What's Next, Agencies? Archiv
211 Episoden
50 Minuten
Thema: Menschen besser verstehen „Wir versuchen, aus jeder Idee das Risiko herauszunehmen, und erwarten trotzdem, dass am Ende etwas Neues entsteht. Das widerspricht sich.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Anna Gerhards, Anna Lisa Lappenküper und Kim Dammann, den Gründerinnen von SIE³, darüber, warum die Werbebranche wieder lernen muss, den Menschen wirklich zuzuhören. Mit ihrem Anfang 2026 gegründeten Insight-, Strategie- und Kreativstudio setzen die drei bewusst auf einen Ansatz, der über Daten, KPIs und KI-generierte Erkenntnisse hinausgeht. Sie beschreiben, warum persönliche Annahmen häufig mit echtem Zielgruppenverständnis verwechselt werden und weshalb gute Strategie nicht mit einer fertigen Antwort, sondern mit den richtigen Fragen beginnt. Mit ihrer ersten Studie „Deeply Human“ zeigen die Gründerinnen, wie widersprüchlich menschliche Bedürfnisse und Emotionen tatsächlich sind. Menschen können ihre Gefühle heute zwar besser benennen, wissen aber nicht unbedingt, wie sie damit umgehen sollen. Und wer sich einsam fühlt, braucht nicht zwangsläufig mehr Kontakte, sondern vor allem das Gefühl, gehört und verstanden zu werden. Für Marken bedeutet das, vermeintlich eindeutige Insights stärker zu hinterfragen und sich von vereinfachten Zielgruppenbildern zu lösen. Im Gespräch geht es deshalb auch darum, warum die Orientierung an Best Cases und der Wunsch nach maximaler Absicherung häufig genau die Originalität verhindern, die erfolgreiche Kommunikation braucht. Die drei sprechen außerdem darüber, welche Rolle KI künftig in der Strategiearbeit spielen kann und wo ihre Grenzen liegen. Während bestehende Informationen immer schneller ausgewertet und kombiniert werden können, entstehen neue Perspektiven aus ihrer Sicht vor allem im direkten Austausch mit Menschen. Damit rückt auch der Wert strategischer Arbeit wieder in den Fokus: Statt möglichst schnell Maßnahmen, Kanäle und Formate festzulegen, müssen Agenturen und Unternehmen bereit sein, mehr Zeit in echtes Verständnis zu investieren. Denn relevante Kommunikation entsteht nicht allein durch mehr Daten oder mehr Content, sondern durch die Fähigkeit, die richtigen Erkenntnisse daraus zu gewinnen.
44 Minuten
Thema: Die Zukunft der Sounding Agentur „Du hältst ein Stück der Seele eines Menschen in den Händen, wenn er dir seine Musik anvertraut. Damit muss man sehr sorgfältig umgehen. Und genau das gerät heute zunehmend in den Hintergrund.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Hans Landwehr, Gründer von TRO und Sonica, darüber, wie sich das Geschäft von Soundagenturen verändert, wenn Musik, Stimmen und Produktion durch neue Technologien immer leichter verfügbar werden. Hans beschreibt, warum Sonic Branding heute weit über das klassische Soundlogo hinausgeht und Marken über immer mehr Touchpoints hinweg einen konsistenten Klang brauchen. Gleichzeitig steigt aus seiner Sicht der Anspruch an kreative Exzellenz: Gerade wenn Technologie Mittelmaß einfacher verfügbar macht, gewinnt die Qualität des eigentlichen Werks an Bedeutung. Am Beispiel von TRO zeigt sich, wie sich damit auch die Wertschöpfung verschiebt. Studioleistungen werden teilweise weniger gefragt, während Beratung, Markenverständnis und technologische Lösungen wichtiger werden. Mit Sonica hat Hans deshalb eine Plattform mit aufgebaut, über die Marken Sound, Voice und Musik effizienter selbst steuern können. TRO liefert dabei weiterhin die kreative und strategische Grundlage, während Technologie Prozesse skalierbarer und im Alltag leichter nutzbar macht. Ein zentraler Punkt ist dabei die Rechtssicherheit. Gerade bei synthetischen Stimmen, Musik und internationalen Anwendungen müssen Nutzungsrechte und Freigaben von Anfang an mitgedacht werden. Hans beschreibt, warum Technologie Marken zwar mehr Freiheit in der Umsetzung geben kann, diese Freiheit aber klare Regeln braucht. Die Zukunft der Soundagentur liegt für ihn deshalb nicht in der Entscheidung zwischen Kreation oder Technologie, sondern in einem Modell, das beides sinnvoll verbindet.
