Der Start in den Tag
Podcaster
Episoden
14.04.2026
4 Minuten
Papst Leo XIV. hat sich auf den Weg gemacht nach Afrika und wird mehrere Länder besuchen, an einer Friedenskonferenz teilnehmen. Los geht es in Algerien. Dort gibt es nur einige tausend katholische Christen und der Islam ist Staatsreligion. Aber dort in Algerien begann das Leben und Wirken des Heiligen Augustinus, einer der großen Kirchenlehrer. In Algerien gründete Augustinus die erste christliche Mönchsgemeinschaft und verwandelte das Haus seines Vaters in einen Ort des Gemeinschaftslebens und der spirituellen Forschung. Man könne also sagen, dass das erste Kloster der Geschichte, das Haus des Vaters des Heiligen Augustinus gewesen ist. Und Papst Leo ist Augustinermönch und hat einige Jahre diesen weltweiten Orden geleitet. Mir war echt neu, dass Augustinus in seinem Elternhaus seine Gemeinschaft zusammengerufen, ein geistliches Leben und theologische und spirituelle Forschung angefangen hat. In den letzten Tagen hatte ich ein Video gesehen, dass eine Familie mit sieben Kindern über den Tag begleitet hat und die Kinder auf einem Touchpad immer ankreuzen konnten, was sie erledigt hatten. Das ging vom "Guten Morgen", über das Waschen, Kämmen und Zähneputzen, Frühstücken, einzelne Tätigkeiten im Haushalt, Schule, Kindergarten und so weiter. Und dann war ein Punkt: zusammen beten. Alle haben zusammen im Wohnzimmer gebetet und Gott für den Tag gedankt und für Mitmenschen Fürbitte gehalten. "Hauskirche" nannte man das früher und es ist und bleibt die Aufgabe von uns Christen, zusammen zuhause zu beten und Kinder und Enkel in diese Praxis zu begleiten. Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn sie sehen und erleben, dass Eltern und Verwandte beten, dann wollen sie es auch lernen. In diesen Wochen sind Erstkommunionfeiern überall im Land und manchmal spürt man dabei, dass Kinder gewohnt sind, zu beten, Gebete vorzulesen und in Ruhe mitzufeiern. Vom Heiligen Augustinus stammt auch ein Wort, dass ich Dir gern in den Tag mitgeben will. Er sagt: "Bete, als hinge alles von Gott ab. Arbeite, als ob alles von dir abhinge."
Mehr
14.04.2026
4 Minuten
Papst Leo XIV. hat sich auf den Weg gemacht nach Afrika und wird mehrere Länder besuchen, an einer Friedenskonferenz teilnehmen. Los geht es in Algerien. Dort gibt es nur einige tausend katholische Christen und der Islam ist Staatsreligion. Aber dort in Algerien begann das Leben und Wirken des Heiligen Augustinus, einer der großen Kirchenlehrer. In Algerien gründete Augustinus die erste christliche Mönchsgemeinschaft und verwandelte das Haus seines Vaters in einen Ort des Gemeinschaftslebens und der spirituellen Forschung. Man könne also sagen, dass das erste Kloster der Geschichte, das Haus des Vaters des Heiligen Augustinus gewesen ist. Und Papst Leo ist Augustinermönch und hat einige Jahre diesen weltweiten Orden geleitet. Mir war echt neu, dass Augustinus in seinem Elternhaus seine Gemeinschaft zusammengerufen, ein geistliches Leben und theologische und spirituelle Forschung angefangen hat. In den letzten Tagen hatte ich ein Video gesehen, dass eine Familie mit sieben Kindern über den Tag begleitet hat und die Kinder auf einem Touchpad immer ankreuzen konnten, was sie erledigt hatten. Das ging vom "Guten Morgen", über das Waschen, Kämmen und Zähneputzen, Frühstücken, einzelne Tätigkeiten im Haushalt, Schule, Kindergarten und so weiter. Und dann war ein Punkt: zusammen beten. Alle haben zusammen im Wohnzimmer gebetet und Gott für den Tag gedankt und für Mitmenschen Fürbitte gehalten. "Hauskirche" nannte man das früher und es ist und bleibt die Aufgabe von uns Christen, zusammen zuhause zu beten und Kinder und Enkel in diese Praxis zu begleiten. Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn sie sehen und erleben, dass Eltern und Verwandte beten, dann wollen sie es auch lernen. In diesen Wochen sind Erstkommunionfeiern überall im Land und manchmal spürt man dabei, dass Kinder gewohnt sind, zu beten, Gebete vorzulesen und in Ruhe mitzufeiern. Vom Heiligen Augustinus stammt auch ein Wort, dass ich Dir gern in den Tag mitgeben will. Er sagt: "Bete, als hinge alles von Gott ab. Arbeite, als ob alles von dir abhinge."
