derpodcaster.com Bandi Koeck Archiv
100 Episoden
21 Minuten
Die Baumretterin von Altenstadt: Helena Schütte kämpft für „Lala die Linde“
Ein Baum, ein Zeichen, ein Aufruf – Helena Schütte gibt alten Bäumen eine Stimme.
Feldkirch-Altenstadt – Wenn Helena Schütte von Lala spricht, leuchten ihre Augen. Lala ist kein Mensch, sondern eine über 150 Jahre alte Sommerlinde, die an der Ecke Küchlerstraße / Königshoferstraße in Altenstadt steht. Die mächtige Baumkrone spendet Schatten, die tiefen Wurzeln erzählen Geschichten – doch nun ist ihr Leben bedroht. Der Grund: ein geplantes Neubauprojekt. Die gebürtige Norddeutsche Helena Schütte will das nicht hinnehmen – und macht mit beeindruckendem Engagement auf die drohende Fällung aufmerksam.
Was als stille Sorge begann, entwickelte sich rasch zu einer lauten Bewegung: Mit ihrer Online-Petition „Rettet Lala die Linde“ sammelte die 39-jährige Pilates-Trainerin, Wanderführerin und ehemalige Kommunikationsmanagerin innerhalb kurzer Zeit fast 2.000 Unterschriften. Besonders bemerkenswert ist, dass über 1.400 davon direkt aus Feldkirch stammen – ein klares Zeichen für die Bedeutung des alten Baumes in der Stadtgesellschaft.
„Es geht nicht nur um einen Baum, sondern um die Frage, wie wir künftig mit unserer Natur umgehen wollen“, sagt Helena. Mit dem Blick auf die geplanten Ersatzpflanzungen des Bauträgers bringt sie es auf den Punkt: „Man kann ein 150 Jahre altes Ökosystem nicht einfach durch drei junge Bäume ersetzen. Die Rechnung geht nicht auf.“ Die Linde filtere täglich enorme Mengen CO₂, spende Schatten und sei ein Lebensraum für zahlreiche Tiere – kurzum: ein unverzichtbarer Bestandteil des städtischen Ökosystems.
Besonders bewegend war eine Aktion im Dezember 2024, bei der engagierte Bürger ein „Singen gegen die Kettensäge“ organisierten. „Das war der Moment, in dem ich wirklich begriffen habe, wie vielen Menschen dieser Baum am Herzen liegt“, erzählt Helena. Neben Nachbarn, Umweltschützern und älteren Feldkircherinnen, die sich noch an den Kampf um den Erhalt der Nafla erinnern, kamen auch viele Kinder – nicht zuletzt wegen des liebevollen Namens „Lala“, den Helena der Linde gegeben hat.
Schütte ist keine Träumerin, sondern Realistin. Sie weiß, dass Stadtentwicklung wichtig ist. Doch sie fordert mehr Mut zur Integration alter Bäume in moderne Architektur. „Es gibt weltweit inspirierende Projekte, bei denen Jahrhunderte alte Bäume Teil von Neubauten wurden. Warum sollte das nicht auch in Feldkirch möglich sein?“ Für sie ist klar: Der Umgang mit Lala wird zum Symbol, wie ernst es die Stadt mit Nachhaltigkeit meint.
Am 25. April – dem internationalen Tag des Baumes – will Helena die gesammelten Unterschriften offiziell übergeben. Ihre Hoffnung: „Dass die Stadt nicht nur von Schwammstadt und Klimaschutz spricht, sondern zeigt, dass ihr auch der Erhalt des Bestehenden etwas wert ist.“
Helena Schütte, die sich über ihre Plattform „Green Eyes Project“ auch für weitere Umweltbelange engagiert, sieht sich als Vermittlerin zwischen Mensch und Natur. „Ich wünsche mir, dass wir die Sprache der Bäume wieder verstehen lernen. Sie sind keine Kulisse – sie sind unsere Lebensgrundlage.“
Die Geschichte von Lala ist noch nicht zu Ende geschrieben. Doch eines steht fest: Mit Menschen wie Helena Schütte bekommt die Natur eine starke Stimme.
Ein Baum, ein Zeichen, ein Aufruf – Helena Schütte gibt alten Bäumen eine Stimme.
Feldkirch-Altenstadt – Wenn Helena Schütte von Lala spricht, leuchten ihre Augen. Lala ist kein Mensch, sondern eine über 150 Jahre alte Sommerlinde, die an der Ecke Küchlerstraße / Königshoferstraße in Altenstadt steht. Die mächtige Baumkrone spendet Schatten, die tiefen Wurzeln erzählen Geschichten – doch nun ist ihr Leben bedroht. Der Grund: ein geplantes Neubauprojekt. Die gebürtige Norddeutsche Helena Schütte will das nicht hinnehmen – und macht mit beeindruckendem Engagement auf die drohende Fällung aufmerksam.
Was als stille Sorge begann, entwickelte sich rasch zu einer lauten Bewegung: Mit ihrer Online-Petition „Rettet Lala die Linde“ sammelte die 39-jährige Pilates-Trainerin, Wanderführerin und ehemalige Kommunikationsmanagerin innerhalb kurzer Zeit fast 2.000 Unterschriften. Besonders bemerkenswert ist, dass über 1.400 davon direkt aus Feldkirch stammen – ein klares Zeichen für die Bedeutung des alten Baumes in der Stadtgesellschaft.
„Es geht nicht nur um einen Baum, sondern um die Frage, wie wir künftig mit unserer Natur umgehen wollen“, sagt Helena. Mit dem Blick auf die geplanten Ersatzpflanzungen des Bauträgers bringt sie es auf den Punkt: „Man kann ein 150 Jahre altes Ökosystem nicht einfach durch drei junge Bäume ersetzen. Die Rechnung geht nicht auf.“ Die Linde filtere täglich enorme Mengen CO₂, spende Schatten und sei ein Lebensraum für zahlreiche Tiere – kurzum: ein unverzichtbarer Bestandteil des städtischen Ökosystems.
Besonders bewegend war eine Aktion im Dezember 2024, bei der engagierte Bürger ein „Singen gegen die Kettensäge“ organisierten. „Das war der Moment, in dem ich wirklich begriffen habe, wie vielen Menschen dieser Baum am Herzen liegt“, erzählt Helena. Neben Nachbarn, Umweltschützern und älteren Feldkircherinnen, die sich noch an den Kampf um den Erhalt der Nafla erinnern, kamen auch viele Kinder – nicht zuletzt wegen des liebevollen Namens „Lala“, den Helena der Linde gegeben hat.
Schütte ist keine Träumerin, sondern Realistin. Sie weiß, dass Stadtentwicklung wichtig ist. Doch sie fordert mehr Mut zur Integration alter Bäume in moderne Architektur. „Es gibt weltweit inspirierende Projekte, bei denen Jahrhunderte alte Bäume Teil von Neubauten wurden. Warum sollte das nicht auch in Feldkirch möglich sein?“ Für sie ist klar: Der Umgang mit Lala wird zum Symbol, wie ernst es die Stadt mit Nachhaltigkeit meint.
Am 25. April – dem internationalen Tag des Baumes – will Helena die gesammelten Unterschriften offiziell übergeben. Ihre Hoffnung: „Dass die Stadt nicht nur von Schwammstadt und Klimaschutz spricht, sondern zeigt, dass ihr auch der Erhalt des Bestehenden etwas wert ist.“
Helena Schütte, die sich über ihre Plattform „Green Eyes Project“ auch für weitere Umweltbelange engagiert, sieht sich als Vermittlerin zwischen Mensch und Natur. „Ich wünsche mir, dass wir die Sprache der Bäume wieder verstehen lernen. Sie sind keine Kulisse – sie sind unsere Lebensgrundlage.“
Die Geschichte von Lala ist noch nicht zu Ende geschrieben. Doch eines steht fest: Mit Menschen wie Helena Schütte bekommt die Natur eine starke Stimme.
28 Minuten
Diener der Hoffnung – Bischof Benno Elbs zwischen zwei Ländern und vielen Aufgaben
Bischof Benno Elbs ist kein gewöhnlicher Kirchenmann – er ist Bischof von Feldkirch und gleichzeitig apostolischer Administrator des Erzbistums Vaduz. Damit steht er an der Spitze der katholischen Kirche sowohl in Vorarlberg als auch in Liechtenstein – eine doppelte Verantwortung, die er mit bemerkenswerter Ruhe, Tiefe und einer großen Portion Menschenfreundlichkeit trägt.
Geboren 1960 in Bregenz, war Elbs ursprünglich als Seelsorger tätig. Der Beruf des Priesters sei für ihn nie eine Machtposition gewesen, sondern vielmehr ein Ruf zum Dienst an den Menschen, erzählt er im Gespräch. Seine Wurzeln liegen in einer bäuerlichen Familie, der Glaube wurde gelebt, aber kaum thematisiert. Erst ein besonders kirchenkritischer Psychologielehrer brachte ihn zur intensiven Auseinandersetzung mit Theologie – und letztlich zur Priesterweihe.
Elbs ist nicht nur Theologe, sondern auch ausgebildeter Psychotherapeut. Vielleicht ist es diese Verbindung, die ihn zu einem derart verständnisvollen und klugen Gesprächspartner macht. „Ich möchte heilende Begegnungen ermöglichen“, sagt er. Und diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Wirken – ob als Caritas-Bischof der österreichischen Bischofskonferenz, als Vorsitzender der Finanzkommission oder als Verantwortlicher für Opferschutz.
Die Situation in Liechtenstein sei speziell, erklärt Elbs. Die katholische Kirche ist dort keine vom Staat getrennte Institution – Priester sind Angestellte der Gemeinden, es gibt keinen Kirchenbeitrag, und das Fürstenhaus spielt eine maßgebliche Rolle. Diese Besonderheiten machen das Erzbistum Vaduz zu einem Sonderfall in Europa. Als Papst Franziskus ihn nach dem Rückzug von Erzbischof Wolfgang Haas zum Übergangsbischof ernannte, nahm Elbs diese Aufgabe mit Demut, aber auch mit Engagement an. Ob Liechtenstein weiterhin ein eigenständiges Erzbistum bleiben wird, ist nach wie vor offen.
Für Elbs ist der Glaube eine Quelle der Hoffnung, besonders in einer Welt voller Unsicherheiten. Ob Klimakrise, Kriege oder soziale Spannungen – er sieht Religion als einen Anker, der Orientierung bieten kann. „Menschen suchen Sinn. Und da wird Religion wieder mehr an Bedeutung gewinnen“, ist er überzeugt. Gerade die jungen Menschen in Vorarlberg spürt er wieder offener für Spiritualität.
Im Interview betont er auch die große Bedeutung des Heiligen Jahres 2025, das unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ steht. Es sei eine Einladung an alle Menschen, innezuhalten, sich zu besinnen und das Leben neu auszurichten. „Die entscheidenden Dinge im Leben – Vertrauen, Liebe, Hoffnung – sind nicht käuflich“, sagt Elbs.
Ob interreligiöser Dialog, Ökumene oder gesellschaftlicher Zusammenhalt – Benno Elbs versteht sich als Brückenbauer. Mit Initiativen wie „Religionen für den Frieden“ setzt er starke Zeichen für gegenseitigen Respekt. Er schreckt nicht davor zurück, auch schwierige Themen wie Extremismus oder Kirchenaustritte klar anzusprechen. Dennoch bleibt er ein Optimist, ein „Pilger der Hoffnung“.
Am Ende des Gesprächs wird klar: Dieser Bischof lebt nicht für die Institution, sondern für die Menschen. Und das macht ihn zu einer der wichtigsten und glaubwürdigsten Stimmen im religiösen Leben zwischen Bodensee und Alpenrhein.
Geboren: 1960 in Bregenz
Amt: Bischof der Diözese Feldkirch, Apostolischer Administrator von Vaduz
Berufung: Priesterweihe nach einem tiefen Interesse an Theologie und Psychologie
Zusatzqualifikation: Psychotherapeut
Kirchliche Aufgaben: Caritasbischof, Finanzkommission, Opferschutz
Besondere Verantwortung: Brückenbauer zwischen zwei Ländern und Kulturen
Zentrales Anliegen: Spiritualität und Menschlichkeit in Einklang bringen
Motto: „Pilger der Hoffnung“ – Glauben leben, Menschen begegnen
Bischof Benno Elbs ist kein gewöhnlicher Kirchenmann – er ist Bischof von Feldkirch und gleichzeitig apostolischer Administrator des Erzbistums Vaduz. Damit steht er an der Spitze der katholischen Kirche sowohl in Vorarlberg als auch in Liechtenstein – eine doppelte Verantwortung, die er mit bemerkenswerter Ruhe, Tiefe und einer großen Portion Menschenfreundlichkeit trägt.
Geboren 1960 in Bregenz, war Elbs ursprünglich als Seelsorger tätig. Der Beruf des Priesters sei für ihn nie eine Machtposition gewesen, sondern vielmehr ein Ruf zum Dienst an den Menschen, erzählt er im Gespräch. Seine Wurzeln liegen in einer bäuerlichen Familie, der Glaube wurde gelebt, aber kaum thematisiert. Erst ein besonders kirchenkritischer Psychologielehrer brachte ihn zur intensiven Auseinandersetzung mit Theologie – und letztlich zur Priesterweihe.
