#26 Profi-Triathlon und Elite-Uni – Interview mit Sophia Saller
Sophia Saller war Profi-Triathletin und beendete Anfang 2020 mit 25
Jahren ihre Karriere. Sie spricht mit uns über ihr Leben als
Mathe-Studentin an der Oxford-University und ihre Zeit als
Profi-Triathletin.
1 Stunde 20 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 5 Jahren
Podcast-Folge #26 Profi-Triathlon und Elite-Uni – Interview
mit Sophia Saller
Sophia Saller ist ehemalige Profi-Triathletin, hat in
Oxford studiert und ist mittlerweile promovierte Mathematikerin –
mit gerade einmal 26 Jahren. Anfang des Jahres 2020 hat sie ihre
Triathlon-Karriere als beendet erklärt und arbeitet jetzt als
Researcherin und Forschungsbereichsmanagerin am Deutschen
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.
Im Podcast-Interview erzählt uns die gebürtige Münchnerin,
warum sie ihre Karriere beendet hat und wie sie ein Studium an
einer der besten Universitäten der Welt und Profi-Sport unter
einen Hut gebracht hat.
Wenn wir an England denken, denken wir an die Queen, Tee
und viel Regen. Sophia, die über 10 Jahre dort gelebt hat,
spricht mit uns über Unterschiede zwischen England und
Deutschland und warum Radfahren im Straßenverkehr in England
deutlich entspannter ist als hier. Und wir reden über Brot und
was sie vor einem Wettkampf gerne gegessen hat.
Mit 14 Jahren zog sie nach England, mit 16 Jahren kam sie
bereits zum Triathlon, mit 17 legte sie ihr Abitur mit der
Traumnote 1,0 ab und begann daraufhin ihr Mathematikstudium an
der Oxford University. Bevor sie mit Triathlon begann, ist sie
lange Zeit geschwommen. Sophia kommt aus einer sehr sportlichen
Familie – ihre Mutter war Deutsche Meisterin im Marathon. Mit uns
spricht sie über ihre ersten Schritte im Triathlon, wie alles mit
"Swim and Run" begann und was ihr erster richtiger Triathlon
war.
Falls du auch zu den Angsthasen auf dem Rennrad gehörst,
solltest du dir auf jeden Falls Sophias Geschichte anhören. Sie
erzählt uns, was ihr dabei geholfen hat, mehr Vertrauen zum Rad
aufzubauen. Von Sophias Erfahrungen können wir alle profitieren
und sie gibt uns gute Tipps für den Radeinstieg mit auf den
Weg.
"Jedes mal, wenn ich stehen geblieben bin, bin ich
erst mal auf die falsche Seite gefallen und auf der Straße liegen
geblieben."
Wir sprechen mit ihr darüber, wie man ein Mathestudium und
eine Profi-Triathlon-Karriere unter einen Hut bekommt und welche
wichtige Rolle dabei ihre Uni in England gespielt hat. Sie nimmt
uns mit auf eine kleine Zeitreise und berichtet uns von ihrem
Sport-Uni-Alltag. Achtung Spoiler: Training und Vorlesungen
spielen auf jeden Fall eine essenzielle Rolle.
"Ich war nie so oft feiern wie viele andere in
Oxford. Ich hab auch nicht so viel geschlafen, wie ich vielleicht
hätte sollen als Sportler."
Nach der Erfolgswelle kam die Pechsträhne
Mit einem Tritt in den Kiefer beim Schwimmen begann die
Pechsträhne von Sophia. Trotz höllischer Schmerzen blieb diese
Verletzung lange Zeit unentdeckt und war der Auslöser für viele
Folgeverletzungen.
"Mein Unterkiefer war wirklich ein bis zwei
Zentimeter nach links verschoben."
