#153 mit Thomas Dempewolf, Head of Creation bei Tchibo

#153 mit Thomas Dempewolf, Head of Creation bei Tchibo

vor 11 Monaten

Beschreibung

vor 11 Monaten
„Viele gute Kreative, die ich kenne, sind nicht mehr in der
Werbung. Nicht, weil sie schlecht waren – sondern weil das System
sie ausgespuckt hat.“ In dieser Folge von #WhatsNextAgencies
spricht Kim Alexandra Notz mit Thomas Dempewolf, ehemaliger
Kreativ-Geschäftsführer bei Scholz & Friends Hamburg, heute
Head of Creation bei Tchibo – über das große Potenzial derjenigen,
die nicht in jedes System passen und genau deshalb etwas bewegen
können. Ein Gespräch über das Gefühl, ein Misfit zu sein: nicht aus
Mangel an Talent, sondern weil man sich nicht stromlinienförmig
einfügt. Es geht um das leise Ausbrennen in starren Systemen, um
übergroße Egos, die Kreativität ersticken – und um eine Branche,
die Konformität belohnt, wo eigentlich Charakter gefragt wäre.
Thomas erzählt von seiner Zeit bei Scholz & Friends – und
davon, wie er mit seinem Team dort eine radikal neue Struktur
schuf: flach, holokratisch, auf Augenhöhe. Verantwortung wurde
nicht nach Titeln verteilt, sondern nach Können – und das hat
funktioniert. Weil Vertrauen den Takt vorgab. Nicht Kontrolle.
Heute, auf Unternehmensseite, erlebt Thomas, wie Kultur tatsächlich
gestaltet werden kann – und was entsteht, wenn Agenturen und
interne Teams nicht gegeneinander arbeiten, sondern miteinander.
Was bleibt, ist ein Plädoyer für eine andere Art von Führung:
weniger Schablone, mehr Sensibilität. Weniger Bewertung, mehr
Entwicklung. Und vor allem: mehr Mut, Menschen zu halten, die nicht
sofort ins System passen. Denn, so Thomas: Vielfalt beginnt nicht
mit dem Fragebogen – sondern mit der Bereitschaft, Reibung
auszuhalten.
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