Elbs ist nicht nur Theologe, sondern auch ausgebildeter Psychotherapeut. Vielleicht ist es diese Verbindung, die ihn zu einem derart verständnisvollen und klugen Gesprächspartner macht. „Ich möchte heilende Begegnungen ermöglichen“, sagt er. Und diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Wirken – ob als Caritas-Bischof der österreichischen Bischofskonferenz, als Vorsitzender der Finanzkommission oder als Verantwortlicher für Opferschutz.
Die Situation in Liechtenstein sei speziell, erklärt Elbs. Die katholische Kirche ist dort keine vom Staat getrennte Institution – Priester sind Angestellte der Gemeinden, es gibt keinen Kirchenbeitrag, und das Fürstenhaus spielt eine maßgebliche Rolle. Diese Besonderheiten machen das Erzbistum Vaduz zu einem Sonderfall in Europa. Als Papst Franziskus ihn nach dem Rückzug von Erzbischof Wolfgang Haas zum Übergangsbischof ernannte, nahm Elbs diese Aufgabe mit Demut, aber auch mit Engagement an. Ob Liechtenstein weiterhin ein eigenständiges Erzbistum bleiben wird, ist nach wie vor offen.
Für Elbs ist der Glaube eine Quelle der Hoffnung, besonders in einer Welt voller Unsicherheiten. Ob Klimakrise, Kriege oder soziale Spannungen – er sieht Religion als einen Anker, der Orientierung bieten kann. „Menschen suchen Sinn. Und da wird Religion wieder mehr an Bedeutung gewinnen“, ist er überzeugt. Gerade die jungen Menschen in Vorarlberg spürt er wieder offener für Spiritualität.
Im Interview betont er auch die große Bedeutung des Heiligen Jahres 2025, das unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ steht. Es sei eine Einladung an alle Menschen, innezuhalten, sich zu besinnen und das Leben neu auszurichten. „Die entscheidenden Dinge im Leben – Vertrauen, Liebe, Hoffnung – sind nicht käuflich“, sagt Elbs.
Ob interreligiöser Dialog, Ökumene oder gesellschaftlicher Zusammenhalt – Benno Elbs versteht sich als Brückenbauer. Mit Initiativen wie „Religionen für den Frieden“ setzt er starke Zeichen für gegenseitigen Respekt. Er schreckt nicht davor zurück, auch schwierige Themen wie Extremismus oder Kirchenaustritte klar anzusprechen. Dennoch bleibt er ein Optimist, ein „Pilger der Hoffnung“.
Am Ende des Gesprächs wird klar: Dieser Bischof lebt nicht für die Institution, sondern für die Menschen. Und das macht ihn zu einer der wichtigsten und glaubwürdigsten Stimmen im religiösen Leben zwischen Bodensee und Alpenrhein.
Geboren: 1960 in Bregenz
Amt: Bischof der Diözese Feldkirch, Apostolischer Administrator von Vaduz
Berufung: Priesterweihe nach einem tiefen Interesse an Theologie und Psychologie
Zusatzqualifikation: Psychotherapeut
Kirchliche Aufgaben: Caritasbischof, Finanzkommission, Opferschutz
Besondere Verantwortung: Brückenbauer zwischen zwei Ländern und Kulturen
Zentrales Anliegen: Spiritualität und Menschlichkeit in Einklang bringen
Motto: „Pilger der Hoffnung“ – Glauben leben, Menschen begegnen
11 Minuten
Felipa Hannah und ihre gefiederten Freunde
Im Alter von gerade einmal zehn Jahren kümmert sich Felipa Hannah mit bemerkenswerter Hingabe um ihre sechs Hühner und einen kleinen Zwerghahn – und lebt damit eine Form von modernem „Hobbyfarming“, wie es aktuell wieder mehr Anklang findet. Was für viele bloß ein ländliches Klischee ist, ist für Felipa tägliche Routine, Freude und Verantwortung.
In einem großen Garten mit Iglu-Stall betreibt sie mit kindlicher Begeisterung und erstaunlichem Fachwissen ihre kleine Hühnerhaltung. Verschiedene Rassen leben hier friedlich nebeneinander – braune Legehennen, ein schwarzes Huhn, eine weiße Eierlegerin und sogar ein Grünleger, der olivfarbene Eier produziert. Nur ein Huhn ist in die Jahre gekommen: Mit sieben Jahren gehört die alte Braune zu den Veteranen im Stall. Felipa pflegt sie liebevoll, versorgt Wunden mit Bepanthen und schützt sie vor den manchmal etwas ruppigen Stallgefährtinnen.
Was Felipa leistet, geht weit über das tägliche Füttern hinaus: Sie kontrolliert das Wasser, trennt Futterarten, kennt sich mit Krankheiten und Verhaltensmustern ihrer Tiere aus – und hat sogar gelernt, wie man Flügel stutzt, damit die Hühner nicht über den Zaun flattern. Auch bei Minusgraden sorgt sie mit isoliertem Stall, Wärmematte und Heu für artgerechte Bedingungen.
Der kleine Zwerghahn wirkt unscheinbar, erfüllt aber eine wichtige Aufgabe: Ruhe im Stall. Seit seiner Ankunft, erzählt Felipa, sei das Sozialgefüge stabiler, die Streitereien hätten nachgelassen. Ihre Hühner sind mehr als Nutztiere – sie sind ihre Zuhörer, ihre Tröster, ihre täglichen Begleiter. „Wenn ich traurig bin, geh ich zu ihnen, dann geht’s mir gleich besser“, sagt Felipa. Die Tiere folgen ihr wie kleine Entlein, sie erkennt sie an ihrem Verhalten und redet mit ihnen – und wer sie reden hört, glaubt ihr jedes Wort.
Besonders zu Ostern sind die Eier aus eigener Haltung ein kleines Highlight. Die weißen Eier eignen sich wunderbar zum Bemalen, die grünlichen Eier sind schon von Natur aus kleine Kunstwerke. Die Aromen der Eier unterscheiden sich von Huhn zu Huhn – eine kulinarische Vielfalt, wie sie kein Supermarkt liefern kann.
Für Felipa ist klar: Hühnerhaltung ist kein Kinderspiel, aber etwas, das Familien mit Garten und Verantwortungsbewusstsein durchaus wagen können. Ihr Frühstücksei ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern das Ergebnis echter Fürsorge.
Im Alter von gerade einmal zehn Jahren kümmert sich Felipa Hannah mit bemerkenswerter Hingabe um ihre sechs Hühner und einen kleinen Zwerghahn – und lebt damit eine Form von modernem „Hobbyfarming“, wie es aktuell wieder mehr Anklang findet. Was für viele bloß ein ländliches Klischee ist, ist für Felipa tägliche Routine, Freude und Verantwortung.
In einem großen Garten mit Iglu-Stall betreibt sie mit kindlicher Begeisterung und erstaunlichem Fachwissen ihre kleine Hühnerhaltung. Verschiedene Rassen leben hier friedlich nebeneinander – braune Legehennen, ein schwarzes Huhn, eine weiße Eierlegerin und sogar ein Grünleger, der olivfarbene Eier produziert. Nur ein Huhn ist in die Jahre gekommen: Mit sieben Jahren gehört die alte Braune zu den Veteranen im Stall. Felipa pflegt sie liebevoll, versorgt Wunden mit Bepanthen und schützt sie vor den manchmal etwas ruppigen Stallgefährtinnen.
Was Felipa leistet, geht weit über das tägliche Füttern hinaus: Sie kontrolliert das Wasser, trennt Futterarten, kennt sich mit Krankheiten und Verhaltensmustern ihrer Tiere aus – und hat sogar gelernt, wie man Flügel stutzt, damit die Hühner nicht über den Zaun flattern. Auch bei Minusgraden sorgt sie mit isoliertem Stall, Wärmematte und Heu für artgerechte Bedingungen.
Der kleine Zwerghahn wirkt unscheinbar, erfüllt aber eine wichtige Aufgabe: Ruhe im Stall. Seit seiner Ankunft, erzählt Felipa, sei das Sozialgefüge stabiler, die Streitereien hätten nachgelassen. Ihre Hühner sind mehr als Nutztiere – sie sind ihre Zuhörer, ihre Tröster, ihre täglichen Begleiter. „Wenn ich traurig bin, geh ich zu ihnen, dann geht’s mir gleich besser“, sagt Felipa. Die Tiere folgen ihr wie kleine Entlein, sie erkennt sie an ihrem Verhalten und redet mit ihnen – und wer sie reden hört, glaubt ihr jedes Wort.
Besonders zu Ostern sind die Eier aus eigener Haltung ein kleines Highlight. Die weißen Eier eignen sich wunderbar zum Bemalen, die grünlichen Eier sind schon von Natur aus kleine Kunstwerke. Die Aromen der Eier unterscheiden sich von Huhn zu Huhn – eine kulinarische Vielfalt, wie sie kein Supermarkt liefern kann.
Für Felipa ist klar: Hühnerhaltung ist kein Kinderspiel, aber etwas, das Familien mit Garten und Verantwortungsbewusstsein durchaus wagen können. Ihr Frühstücksei ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern das Ergebnis echter Fürsorge.
15 Minuten
Ein Mann, 2.000 Hennen und ein preisgekrönter Eierlikör
Was nach einer skurrilen Geschichte klingt, ist für Daniel Bell aus Feldkirch längst Alltag. Der ehemalige Banker hat vor rund 15 Jahren den Schreibtisch gegen den Hühnerstall getauscht – und diesen mutigen Schritt nie bereut. Heute ist er stolzer Betreiber des Geflügelhofs Feldkirch in der Werdenbergstr. 42, auf dem täglich tausende Eier gelegt, verarbeitet und verkauft werden. Doch Bell hat noch viel mehr zu bieten als frische Freilandeier.
Schon als Kind war Daniel fasziniert von Hühnern. Als sich 2010 die Möglichkeit bot, den traditionsreichen Hof von Gustl Galaun zu übernehmen, zögerte er nicht lange. Gemeinsam mit seiner Familie – Frau, Sohn und mehreren engagierten Mitarbeitenden – baute er den Betrieb um und aus. Was früher eine Garage war, ist heute ein heimeliger Verkaufsraum, und auch ein Veranstaltungsraum für Seminare wurde errichtet.
Im Mittelpunkt des Betriebs stehen jedoch nicht nur die 2.000 Hennen, sondern auch ein Produkt, das selbst Connaisseure zum Schwärmen bringt: der hausgemachte Eierlikör. Ob pur, als Champagner-Trüffel oder weiße Schokoladenkreation – die flüssigen Delikatessen wurden mehrfach mit Gold prämiert. „Wir wurden aus hunderten Einsendungen ausgezeichnet – das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit“, sagt Bell stolz. Sein Geheimnis: Frische Eier, ehrliche Zutaten und viel Geduld.
Neben dem Eierlikör bietet der Hofladen auch luftgetrocknete Nudeln an – hergestellt mit hofeigenen Freilandeiern und einem regionalen Partnerbetrieb. Die Philosophie dahinter: Qualität vor Quantität. Selbst der Trocknungsprozess der Nudeln dauert statt 24 Stunden eine ganze Woche. „Das schmeckt man einfach“, so Bell.
Doch der Hof ist mehr als nur ein landwirtschaftlicher Betrieb. Er ist auch eine Begegnungsstätte – nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Denn wer bei Daniel Bell einkauft, lernt auch seine Hühner kennen. Die Tiere sind zutraulich, rennen ihm bis ins Schlafzimmer nach und hören auf seine Stimme. „Ein Huhn ist sehr lernfähig und verzeiht keine Fehler des Halters“, erklärt er. Für Kinder sind sie ideale Haustiere – zum Streicheln, Beobachten und Verantwortungslernen.
Bell selbst sieht sich als Botschafter für artgerechte Hühnerhaltung. Er berät Hobbyfarmer, bietet Junghennen und Sonderrassen an und erklärt geduldig, worauf es bei Stall, Futter und Pflege ankommt. „Behandelt eure Hühner wie eure Kinder“, lautet sein Leitspruch. Auch zur Vogelgrippe und dem weltweiten Eiermangel kann er viel sagen – mit fundiertem Wissen und ehrlicher Leidenschaft.
Daniel Bell ist mehr als ein Landwirt – er ist Unternehmer, Visionär und Genussmensch. Er lebt das Leben, das viele sich erträumen, aber nur wenige wagen: mitten unter Hühnern, mit Herzblut und einem Hauch von Humor. Und wenn man ihn nach seinem Alltag fragt, lächelt er nur und sagt: „Meine Mädels sind pflegeleicht – sie meckern nicht.“
Was nach einer skurrilen Geschichte klingt, ist für Daniel Bell aus Feldkirch längst Alltag. Der ehemalige Banker hat vor rund 15 Jahren den Schreibtisch gegen den Hühnerstall getauscht – und diesen mutigen Schritt nie bereut. Heute ist er stolzer Betreiber des Geflügelhofs Feldkirch in der Werdenbergstr. 42, auf dem täglich tausende Eier gelegt, verarbeitet und verkauft werden. Doch Bell hat noch viel mehr zu bieten als frische Freilandeier.