52 Minuten
Thema: Muss sich Führung überflüssig machen? „Ich bin sehr fluide in meiner Rolle und gehe immer dahin, wo ich von der Organisation gebraucht werde.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Katrin Kolossa, Gründerin von Sapera Studios, über ein Führungsverständnis, das mit einem gängigen Ideal bricht: Gute Geschäftsführung bedeutet für sie nicht mehr, sich möglichst weit aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Katrin beschreibt, warum gerade die Nähe zu Kunden, Projekten und internen Abläufen ihr heute hilft, Veränderungen schneller zu erkennen, bessere Entscheidungen zu treffen und die Organisation gezielter weiterzuentwickeln. Im Gespräch geht es deshalb auch um die Frage, wo Führung heute den größten Hebel hat. Für Katrin liegt er nicht darin, sich aus allem herauszuhalten, sondern dort präsent zu sein, wo Orientierung, Priorisierung und schnelle Entscheidungen gefragt sind. Entscheidend ist dabei die Balance: nah genug, um Probleme früh zu erkennen und Entwicklungen zu treiben, aber ohne ins Micromanagement zu rutschen. Führung wird damit für sie stärker zu einer Rolle, die Richtung gibt, Strukturen verbessert und das Team befähigt, wirksamer zu arbeiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei KI. Sie verkürzt für Katrin die Strecke zwischen Problem und Lösung erheblich, weil Wissen schneller zusammengeführt, Muster erkannt und daraus neue Prozesse oder Tools entwickelt werden können. Genau darin sieht sie auch eine neue Chance für Führung: näher an der tatsächlichen Arbeit zu sein und gleichzeitig schneller strukturelle Verbesserungen für die gesamte Organisation anzustoßen.
53 Minuten
Thema: Das neue Unterhaltungsgeschäft „Es ist wichtig, wie ein Creator zu arbeiten, nämlich in Iterationen.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Matthias Funk und Peter Rathmayr, Gründer von Channel Two, darüber, warum YouTube im Marketing-Mix zunehmend an Bedeutung gewinnt und weshalb Marken die Plattform nach anderen Regeln bespielen müssen als klassische Werbekanäle. Denn wer auf YouTube nachhaltig wachsen will, muss sich stärker wie ein Creator verhalten: relevante Themen besetzen, authentische Formate entwickeln und eine langfristige Beziehung zur eigenen Audience aufbauen. Matthias und Peter erklären, warum erfolgreiche YouTube-Strategien dabei deutlich datengetriebener sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Statt sich vor allem an Views oder Subscriber-Zahlen zu orientieren, rücken Kennzahlen wie Klickrate und durchschnittliche Wiedergabedauer in den Fokus. Entscheidend ist, zu verstehen, welche Themen und Formate eine Zielgruppe wirklich interessieren, erfolgreiche Mechaniken innerhalb eines Themenfelds zu identifizieren und den eigenen Content kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch Branded Entertainment funktioniert aus ihrer Sicht deshalb nicht als kurzfristiger Kampagnenbaustein, sondern braucht Konsistenz und einen langen Atem. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich Unternehmen von einer werbegetriebenen Organisation stärker zu einer Content-Organisation entwickeln können und welche Rolle Agenturen dabei spielen. Matthias und Peter zeigen, warum dafür nicht nur kreative Ideen, sondern auch neue Prozesse, Kompetenzen und ein anderes Verständnis von Erfolg notwendig sind und weshalb YouTube für Marken langfristig weit mehr sein kann als ein Ablageort für vorhandenen Video-Content.
