern hätte ich gehabt, dass sie meine Entwicklung miterlebt und ihre Enkelinnen kennenlernt.“ Sein Vater – zuletzt ein Pflegefall – ist vor drei Jahren gestorben. Uwe hat ihn begleitet und musste am Ende hart kämpfen, den letzten Willen seines Vaters durchzusetzen, sterben zu dürfen. „Er wollte nicht mehr leben, was aber die Patientenverfügung nicht abgedeckt hat.“ erklärt Uwe Madel und appelliert: „Überlegt genau, was ihr wo und wie festlegt.“ Eine Möglichkeit hierzulande ist das selbstbestimmte Sterben mit Hilfe der „Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben“. Dort hatte Uwe seinen Vater auch angemeldet hatte, aber …? Dazu mehr in dieser „Schwarz hören“-Episode. „Die Chance zu haben, selbst zu entscheiden, gehen zu wollen, ist ein Traum.“ resümiert Uwe. Aber vielleicht ist dann doch der Lebensmut noch größer? „Das wahrnehmen zu können, ist die große Kunst.“ Für sich will er eine Seebestattung, woraufhin Uwe Madel dann – wie er sich vorstellt – mit der Host Petra Schwarz „… unter Wasser tanzt“ … . Viel Spaß mit der 164. Episode von „Schwarz hören“ mit Uwe Madel.
23 Minuten
Sie ist – umgangssprachlich – „Knigge-Expertin“ und ganz offiziell „zertifizierte Trainerin für Business-Etikette“. Die studierte Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin kommt aus der Personal- und Führungskräfteentwicklung und räumt gleich zu Beginn des Gesprächs mit dem verbreiteten Irrtum auf, dass der „Knigge“ ein „Benimm-Ratgeber“ ist. Vielmehr hat der deutsche Schriftsteller und Aufklärer Adolph Knigge 1788 eine eher soziologisch ausgerichtete Schrift „Über den Umgang mit Menschen“ geschrieben. „Knigge ging es um die soziale Interaktion.“ betont Julia Rath und ergänzt, dass es auch heutzutage darum geht, wertschätzend(er) und rücksichtsvoll(er) miteinander umzugehen. „Die angeblich verstaubten Themen Manieren und Etikette sind wieder im Kommen.“ Und dafür sollte man seine Wirkung (besser) kennen – immer auch ein Schwerpunkt der Host Petra Schwarz, wenn sie Unternehmer und Führungskräfte in Sachen „Charisma“ coacht. Julia Rath hat zeitweise in Südkorea und Spanien gelebt und als Expertin also auch Erfahrungen im Ausland gesammelt. Hierzulande, so gibt sie es als Coach weiter, sollten wir lernen, mit anderen Kulturen und Mentalitäten angemessen (nicht: richtig oder falsch!) umzugehen. Am besten „situationselastisch“ - geht es im Miteinander doch immer um die vier Aspekte: Adressat, Anlass, Kontext und die eigene Rolle. Julia Rath, die mit ihrer Familie in Stuttgart lebt, ist Mitte 40 und hat tatsächlich bereits jetzt mit dem Tod zu tun. Inwiefern? Das erklärt sie in dieser Podcast-Episode und kann sich die „Rede meines Lebens“ – mit einem gewissen Fokus – vorstellen. Hier nur soviel: „Ich finde das eine ganz tolle Übung, um sich darüber Klarheit zu verschaffen, was man will, solange man lebt.“ Smalltalk, Jugendsprache und Duzen oder Siezen sind weitere „heiße Eisen“, die die beiden Kommunikationsexpertinnen in dieser Episode von „Schwarz hören“ besprechen. Viel Spaß beim Hören.
26 Minuten
Tatsächlich wird sein Name so außergewöhnlich geschrieben, was mit Alexander g. Schäfers Verehrung für Bertolt Brecht und seiner Affinität zum Theater zu tun hat. Und diese wiederum ist auch von seinem Vater, dem Schauspieler Gerd E. Schäfer, und seinem „Lehrer“, dem genialen Opernregisseur Prof. Erhard Fischer (Staatsoper Unter den Linden) geprägt. Alexander g. Schäfer wurde 1965 in Ost-Berlin geboren und wuchs dort auch auf. Erste Theaterengagements als Bühnendarsteller hatte Schäfer am Hebbel-Theater Berlin, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und an der Comödie Dresden. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands ist Schäfer als freischaffender Künstler tätig. Als Schauspieler agiert er in Filmen, Fernsehserien, in Kabarett-Theatern und als Regisseur inszeniert er Theaterstücke, Musicals, Varieté-Shows sowie Kabarett-Programme. Darüber hinaus ist er als Drehbuchautor tätig. Persönlich kennengelernt habe ich Alexander g. Schäfer im Sommer 2025 als „Maxe Baumann“ (Hauptrolle und Regisseur) in der Bühnen-Version des „Kult-Schwanks des DDR-Fernsehens“ in der Spargelstadt Beelitz. Auf Teil 1 „Ferien ohne Ende“ u.a. mit Dagmar Gelbke und Bürger Lars Dietrich folgt im Sommer 2026 Teil 2 „Keine Ferien für Max“ (Premiere: 23.7.2026). Die Kostüme für beide Teile hat übrigens sein 6 Jahre jüngerer Bruder, der Kult-Friseur Frank Schäfer, kreiert – über den wir in dieser Podcast-Episode auch sprechen. Ich habe Alexander g. Schäfer in seiner Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg besucht und wir haben über sein Leben gesprochen; u.a. darüber, wie es war, als Schäfer als Kabarettist für die Bundeswehr in Afghanistan auftrat. Und – wie es ich für „Schwarz hören“ gehört – geht es auch um den Tod. „Wir leben alle nicht ewig. Plötzlich und unerwartet kommt der Tod ab einem gewissen Alter nicht.“ betont Alexander und erzählt von seinem Vater, Gerd E. Schäfer, der Alzheimer hatte und 2001 verstarb. Seine Mutter ist im März 2025 mit 91 Jahren gestorben und bei beiden gab es keine Trauerfeier. Warum nicht? Das erklärt er im Gespräch und auch, dass die „Rede meines Lebens“ für ihn nicht relevant ist. Ganz klar ist ihm: „Wenn es los geht, ist Sense.“ Viel Spaß mit der 162. Episode von „Schwarz hören“ mit Alexander g. Schäfer.
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Über diesen Podcast

"Schwarz hören" - Gespräche über Leben und Tod mit (mehr oder weniger) Prominenten. Warum? Der Podcast gibt Anregungen, über das eigene Leben nachzudenken und für den eigenen Abschied "vorzubauen". Vielleicht ja sogar die eigene Abschieds-/Trauerrede selbst zu schreiben und aufzunehmen. So kann man bei der eigenen Feier noch lebendig dabei sein. Wichtig: Lebendig schreiben und lebendig reden ist keine Zauberei. Siehe auch: https:/lebendig-reden.de/rede-meines-lebens/
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„Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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