#136 mit Robert Andersen, Managing Creative Director bei Jung von Matt CREATORS

#136 mit Robert Andersen, Managing Creative Director bei Jung von Matt CREATORS

33 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr
„Die große Tech-Wette ist: dass Künstliche Intelligenz die letzte
menschliche Erfindung sein wird, und alle Erfindungen danach –
einschließlich ihrer Patente und Produktivitätserfolge – von der KI
selbst stammen.“ In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim
Alexandra Notz mit Robert Andersen, Managing Creative Director bei
Jung von Matt CREATORS, über die AI-Transformation und die Frage,
was Kreativität in Zukunft überhaupt bedeutet. Denn AI ist längst
mehr als ein Werkzeug, das Prozesse beschleunigt. Sie verändert,
wie Ideen entstehen. Agenturen stehen vor einer Entscheidung:
Nutzen sie AI nur zur Unterstützung – oder verschmelzen sie
Technologie mit Kreation, um völlig neue Ausdrucksformen zu
schaffen? Zwei Projekte von Jung von Matt CREATORS zeigen, was
passiert, wenn AI nicht nur mitläuft, sondern zum kreativen Motor
wird. Für Hyundai entwickelte das Team gemeinsam mit der Agentur
Neckar eine Kampagne, die klassische Werbung auf den Kopf stellte.
Statt Konsument*innen nur fertige Anzeigen zu präsentieren, gab
ihnen ein AI-Bildgenerator die Möglichkeit, selbst visuelle Welten
rund um das Auto zu erschaffen. Ob surreale Fantasielandschaften,
persönliche Traumreiseziele oder das eigene Auto virtuell vor der
Haustür – die Motive spiegelten die individuellen Vorstellungen der
Nutzer*innen wider. Werbung wurde so nicht mehr nur konsumiert,
sondern aktiv mitgestaltet. Ein weiteres Projekt ging anlässlich
des Weltfrauentags an den Start: der Mansplainer-Bot. Eine AI, die
mit Studien gefüttert wurde und in typisch gönnerhaftem Ton
Antworten formulierte – belehrend, selbstsicher und voller
überflüssiger Erklärungen. Eine satirische Antwort auf ein Problem,
das viele Frauen täglich erleben: ungefragte, herablassende
Ratschläge von Männern. Doch diese Experimente sind erst der
Anfang. Was passiert, wenn AI nicht nur Inhalte produziert, sondern
eigenständig Ideen weiterdenkt? Wird Kreation zum hybriden Prozess
zwischen Mensch und Maschine? Die Branche steht vor einer
Entscheidung: Mitziehen oder abgehängt werden. Robert plädiert für
ein radikales Umdenken. Die wahre Revolution ist nicht, dass AI
Arbeit schneller macht – sondern dass sie völlig neue Spielfelder
schafft. Die Frage ist: Wer traut sich, darauf zu spielen?

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