53 Minuten
Thema: Wie denkt man Marke und Technologie zusammen? „Der Anspruch war von Anfang an, Technologie zu nutzen, um Dinge besser zu machen – nicht um Bestehendes 1:1 durch synthetische Inhalte zu ersetzen.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Ivana Radovanovic und Philipp York Martin, Gründer von 12ft.studio, darüber, wie Markenführung und Technologie im Zeitalter von KI zusammengedacht werden müssen und warum die beste Lösung nicht zwangsläufig diejenige mit der meisten KI ist. Nach mehr als 15 Jahren in Markenstrategie und Branding und dem gemeinsamen Aufbau der Innovation- und AI-Unit bei Mutabor haben sie mit 12ft.studio ein netzwerkbasiertes Modell gegründet, das Marken- und Technologiekompetenz bewusst verbindet. Im Gespräch geht es darum, warum Ivana und Philipp vor einer reinen Effizienzlogik warnen, bei der bestehende Arbeit lediglich durch synthetische Inhalte ersetzt wird. Stattdessen plädieren sie dafür, Technologie dort einzusetzen, wo sie Arbeit tatsächlich besser macht, und genau zu prüfen, welcher Einsatz zur Identität und zu den Werten einer Marke passt. Gleichzeitig kann KI Recherche, Analysen oder repetitive Prozesse beschleunigen und so mehr Raum für Gespräche, kreative Arbeit und menschlichen Austausch schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie Unternehmen und Agenturen mit der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung umgehen können. Mit ihrer AI-Academy setzen Ivana und Philipp weniger auf klassische Tool-Schulungen als auf konkrete Use Cases und Hackathons, in denen Teams reale Probleme gemeinsam lösen. Denn statt jedem neuen Tool hinterherzulaufen, braucht Innovation aus ihrer Sicht vor allem Struktur, kontinuierliches Lernen und die Fähigkeit, Wissen im Unternehmen verfügbar zu machen.
54 Minuten
Thema: Next-Gen Videoproduktion „Ich muss nicht schneller produzieren, sondern ich muss die Architektur, wie ich Entscheidungen treffe, anders bauen.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Philipp Haeberlin-Collet, Executive Producer und Co-Founder von fount.space und Scretch, darüber, wie sich Produktion neu denken lässt, und warum es dabei längst nicht mehr nur darum geht, Projekte schneller oder günstiger umzusetzen. Mit fount.space wollten Philipp und sein Co-Founder ursprünglich eine Plattform schaffen, die neues Produktionstalent mit Agenturen und Unternehmen zusammenbringt. Aus dem Talent-Matching entwickelte sich jedoch ein anderes Modell: Heute verbindet fount.space Produktionskompetenz mit Organisationsentwicklung und hilft Teams dabei, Strukturen zu schaffen, in denen Entscheidungen schneller getroffen und neue Talente sinnvoll integriert werden können. Denn für Philipp liegt einer der größten Hebel moderner Produktion nicht in der Ausführung selbst, sondern in der Art, wie Agenturen, Kunden, Produktion und Talente miteinander arbeiten. Im Gespräch geht es deshalb auch darum, was Agenturen von diesem Ansatz lernen können. Philipp plädiert dafür, Producing deutlich früher in kreative und strategische Prozesse einzubinden und die Rolle aus der reinen Umsetzung zu lösen. Gerade in einer Produktionswelt, in der Plattformen, Formate und KI die Anforderungen permanent verändern, werden Menschen wichtiger, die neue Talente erkennen, unterschiedliche Skills zusammenbringen und Verantwortung für die Machbarkeit übernehmen. Produktion wird damit vom letzten Glied im Prozess zunehmend zum strategischen Interface nach außen. Zum Schluss richtet sich der Blick auf Scretch, das Philipp gemeinsam mit Channel 2 gegründet hat. Hier trifft Produktionskompetenz auf tiefes YouTube-Know-how mit dem Ziel, Kanalwachstum nicht über einzelne Kampagnen oder möglichst viel Content zu erzeugen, sondern langfristig und planbar aufzubauen. Auch dahinter steckt die gleiche Idee: Produktion nicht vom Output aus zu denken, sondern vom Ziel und Prozesse, Talente und Inhalte konsequent danach auszurichten.