Schon als Kind war Daniel fasziniert von Hühnern. Als sich 2010 die Möglichkeit bot, den traditionsreichen Hof von Gustl Galaun zu übernehmen, zögerte er nicht lange. Gemeinsam mit seiner Familie – Frau, Sohn und mehreren engagierten Mitarbeitenden – baute er den Betrieb um und aus. Was früher eine Garage war, ist heute ein heimeliger Verkaufsraum, und auch ein Veranstaltungsraum für Seminare wurde errichtet.
Im Mittelpunkt des Betriebs stehen jedoch nicht nur die 2.000 Hennen, sondern auch ein Produkt, das selbst Connaisseure zum Schwärmen bringt: der hausgemachte Eierlikör. Ob pur, als Champagner-Trüffel oder weiße Schokoladenkreation – die flüssigen Delikatessen wurden mehrfach mit Gold prämiert. „Wir wurden aus hunderten Einsendungen ausgezeichnet – das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit“, sagt Bell stolz. Sein Geheimnis: Frische Eier, ehrliche Zutaten und viel Geduld.
Neben dem Eierlikör bietet der Hofladen auch luftgetrocknete Nudeln an – hergestellt mit hofeigenen Freilandeiern und einem regionalen Partnerbetrieb. Die Philosophie dahinter: Qualität vor Quantität. Selbst der Trocknungsprozess der Nudeln dauert statt 24 Stunden eine ganze Woche. „Das schmeckt man einfach“, so Bell.
Doch der Hof ist mehr als nur ein landwirtschaftlicher Betrieb. Er ist auch eine Begegnungsstätte – nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere. Denn wer bei Daniel Bell einkauft, lernt auch seine Hühner kennen. Die Tiere sind zutraulich, rennen ihm bis ins Schlafzimmer nach und hören auf seine Stimme. „Ein Huhn ist sehr lernfähig und verzeiht keine Fehler des Halters“, erklärt er. Für Kinder sind sie ideale Haustiere – zum Streicheln, Beobachten und Verantwortungslernen.
Bell selbst sieht sich als Botschafter für artgerechte Hühnerhaltung. Er berät Hobbyfarmer, bietet Junghennen und Sonderrassen an und erklärt geduldig, worauf es bei Stall, Futter und Pflege ankommt. „Behandelt eure Hühner wie eure Kinder“, lautet sein Leitspruch. Auch zur Vogelgrippe und dem weltweiten Eiermangel kann er viel sagen – mit fundiertem Wissen und ehrlicher Leidenschaft.
Daniel Bell ist mehr als ein Landwirt – er ist Unternehmer, Visionär und Genussmensch. Er lebt das Leben, das viele sich erträumen, aber nur wenige wagen: mitten unter Hühnern, mit Herzblut und einem Hauch von Humor. Und wenn man ihn nach seinem Alltag fragt, lächelt er nur und sagt: „Meine Mädels sind pflegeleicht – sie meckern nicht.“
7 Minuten
35 Jahre unterwegs mit Herz, Humor und Hydraulik – das Schaustellerleben des Ewald Böhler
Wenn irgendwo in Vorarlberg ein bunter Rummelplatz mit lachenden Kindern, kreischenden Fahrgästen und dem Duft von gebrannten Mandeln die Luft erfüllt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ewald Böhler seine Finger im Spiel hat. Der sympathische Schausteller aus dem Walgau feiert heuer sein 35-jähriges Jubiläum als reisender Volksfest-Garant – und ist mit seinem Team, seinen Attraktionen und seinem Enthusiasmus nicht mehr aus der regionalen Veranstaltungsszene wegzudenken.
Vom Tischler zum Schausteller
Seinen Weg ins Schaustellerleben fand Böhler nicht über einen Karriereplan, sondern über die Liebe. „Die Liebe führt den Bock zur Ziege“, schmunzelt der gebürtige Tischlermeister, der durch seine Lebensgefährtin Susanne erstmals in diese bunte Welt eintauchte. Seitdem tourt er mit Autodrom, Kinderkarussell, 6D-Kino und Co. quer durchs Land – von Feldkirch bis Lech, über Dornbirn und Bregenz bis hin zu winterlichen Weihnachtsmärkten.
Ein Herz für das Volk
Was ihn antreibt? Die Freude der Menschen. „Wir bringen den Rummelplatz zu den Leuten“, sagt Böhler. Seine Mission: eine bunte, unkomplizierte Auszeit vom Alltag zu schaffen, ganz ohne große Anfahrtswege oder Eintrittsgelder. Der Andrang beim Frühjahrsfest in der Feldkircher Oberau zeigte einmal mehr, wie gut das funktioniert: Lange Warteschlangen, Kinderlachen, ausgelassene Stimmung und viele Stammgäste, die jedes Jahr wiederkommen.
Organisation im XXL-Format
Hinter dem mobilen Vergnügen steckt freilich ein logistisches Großprojekt. Mit rund 100 angemeldeten Fahrzeugen, einem internationalen Team und präzise getakteten Auf- und Abbauzeiten ist Böhlers Schaustellerbetrieb ein mittelständisches Unternehmen mit Herz und Schraubenschlüssel. Drei Tage Aufbau, ein Tag Abbau – dann geht es weiter zur nächsten Station. Und das, je nach Saison, bis zu 40 Mal im Jahr.
Mit Mut, Menschlichkeit und Motoröl
Der Mensch Ewald Böhler beeindruckt durch Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und ein unermüdliches Organisationstalent. „Wenn ich gesund bleibe, verzichte ich auf die Pension und mache weiter“, meint der Schausteller, der nicht nur die Attraktionen betreibt, sondern auch selbst im Kassenhäuschen steht oder Chips verkauft. Besonders wichtig ist ihm sein langjähriges, oft internationales Team. „Ohne sie wäre das alles nicht möglich.“
Ein Herzstück der regionalen Kultur
Volksfeste sind mehr als nur Unterhaltung – sie sind gelebte Tradition. Und Menschen wie Ewald Böhler sind deren wahre Träger. Mit Leidenschaft, Professionalität und einem feinen Gespür für Atmosphäre schafft er Erinnerungen für Generationen. Und das seit 35 Jahren.
Factbox: Ewald Böhler – Der Schausteller
Beruf: Schausteller seit 1989
Fuhrpark: Rund 100 gemeldete Fahrzeuge, stationiert in Bludesch
Einsatzgebiet: Ganz Vorarlberg, Tirol und früher auch die Schweiz
Attraktionen: u.a. Autoscooter, Freestyle, Karussell, 6D-Kino, Kinderzug
Team: International besetzt, langjährige Mitarbeitende
️ Aufbauzeit: ca. 3 Tage pro Standort
Motto: „Wir bringen den Rummel zu den Leuten“
Jubiläum: 35 Jahre Schaustellerbetrieb 2025
Jahresverlauf: Frühjahr- und Herbstmärkte, Weihnachtsmärkte, Events in Lech, Ischgl, St. Anton, Feldkirch, Dornbirn u.v.m.
Wenn irgendwo in Vorarlberg ein bunter Rummelplatz mit lachenden Kindern, kreischenden Fahrgästen und dem Duft von gebrannten Mandeln die Luft erfüllt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ewald Böhler seine Finger im Spiel hat. Der sympathische Schausteller aus dem Walgau feiert heuer sein 35-jähriges Jubiläum als reisender Volksfest-Garant – und ist mit seinem Team, seinen Attraktionen und seinem Enthusiasmus nicht mehr aus der regionalen Veranstaltungsszene wegzudenken.
Vom Tischler zum Schausteller
Seinen Weg ins Schaustellerleben fand Böhler nicht über einen Karriereplan, sondern über die Liebe. „Die Liebe führt den Bock zur Ziege“, schmunzelt der gebürtige Tischlermeister, der durch seine Lebensgefährtin Susanne erstmals in diese bunte Welt eintauchte. Seitdem tourt er mit Autodrom, Kinderkarussell, 6D-Kino und Co. quer durchs Land – von Feldkirch bis Lech, über Dornbirn und Bregenz bis hin zu winterlichen Weihnachtsmärkten.
Ein Herz für das Volk
Was ihn antreibt? Die Freude der Menschen. „Wir bringen den Rummelplatz zu den Leuten“, sagt Böhler. Seine Mission: eine bunte, unkomplizierte Auszeit vom Alltag zu schaffen, ganz ohne große Anfahrtswege oder Eintrittsgelder. Der Andrang beim Frühjahrsfest in der Feldkircher Oberau zeigte einmal mehr, wie gut das funktioniert: Lange Warteschlangen, Kinderlachen, ausgelassene Stimmung und viele Stammgäste, die jedes Jahr wiederkommen.
Organisation im XXL-Format
Hinter dem mobilen Vergnügen steckt freilich ein logistisches Großprojekt. Mit rund 100 angemeldeten Fahrzeugen, einem internationalen Team und präzise getakteten Auf- und Abbauzeiten ist Böhlers Schaustellerbetrieb ein mittelständisches Unternehmen mit Herz und Schraubenschlüssel. Drei Tage Aufbau, ein Tag Abbau – dann geht es weiter zur nächsten Station. Und das, je nach Saison, bis zu 40 Mal im Jahr.
Mit Mut, Menschlichkeit und Motoröl
Der Mensch Ewald Böhler beeindruckt durch Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und ein unermüdliches Organisationstalent. „Wenn ich gesund bleibe, verzichte ich auf die Pension und mache weiter“, meint der Schausteller, der nicht nur die Attraktionen betreibt, sondern auch selbst im Kassenhäuschen steht oder Chips verkauft. Besonders wichtig ist ihm sein langjähriges, oft internationales Team. „Ohne sie wäre das alles nicht möglich.“
Ein Herzstück der regionalen Kultur
Volksfeste sind mehr als nur Unterhaltung – sie sind gelebte Tradition. Und Menschen wie Ewald Böhler sind deren wahre Träger. Mit Leidenschaft, Professionalität und einem feinen Gespür für Atmosphäre schafft er Erinnerungen für Generationen. Und das seit 35 Jahren.
Factbox: Ewald Böhler – Der Schausteller
Beruf: Schausteller seit 1989
Fuhrpark: Rund 100 gemeldete Fahrzeuge, stationiert in Bludesch
Einsatzgebiet: Ganz Vorarlberg, Tirol und früher auch die Schweiz
Attraktionen: u.a. Autoscooter, Freestyle, Karussell, 6D-Kino, Kinderzug
Team: International besetzt, langjährige Mitarbeitende
️ Aufbauzeit: ca. 3 Tage pro Standort
Motto: „Wir bringen den Rummel zu den Leuten“
Jubiläum: 35 Jahre Schaustellerbetrieb 2025
Jahresverlauf: Frühjahr- und Herbstmärkte, Weihnachtsmärkte, Events in Lech, Ischgl, St. Anton, Feldkirch, Dornbirn u.v.m.
14 Minuten
Tito Montero – Der Mann, der Fleisch zum Erlebnis macht
Ein Portrait über den Grillmeister mit südamerikanischer Seele
Wer das „El Toro Loco“ in Schlins betritt, spürt sofort: Hier geht es nicht nur ums Essen – hier wird das Leben gefeiert. Verantwortlich für dieses besondere Erlebnis ist Tito Montero, ein gebürtiger Ecuadorianer, der mit Leidenschaft, Humor und Hingabe ein argentinisches Steakhouse betreibt, das längst Kultstatus erreicht hat.
Tito Montero stammt aus der Amazonasregion Ecuadors – einem Ort, wie er selbst sagt, an dem Menschen ein einfaches, naturverbundenes Leben führen. Vor fast 28 Jahren kam er als gelernter Koch nach Vorarlberg. Nach einigen Stationen in der Gastronomie wagte er vor zwölf Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit – mit Erfolg: Sein „El Toro Loco“, was übersetzt „Der verrückte Stier“ bedeutet, ist heute weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Das Restaurant ist mehr als ein Ort zum Essen. Es ist ein Stück Südamerika mitten in Vorarlberg – voller Lebensfreude, Musik, Lachen und Emotionen. Tito grillt mit Leidenschaft: „Ich bin Griller, Griller, Griller – das ist meine Liebe“, sagt er. Mit zwölf Mitarbeitenden verkauft das „Toro Loco“ rund eine Tonne Fleisch pro Monat – hochwertiges, saftiges Rindfleisch aus Argentinien, das mit argentinischem Wein und Bier serviert wird. Gäste aus Liechtenstein, Deutschland, der Schweiz und natürlich aus Österreich kommen regelmäßig, um Filetsteak, Rib-Eye oder Trikot zu genießen.
