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Aufgewachsen auf einem Bauernhof im Emsland, nach dem Abitur
Eintritt in den Orden der Herz-Jesu-Priester, Studium der Theologie
in Freiburg und Romanistik in Paris, 1987 Priesterweihe, weiteres
Studium der Französischen Philosophie in Rom, Promotion mit einer
Arbeit zur Mystik. Dann Lehramtsstudium für Geschichte und
anschließend Staatsexamen, einige Monate Seelsorger in einer
Einrichtung für behinderte Menschen in Toronto, zwei Jahre
Schulseelsorger und Lehrer an einem Gymnasium, dann ein Jahr lang
in den USA Lehrer an einer Highschol in der Bronx in New York und
dann Schulleiter am ordenseigenen Gymnasium in Landrup im Emsland,
2007 Provinzial der deutschen Ordensprovinz seiner Gemeinschaft und
2015 zum Generaloberen der weltweiten Gemeinschaft gewählt, seit
2018 Bischof von Hildesheim, seit 24. Februar neugewählter
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Er spricht mehrere
Sprachen fließend und ist als Ordensmann weltweit vernetzt.Wenn ich
das so kurz erzähle, dann merke ich, wieviel Leben in diesem Leben
ist und wie viele unterschiedliche Lebens- und Erfahrungsräume
dieser neue Vorsitzende Dr. Heiner Wilmer gelebt und durchschritten
hat. Und dann sagt er in einem ersten kurzen Statement, die
Katholiken in Deutschland wollten ihre Kirche selbstbewusst und
demütig in eine neue Zeit führen. Es gebe dabei unterschiedliche
Wege, um aus dem Evangelium zu leben, aber man folge Jesus Christus
gemeinsam nach.Die Katholiken im Land bezeichnete er als "das
lebendige Gesicht der Kirche". Gemeinden, Verbände, Caritas,
Schulen und Familien trügen den Glauben. Dieser sei eine Quelle von
Kraft und Weite, verbinde Generationen und öffne Räume der
Hoffnung, so Heiner Wilmer. Er wird in diesen neuen Räumen
moderieren und Brücken bauen, Themen bearbeiten und Konferenzen
leiten, Kompromisse suchen und auch anecken. Und am Ende wird er
daran gemessen, ob er verbindend war und klar und dabei katholisch
– also alles umfassend. Und da steht er nicht allein, das ist
Aufgabe und Auftrag für jeden von uns.
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„Brücken bauen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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