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Beschreibung
vor 3 Tagen
Zurzeit gibt es bei uns in Olpe im Mutterhaus einen Exerzitienkurs
mit Ordensfrauen und anderen Frauen. Im sehr spannenden Thema geht
es um Begegnungen, durch die Neues beginnt. Zum einen geht es um
viele Geschichten und Überlieferungen rund um Franziskus von
Assisi. Dieser Heilige ist auch heute noch so populär, dass selbst
Hunderttausende in diesen Wochen nach Assisi pilgern, um sich
selbst klar zu machen, dass es nicht um alte Knochen geht, sondern
um ein unglaubliches Leben, dass Jahrhunderte geprägt hat.In seinem
Testament hat Franziskus von seinen vielen Begegnungen nur eine
erwähnt und zwar die mit einem Aussätzigen. Früher hat er einen
großen Bogen um diese Kranken gemacht und sich vor Ekel die Augen
und die Nase zugehalten. Und dann einmal haut er nicht ab, sondern
hält an, steigt runter von seinem hohen Ross, schaut dem Mann in
die Augen und umarmt ihn. Und alles, was mir bis dahin bitter war,
wurde mir plötzlich in Süßigkeit verwandelt, wird er später
erklären. Wie das denn? Er hat plötzlich gespürt, dass dieser
kranke, eklig aussehende und stinkende Mensch, ein Geschöpf Gottes
ist, genauso wie er und noch mehr. Er hat plötzlich verstanden,
dass das eine Begegnung mit Gott war. Anders als jemals gedacht.Er
ist nicht in seine sicheren Bubble, nicht in seinem verschlossenen
Weltbild und nicht in seiner sicheren heilen und reinen Umgebung
geblieben. Das Ganze geschah nicht in einem frommen Rahmen, nicht
beim Gebet oder in einer Kirche, nicht bei einem selbst
ausgesuchten Fastenopfer, nicht beim Lesen eines frommen Buches,
bei einem Besinnungswochenende oder beim Studium der Heiligen
Schriften. Nein, diese Begegnung war mitten am Tag, mitten auf der
Straße, mitten in einem verruchten Viertel voller Krankheit und
Not. "Und der Herr selbst hat mich unter sie geführt", wird
Franziskus später schreiben und wird sein ganzes neues Leben mit
den Armen, den Kranken, den Ausgestoßenen und am Rande lebenden
verbringen und sich um sie kümmern. Begegnungen verändern
manchmal kolossal und für ein ganzes neues Leben. Du und ich haben
so etwas auch schon erlebt. Wahrscheinlich nicht so krass, wie bei
Franziskus. Vielleicht erinnerst Du Dich heute an solche eigenen
Begegnungsgeschichten, oder sie passieren genau heute.
mit Ordensfrauen und anderen Frauen. Im sehr spannenden Thema geht
es um Begegnungen, durch die Neues beginnt. Zum einen geht es um
viele Geschichten und Überlieferungen rund um Franziskus von
Assisi. Dieser Heilige ist auch heute noch so populär, dass selbst
Hunderttausende in diesen Wochen nach Assisi pilgern, um sich
selbst klar zu machen, dass es nicht um alte Knochen geht, sondern
um ein unglaubliches Leben, dass Jahrhunderte geprägt hat.In seinem
Testament hat Franziskus von seinen vielen Begegnungen nur eine
erwähnt und zwar die mit einem Aussätzigen. Früher hat er einen
großen Bogen um diese Kranken gemacht und sich vor Ekel die Augen
und die Nase zugehalten. Und dann einmal haut er nicht ab, sondern
hält an, steigt runter von seinem hohen Ross, schaut dem Mann in
die Augen und umarmt ihn. Und alles, was mir bis dahin bitter war,
wurde mir plötzlich in Süßigkeit verwandelt, wird er später
erklären. Wie das denn? Er hat plötzlich gespürt, dass dieser
kranke, eklig aussehende und stinkende Mensch, ein Geschöpf Gottes
ist, genauso wie er und noch mehr. Er hat plötzlich verstanden,
dass das eine Begegnung mit Gott war. Anders als jemals gedacht.Er
ist nicht in seine sicheren Bubble, nicht in seinem verschlossenen
Weltbild und nicht in seiner sicheren heilen und reinen Umgebung
geblieben. Das Ganze geschah nicht in einem frommen Rahmen, nicht
beim Gebet oder in einer Kirche, nicht bei einem selbst
ausgesuchten Fastenopfer, nicht beim Lesen eines frommen Buches,
bei einem Besinnungswochenende oder beim Studium der Heiligen
Schriften. Nein, diese Begegnung war mitten am Tag, mitten auf der
Straße, mitten in einem verruchten Viertel voller Krankheit und
Not. "Und der Herr selbst hat mich unter sie geführt", wird
Franziskus später schreiben und wird sein ganzes neues Leben mit
den Armen, den Kranken, den Ausgestoßenen und am Rande lebenden
verbringen und sich um sie kümmern. Begegnungen verändern
manchmal kolossal und für ein ganzes neues Leben. Du und ich haben
so etwas auch schon erlebt. Wahrscheinlich nicht so krass, wie bei
Franziskus. Vielleicht erinnerst Du Dich heute an solche eigenen
Begegnungsgeschichten, oder sie passieren genau heute.
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