„Bei mir geht niemand ruhig essen“, lacht Tito, „es ist lebendig, laut, herzlich – wie in Südamerika eben.“
Tito ist nicht nur Gastgeber mit Leib und Seele, sondern auch leidenschaftlicher Skifahrer. Mittwochs hat das Restaurant Ruhetag – dann trifft man den gebürtigen Ecuadorianer auf der Piste, meist in Brand. „Das ist meine Therapie“, sagt er, „da oben tanke ich Energie für die stressige Arbeit unten.“ Was Tito besonders macht, ist seine Bodenständigkeit, seine Nähe zum Gast – und seine ehrliche Freude am Leben.
Sein Erfolgsgeheimnis? Konstante Qualität, viel Liebe zum Detail – und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Auch durch kleine Geschichten: Etwa die des Gastes, der 2,4 Kilo Fleisch auf einmal verdrückte – plus Pommes, Getränke und ein Eis.
Tito Montero ist mehr als ein Gastronom. Er ist Gastgeber, Entertainer, Genussmensch – ein Unikat, das man erlebt haben muss. Wer das „Toro Loco“ besucht, bekommt mehr als ein Steak. Er bekommt ein Lebensgefühl. Weitere Infos auf www.derpodcaster.com sowie auf www.gsi.news.
Ein Portrait über den Grillmeister mit südamerikanischer Seele
Wer das „El Toro Loco“ in Schlins betritt, spürt sofort: Hier geht es nicht nur ums Essen – hier wird das Leben gefeiert. Verantwortlich für dieses besondere Erlebnis ist Tito Montero, ein gebürtiger Ecuadorianer, der mit Leidenschaft, Humor und Hingabe ein argentinisches Steakhouse betreibt, das längst Kultstatus erreicht hat.
Tito Montero stammt aus der Amazonasregion Ecuadors – einem Ort, wie er selbst sagt, an dem Menschen ein einfaches, naturverbundenes Leben führen. Vor fast 28 Jahren kam er als gelernter Koch nach Vorarlberg. Nach einigen Stationen in der Gastronomie wagte er vor zwölf Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit – mit Erfolg: Sein „El Toro Loco“, was übersetzt „Der verrückte Stier“ bedeutet, ist heute weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Das Restaurant ist mehr als ein Ort zum Essen. Es ist ein Stück Südamerika mitten in Vorarlberg – voller Lebensfreude, Musik, Lachen und Emotionen. Tito grillt mit Leidenschaft: „Ich bin Griller, Griller, Griller – das ist meine Liebe“, sagt er. Mit zwölf Mitarbeitenden verkauft das „Toro Loco“ rund eine Tonne Fleisch pro Monat – hochwertiges, saftiges Rindfleisch aus Argentinien, das mit argentinischem Wein und Bier serviert wird. Gäste aus Liechtenstein, Deutschland, der Schweiz und natürlich aus Österreich kommen regelmäßig, um Filetsteak, Rib-Eye oder Trikot zu genießen.
„Bei mir geht niemand ruhig essen“, lacht Tito, „es ist lebendig, laut, herzlich – wie in Südamerika eben.“
Tito ist nicht nur Gastgeber mit Leib und Seele, sondern auch leidenschaftlicher Skifahrer. Mittwochs hat das Restaurant Ruhetag – dann trifft man den gebürtigen Ecuadorianer auf der Piste, meist in Brand. „Das ist meine Therapie“, sagt er, „da oben tanke ich Energie für die stressige Arbeit unten.“ Was Tito besonders macht, ist seine Bodenständigkeit, seine Nähe zum Gast – und seine ehrliche Freude am Leben.
Sein Erfolgsgeheimnis? Konstante Qualität, viel Liebe zum Detail – und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Auch durch kleine Geschichten: Etwa die des Gastes, der 2,4 Kilo Fleisch auf einmal verdrückte – plus Pommes, Getränke und ein Eis.
Tito Montero ist mehr als ein Gastronom. Er ist Gastgeber, Entertainer, Genussmensch – ein Unikat, das man erlebt haben muss. Wer das „Toro Loco“ besucht, bekommt mehr als ein Steak. Er bekommt ein Lebensgefühl. Weitere Infos auf www.derpodcaster.com sowie auf www.gsi.news.
17 Minuten
Pizzapassion aus Apulien – Rocco Potenza und sein italienisches Herz im Mühleholzmarkt
Wenn jemand seinen Beruf mit Leib und Seele lebt, dann ist es Rocco Potenza. Der gebürtige Schweizer mit italienischen Wurzeln aus Apulien betreibt mit Begeisterung seine Pizzeria im Mühleholzmarkt in Vaduz – und das nicht erst seit gestern. Schon als Teenager half er im Imbisswagen seines Vaters mit, damals in Buchs, wo die Familie Pizza verkaufte. Spätestens da war klar: Die Pizza ist seine Berufung.
Dabei führte ihn sein Weg zunächst über eine Lehre als Heizungsmonteur – auf Wunsch der Mutter –, doch schon zwei Stunden nach Abschluss der Ausbildung war Potenza selbstständig und stand wieder hinter dem Pizzatisch. Erst drei Jahre im Wagen, dann ab 2003 im ersten eigenen Lokal in Vaduz. Heute ist er im Mühleholzmarkt zu finden – mit bester Qualität, ehrlicher Küche und einer Extraportion Leidenschaft.
Was seine Pizza besonders macht? Rocco Potenza überlässt nichts dem Zufall: Von der Hefe über das Mehl bis hin zur Sauce – alles wird in Handarbeit verarbeitet. Seine Zutaten sind hochwertig, keine billige Industrieware. Die Mozzarella stammt aus Fior di Latte, der Schinken ist edel, und selbst die Tomatensauce wird nach hauseigenem Rezept abgeschmeckt und gekocht. Die Pizza wird in einem Ofen mit bis zu 340 Grad in zwei bis drei Minuten gebacken – das perfekte Zusammenspiel aus Zeit, Temperatur und Handwerk.
Auf der Speisekarte finden sich die beliebten Klassiker – Margherita, Prosciutto oder Calabrese – ebenso wie extravagante Kombinationen mit Pistazien, Mortadella oder sogar Ananas. Besonders beliebt ist auch die Pinsa, ein Teig mit mehreren Mehlsorten und besonders lockerer Struktur, die Potenza mit viel Hingabe zubereitet.
Rocco ist kein Verfechter italienischer Dogmen – ob Pizza Hawaii oder scharf mit extra Chili: "Wenn der Gast es wünscht, machen wir das." Nur eines verweigert er: komplett verbrannte Pizzas. "Dunkel ja, aber schwarz nicht", sagt er schmunzelnd.
Rocco Potenza steht für ein Lebensgefühl: ehrliche Gastfreundschaft, liebevolle Zubereitung und Hingabe zum Detail. Auch wenn er im Moment kaum Freizeit hat – seine Familie, seine Gäste und das Pizzaofenfeuer treiben ihn an. Selbst im Zeitalter von 36 Lieferservices allein in Liechtenstein überzeugt er mit Qualität und Kontinuität. Und wer einmal eine Margherita von ihm probiert hat, der weiß: Pizza ist bei Rocco keine Massenware, sondern eine Herzensangelegenheit.
Factbox: Rocco Potenza
Beruf: Pizzaiolo und Gastronom
Geboren: 1980, in der Schweiz
Wurzeln: Lecce, Apulien (Italien)
Restaurant: Pizzeria im Mühleholzmarkt, Vaduz
Spezialität: Pizza und Pinsa in hochwertiger Qualität
Lieblingspizza: Klassische Margherita
Lieferung: Komplettes Liechtenstein und Buchs bis Sennwald
Leitsatz: Qualität gewinnt immer
Website / Kontakt: über Mühleholzmarkt Vaduz
Ein Besuch bei Rocco ist mehr als eine Mahlzeit – es ist ein Stück Italien mitten in Liechtenstein.
Wenn jemand seinen Beruf mit Leib und Seele lebt, dann ist es Rocco Potenza. Der gebürtige Schweizer mit italienischen Wurzeln aus Apulien betreibt mit Begeisterung seine Pizzeria im Mühleholzmarkt in Vaduz – und das nicht erst seit gestern. Schon als Teenager half er im Imbisswagen seines Vaters mit, damals in Buchs, wo die Familie Pizza verkaufte. Spätestens da war klar: Die Pizza ist seine Berufung.
Dabei führte ihn sein Weg zunächst über eine Lehre als Heizungsmonteur – auf Wunsch der Mutter –, doch schon zwei Stunden nach Abschluss der Ausbildung war Potenza selbstständig und stand wieder hinter dem Pizzatisch. Erst drei Jahre im Wagen, dann ab 2003 im ersten eigenen Lokal in Vaduz. Heute ist er im Mühleholzmarkt zu finden – mit bester Qualität, ehrlicher Küche und einer Extraportion Leidenschaft.
Was seine Pizza besonders macht? Rocco Potenza überlässt nichts dem Zufall: Von der Hefe über das Mehl bis hin zur Sauce – alles wird in Handarbeit verarbeitet. Seine Zutaten sind hochwertig, keine billige Industrieware. Die Mozzarella stammt aus Fior di Latte, der Schinken ist edel, und selbst die Tomatensauce wird nach hauseigenem Rezept abgeschmeckt und gekocht. Die Pizza wird in einem Ofen mit bis zu 340 Grad in zwei bis drei Minuten gebacken – das perfekte Zusammenspiel aus Zeit, Temperatur und Handwerk.
Auf der Speisekarte finden sich die beliebten Klassiker – Margherita, Prosciutto oder Calabrese – ebenso wie extravagante Kombinationen mit Pistazien, Mortadella oder sogar Ananas. Besonders beliebt ist auch die Pinsa, ein Teig mit mehreren Mehlsorten und besonders lockerer Struktur, die Potenza mit viel Hingabe zubereitet.
Rocco ist kein Verfechter italienischer Dogmen – ob Pizza Hawaii oder scharf mit extra Chili: "Wenn der Gast es wünscht, machen wir das." Nur eines verweigert er: komplett verbrannte Pizzas. "Dunkel ja, aber schwarz nicht", sagt er schmunzelnd.
Rocco Potenza steht für ein Lebensgefühl: ehrliche Gastfreundschaft, liebevolle Zubereitung und Hingabe zum Detail. Auch wenn er im Moment kaum Freizeit hat – seine Familie, seine Gäste und das Pizzaofenfeuer treiben ihn an. Selbst im Zeitalter von 36 Lieferservices allein in Liechtenstein überzeugt er mit Qualität und Kontinuität. Und wer einmal eine Margherita von ihm probiert hat, der weiß: Pizza ist bei Rocco keine Massenware, sondern eine Herzensangelegenheit.
Factbox: Rocco Potenza
Beruf: Pizzaiolo und Gastronom
Geboren: 1980, in der Schweiz
Wurzeln: Lecce, Apulien (Italien)
Restaurant: Pizzeria im Mühleholzmarkt, Vaduz
Spezialität: Pizza und Pinsa in hochwertiger Qualität
Lieblingspizza: Klassische Margherita
Lieferung: Komplettes Liechtenstein und Buchs bis Sennwald
Leitsatz: Qualität gewinnt immer
Website / Kontakt: über Mühleholzmarkt Vaduz
Ein Besuch bei Rocco ist mehr als eine Mahlzeit – es ist ein Stück Italien mitten in Liechtenstein.
13 Minuten
Wortkunst an der Haltestelle
Im Walgau wird Kunst zum Erlebnis – und Schreiben zur Einladung, genauer hinzuschauen.
Die Schreibtrainerin Eva-Maria Dörn aus Schlins ist eine Frau der leisen, aber eindringlichen Worte. Seit ihrer Kindheit begleitet sie das Schreiben, zunächst nur für die Schublade. Doch ein Literaturwettbewerb Ende der 1990er-Jahre in Lorüns veränderte alles: „Ich habe mich getraut, meine Gedanken öffentlich zu machen – und gleich den ersten Preis gewonnen.“ Seitdem lässt sie das Schreiben nicht mehr los – und sie andere auch nicht.
Denn Eva-Maria Dörn versteht es, Menschen für das Schreiben zu begeistern – und das nicht nur in klassischen Schreibwerkstätten. Als Kunsttherapeutin arbeitete sie viele Jahre mit Kindern, schrieb kleine Theaterstücke und organisierte mit ihnen Straßenperformances. Später absolvierte sie Ausbildungen in Kunsttherapie und Schreibpädagogik. Heute leitet sie Schreibwerkstätten zu den verschiedensten Themen, mit einem Ziel: Menschen zum Ausdruck ihrer inneren Welt zu ermutigen.
Aktuell bringt sie ihre Leidenschaft in das Projekt „Haltestelle Kunst“ ein – eine Kooperation von „Kultur im Walgau“ mit 14 Gemeinden der Region. Gemeinsam mit bildenden Künstlern werden in öffentlichen Bushaltestellen großformatige Bilder ausgestellt, die durch QR-Codes mit literarischen Texten verknüpft sind. Diese Texte entstehen durch Schreibimpulse von Dörn selbst und werden von regionalen Autorinnen und Autoren beigesteuert. Bei einer Schreibwerkstatt wurden die Bilder ausgelost, um gleiche Chancen und kreative Überraschungen zu garantieren.