48 Minuten
Thema:Die neue Logik des Creator Commerce Warum Brands beim Creator Marketing zwischen Kontrolle und Performance wählen müssen „Wenn du wirklich auf Performance gehen willst, dann musst du den Creatorn kreative Freiheit geben.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Niklas Schwake, Co-CEO von Metapic, darüber, warum Marken im Creator Marketing immer wieder zwischen Kontrolle und Performance abwägen müssen – und weshalb mehr kreative Freiheit häufig die besseren Ergebnisse liefert. Niklas bringt dabei eine konsequent datengetriebene Perspektive mit. Metapic kommt ursprünglich aus dem Affiliate-Geschäft und hat sich über mehrere Umwege von einer Fitness-App zur Full-Funnel-Creator-Commerce-Plattform entwickelt. Heute zeigt sich für ihn: Wer Creator zu stark über Brand Guidelines, Posting-Zeitpunkte oder konkrete Inhalte steuert, schränkt genau das ein, was ihre Stärke ausmacht – das Wissen darüber, was in der eigenen Community funktioniert. Gleichzeitig kann Performance allein nicht der Maßstab sein. Ohne Markenaufbau und Storytelling wird Abverkauf auf Dauer teuer, weshalb Brand und Performance für Niklas immer stärker zusammengedacht werden müssen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Daten und KI. Metapic analysiert die Performance von Millionen Content Pieces und kann daraus ableiten, welche Creator, Produkte oder Inhalte mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionieren. Doch auch Daten können Erfolg nicht vollständig vorhersagen. Algorithmen verändern sich, Communities reagieren unterschiedlich und selbst ein Top-Performer kann bei einer anderen Marke plötzlich nicht funktionieren. Creator Commerce braucht deshalb vor allem Zeit zum Testen, Lernen und Iterieren. Im Gespräch geht es außerdem um die Zukunft von Agenturen und Talenten. Niklas ist überzeugt, dass reine Vermittlung und intransparente Fixpreis-Modelle zunehmend unter Druck geraten. Chancen sieht er dagegen dort, wo Agenturen Creator langfristig aufbauen und dabei unterstützen, sich von Reichweitenlieferanten zu Medienunternehmern mit eigenen Produkten und Formaten weiterzuentwickeln.
1 Stunde 3 Minuten
Thema: Wie wird aus Hype Business? „Hype entsteht nicht durch maximale Reichweite, sondern durch eine kleine Gruppe, die sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt und es weiterträgt.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Verena Sudarić-Hefner und Philipp Zwez, Co-Founder von PIERCE, darüber, wie aus kurzfristigem Hype langfristiger Wert für Marken entstehen kann. Verena und Philipp bringen dabei ihre langjährige Erfahrung aus dem Entertainment-Business ein. Aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Universal Music haben sie vor allem eines mitgenommen: Marken konkurrieren heute nicht mehr nur mit anderen Marken um Aufmerksamkeit, sondern mit Creatorn, Musik, Gaming und Entertainment. Statt möglichst schnell maximale Reichweite zu erzeugen, setzen sie deshalb auf Mechaniken, die zunächst Superfans aktivieren und sich von dort aus selbst verstärken können. Hype ist für sie dabei kein Ziel an sich, sondern im besten Fall der Ausgangspunkt für nachhaltiges Markenkapital. Im Gespräch geht es außerdem darum, was echte Kollaboration von einer klassischen Kooperation unterscheidet. Marken müssen einen glaubwürdigen Mehrwert für eine Community schaffen und bereit sein, Kontrolle abzugeben. Nur so können gemeinsam mit kulturellen Partnern Ideen entstehen, die Menschen freiwillig sehen, teilen und weiterentwickeln wollen. Entscheidend ist dabei eine klare Rolle der Marke, die auch über einzelne Hypes hinaus Bestand hat. Auch das Agenturmodell von PIERCE folgt diesem Gedanken der Kollaboration. Statt Größe zum Selbstzweck zu machen, halten Verena und Philipp ihr Kernteam bewusst klein und stellen je nach Idee die passenden Expertinnen und Experten zusammen. Strategie, Kreation, Projektführung und Partnerships bleiben im Kern, weitere Kompetenzen kommen flexibel hinzu. Ein Modell, das zeigt, warum künftig nicht unbedingt die größte Agentur im Vorteil sein muss, sondern diejenige mit dem richtigen Netzwerk.