Mehr
13.04.2026
4 Minuten
Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Ich habe manchmal ein Lied, einen Text, eine Melodie, die mir morgens nach dem Aufwachen aufploppt und mir den ganzen Tag in Kopf und Ohr und Herz herumsingt oder spricht. Es ist dann so, wie es im Deutschen heißt, ein Ohrwurm. Aber es ist eben mehr. Heute ist es ein Lied, dessen Text ich schon lange kenne, aber selten hatte ich das Gefühl, dass er besser passt als zur Zeit. Er gibt uns eine Zusage, die jede und jeder von uns immer wieder braucht und die uns hilft zum Leben, zum Glauben, zum Hoffen und zum Lieben. Er ist im Original von Paul Weißmantel. Und lautet:Ich bin daIn das Dunkel Deiner Vergangenheit und in das Ungewisse Deiner Zukunft,in den Segen Deines Helfens und in das Elend Deiner Ohnmachtlege ich meine Zusage: ICH BIN DA !In die Lichtblicke Deiner Hoffnung und in die Schatten Deiner Angst,in die Enttäuschung Deines Lebens und in das Geschenk Deines Zutrauenslege ich meine Zusage: ICH BIN DA !In das Spiel Deiner Gefühle und in den Ernst Deiner Gedanken,in den Reichtum Deines Schweigens und in die Armut Deiner Sprache lege ich meine Zusage: ICH BIN DA !Ref: In all Dein Sein, in Dein Fühlen und Denken, lege ich meine Zusage: ICH BIN DA!In die Fülle Deiner Aufgaben und in Deine leere Geschäftigkeit, in die Vielzahl Deiner Fähigkeiten und in die Grenzen Deiner Begabung lege ich meine Zusage: ICH BIN DA !In das Gelingen Deiner Gespräche und in die Langeweile Deines Betens, in die Freude Deines Erfolgs und in den Schmerz Deines Versagens lege ich meine Zusage: ICH BIN DA !In das Glück Deiner Begegnungen und in die Wunden Deiner Sehnsucht, in das Wunder Deiner Zuneigung und in das Leid Deiner Ablehnung lege ich meine Zusage: ICH BIN DA !In die Enge Deines Alltags und in die Weite Deiner Träumeund in die Kräfte Deines Herzens lege ich meine Zusage: ICH BIN DA!Ref: In all Dein Sein, in Dein Fühlen und Denken, lege ich meine Zusage: ICH BIN DA!Danke Gott für diese Zusage, die ich heute von Dir bekomme.
Mehr
12.04.2026
5 Minuten
"Heute beginnt der Ernst des Lebens." Das hat mir vor ein paar Jahren einmal eine Großmutter erzählt, als ihr Enkel den ersten Tag in den Kindergarten ging. Vielleicht ein bisschen übertrieben, dachte ich damals. Schließlich geht es doch zunächst nur darum, spielerisch Neues zu entdecken, Freundschaften zu schließen und den Alltag ein bisschen selbstständiger zu gestalten. Vielleicht hat sich manch eine Großmutter auch heute Morgen am Weißen Sonntag dazu entschieden, ihrem Enkelkind genau das mitzugeben auf dem Weg zur Feier der Erstkommunion.Heute beginnt der Ernst des Lebens. Darin steckt vielleicht schon der Ernst des Lebens, immer wieder und in allen Lebensphasen, überall dort, wo wir etwas Neues beginnen, Verantwortung übernehmen und nicht genau wissen, wohin der Weg führt. Das gilt auch für die Erstkommunionkinder, die heute Morgen zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten. Studentinnen und Studenten stehen auch oft an einem solchen Punkt. Sie ziehen in eine neue Stadt und organisieren ihr Leben selbst, treffen Entscheidungen über Haushalt, Zeitplanung und die eigenen Ziele. Plötzlich merken sie, Freiheit und Verantwortung gehen Hand in Hand.Schritte ins Ungewisse kennen nicht nur Studierende. Wer einen neuen Job beginnt, in eine andere Stadt zieht, eine Familie gründet, der erlebt den Ernst des Lebens. Gerade an diesem Punkt ist Austausch wichtig, Begegnung und Gespräch, das Teilen von diesen Erfahrungen. All das hilft, die Herausforderungen des Lebens leichter zu tragen. Die Kinder, die heute Morgen zum Tisch des Herrn, zur Eucharistie treten, haben hoffentlich genau diese innere Freiheit, Ja zu sagen zu diesem Leben, das Gott ihnen heute verspricht. Ein Leben, in dem er mittendrin sein will. Das ist Freude, das ist aber natürlich auch Ernst des Lebens.Der heilige Thomas von Aquin, einer der großen Gelehrten des Mittelalters, fasste es einmal so zusammen: Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten. Das ist der Ernst des Lebens. Verantwortung und Einsatz gehören zum Leben, getragen von der Hoffnung, Freude und der Bereitschaft, das Leben ernst zu nehmen, ohne es zu vergrämen, ohne daran zu verzweifeln. Dann wird aus der Verantwortung, die wir für unser Leben, für unseren Glauben übernehmen, eine Freiheit und ein Ernst des Lebens, der sich leicht tragen lässt, der uns herausfordert, aber eben auch erfüllt. So hoffentlich heute die Kinder, wenn sie zum Tisch des Herrn treten und Ja sagen und Amen sagen zu dem Gott, der in ihr Leben mit allem Ernst aber eben auch aller Freude hineintreten will. Heute beginnt der Ernst des Lebens.