Was dieses Projekt so besonders macht, ist die Verbindung von Alltag und Kunst. Wer in Nüziders, Bludesch oder Thüringen auf den Bus wartet, entdeckt plötzlich ein Bild – und kann via Smartphone einen Text lesen, der dazu entstanden ist. Kunst wird so mitten im Alltag sichtbar und spürbar. Im Juni folgt dann der Höhepunkt: eine Lesung aller Texte und die Präsentation der Originalwerke im Pfarrheim von Satteins.
Was Eva-Maria Dörn antreibt, ist der Wunsch, dass Menschen ihre Stimme finden – egal ob durch Gedichte, Prosa oder spontane Einfälle. Sie teilt ihr Wissen großzügig, strukturiert mit Mindmaps, Clustering und lyrischen Formen wie Elfchen oder Schneeballgedichten. Und doch lässt sie viel Raum für Individualität. „Das Wichtigste ist, dass der Autor hinter seinem Werk stehen kann“, sagt sie.
Auch privat lebt Dörn die Liebe zur Sprache. Ihre neunjährige Enkeltochter Nele beginnt bereits, eigene Bücher zu schreiben – wenn auch bislang nur mit einem halben Tag Durchhaltevermögen. Eva-Maria Dörn lacht – und fördert das Talent mit Herz und Hingabe. Denn sie weiß: Schreiben kann heilen, verbinden und öffnen. Genau wie ein gutes Kunstprojekt, das dort beginnt, wo niemand damit rechnet – an einer Haltestelle.
Im Walgau wird Kunst zum Erlebnis – und Schreiben zur Einladung, genauer hinzuschauen.
Die Schreibtrainerin Eva-Maria Dörn aus Schlins ist eine Frau der leisen, aber eindringlichen Worte. Seit ihrer Kindheit begleitet sie das Schreiben, zunächst nur für die Schublade. Doch ein Literaturwettbewerb Ende der 1990er-Jahre in Lorüns veränderte alles: „Ich habe mich getraut, meine Gedanken öffentlich zu machen – und gleich den ersten Preis gewonnen.“ Seitdem lässt sie das Schreiben nicht mehr los – und sie andere auch nicht.
Denn Eva-Maria Dörn versteht es, Menschen für das Schreiben zu begeistern – und das nicht nur in klassischen Schreibwerkstätten. Als Kunsttherapeutin arbeitete sie viele Jahre mit Kindern, schrieb kleine Theaterstücke und organisierte mit ihnen Straßenperformances. Später absolvierte sie Ausbildungen in Kunsttherapie und Schreibpädagogik. Heute leitet sie Schreibwerkstätten zu den verschiedensten Themen, mit einem Ziel: Menschen zum Ausdruck ihrer inneren Welt zu ermutigen.
Aktuell bringt sie ihre Leidenschaft in das Projekt „Haltestelle Kunst“ ein – eine Kooperation von „Kultur im Walgau“ mit 14 Gemeinden der Region. Gemeinsam mit bildenden Künstlern werden in öffentlichen Bushaltestellen großformatige Bilder ausgestellt, die durch QR-Codes mit literarischen Texten verknüpft sind. Diese Texte entstehen durch Schreibimpulse von Dörn selbst und werden von regionalen Autorinnen und Autoren beigesteuert. Bei einer Schreibwerkstatt wurden die Bilder ausgelost, um gleiche Chancen und kreative Überraschungen zu garantieren.
Was dieses Projekt so besonders macht, ist die Verbindung von Alltag und Kunst. Wer in Nüziders, Bludesch oder Thüringen auf den Bus wartet, entdeckt plötzlich ein Bild – und kann via Smartphone einen Text lesen, der dazu entstanden ist. Kunst wird so mitten im Alltag sichtbar und spürbar. Im Juni folgt dann der Höhepunkt: eine Lesung aller Texte und die Präsentation der Originalwerke im Pfarrheim von Satteins.
Was Eva-Maria Dörn antreibt, ist der Wunsch, dass Menschen ihre Stimme finden – egal ob durch Gedichte, Prosa oder spontane Einfälle. Sie teilt ihr Wissen großzügig, strukturiert mit Mindmaps, Clustering und lyrischen Formen wie Elfchen oder Schneeballgedichten. Und doch lässt sie viel Raum für Individualität. „Das Wichtigste ist, dass der Autor hinter seinem Werk stehen kann“, sagt sie.
Auch privat lebt Dörn die Liebe zur Sprache. Ihre neunjährige Enkeltochter Nele beginnt bereits, eigene Bücher zu schreiben – wenn auch bislang nur mit einem halben Tag Durchhaltevermögen. Eva-Maria Dörn lacht – und fördert das Talent mit Herz und Hingabe. Denn sie weiß: Schreiben kann heilen, verbinden und öffnen. Genau wie ein gutes Kunstprojekt, das dort beginnt, wo niemand damit rechnet – an einer Haltestelle.
10 Minuten
Vom römischen Musiker zum Vorarlberger Produzenten – eine Geschichte voller Leidenschaft und Kreativität
Im Podcast erzählt er sein Geheimnis, was einen erfolgreichen Song ausmacht - am besten gleich reinhören!
Die Musik war schon immer sein Leben. Marco Adami, ursprünglich aus Rom, ist nicht nur ein leidenschaftlicher Musiker, sondern auch ein erfahrener Musikproduzent. Seit über acht Jahren betreibt er die Colosseum Sound Factory in Rankweil, eines der modernsten Tonstudios in ganz Europa. Hier gibt er lokalen Künstlern ebenso eine Plattform wie internationalen Größen. Sein Weg dorthin war von harter Arbeit, Talent und der Liebe zur Musik geprägt.
Marco Adami wusste früh, dass Musik seine Bestimmung war. Schon als Kind begann er, Gitarre zu spielen und später klassische Gitarre zu studieren. „Ich habe verstanden, dass es meine Liebe war, mein Leben“, erzählt er rückblickend. Seine Karriere nahm Fahrt auf, als er in den 90er-Jahren mit dem renommierten italienischen Produzenten Bruno Zambrini zusammenarbeitete. Er spielte in Bands, experimentierte mit Kassettendecks und Tonbandgeräten und eröffnete schließlich sein erstes eigenes Studio in Rom, das Café Records.
Wie so oft im Leben spielte die Liebe eine entscheidende Rolle. Durch seine Frau Marcella, eine Sizilianerin, die seit über 25 Jahren in Vorarlberg lebt, fand Marco Adami eine neue Heimat. Die Entscheidung, nach Österreich zu ziehen, fiel ihm nicht leicht, aber er fühlte sich hier sofort wohl. „Ich habe ein gutes Gefühl hier, und jetzt bin ich ganz froh und glücklich über diese Entscheidung“, sagt er.
Mit der Colosseum Sound Factory hat Marco Adami eine Anlaufstelle für Musiker geschaffen, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Internationale Künstler wie Tony Hadley von Spandau Ballet, Michael Bolton oder Jazz-Größen wie Don Byron haben bereits mit ihm gearbeitet. Auch heimische Musiker wie Wolfgang Frank, Falco de Jong Luneau oder Georges Nussbaumer zählen zu seinen Klienten. „Unsere Stärke liegt darin, dass wir ein weltweites Netzwerk an Top-Musikern haben, die unsere Produktionen bereichern“, erklärt Adami.
Im Podcast erzählt er sein Geheimnis, was einen erfolgreichen Song ausmacht - am besten gleich reinhören!
Die Musik war schon immer sein Leben. Marco Adami, ursprünglich aus Rom, ist nicht nur ein leidenschaftlicher Musiker, sondern auch ein erfahrener Musikproduzent. Seit über acht Jahren betreibt er die Colosseum Sound Factory in Rankweil, eines der modernsten Tonstudios in ganz Europa. Hier gibt er lokalen Künstlern ebenso eine Plattform wie internationalen Größen. Sein Weg dorthin war von harter Arbeit, Talent und der Liebe zur Musik geprägt.
Marco Adami wusste früh, dass Musik seine Bestimmung war. Schon als Kind begann er, Gitarre zu spielen und später klassische Gitarre zu studieren. „Ich habe verstanden, dass es meine Liebe war, mein Leben“, erzählt er rückblickend. Seine Karriere nahm Fahrt auf, als er in den 90er-Jahren mit dem renommierten italienischen Produzenten Bruno Zambrini zusammenarbeitete. Er spielte in Bands, experimentierte mit Kassettendecks und Tonbandgeräten und eröffnete schließlich sein erstes eigenes Studio in Rom, das Café Records.
Wie so oft im Leben spielte die Liebe eine entscheidende Rolle. Durch seine Frau Marcella, eine Sizilianerin, die seit über 25 Jahren in Vorarlberg lebt, fand Marco Adami eine neue Heimat. Die Entscheidung, nach Österreich zu ziehen, fiel ihm nicht leicht, aber er fühlte sich hier sofort wohl. „Ich habe ein gutes Gefühl hier, und jetzt bin ich ganz froh und glücklich über diese Entscheidung“, sagt er.
Mit der Colosseum Sound Factory hat Marco Adami eine Anlaufstelle für Musiker geschaffen, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. Internationale Künstler wie Tony Hadley von Spandau Ballet, Michael Bolton oder Jazz-Größen wie Don Byron haben bereits mit ihm gearbeitet. Auch heimische Musiker wie Wolfgang Frank, Falco de Jong Luneau oder Georges Nussbaumer zählen zu seinen Klienten. „Unsere Stärke liegt darin, dass wir ein weltweites Netzwerk an Top-Musikern haben, die unsere Produktionen bereichern“, erklärt Adami.
33 Minuten
Von traumhaften Reisen bis zur Theaterbühne – ein Mann mit vielen Facetten
Wenn es um Reisen geht, ist Christian Urban eine der ersten Anlaufstellen in Vorarlberg. Seit 37 Jahren arbeitet er in der Branche, mit Leidenschaft, Fachwissen und einem untrüglichen Gespür für die Wünsche seiner Kunden. Ob Fernreisen, Abenteuertrips oder entspannte Strandurlaube – der gebürtige Feldkircher, der heute in Klaus lebt, ist ein echter Experte. Doch Urban ist mehr als nur ein Reiseberater: Er ist Theatermann, Autor und leidenschaftlicher Erzähler.
Sein Name ist in Vorarlberg untrennbar mit Nachbau Reisen verbunden. Er weiß genau, welche Destinationen im Trend liegen, welche Geheimtipps wirklich lohnenswert sind und wie man auch in schwierigen Situationen eine perfekte Reise plant. „Mallorca ist seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner, Safaris in Tansania boomen, und auch Thailand zieht trotz steigender Preise immer mehr Menschen an“, erklärt Urban. Die Menschen seien nach der Pandemie reiselustiger denn je. Auch die USA – trotz politischer Turbulenzen – stehen weiterhin hoch im Kurs.
Was ihn von Online-Reiseportalen unterscheidet? Erfahrung und persönlicher Service. „Viele kommen zurück ins Reisebüro, nachdem sie online schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wenn es Probleme gibt, sind wir sofort da und kümmern uns. Das ist etwas, was das Internet nicht bieten kann“, sagt Urban. Der enge Kontakt zu langjährigen Partnern weltweit und sein enormes Wissen machen ihn zu einem unschätzbaren Berater für unvergessliche Reisen.
Neben seiner Arbeit im Reisebüro schlägt Urbans Herz für die Bühne. Er war die Idealbesetzung für den „Rankler Jedermann“ – eine Rolle, die er mit Hingabe spielte. „Diese Erfahrung war eine der schönsten meines Lebens“, sagt er rückblickend. Seitdem ist er aktives Mitglied im Spielkreis Götzis, wo er nicht nur als Schauspieler brilliert, sondern auch als Regisseur tätig ist. Mit Inszenierungen wie „Die zwölf Geschworenen“ oder „Das perfekte Geheimnis“ hat er bewiesen, dass er nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne Talent besitzt. Sein neuestes Projekt? Eine Inszenierung von „In 80 Tagen um die Welt“ – eine perfekte Verbindung zu seiner beruflichen Expertise.
Doch Christian Urban ist nicht nur Reisefachmann und Theaterschauspieler – er ist auch Autor. Als Vater dreier Kinder begann er, Geschichten für sie zu erfinden. „Irgendwann waren mir die Gutenachtgeschichten ausgegangen, also dachte ich mir: Warum nicht selbst welche schreiben?“ So entstand der „Habadabaduga“ – eine märchenhafte Figur, die seine Kinder in fantasievolle Abenteuer entführte. Die Geschichten drehten sich um Werte, Abenteuer und kindgerechte Lektionen, verpackt in humorvolle Erzählungen.
Ob als Reiseberater, Schauspieler oder Autor – Urban schöpft seine Inspiration aus seinen Erlebnissen. Seine Reisen führten ihn bereits an die entlegensten Orte der Welt. Besonders beeindruckt hat ihn die „Weiße Wüste“ in Ägypten – eine fast surreal wirkende Landschaft aus weißen Kalksteinskulpturen inmitten der Sandwüste. „Dort habe ich absolute Stille erlebt – kein Wind, kein Geräusch, nichts. Ein unvergesslicher Moment“, schwärmt er.