52 Minuten
Thema: Wo liegt die Zukunft der PR Agenturen? „Ich rede schon seit einem Jahr von einer Renaissance von PR.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Maximilian Ziche, Gründer und CEO von getpress, darüber, warum PR ausgerechnet im KI-Zeitalter wieder an Bedeutung gewinnen könnte und wie sich damit die Rolle von PR-Agenturen verändert. Maximilian beschreibt einen „Visibility Collapse“: Menschen suchen Informationen zunehmend über ChatGPT, Claude oder KI-basierte Suchsysteme statt über klassische Links. Für Marken wird es deshalb wichtiger, in glaubwürdigen und autoritativen Quellen stattzufinden, auf die diese Systeme zurückgreifen. Gleichzeitig wächst in einer Welt synthetischer Inhalte der Wert von Vertrauen und Reputation, beides lässt sich nicht innerhalb weniger Tage aufbauen oder kopieren. Im Gespräch geht es außerdem darum, was PR-Agenturen von Start-ups lernen können. Maximilian plädiert für mehr Geschwindigkeit, klare KPIs und ein stärkeres Commitment auf Ergebnisse. Mit KI verschiebt sich dabei auch die Wertschöpfung: Viele wiederkehrende Aufgaben lassen sich automatisieren oder deutlich verbessern, während strategisches Denken, menschliche Beziehungen und das Gespür für relevante Geschichten umso wichtiger werden. Damit stellt sich auch die Frage nach dem Geschäftsmodell der PR-Agentur der Zukunft. Maximilian gibt Einblicke, warum getpress sich zunehmend als „PR Company“ versteht und wie aus dem Zusammenspiel von Menschen, Daten und eigener Technologie ein Modell entstehen kann, bei dem nicht mehr eingesetzte Stunden, sondern Wirkung und tatsächlicher Kundennutzen im Mittelpunkt stehen.
54 Minuten
Thema: Das Geschäftsmodell der Zukunft „Der Wert kreativer Arbeit lag nie im Handwerk. Er lag schon immer in der Vorstellungskraft.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Johannes Plass, Co-Gründer und CEO von Mutabor, über eine Frage, die viele Agenturen derzeit beschäftigt: Wie sieht das Geschäftsmodell der Zukunft aus? Johannes beschreibt, warum KI die Wertschöpfung der Branche grundlegend verändert und weshalb kreative Agenturen ihre Rolle neu definieren müssen. Wenn Produktion und Umsetzung zunehmend automatisiert werden, entsteht der eigentliche Wert aus seiner Sicht nicht mehr im Handwerk, sondern in der Fähigkeit, Marken zu denken, Ideen zu entwickeln und Vorstellungskraft in wirksame Lösungen zu übersetzen. Im Gespräch geht es außerdem darum, warum klassische Tagessätze unter Druck geraten und wertbasierte Preismodelle an Bedeutung gewinnen könnten. Johannes plädiert dafür, kreative Arbeit stärker danach zu vergüten, welchen Beitrag sie zum Geschäft und zum Markenwert eines Kunden leistet. In diesem Zusammenhang bringt er auch Nutzungsrechte wieder ins Spiel: ein Vergütungsmodell, das den Wert einer Idee stärker an ihrer tatsächlichen Nutzung und Wirkung bemisst und aus seiner Sicht künftig wieder relevanter werden könnte. Gleichzeitig gibt er Einblicke, wie Mutabor KI in den Arbeitsalltag integriert und neue Prozesse direkt an realen Projekten erprobt. Auch die Zukunft inhabergeführter Agenturen steht im Fokus. Johannes beschreibt, warum der kleiner werdende Markt Agenturen dazu zwingt, neue Teile der Wertschöpfung zu erschließen und weshalb inhabergeführte Häuser dabei mit Nähe, Verlässlichkeit und unternehmerischer Freiheit punkten können.