Neben einem Ermüdungsbruch, der sie zu einer Pause zwang,
kam 2017 auch noch ein Radsturz dazu, bei dem sie sich ein
Knochenödem im Schienbeinkopf zuzog. Bis 2019 kam Sophia von
einer Verletzung in die nächste, obwohl sie immer noch das große
Ziel Olympia 2020 hatte.
Neben körperlichen Problemen spielt natürlich auch das
mentale eine große Rolle. Wenn man einfach nicht mehr an die
Leistungen und Erfolge vergangener Tage anknüpfen kann, dann ist
das vor allem auch für den Kopf schwer zu verarbeiten.
Karriereende mit 25 Jahren
Ende 2018 ging Sophia an den Olympiastützpunkt nach
Nürnberg, um sich für die nächsten zwei Jahre auf Triathlon zu
fokussieren. Beim Leistungstest der Deutschen Triathlon Union
kollabierte sie jedoch fast nach dem Laufen. Hier wurde ihr klar,
dass etwas nicht stimmt. Später stellte sich heraus, dass ihre
Darmschleimhaut kaputt war, wovon höchstwahrscheinlich auch die
Müdigkeit und Kraftlosigkeit kam. Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt
mit ihrer Promotion fertig war, fehlte ihr Energie. Das Ziel
Olympia 2020 geriet in weite Ferne, da ihr Punkte für die
Qualifikation fehlten. Sie beschloss daraufhin, Anfang des Jahres
ihre Karriere zu beenden.
In der aktuellen Episode sprechen wir auch darüber, wie ihr
Leben nach dem Leistungssport aussieht, warum sie Stabi plötzlich
liebt und warum sie mittlerweile auch wieder bei Regen laufen
geht.
Sophia über Stabi:
"Als ich angefangen hab zu arbeiten, hab ich angefangen,
Spaß dran zu haben. Ich versteh's immer noch nicht
ganz."
Auch wenn ihr Leben sich nicht mehr um den Leistungssport
dreht, so hat sie noch ambitionierte Ziele. Sie möchte auf jeden
Fall einen Halbmarathon laufen, und zwar schneller als ihr
Bruder, dessen Bestzeit irgendwo bei 01:30 Stunden liegt. Einen
4er-Schnitt laufen – das würde sie gern schaffen, und wir denken,
dass sie das auf jeden Fall packt!
Viel Spaß beim Hören der Folge.
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mit Sophia Saller
Sophia Saller ist ehemalige Profi-Triathletin, hat in
Oxford studiert und ist mittlerweile promovierte Mathematikerin –
mit gerade einmal 26 Jahren. Anfang des Jahres 2020 hat sie ihre
Triathlon-Karriere als beendet erklärt und arbeitet jetzt als
Researcherin und Forschungsbereichsmanagerin am Deutschen
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.
Im Podcast-Interview erzählt uns die gebürtige Münchnerin,
warum sie ihre Karriere beendet hat und wie sie ein Studium an
einer der besten Universitäten der Welt und Profi-Sport unter
einen Hut gebracht hat.
Wenn wir an England denken, denken wir an die Queen, Tee
und viel Regen. Sophia, die über 10 Jahre dort gelebt hat,
spricht mit uns über Unterschiede zwischen England und
Deutschland und warum Radfahren im Straßenverkehr in England
deutlich entspannter ist als hier. Und wir reden über Brot und
was sie vor einem Wettkampf gerne gegessen hat.
Mit 14 Jahren zog sie nach England, mit 16 Jahren kam sie
bereits zum Triathlon, mit 17 legte sie ihr Abitur mit der
Traumnote 1,0 ab und begann daraufhin ihr Mathematikstudium an
der Oxford University. Bevor sie mit Triathlon begann, ist sie
lange Zeit geschwommen. Sophia kommt aus einer sehr sportlichen
Familie – ihre Mutter war Deutsche Meisterin im Marathon. Mit uns
spricht sie über ihre ersten Schritte im Triathlon, wie alles mit
"Swim and Run" begann und was ihr erster richtiger Triathlon
war.