Für Urban ist Reisen mehr als nur ein Geschäft – es ist eine Leidenschaft. „Wir produzieren Erinnerungen“, sagt er. Seine Kunden kommen nicht nur mit Reiseanfragen, sondern mit Träumen – und er sorgt dafür, dass diese Wirklichkeit werden.
Geboren: in Feldkirch, lebt in Klaus
Beruf: Reiseberater bei Nachbaur Reisen
Spezialisiert auf: Fernreisen, USA-Rundreisen, individuelle Traumreisen
Theater: Spielkreis Götzis, Rankler Jedermann
Regisseur von: „Die zwölf Geschworenen“, „Das perfekte Geheimnis“
Autor: Kinderbuchreihe „Habadabaduga“, Krimis
Lieblingsreiseziele: USA-Westküste, Kanaren, Ägyptens Weiße Wüste
Motto: „Wir produzieren Erinnerungen.“
Ein Leben zwischen Reisen, Bühne und Fantasie – Christian Urban zeigt, wie vielseitig und spannend eine Karriere sein kann, wenn man mit Leidenschaft dabei ist.
Wenn es um Reisen geht, ist Christian Urban eine der ersten Anlaufstellen in Vorarlberg. Seit 37 Jahren arbeitet er in der Branche, mit Leidenschaft, Fachwissen und einem untrüglichen Gespür für die Wünsche seiner Kunden. Ob Fernreisen, Abenteuertrips oder entspannte Strandurlaube – der gebürtige Feldkircher, der heute in Klaus lebt, ist ein echter Experte. Doch Urban ist mehr als nur ein Reiseberater: Er ist Theatermann, Autor und leidenschaftlicher Erzähler.
Sein Name ist in Vorarlberg untrennbar mit Nachbau Reisen verbunden. Er weiß genau, welche Destinationen im Trend liegen, welche Geheimtipps wirklich lohnenswert sind und wie man auch in schwierigen Situationen eine perfekte Reise plant. „Mallorca ist seit Jahrzehnten ein Dauerbrenner, Safaris in Tansania boomen, und auch Thailand zieht trotz steigender Preise immer mehr Menschen an“, erklärt Urban. Die Menschen seien nach der Pandemie reiselustiger denn je. Auch die USA – trotz politischer Turbulenzen – stehen weiterhin hoch im Kurs.
Was ihn von Online-Reiseportalen unterscheidet? Erfahrung und persönlicher Service. „Viele kommen zurück ins Reisebüro, nachdem sie online schlechte Erfahrungen gemacht haben. Wenn es Probleme gibt, sind wir sofort da und kümmern uns. Das ist etwas, was das Internet nicht bieten kann“, sagt Urban. Der enge Kontakt zu langjährigen Partnern weltweit und sein enormes Wissen machen ihn zu einem unschätzbaren Berater für unvergessliche Reisen.
Neben seiner Arbeit im Reisebüro schlägt Urbans Herz für die Bühne. Er war die Idealbesetzung für den „Rankler Jedermann“ – eine Rolle, die er mit Hingabe spielte. „Diese Erfahrung war eine der schönsten meines Lebens“, sagt er rückblickend. Seitdem ist er aktives Mitglied im Spielkreis Götzis, wo er nicht nur als Schauspieler brilliert, sondern auch als Regisseur tätig ist. Mit Inszenierungen wie „Die zwölf Geschworenen“ oder „Das perfekte Geheimnis“ hat er bewiesen, dass er nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne Talent besitzt. Sein neuestes Projekt? Eine Inszenierung von „In 80 Tagen um die Welt“ – eine perfekte Verbindung zu seiner beruflichen Expertise.
Doch Christian Urban ist nicht nur Reisefachmann und Theaterschauspieler – er ist auch Autor. Als Vater dreier Kinder begann er, Geschichten für sie zu erfinden. „Irgendwann waren mir die Gutenachtgeschichten ausgegangen, also dachte ich mir: Warum nicht selbst welche schreiben?“ So entstand der „Habadabaduga“ – eine märchenhafte Figur, die seine Kinder in fantasievolle Abenteuer entführte. Die Geschichten drehten sich um Werte, Abenteuer und kindgerechte Lektionen, verpackt in humorvolle Erzählungen.
Ob als Reiseberater, Schauspieler oder Autor – Urban schöpft seine Inspiration aus seinen Erlebnissen. Seine Reisen führten ihn bereits an die entlegensten Orte der Welt. Besonders beeindruckt hat ihn die „Weiße Wüste“ in Ägypten – eine fast surreal wirkende Landschaft aus weißen Kalksteinskulpturen inmitten der Sandwüste. „Dort habe ich absolute Stille erlebt – kein Wind, kein Geräusch, nichts. Ein unvergesslicher Moment“, schwärmt er.
Für Urban ist Reisen mehr als nur ein Geschäft – es ist eine Leidenschaft. „Wir produzieren Erinnerungen“, sagt er. Seine Kunden kommen nicht nur mit Reiseanfragen, sondern mit Träumen – und er sorgt dafür, dass diese Wirklichkeit werden.
Geboren: in Feldkirch, lebt in Klaus
Beruf: Reiseberater bei Nachbaur Reisen
Spezialisiert auf: Fernreisen, USA-Rundreisen, individuelle Traumreisen
Theater: Spielkreis Götzis, Rankler Jedermann
Regisseur von: „Die zwölf Geschworenen“, „Das perfekte Geheimnis“
Autor: Kinderbuchreihe „Habadabaduga“, Krimis
Lieblingsreiseziele: USA-Westküste, Kanaren, Ägyptens Weiße Wüste
Motto: „Wir produzieren Erinnerungen.“
Ein Leben zwischen Reisen, Bühne und Fantasie – Christian Urban zeigt, wie vielseitig und spannend eine Karriere sein kann, wenn man mit Leidenschaft dabei ist.
21 Minuten
Jörg Adlassnigg – Der Kabarettist, der dem Tod die Stirn bot
Ein Lehrer, ein Kabarettist, ein Kämpfer. Jörg Adlassnigg, in Vorarlberg bekannt für seinen scharfzüngigen Humor, musste vor einigen Jahren die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen: Leben mit abnehmender Lungenkapazität oder eine Lungentransplantation mit ungewissem Ausgang? Seine Geschichte ist eine von Leid, Mut, Hoffnung – und einer zweiten Chance.
Alles begann mit einer tückischen Diagnose: COPD, eine chronische Lungenerkrankung, verstärkt durch ein Lungenemphysem, das seine Lungenbläschen langsam zerstörte. Lange konnte Jörg mit der Krankheit leben, doch ab einem gewissen Punkt gab es nur zwei Optionen: ein langer, qualvoller Verfall oder das Risiko einer Lungentransplantation.
2019 entschied er sich für den riskanten Eingriff – denn seine Lage verschlechterte sich rapide. Er verlor an Gewicht, konnte sich nicht mehr alleine versorgen und litt unter Atemnot, die ihn schließlich ins CO2-Koma stürzte. Nur die sofortige Einlieferung ins Krankenhaus rettete ihm das Leben.
Nach einer Wartezeit von 18 Monaten, in denen jeder Atemzug eine Qual wurde, kam endlich der Anruf: Eine Spenderlunge war verfügbar. Binnen 30 Minuten musste er bereit sein. Das Team in Innsbruck führte die achtstündige Operation durch – mit Erfolg.
Doch der Weg zurück ins Leben war steinig. Das Atmen musste er komplett neu erlernen, und wochenlange Wahnvorstellungen nach der Narkose setzten ihm zu. Doch Jörg kämpfte sich zurück – mit Disziplin, Humor und einer enormen Dankbarkeit gegenüber seinem unbekannten Organspender.
Jörg Adlassnigg war nicht nur Lehrer, sondern über Jahrzehnte ein fester Bestandteil der Vorarlberger Kabarettszene. Mit Größen wie Stefan Vögel, Maria Neuschmid und Gabi Fleisch prägte er das Vorarlberger Volkstheater und brachte mit scharfem Witz die Eigenheiten der Region auf die Bühne.
Doch lange war nicht klar, ob er jemals wieder auf die Bühne zurückkehren würde. Heute, 14 Monate nach der Transplantation, hat er fast 100 % Lungenkapazität, trainiert täglich und denkt langsam über ein mögliches Bühnen-Comeback nach.
Obwohl er sich als neuer Mensch fühlt, sagt Jörg über sich selbst: „Ich bin älter geworden, ich bin ein anderer geworden, aber ich bin derselbe geblieben.“ Seine zweite Chance nutzt er nicht nur für sich selbst, sondern auch, um über die Wichtigkeit von Organspenden zu sprechen.
Seine Geschichte ist ein Appell an die Hoffnung, die Medizin und den menschlichen Überlebenswillen – und vielleicht auch eine Inspiration, ihn bald wieder dort zu sehen, wo er hingehört: auf der Bühne.
Alter: 62 Jahre
Beruf: Lehrer (ehem.), Kabarettist
Diagnose: COPD mit Lungenemphysem
Transplantation: Dezember 2020, Innsbruck
Wartezeit auf Spenderlunge: 18 Monate
Heute: 100 % Lungenkapazität, tägliches Training
Kabarett-Kollegen: Stefan Vögel, Maria Neuschmid, Gabi Fleisch
Zukunft: Mögliches Bühnen-Comeback
Jörg Adlassnigg ist ein Kämpfer mit Humor – und einer neuen Lunge. Sein Überlebenswille, gepaart mit seinem Witz, machen ihn zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat dem Tod ins Gesicht gelacht – und gewonnen.
Der Kampf gegen COPD – Wenn die Luft zum Atmen fehltDie lebensrettende LungentransplantationKabarett, Humor und das Leben danach"Ich bin derselbe geblieben – nur älter und mit einer neuen Lunge"Factbox: Jörg Adlassnigg
Ein Lehrer, ein Kabarettist, ein Kämpfer. Jörg Adlassnigg, in Vorarlberg bekannt für seinen scharfzüngigen Humor, musste vor einigen Jahren die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen: Leben mit abnehmender Lungenkapazität oder eine Lungentransplantation mit ungewissem Ausgang? Seine Geschichte ist eine von Leid, Mut, Hoffnung – und einer zweiten Chance.
Alles begann mit einer tückischen Diagnose: COPD, eine chronische Lungenerkrankung, verstärkt durch ein Lungenemphysem, das seine Lungenbläschen langsam zerstörte. Lange konnte Jörg mit der Krankheit leben, doch ab einem gewissen Punkt gab es nur zwei Optionen: ein langer, qualvoller Verfall oder das Risiko einer Lungentransplantation.
2019 entschied er sich für den riskanten Eingriff – denn seine Lage verschlechterte sich rapide. Er verlor an Gewicht, konnte sich nicht mehr alleine versorgen und litt unter Atemnot, die ihn schließlich ins CO2-Koma stürzte. Nur die sofortige Einlieferung ins Krankenhaus rettete ihm das Leben.
Nach einer Wartezeit von 18 Monaten, in denen jeder Atemzug eine Qual wurde, kam endlich der Anruf: Eine Spenderlunge war verfügbar. Binnen 30 Minuten musste er bereit sein. Das Team in Innsbruck führte die achtstündige Operation durch – mit Erfolg.
Doch der Weg zurück ins Leben war steinig. Das Atmen musste er komplett neu erlernen, und wochenlange Wahnvorstellungen nach der Narkose setzten ihm zu. Doch Jörg kämpfte sich zurück – mit Disziplin, Humor und einer enormen Dankbarkeit gegenüber seinem unbekannten Organspender.
Jörg Adlassnigg war nicht nur Lehrer, sondern über Jahrzehnte ein fester Bestandteil der Vorarlberger Kabarettszene. Mit Größen wie Stefan Vögel, Maria Neuschmid und Gabi Fleisch prägte er das Vorarlberger Volkstheater und brachte mit scharfem Witz die Eigenheiten der Region auf die Bühne.
Doch lange war nicht klar, ob er jemals wieder auf die Bühne zurückkehren würde. Heute, 14 Monate nach der Transplantation, hat er fast 100 % Lungenkapazität, trainiert täglich und denkt langsam über ein mögliches Bühnen-Comeback nach.
Obwohl er sich als neuer Mensch fühlt, sagt Jörg über sich selbst: „Ich bin älter geworden, ich bin ein anderer geworden, aber ich bin derselbe geblieben.“ Seine zweite Chance nutzt er nicht nur für sich selbst, sondern auch, um über die Wichtigkeit von Organspenden zu sprechen.
Seine Geschichte ist ein Appell an die Hoffnung, die Medizin und den menschlichen Überlebenswillen – und vielleicht auch eine Inspiration, ihn bald wieder dort zu sehen, wo er hingehört: auf der Bühne.
Alter: 62 Jahre
Beruf: Lehrer (ehem.), Kabarettist
Diagnose: COPD mit Lungenemphysem
Transplantation: Dezember 2020, Innsbruck
Wartezeit auf Spenderlunge: 18 Monate
Heute: 100 % Lungenkapazität, tägliches Training
Kabarett-Kollegen: Stefan Vögel, Maria Neuschmid, Gabi Fleisch
Zukunft: Mögliches Bühnen-Comeback
Jörg Adlassnigg ist ein Kämpfer mit Humor – und einer neuen Lunge. Sein Überlebenswille, gepaart mit seinem Witz, machen ihn zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat dem Tod ins Gesicht gelacht – und gewonnen.