50 Minuten
Thema: Kreativität jenseits der Schubladen "Ich finde dieses Labeling unfassbar nervig. In meiner gesamten Laufbahn habe ich wahrscheinlich schon jeden Titel gehabt, den ihr euch vorstellen könnt. Aber am Ende habe ich immer das Gleiche gemacht: Übersetzerin zwischen Communities und Marken.“ In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Annika "Shawty" Manick, Director Influencer & Creator Solutions bei We Are Social, über die Frage, was kreative Arbeit heute eigentlich ausmacht, wenn sie sich immer weniger in klassische Schubladen einordnen lässt. Shawty beschreibt, warum sie sich selbst vor allem als Übersetzerin zwischen Welten versteht. Zwischen Communities und Marken, zwischen kulturellen Räumen und kreativen Ideen. Für sie beginnt gute Kommunikation nicht beim Kanal, sondern bei der Idee und bei der Frage, welchen Platz eine Marke in einer Community überhaupt einnehmen darf. Cultural Marketing bedeutet deshalb nicht, kurzfristig Trends mitzunehmen, sondern Beziehungen aufzubauen und kulturelle Zusammenhänge wirklich zu verstehen. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich kreative Rollen verändern und warum starre Berufsbezeichnungen immer weniger weiterhelfen. Kreative Exzellenz entsteht aus Shawtys Sicht im Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven, aus gemeinsamen Impulsen und aus Menschen, die ihre eigenen Bubbles und Leidenschaften ins Team einbringen. Genau diese Vielfalt wird für Agenturen zunehmend zum Wettbewerbsvorteil. Zum Schluss richtet sich der Blick nach vorn. Es geht um die Zukunft von Creator Marketing, den Einfluss von KI und die Frage, welche Aufgaben sich automatisieren lassen und welche bewusst menschlich bleiben müssen. Denn gerade dort, wo Kreativität, Vertrauen und echte Beziehungen entstehen, sieht Shawty auch künftig den größten Wert kreativer Arbeit.
51 Minuten
Thema: Earned-First „Earned darf kein Anhängsel der Kampagne sein – es muss am Anfang mitgedacht werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Julia Reisch, Partner Brand Activation, und Christoph Schnabel, Head of Creative Strategy bei MSL, über den Wandel hin zu einem Earned-first-Mindset und darüber, warum Reichweite allein heute nicht mehr ausreicht, um Marken relevant zu machen. Julia und Christoph beschreiben, warum Earned Media längst mehr ist als klassische PR. Kommunikation entsteht heute in einem Ökosystem aus Communities, Creatorn, Kultur und Content. Deshalb müssen Earned-Perspektiven bereits zu Beginn der Kampagnenentwicklung einbezogen werden – nicht erst dann, wenn die Idee bereits steht. Im Gespräch geht es außerdem darum, welche Rolle Creator künftig spielen und warum sie immer häufiger schon in der Konzeptionsphase eingebunden werden. Co-Creation wird damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Kommunikation, die echte Resonanz erzeugen soll. Die beiden zeigen zudem auf, warum ihre Aufgabe immer weniger darin besteht, einzelne Maßnahmen umzusetzen, sondern immer stärker darin, unterschiedliche Disziplinen, Partner und Kanäle intelligent zu orchestrieren. Genau diese Fähigkeit wird aus ihrer Sicht künftig den Unterschied machen – und darüber entscheiden, wofür Agenturen bezahlt werden.