Falls du auch zu den Angsthasen auf dem Rennrad gehörst,
solltest du dir auf jeden Falls Sophias Geschichte anhören. Sie
erzählt uns, was ihr dabei geholfen hat, mehr Vertrauen zum Rad
aufzubauen. Von Sophias Erfahrungen können wir alle profitieren
und sie gibt uns gute Tipps für den Radeinstieg mit auf den
Weg.
"Jedes mal, wenn ich stehen geblieben bin, bin ich
erst mal auf die falsche Seite gefallen und auf der Straße liegen
geblieben."
Wir sprechen mit ihr darüber, wie man ein Mathestudium und
eine Profi-Triathlon-Karriere unter einen Hut bekommt und welche
wichtige Rolle dabei ihre Uni in England gespielt hat. Sie nimmt
uns mit auf eine kleine Zeitreise und berichtet uns von ihrem
Sport-Uni-Alltag. Achtung Spoiler: Training und Vorlesungen
spielen auf jeden Fall eine essenzielle Rolle.
"Ich war nie so oft feiern wie viele andere in
Oxford. Ich hab auch nicht so viel geschlafen, wie ich vielleicht
hätte sollen als Sportler."
Nach der Erfolgswelle kam die Pechsträhne
Mit einem Tritt in den Kiefer beim Schwimmen begann die
Pechsträhne von Sophia. Trotz höllischer Schmerzen blieb diese
Verletzung lange Zeit unentdeckt und war der Auslöser für viele
Folgeverletzungen.
"Mein Unterkiefer war wirklich ein bis zwei
Zentimeter nach links verschoben."
Neben einem Ermüdungsbruch, der sie zu einer Pause zwang,
kam 2017 auch noch ein Radsturz dazu, bei dem sie sich ein
Knochenödem im Schienbeinkopf zuzog. Bis 2019 kam Sophia von
einer Verletzung in die nächste, obwohl sie immer noch das große
Ziel Olympia 2020 hatte.
Neben körperlichen Problemen spielt natürlich auch das
mentale eine große Rolle. Wenn man einfach nicht mehr an die
Leistungen und Erfolge vergangener Tage anknüpfen kann, dann ist
das vor allem auch für den Kopf schwer zu verarbeiten.
Karriereende mit 25 Jahren
Ende 2018 ging Sophia an den Olympiastützpunkt nach
Nürnberg, um sich für die nächsten zwei Jahre auf Triathlon zu
fokussieren. Beim Leistungstest der Deutschen Triathlon Union
kollabierte sie jedoch fast nach dem Laufen. Hier wurde ihr klar,
dass etwas nicht stimmt. Später stellte sich heraus, dass ihre
Darmschleimhaut kaputt war, wovon höchstwahrscheinlich auch die
Müdigkeit und Kraftlosigkeit kam. Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt
mit ihrer Promotion fertig war, fehlte ihr Energie. Das Ziel
Olympia 2020 geriet in weite Ferne, da ihr Punkte für die
Qualifikation fehlten. Sie beschloss daraufhin, Anfang des Jahres
ihre Karriere zu beenden.
In der aktuellen Episode sprechen wir auch darüber, wie ihr
Leben nach dem Leistungssport aussieht, warum sie Stabi plötzlich
liebt und warum sie mittlerweile auch wieder bei Regen laufen
geht.
Sophia über Stabi:
"Als ich angefangen hab zu arbeiten, hab ich angefangen,
Spaß dran zu haben. Ich versteh's immer noch nicht
ganz."
Auch wenn ihr Leben sich nicht mehr um den Leistungssport
dreht, so hat sie noch ambitionierte Ziele. Sie möchte auf jeden
Fall einen Halbmarathon laufen, und zwar schneller als ihr
Bruder, dessen Bestzeit irgendwo bei 01:30 Stunden liegt. Einen
4er-Schnitt laufen – das würde sie gern schaffen, und wir denken,
dass sie das auf jeden Fall packt!
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