Der Kampf gegen COPD – Wenn die Luft zum Atmen fehltDie lebensrettende LungentransplantationKabarett, Humor und das Leben danach"Ich bin derselbe geblieben – nur älter und mit einer neuen Lunge"Factbox: Jörg Adlassnigg
13 Minuten
Jürgen Hämmerle aus Dornbirn ist kein gewöhnlicher Weltenbummler. Was als eine einjährige Weltreise begann, entwickelte sich zu einer zehnjährigen Entdeckungsreise durch zahlreiche Länder und Kulturen. Dabei verband er seine größte Leidenschaft – das Klettern – mit dem Erkunden der Welt.
Nach seiner Lehre und einem gut bezahlten, aber stressigen Job in Liechtenstein entschied sich Jürgen, seinen Alltag hinter sich zu lassen. Er kaufte ein günstiges Around-the-World-Ticket und startete seine Reise in die USA, nach Neuseeland, Australien und wieder nach Thailand. Dort begann er, seine Reisen flexibler zu gestalten, ohne vorab fixe Routen zu planen.
Besonders lange hielt es ihn in Mexiko, wo er zunächst für ein halbes Jahr bleiben wollte – daraus wurden mehrere Jahre. Dort fand er durch Zufall heraus, dass es ein Paradies für Kletterer ist, und schloss sich einer Gruppe mexikanischer Roadtrip-Kletterer an, die ihn durch das ganze Land führten.
Schon als Kind war Jürgen vom Klettern fasziniert. Mit 16 Jahren begann er selbst, sich dem Sport zu widmen, der damals noch als gefährlich galt. Heute ist das Klettern für ihn nicht nur Sport, sondern auch eine Möglichkeit, auf Reisen schnell Anschluss zu finden.
Zu seinen Lieblingsorten zählen die Klettergebiete von Mexiko, die berühmten Red Rocks in den USA sowie die vielen Gebirgszüge Europas. Besonders wichtig ist ihm dabei nicht nur die Landschaft, sondern die Menschen, mit denen er klettert – denn das Vertrauen zwischen Kletterpartnern ist essenziell.
Eines seiner skurrilsten Reiseerlebnisse hatte Jürgen in den Red Rocks bei Las Vegas. Dort traf er auf eine Gruppe von mexikanischen Bodybuildern, die ihn überraschend freundlich aufnahmen und ihn einen Monat lang zum Klettern begleiteten. Viele von ihnen waren früh in Gangs verwickelt und fanden durch den Sport einen neuen Lebensweg. Diese Begegnung hat ihn nachhaltig geprägt.
Ein weiteres unvergessliches Abenteuer war der Overland Track in Tasmanien – eine Wanderroute, die normalerweise acht Tage dauert. Da er keine Kochmöglichkeit hatte, entschied sich Jürgen, die Strecke in nur zwei Tagen zu bewältigen – ein waghalsiges, aber erfolgreiches Unterfangen.
Während der Corona-Pandemie reiste Jürgen mit seiner Frau und ihrer Katze in einem Wohnmobil durch Norwegen, Schweden und Dänemark. Sie erlebten das skandinavische Land fast menschenleer – eine einmalige Erfahrung. Besonders Norwegen mit seiner unberührten Natur hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Seit kurzem ist Jürgen Vater einer Tochter, doch seine Reiselust bleibt ungebrochen. In Zukunft möchte er wieder mehr tauchen und sich spontan von den Möglichkeiten überraschen lassen, die das Leben bereithält.
Herkunft: Dornbirn, Vorarlberg
Reisezeit: 10 Jahre, auf mehreren Etappen
Bereiste Länder: Thailand, USA, Neuseeland, Australien, Mexiko, Guatemala, Kuba, Norwegen u. v. m.
Leidenschaft: Klettern, Reisen, Tauchen
Besondere Erlebnisse: Klettertour mit ehemaligen Gangmitgliedern in den USA, Roadtrip durch Mexiko, Tasmanien-Überquerung in Rekordzeit
Nächste Pläne: Tauchen und Reisen mit der Familie
Jürgen Hämmerle zeigt, dass Abenteuer überall warten – ob in den Felsen Mexikos, den Wäldern Skandinaviens oder tief unter Wasser. Wer ihn trifft, spürt sofort seine Begeisterung für das Unbekannte und seine Liebe zur Bewegung. Alle Fotos auf www.derpodcaster.com
Nach seiner Lehre und einem gut bezahlten, aber stressigen Job in Liechtenstein entschied sich Jürgen, seinen Alltag hinter sich zu lassen. Er kaufte ein günstiges Around-the-World-Ticket und startete seine Reise in die USA, nach Neuseeland, Australien und wieder nach Thailand. Dort begann er, seine Reisen flexibler zu gestalten, ohne vorab fixe Routen zu planen.
Besonders lange hielt es ihn in Mexiko, wo er zunächst für ein halbes Jahr bleiben wollte – daraus wurden mehrere Jahre. Dort fand er durch Zufall heraus, dass es ein Paradies für Kletterer ist, und schloss sich einer Gruppe mexikanischer Roadtrip-Kletterer an, die ihn durch das ganze Land führten.
Schon als Kind war Jürgen vom Klettern fasziniert. Mit 16 Jahren begann er selbst, sich dem Sport zu widmen, der damals noch als gefährlich galt. Heute ist das Klettern für ihn nicht nur Sport, sondern auch eine Möglichkeit, auf Reisen schnell Anschluss zu finden.
Zu seinen Lieblingsorten zählen die Klettergebiete von Mexiko, die berühmten Red Rocks in den USA sowie die vielen Gebirgszüge Europas. Besonders wichtig ist ihm dabei nicht nur die Landschaft, sondern die Menschen, mit denen er klettert – denn das Vertrauen zwischen Kletterpartnern ist essenziell.
Eines seiner skurrilsten Reiseerlebnisse hatte Jürgen in den Red Rocks bei Las Vegas. Dort traf er auf eine Gruppe von mexikanischen Bodybuildern, die ihn überraschend freundlich aufnahmen und ihn einen Monat lang zum Klettern begleiteten. Viele von ihnen waren früh in Gangs verwickelt und fanden durch den Sport einen neuen Lebensweg. Diese Begegnung hat ihn nachhaltig geprägt.
Ein weiteres unvergessliches Abenteuer war der Overland Track in Tasmanien – eine Wanderroute, die normalerweise acht Tage dauert. Da er keine Kochmöglichkeit hatte, entschied sich Jürgen, die Strecke in nur zwei Tagen zu bewältigen – ein waghalsiges, aber erfolgreiches Unterfangen.
Während der Corona-Pandemie reiste Jürgen mit seiner Frau und ihrer Katze in einem Wohnmobil durch Norwegen, Schweden und Dänemark. Sie erlebten das skandinavische Land fast menschenleer – eine einmalige Erfahrung. Besonders Norwegen mit seiner unberührten Natur hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Seit kurzem ist Jürgen Vater einer Tochter, doch seine Reiselust bleibt ungebrochen. In Zukunft möchte er wieder mehr tauchen und sich spontan von den Möglichkeiten überraschen lassen, die das Leben bereithält.
Herkunft: Dornbirn, Vorarlberg
Reisezeit: 10 Jahre, auf mehreren Etappen
Bereiste Länder: Thailand, USA, Neuseeland, Australien, Mexiko, Guatemala, Kuba, Norwegen u. v. m.
Leidenschaft: Klettern, Reisen, Tauchen
Besondere Erlebnisse: Klettertour mit ehemaligen Gangmitgliedern in den USA, Roadtrip durch Mexiko, Tasmanien-Überquerung in Rekordzeit
Nächste Pläne: Tauchen und Reisen mit der Familie
Jürgen Hämmerle zeigt, dass Abenteuer überall warten – ob in den Felsen Mexikos, den Wäldern Skandinaviens oder tief unter Wasser. Wer ihn trifft, spürt sofort seine Begeisterung für das Unbekannte und seine Liebe zur Bewegung. Alle Fotos auf www.derpodcaster.com
12 Minuten
Jasmin Torres – Die Stimme Lateinamerikas in Vorarlberg
Jasmin Torres hat einen außergewöhnlichen Weg hinter sich: Geboren in der pulsierenden Metropole Mexiko-Stadt, lebt sie heute im beschaulichen Feldkirch und ist als Radiomoderatorin bei Radio Proton in Dornbirn tätig. Mit ihrer Sendung "Altasur" bringt sie die Vielfalt lateinamerikanischer Musik, Kunst und Kultur nach Vorarlberg und gibt sowohl neuen als auch etablierten Künstlern aus Lateinamerika eine Bühne.
Der Umzug von einer der größten Städte der Welt in das vergleichsweise ruhige Vorarlberg war für Jasmin ein großer Kontrast. Während Mexiko-Stadt mit mehr als 22 Millionen Menschen niemals stillsteht, bietet Vorarlberg eine ganz eigene Lebensqualität – geprägt von Natur, Ruhe und einer anderen Mentalität. Diese Unterschiede haben Jasmin geprägt und ihre Perspektive auf die Welt erweitert. Besonders fasziniert sie, dass in Österreich oft nicht das Geld, sondern die persönliche Zufriedenheit im Mittelpunkt steht.
Jasmin hat mit "Altasur" ein spanischsprachiges Format geschaffen, das nicht nur lateinamerikanische Musik präsentiert, sondern auch Kunst und Kultur aus Lateinamerika nach Europa transportiert. Jeden dritten Mittwoch im Monat um 20 Uhr bringt sie ihren Zuhörern neue Klänge, spannende Künstler und interessante kulturelle Hintergründe näher. Ihr Musikstil ist vielseitig – von traditioneller lateinamerikanischer Musik bis hin zu modernen Fusionen, wie Rock mit Jarocho-Rhythmen oder psychedelischer Cumbia.
Besonders am Herzen liegt ihr, dass "Altasur" mehr ist als nur eine Musiksendung: Es ist ein Ort für Künstler, Denker und kreative Köpfe mit lateinamerikanischer Seele, die ihre Werke und Ideen teilen möchten.
Neben ihrer Arbeit als Radiomoderatorin ist die gelernte Kinderbetreuerin Jasmin eine leidenschaftliche Leserin. Ihre Lieblingsbücher reichen von der chilenischen Poesie Vicente Huidobros bis hin zu Klassikern der amerikanischen Literatur wie "Das Herz ist ein einsamer Jäger" von Carson McCullers. Dieses Buch hat sie so sehr bewegt, dass sie sich ein Tattoo mit den Worten "I'm a stranger in a strange land" stechen ließ – ein Ausdruck ihrer Reise zwischen Kulturen und ihrer tiefen Liebe zur Literatur.
Zusätzlich engagiert sie sich im Theater, liebt es, auf der Bühne zu stehen und neue kreative Herausforderungen anzunehmen.
Jasmin Torres ist weit mehr als eine Radiomoderatorin – sie ist eine Botschafterin der lateinamerikanischen Kultur, die mit Leidenschaft und Hingabe Menschen verbindet. Ihr Leben in Vorarlberg ist eine spannende Mischung aus alten Wurzeln und neuen Perspektiven, und mit "Altasur" schenkt sie ihrer Community einen Raum, um Kunst, Musik und Identität zu feiern.
Wer neugierig auf ihre Sendung geworden ist, kann sie jeden dritten Mittwoch um 20 Uhr auf Radio Proton hören – eine einzigartige Reise durch die musikalische und kulturelle Welt Lateinamerikas, mitten aus Vorarlberg.
Von Mexiko-Stadt nach Vorarlberg – Ein Kultursprung mit Charme"Altasur" – Ein einzigartiges Radioprogramm in VorarlbergLiteratur, Theater und große TräumeFazit: Eine kulturelle Brücke zwischen Lateinamerika und Vorarlberg.
Weitere Infos auf www.derpodcaster.com
Jasmin Torres hat einen außergewöhnlichen Weg hinter sich: Geboren in der pulsierenden Metropole Mexiko-Stadt, lebt sie heute im beschaulichen Feldkirch und ist als Radiomoderatorin bei Radio Proton in Dornbirn tätig. Mit ihrer Sendung "Altasur" bringt sie die Vielfalt lateinamerikanischer Musik, Kunst und Kultur nach Vorarlberg und gibt sowohl neuen als auch etablierten Künstlern aus Lateinamerika eine Bühne.
Der Umzug von einer der größten Städte der Welt in das vergleichsweise ruhige Vorarlberg war für Jasmin ein großer Kontrast. Während Mexiko-Stadt mit mehr als 22 Millionen Menschen niemals stillsteht, bietet Vorarlberg eine ganz eigene Lebensqualität – geprägt von Natur, Ruhe und einer anderen Mentalität. Diese Unterschiede haben Jasmin geprägt und ihre Perspektive auf die Welt erweitert. Besonders fasziniert sie, dass in Österreich oft nicht das Geld, sondern die persönliche Zufriedenheit im Mittelpunkt steht.