58 Minuten
Thema: Marketingstrukturen für das kulturelle Zeitalter „Culture-Marketing fühlt sich neu an. Aber eigentlich bündelt es nur endlich das, was vorher überall verteilt war.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Sebastian Kemmler, Co-Founder von Kemmler Kemmler, über die Frage, wie Marketingorganisationen aussehen müssen, wenn kulturelle Relevanz zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Sebastian beschreibt, warum das klassische Kampagnenmodell zunehmend an seine Grenzen stößt. Kultur entsteht heute nicht mehr in einzelnen Kanälen, sondern in Communities, Netzwerken und Plattformen. Deshalb reicht es aus seiner Sicht nicht mehr aus, PR, Creator-Marketing, Sponsoring oder Events getrennt voneinander zu steuern. Entscheidend wird ein neues Operating Model, das diese Disziplinen strategisch zusammenführt und kulturelle Relevanz systematisch aufbaut. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie globale Marken Kultur datenbasiert steuern und messbar machen können und warum Aufmerksamkeit allein künftig nicht mehr der entscheidende Erfolgsmaßstab sein wird. Sebastian zeigt, weshalb sich auch die Rolle von CMOs verändern muss: Statt Kampagnen zu verwalten, werden sie stärker zu Kuratoren, die interne Kompetenzen, kulturelle Entwicklungen und externe Partner miteinander verbinden.
51 Minuten
Thema: Wie wird Strategie wieder sichtbar? „Wir müssen aufhören, Strategie als Vorlauf für Kreation zu verstehen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Julia Jarosch, Head of Strategy bei Scholz & Friends Hamburg, über die Rolle von Strategie in der Agenturwelt. Julia beschreibt, warum Strategie noch immer häufig als Vorarbeit für Kreation verstanden wird, obwohl ihre eigentliche Aufgabe längst eine andere ist. Es geht nicht darum, Briefings abzuarbeiten, sondern Businessprobleme zu verstehen, Orientierung zu schaffen und die richtigen Fragen zu stellen. Gerade in einer immer komplexeren Marketingwelt wird strategisches Denken damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich das Strategie-Gewerk weiterentwickeln muss und welche Fähigkeiten Strateginnen und Strategen künftig brauchen. KI kann Analysen beschleunigen und neue Perspektiven eröffnen, ersetzt aber weder Urteilsvermögen noch Haltung oder die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in überzeugende Geschichten zu übersetzen. Deshalb spricht Julia auch darüber, wie Strategie-Nachwuchs heute ausgebildet werden sollte. Nicht nur mit Methoden und Tools, sondern vor allem durch Praxis, kritisches Hinterfragen und den Mut, eine eigene Perspektive zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbindung von Strategie und Culture. Julia erklärt, warum Cultural Marketing kein Spezialthema einzelner Units sein sollte, sondern von Beginn an Teil strategischer Markenführung sein muss. Denn wer Communities wirklich verstehen will, muss sich langfristig mit ihnen auseinandersetzen, statt sie nur punktuell für Kampagnen zu nutzen.
55 Minuten
Thema: Wo liegt die Zukunft der Mediaagenturen? "Auf der inhaltlichen Seite glaube ich, dass Dienstleistung im Agenturbereich sich vor allem auch dadurch auszeichnet, dass wir uns permanent weiterentwickeln. Das heißt auch, dass wir permanent den Druck haben, uns weiterzuentwickeln zu müssen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Kristian Meinken, CEO der pilot group, darüber, worin der künftige Wertbeitrag einer Mediaagentur liegt — und was es bedeutet, Kunden in einer fragmentierten, technologisch getriebenen Medienlandschaft wirklich zu beraten. Im Gespräch geht es darum, warum Mediaagenturen heute stärker als strategische Partner gefragt sind. Wirkung war schon immer das Ziel guter Mediaplanung, doch sie nachzuweisen und in konkrete Entscheidungen zu übersetzen, wird anspruchsvoller. Daten, Forschung und Analytics werden damit ebenso wichtig wie KI, die neue Möglichkeiten eröffnet, Planungshypothesen schneller und fundierter zu entwickeln. Auch die Rolle unabhängiger Agenturen steht im Fokus. Kristian beschreibt, warum unternehmerische Freiheit, langfristiges Denken und ein klarer Blick auf den Kundennutzen zu echten Wettbewerbsvorteilen werden können. Und warum sich Mediaagenturen weiterentwickeln müssen, ohne ihren Kern zu verlieren.