Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jürgen Karney über Leben und Tod

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jürgen Karney über Leben und Tod

vor 2 Tagen
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Irgendwie scheint er immer „Auf Sendung!“ (Autobiografie im Bild
und Heimat Verlag) zu sein – der 1954 in Berlin geborene gelernte
Nachrichtentechniker. Als solcher war er aber nie tätig, da sich
schnell herausstellte, dass er beim Fernsehen nicht in der Technik,
sondern vor der Kamera brillieren wollte. Mit der TV-Show „Bong“,
einer „Hitparade der Popmusik“, durch die auch die heutige „Bauer
sucht Frau“-Moderatorin Inka Bause als Sängerin bekannt wurde,
erlangte er in der ersten Hälfte der 80er Jahre höchste
Popularität. Schon in seiner Schulzeit hatte er – wie man heute
sagt – aufgelegt und war später, wie das zu DDR-Zeiten hieß,
„Schallplattenunterhalter“ mit „Pappe“. Was es damit auf sich hat,
wird im Podcast erklärt, zumal es wieder eine ganz persönliche
Geschichte zwischen dem Gast und der Host gibt. Soviel hier schon:
Jürgen Karney saß in der Einstufungskommission, die darüber
entschieden hat, ob die „Schwarz hören“-Gastgeberin eine „Pappe“
als Moderatorin bekommt … Jürgen Karney hat in den 80er Jahren – so
wie Petra Schwarz auch – beim Berliner Rundfunk, einer der
Radio-Wellen der DDR gearbeitet und betont: „Schon lange vorher,
als Kind, hatte ich ein Faible fürs Radio.“ Die „wahre Geschichte“,
wie der frühere DDR-Sender nach Mauerfall durch Karneys Aktivität
zum Privatsender „Berliner Rundfunk 91.4“ wurde, wo er jahrelang
die Morning-Show moderierte und Programmdirektor war, erzählt er in
dieser Podcast-Folge. „Ich musste lernen, zu delegieren und die
Fresse zu halten, wenn Andere Recht hatten.“ Seine bisher letzte
Radio-Station war „R.SA“ in Sachsen, wo er – zusammen mit Wolfgang
Lippert – auch in Corona-Zeiten Radio machte. Anfang 2026 haben wir
uns in Berlin-Köpenick – in einem Haus, wo regelmäßig DDR-Rocker
zusammenkommen – getroffen und passend zum „Thema“
Schallplattenunterhalter“ stehen wir für das Foto an einer
Schallplatten-Bar . Natürlich haben wir übers Leben von Jürgen
Karney gesprochen. Länger schon macht Jürgen alles, worauf er
gerade Lust hat. Und da er immer aufs Wasser wollte, macht er das
jetzt so oft es geht. Seit ungefähr 15 Jahren ist Karney Skipper,
segelt um die Welt und bringt es anderen bei. Wie es sich für
„Schwarz hören“ gehört, war aber natürlich auch der Tod Thema des
Gesprächs. Karney sagt: „Ich weiß, dass er kommt und deswegen macht
mich das nicht fertig.“ Und ergänzt: „Mein Bestreben ist es, die
Zeit davor, so gesund und so stressfrei wie möglich zu gestalten.
Und da hat man viel selber in der Hand.“ Selbstbestimmtes Sterben
kann er sich vorstellen, wenn es im eigenen Leben absehbar
schlimmer wird. Aber – so Karney: “Ich schiebe den Gedanken
natürlich vor mir her.“ Passend zum Thema „Klassentreffen der
Ostmusik“, das wir in der letzten Episode von „Schwarz hören“ mit
Tobias Künzel beleuchtet haben, nun u.a. das Thema „Radio im Osten“
und also viel Spaß mit der Episode 160 von „Schwarz hören“ mit
Jürgen Karney.
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