EGL095 Triebe, Libido, Sozialenergie: Entsteht psychische Energie in Beziehungen und Gruppen?
"Sexualität bestimmt nicht das ganze Leben [...], weshalb ich den
Begriff der Triebenergie durch den Begriff der Sozialenergie
ersetzt habe." - Günther Ammon, 1982
59 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
In dieser Folge zeichnet Micz die Wandlung der "psychischen
Energie" von einem intrapsychischen Phänomen zu interpersonellen
und gruppenbezogenen Prozessen nach. Was treibt Menschen innerlich
und gesellschaftlich an? Die Antwort darauf hat sich im Laufe von
mehr als hundert Jahren verändert. Ausgangspunkt ist Sigmund Freuds
Libidotheorie: zunächst als sexuelle Triebenergie gedacht, später
erweitert zu einer allgemeinen psychischen Energie und schließlich
im zweiten topischen Modell mit Ich, Es und Über-Ich neu verortet,
auch im Dialog mit der Ich-Psychologie um Heinz Hartmann. Doch es
bleiben Fragen offen. Der Psychiater und Psychoanalytiker Günter
Ammon zieht daraus eine radikale Konsequenz und ersetzt die
Triebtheorie als Motor der Psyche durch das Konzept der
Sozialenergie: psychische Energie entsteht nicht primär aus inneren
Trieben, sondern aus Beziehungen, Gruppen und sozialer
Auseinandersetzung. Hartmut Rosa schließlich denkt Soziale Energie
von der Gesellschaft her und beschreibt sie als kollektive,
zirkulierende Kraft, die in Resonanz, Engagement und gemeinsamem
Tun entsteht. Die Episode verbindet diese drei Denkbewegungen
historisch und inhaltlich und versucht zu zeigen, wie sich der
Blick vom inneren Trieb über die soziale Beziehung bis zur
gesellschaftlichen Resonanz verschoben hat.
Energie" von einem intrapsychischen Phänomen zu interpersonellen
und gruppenbezogenen Prozessen nach. Was treibt Menschen innerlich
und gesellschaftlich an? Die Antwort darauf hat sich im Laufe von
mehr als hundert Jahren verändert. Ausgangspunkt ist Sigmund Freuds
Libidotheorie: zunächst als sexuelle Triebenergie gedacht, später
erweitert zu einer allgemeinen psychischen Energie und schließlich
im zweiten topischen Modell mit Ich, Es und Über-Ich neu verortet,
auch im Dialog mit der Ich-Psychologie um Heinz Hartmann. Doch es
bleiben Fragen offen. Der Psychiater und Psychoanalytiker Günter
Ammon zieht daraus eine radikale Konsequenz und ersetzt die
Triebtheorie als Motor der Psyche durch das Konzept der
Sozialenergie: psychische Energie entsteht nicht primär aus inneren
Trieben, sondern aus Beziehungen, Gruppen und sozialer
Auseinandersetzung. Hartmut Rosa schließlich denkt Soziale Energie
von der Gesellschaft her und beschreibt sie als kollektive,
zirkulierende Kraft, die in Resonanz, Engagement und gemeinsamem
Tun entsteht. Die Episode verbindet diese drei Denkbewegungen
historisch und inhaltlich und versucht zu zeigen, wie sich der
Blick vom inneren Trieb über die soziale Beziehung bis zur
gesellschaftlichen Resonanz verschoben hat.
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