Mehr
11.04.2026
5 Minuten
In diesen Tagen freue ich mich einfach nur noch, weil nicht nur Ostern ist und das so ein wunderbares Fest und wirklich mein Lieblingsfest ist, sondern am Montag geht es in der Hochschulgemeinde in Düsseldorf auch wieder endlich los. Junge Menschen haben mit dem Studium begonnen und die kommen in der nächsten Woche dann schon zu uns. Und dabei weiß man ja: studieren, das heißt ganz besonders, sich auf etwas Neues einzulassen, Fragen zu stellen und vor allem nicht immer alle Antworten schon sofort zu haben.Mancher von denen, die da kommen, hat ein Studium begonnen, ohne genau zu wissen, wohin der Weg führt. Man ist wie auf einer Reise ohne Karte. Wohin es geht, was einem begegnet, das zeigt sich erst unterwegs. Esther kennt das gut. Sie ist im letzten Jahr ganz neu nach Düsseldorf gezogen, um Psychologie zu studieren. Alles ist neu, die Stadt, die Universität, die Menschen, und jeden Tag spürte sie ein kleines mehr Unbehagen, diesen Unterschied. Werde ich den richtigen Weg finden, werde ich Anschluss finden? Und sie ging jeden Tag die Schritte, die nötig sind, in den Hörsaal, in die Mensa, in den Austausch mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen; Schritt für Schritt, ohne dass sie alles überblicken konnte.Eine ähnliche Bewegung ist ja die österliche Bewegung. Was wussten die Jünger schon nach der Auferstehung, in welche Richtung es jetzt weitergeht? Glaube ist feststehen in dem, was man erhofft, und überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht. So steht es im Hebräerbrief. Vertrauen darauf, dass Gott Wort hält, das macht bereit, neue Schritte zu wagen. Das ist österlich, nicht aus dem Pflichtgefühl, sondern aus der Erfahrung, dass Gott treu ist und mitgeht.Auch heute wagen auch junge Menschen solche Schritte des Vertrauens. In der Stadt Düsseldorf finden Studierende wie Esther den Weg in die Katholische Hochschulgemeinde, so auch sicherlich an ganz vielen anderen Orten in unserem Erzbistum in der Kirche. Sie bitten um Taufe, Firmung oder treten bewusst in diese Gemeinschaft ein. Es ist ein öffentliches Ja zu einem Weg, dessen Ziel sie noch nicht vollständig kennen, ein mutiger Schritt ins Ungewisse. Abraham, der große Urvater des Glaubens, hatte Folgen weit über sein Leben hinaus. Er wurde zum Vater vieler Völker.Auch unsere Schritte des Glaubens bleiben nicht ohne Wirkung. Jeder kleine Schritt des Vertrauens kann anderen Mut machen, selbst aufzubrechen, und wie bei Esther, unserer Studierenden, neue Begegnungen und Chancen entstehen zu lassen. Abraham konnte damals nicht ahnen, wie weitreichend sein Ja zu Gott sein würde. Die Jünger, die dem Auferstandenen begegnet sind, wussten es auch nicht. Aber eins ist klar: Warten wir nicht, bis alles klar und sicher ist, sondern vertrauen wir und gehen wir los. Gott geht mit.
Mehr
Über diesen Podcast
Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag
erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren
Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im
Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan
Wißkirchen. Im Radio um 6.15 Uhr und als Podcast.
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.