Jasmin hat mit "Altasur" ein spanischsprachiges Format geschaffen, das nicht nur lateinamerikanische Musik präsentiert, sondern auch Kunst und Kultur aus Lateinamerika nach Europa transportiert. Jeden dritten Mittwoch im Monat um 20 Uhr bringt sie ihren Zuhörern neue Klänge, spannende Künstler und interessante kulturelle Hintergründe näher. Ihr Musikstil ist vielseitig – von traditioneller lateinamerikanischer Musik bis hin zu modernen Fusionen, wie Rock mit Jarocho-Rhythmen oder psychedelischer Cumbia.
Besonders am Herzen liegt ihr, dass "Altasur" mehr ist als nur eine Musiksendung: Es ist ein Ort für Künstler, Denker und kreative Köpfe mit lateinamerikanischer Seele, die ihre Werke und Ideen teilen möchten.
Neben ihrer Arbeit als Radiomoderatorin ist die gelernte Kinderbetreuerin Jasmin eine leidenschaftliche Leserin. Ihre Lieblingsbücher reichen von der chilenischen Poesie Vicente Huidobros bis hin zu Klassikern der amerikanischen Literatur wie "Das Herz ist ein einsamer Jäger" von Carson McCullers. Dieses Buch hat sie so sehr bewegt, dass sie sich ein Tattoo mit den Worten "I'm a stranger in a strange land" stechen ließ – ein Ausdruck ihrer Reise zwischen Kulturen und ihrer tiefen Liebe zur Literatur.
Zusätzlich engagiert sie sich im Theater, liebt es, auf der Bühne zu stehen und neue kreative Herausforderungen anzunehmen.
Jasmin Torres ist weit mehr als eine Radiomoderatorin – sie ist eine Botschafterin der lateinamerikanischen Kultur, die mit Leidenschaft und Hingabe Menschen verbindet. Ihr Leben in Vorarlberg ist eine spannende Mischung aus alten Wurzeln und neuen Perspektiven, und mit "Altasur" schenkt sie ihrer Community einen Raum, um Kunst, Musik und Identität zu feiern.
Wer neugierig auf ihre Sendung geworden ist, kann sie jeden dritten Mittwoch um 20 Uhr auf Radio Proton hören – eine einzigartige Reise durch die musikalische und kulturelle Welt Lateinamerikas, mitten aus Vorarlberg.
Von Mexiko-Stadt nach Vorarlberg – Ein Kultursprung mit Charme"Altasur" – Ein einzigartiges Radioprogramm in VorarlbergLiteratur, Theater und große TräumeFazit: Eine kulturelle Brücke zwischen Lateinamerika und Vorarlberg.
Weitere Infos auf www.derpodcaster.com
28 Minuten
Manfred Bockelmann – Der malende Zeitzeuge und Bruder von Udo Jürgens
Ein Künstler, der gegen das Vergessen kämpft – Manfred Bockelmann, renommierter Maler und Bruder des legendären Musikers Udo Jürgens, nutzt seine Kunst als Medium der Erinnerung. In diesem bewegenden Podcast spricht er über seine Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“, die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die österreichische Politik sowie seine Familie und die besondere Bedeutung des Liedes „Mein Bruder ist ein Maler“, das sein Leben auf unerwartete Weise beeinflusst hat.
Kunst gegen das Vergessen – Eine Mission der Menschlichkeit
Bockelmann wurde 1943 in Kärnten geboren und erlebte selbst keine unmittelbaren Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Doch die Begegnung mit den ersten Filmaufnahmen aus befreiten Konzentrationslagern erschütterte ihn tief. Die Frage nach der kollektiven Verantwortung und dem Schweigen der Generation seiner Eltern ließ ihn nicht los.
Mit seiner Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesichter ermordeter Kinder des Holocausts sichtbar zu machen. Er zeichnet großformatige Porträts von Kindern und Jugendlichen, die von den Nazis in Auschwitz und anderen Lagern getötet wurden. Dabei geht es ihm nicht nur um künstlerische Verarbeitung, sondern um eine Begegnung mit den Opfern.
„Ich wollte, dass man nicht daran vorbeigehen kann,“ erklärt er. Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist für ihn eine Verpflichtung: „Ich will kein Geld mit dem Holocaust verdienen, aber ich möchte als Künstler meine Stimme erheben.“ Seine Arbeiten wurden bereits im Deutschen Bundestag, im Leopold Museum in Wien und in zahlreichen Schulen ausgestellt, wo sie vor allem junge Menschen sensibilisieren sollen.
Die Schatten der Geschichte – Ein Blick auf die Politik Österreichs
Bockelmann zeigt sich besorgt über aktuelle politische Entwicklungen und warnt davor, aus der Geschichte nicht zu lernen. Die Erstarkung rechter Parteien, die wachsende gesellschaftliche Spaltung und das Vergessen historischer Lektionen machen ihm Angst.
Er zieht Parallelen zur Weimarer Republik: „Damals haben viele Hitler für eine Übergangslösung gehalten – und dann gab es kein Zurück mehr.“ Seine Botschaft ist klar: „Es darf nicht so weit kommen, dass wir wieder in eine Prüfung geraten, die wir nicht bestehen können.“
Seine Kunst ist für ihn auch ein Zeichen des Widerstands – gegen das Vergessen, gegen Gleichgültigkeit und gegen eine Geschichtsverdrängung, die immer wieder ihre Schatten auf die Gegenwart wirft.
Ein Lied, das alles veränderte – „Mein Bruder ist ein Maler“
Seine enge Verbindung zu Udo Jürgens, einem der größten deutschsprachigen Musiker aller Zeiten, hatte ebenfalls großen Einfluss auf sein Leben. Die beiden Brüder verband eine tiefe Freundschaft, trotz der sehr unterschiedlichen Lebenswege.
Jürgens, der unter seinem Geburtsnamen Jürgen Udo Bockelmann zur Welt kam, widmete seinem Bruder das Lied „Mein Bruder ist ein Maler“, das für Manfred Bockelmann einen Wendepunkt bedeutete.
„Plötzlich wussten die Leute, dass ich der Bruder von Udo Jürgens bin,“ erzählt er. „Die Medien begannen, nach mir zu suchen, Galerien waren sich unsicher, ob sie sich auf einen Maler stützen sollten, der durch einen Schlager bekannt wurde.“ Während sein Bruder die Welt der Musik dominierte, blieb Bockelmann in der bildenden Kunst einer kleinen, elitären Gesellschaft bekannt.
Doch das Lied öffnete auch Türen: „Vorurteile muss man überwinden – und wenn man das schafft, gewinnt man neue Fans.“
Ein Leben für die Kunst und die Erinnerung
Ob in seinen beeindruckenden Holocaust-Zeichnungen, seinen kritischen Betrachtungen zur Politik oder der besonderen Beziehung zu seinem berühmten Bruder – Manfred Bockelmann bleibt ein Künstler mit Haltung.
Sein Werk mahnt uns, die Vergangenheit nicht zu vergessen und uns für eine bessere Zukunft einzusetzen. Sein Mut, mit der Kunst unbequeme Wahrheiten zu zeigen, macht ihn zu einer wichtigen Stimme gegen das Vergessen und für die Menschlichkeit.
Jetzt reinhören und mehr erfahren – exklusiv im Podcast mit Manfred Bockelmann!
Ein Künstler, der gegen das Vergessen kämpft – Manfred Bockelmann, renommierter Maler und Bruder des legendären Musikers Udo Jürgens, nutzt seine Kunst als Medium der Erinnerung. In diesem bewegenden Podcast spricht er über seine Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“, die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die österreichische Politik sowie seine Familie und die besondere Bedeutung des Liedes „Mein Bruder ist ein Maler“, das sein Leben auf unerwartete Weise beeinflusst hat.
Kunst gegen das Vergessen – Eine Mission der Menschlichkeit
Bockelmann wurde 1943 in Kärnten geboren und erlebte selbst keine unmittelbaren Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Doch die Begegnung mit den ersten Filmaufnahmen aus befreiten Konzentrationslagern erschütterte ihn tief. Die Frage nach der kollektiven Verantwortung und dem Schweigen der Generation seiner Eltern ließ ihn nicht los.
Mit seiner Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesichter ermordeter Kinder des Holocausts sichtbar zu machen. Er zeichnet großformatige Porträts von Kindern und Jugendlichen, die von den Nazis in Auschwitz und anderen Lagern getötet wurden. Dabei geht es ihm nicht nur um künstlerische Verarbeitung, sondern um eine Begegnung mit den Opfern.
„Ich wollte, dass man nicht daran vorbeigehen kann,“ erklärt er. Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist für ihn eine Verpflichtung: „Ich will kein Geld mit dem Holocaust verdienen, aber ich möchte als Künstler meine Stimme erheben.“ Seine Arbeiten wurden bereits im Deutschen Bundestag, im Leopold Museum in Wien und in zahlreichen Schulen ausgestellt, wo sie vor allem junge Menschen sensibilisieren sollen.
Die Schatten der Geschichte – Ein Blick auf die Politik Österreichs
Bockelmann zeigt sich besorgt über aktuelle politische Entwicklungen und warnt davor, aus der Geschichte nicht zu lernen. Die Erstarkung rechter Parteien, die wachsende gesellschaftliche Spaltung und das Vergessen historischer Lektionen machen ihm Angst.
Er zieht Parallelen zur Weimarer Republik: „Damals haben viele Hitler für eine Übergangslösung gehalten – und dann gab es kein Zurück mehr.“ Seine Botschaft ist klar: „Es darf nicht so weit kommen, dass wir wieder in eine Prüfung geraten, die wir nicht bestehen können.“
Seine Kunst ist für ihn auch ein Zeichen des Widerstands – gegen das Vergessen, gegen Gleichgültigkeit und gegen eine Geschichtsverdrängung, die immer wieder ihre Schatten auf die Gegenwart wirft.
Ein Lied, das alles veränderte – „Mein Bruder ist ein Maler“
Seine enge Verbindung zu Udo Jürgens, einem der größten deutschsprachigen Musiker aller Zeiten, hatte ebenfalls großen Einfluss auf sein Leben. Die beiden Brüder verband eine tiefe Freundschaft, trotz der sehr unterschiedlichen Lebenswege.
Jürgens, der unter seinem Geburtsnamen Jürgen Udo Bockelmann zur Welt kam, widmete seinem Bruder das Lied „Mein Bruder ist ein Maler“, das für Manfred Bockelmann einen Wendepunkt bedeutete.
„Plötzlich wussten die Leute, dass ich der Bruder von Udo Jürgens bin,“ erzählt er. „Die Medien begannen, nach mir zu suchen, Galerien waren sich unsicher, ob sie sich auf einen Maler stützen sollten, der durch einen Schlager bekannt wurde.“ Während sein Bruder die Welt der Musik dominierte, blieb Bockelmann in der bildenden Kunst einer kleinen, elitären Gesellschaft bekannt.
Doch das Lied öffnete auch Türen: „Vorurteile muss man überwinden – und wenn man das schafft, gewinnt man neue Fans.“
Ein Leben für die Kunst und die Erinnerung
Ob in seinen beeindruckenden Holocaust-Zeichnungen, seinen kritischen Betrachtungen zur Politik oder der besonderen Beziehung zu seinem berühmten Bruder – Manfred Bockelmann bleibt ein Künstler mit Haltung.
Sein Werk mahnt uns, die Vergangenheit nicht zu vergessen und uns für eine bessere Zukunft einzusetzen. Sein Mut, mit der Kunst unbequeme Wahrheiten zu zeigen, macht ihn zu einer wichtigen Stimme gegen das Vergessen und für die Menschlichkeit.
Jetzt reinhören und mehr erfahren – exklusiv im Podcast mit Manfred Bockelmann!
10 Minuten
Er ist eine Legende der Beschallungsszene, ein unermüdlicher Wohltäter und ein echter Bose-Fan:Quadro Ernstaus Rankweil/Vorarlberg hat ein großes Ziel – 100.000 Euro Spenden für die DEBRA Schmetterlingskinder. Und er könnte es bald erreichen!
Der gebürtige Kärntner Quadro erzählt in seiner einzigartigen und emotionalen Art und Weise über die unglaubliche Spendenbereitschaft der Menschen – vom Unternehmer bis zum Kind, das sein Taschengeld gibt. Wie hat er es geschafft, so viele Herzen zu berühren? Welche Überraschungen gab es auf seinem Weg?
Höre jetzt rein in diesen inspirierenden Podcast und erfahre, wie eine einzelne Person mit Leidenschaft und Hingabe Großes bewirken kann!
Der gebürtige Kärntner Quadro erzählt in seiner einzigartigen und emotionalen Art und Weise über die unglaubliche Spendenbereitschaft der Menschen – vom Unternehmer bis zum Kind, das sein Taschengeld gibt. Wie hat er es geschafft, so viele Herzen zu berühren? Welche Überraschungen gab es auf seinem Weg?
Höre jetzt rein in diesen inspirierenden Podcast und erfahre, wie eine einzelne Person mit Leidenschaft und Hingabe Großes bewirken kann!