Der musikbegeisterte Volksschullehrer - Martin Schwarz
20 Minuten
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Beschreibung
vor 9 Monaten
Wer Martin Schwarz begegnet, merkt schnell: Hier unterrichtet
jemand nicht nur, hier brennt jemand für den Beruf. Der
62-jährige gebürtige Niederösterreicher hat über Umwege zum
Lehrberuf gefunden - und ihn dann mit umso größerer Leidenschaft
ergriffen. Heute unterrichtet er als Volksschullehrer in
Feldkirch und ist dort weit mehr als "nur" ein Lehrer: Er ist
Bezugsperson, Vorbild, Motivator, Musiker und Mitgestalter einer
besonderen Lernatmosphäre. #schule #lehrer #niederöstereich
#integration #bildung #leidenschaft #montessori #oldschool
Dabei wollte Martin Schwarz ursprünglich gar nicht Lehrer werden.
Nach einer Zeit in der Privatwirtschaft - unter anderem in der
Baubranche - entdeckte er durch eine glückliche Fügung die Welt
der Heilpädagogik. Über eine Ausbildung an der renommierten
Kathi-Lampert-Schule in Götzis führte ihn sein Weg an eine
Sonderschule (Jupident), später absolvierte er berufsbegleitend
das Volksschullehramt. Seit zehn Jahren arbeitet er nun im
Regelschulbereich - mit ungebrochener Begeisterung.
"Ich liebe die Vielseitigkeit", sagt Schwarz. "In der Volksschule
kann ich meine Interessen ausleben - von Mathematik über Sport
bis zur Musik." Seine Klassen profitieren davon: Als
Oberstufenlehrer (3. und 4. Schulstufe) begleitet er die Kinder
durch wichtige Jahre und unterrichtet beinahe alle Fächer selbst.
Besonders wichtig ist ihm dabei die Beziehungsarbeit: "Lernen
funktioniert nur über Beziehung. Wir singen, basteln, reden - so
entsteht Vertrauen."
Ein Herzstück seines Unterrichts ist die Musik. Mit Begeisterung
begleitet Schwarz seine Schülerinnen und Schüler auf der Gitarre
oder am Keyboard, nimmt mit ihnen Lieder auf, stellt eigene CDs
zusammen und lässt auch auf Weihnachtsmärkten oder Schulfeiern
musikalisch von sich hören. "Ich bin kein großer Sänger", meint
er schmunzelnd, "aber ich begleite gern - die Kinder sind die
Stars."
Neben seiner pädagogischen Arbeit ist Martin Schwarz ein
naturverbundener Mensch, der beim Wandern, Radfahren oder
Schwimmen neue Energie tankt. Auch seine Liebe zur Literatur, zu
den Beatles und zu alten Klassikern fließt in seinen Unterricht
ein. Dass er viele Jahre in der Wirtschaft tätig war, macht ihn
zu einem Lehrer mit erweitertem Blickwinkel - eine Qualität, die
nicht nur von den Eltern geschätzt wird, sondern auch den Kindern
zugutekommt.
Kritisch sieht er jedoch das österreichische Bildungssystem, das
Kinder bereits nach der vierten Klasse in unterschiedliche
Schultypen teilt. "Diese frühe Selektion macht allen Beteiligten
Stress - Schülern, Eltern, Lehrern." Auch Digitalisierung in der
Volksschule sieht er differenziert. Er selbst nutzt noch bewusst
eine klassische Kreidetafel: "In dieser Altersstufe geht es um
grundlegende Kompetenzen."
Was Schwarz in seinen Klassen fördert, ist Selbstständigkeit,
Neugierde und Freude am Lernen. Seine Botschaft an die Eltern:
"Hilf mir, es selbst zu tun - das ist der beste Weg, Kinder zu
stärken."
Ein Lehrer aus Berufung - und mit Herz und Ohr für jedes einzelne
Kind.
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