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Episoden
09.06.2026
7 Minuten
Ein Schmerztagebuch klingt nach einer einfachen Sache. In der Praxis wird es entweder gar nicht geführt oder so, dass es eher stört als hilft. Diese Mini-Folge zeigt eine konkrete Form, die in den meisten Fällen trägt: eine schlanke Wochenübersicht statt täglicher Schmerzskala.
Wir schauen darauf, warum die tägliche Notation auf einer Schmerzskala bei manchen kontraproduktiv ist: sie richtet die Aufmerksamkeit auf das Symptom und kann das Erleben verstärken. Stattdessen genügt eine Wochenform mit Schmerznote, Aktivitätsniveau und einem selbst gewählten Begleitfaktor wie Schlaf oder Stress. Nach acht Wochen entsteht eine Linie, die deutlich mehr sagt als jeder einzelne Tag.
Diese Folge ist Teil der Werkzeugkasten-Serie, sechs Mini-Folgen mit praktischen Hinweisen für den Alltag.
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Mehr Inhalte, Downloads & Hintergründe: https://Dem-Schmerz-Gewachsen.de
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Musik: Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro con Moto Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/
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RECHTLICHER HINWEIS
Werbung in eigener Sache Diese Folge enthält Verweise auf meine Website und eigene Inhalte.
Medizinische Grundlage Die Inhalte basieren auf aktueller Fachliteratur und klinischer Erfahrung. **Keine Aufforderung zur Selbstmedikation.**
️ Haftungsausschluss Dieses Video dient der allgemeinen Gesundheitsinformation. Es ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Trotz größter Sorgfalt sind Irrtümer oder Änderungen des Forschungsstands nicht ausgeschlossen.
Datenschutz Weitere Hinweise (z. B. Datenschutz, Impressum): siehe Kanalprofil.
Wir schauen darauf, warum die tägliche Notation auf einer Schmerzskala bei manchen kontraproduktiv ist: sie richtet die Aufmerksamkeit auf das Symptom und kann das Erleben verstärken. Stattdessen genügt eine Wochenform mit Schmerznote, Aktivitätsniveau und einem selbst gewählten Begleitfaktor wie Schlaf oder Stress. Nach acht Wochen entsteht eine Linie, die deutlich mehr sagt als jeder einzelne Tag.
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02.06.2026
5 Minuten
Schmerzschwankungen bei chronischen Schmerzen verunsichern viele Betroffene. Diese Folge ordnet ein, was hinter den Wellen steckt – und warum sie nicht gegen einen Fortschritt sprechen.
Es geht um die Frage, warum ein einzelner schlechter Tag bei chronischen Schmerzen weniger aussagt als viele denken. Wir schauen darauf, wie das Nervensystem auf Schlaf, Stress, Belastung und Wetter reagiert – und warum mehr Schmerz nicht automatisch mehr Schaden bedeutet. Außerdem geht es um den Unterschied zwischen akutem und chronischem Verlauf und um die Frage, welche Zeitfenster aussagekräftig sind.
Im Fokus steht das größere Bild: Wochen- und Monatsverläufe statt Tagesbilanzen. Drei einfache Schritte helfen, Schwankungen besser einzuordnen und im Alltag stabiler zu bleiben.
Die Folge richtet sich an Menschen mit chronischen Schmerzen und ihre Angehörigen.
Ausführlicher in Textform: https://dem-schmerz-gewachsen.de/grundlagen/schmerzschwankungen/
Rückschläge sind kein Zeichen, dass die Therapie nicht wirkt – sie gehören zum Verlauf.
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Im Fokus steht das größere Bild: Wochen- und Monatsverläufe statt Tagesbilanzen. Drei einfache Schritte helfen, Schwankungen besser einzuordnen und im Alltag stabiler zu bleiben.
Die Folge richtet sich an Menschen mit chronischen Schmerzen und ihre Angehörigen.
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26.05.2026
8 Minuten
Fibromyalgie und Stress hängen enger zusammen, als es auf den ersten Blick scheint. Diese Mini-Folge erklärt, was bei Stress im Nervensystem geschieht und warum man bei der Fibromyalgie von einem Nervensystem im Daueralarm sprechen kann.
Im Mittelpunkt steht das Alarmsystem des Körpers. Es reagiert auf Belastung über das vegetative Nervensystem und über die hormonelle Stressachse, und es soll nach einer Belastung wieder herunterfahren. Bei der Fibromyalgie sprechen mehrere Beobachtungen dafür, dass dieses System nicht zuverlässig in den Ruhezustand zurückkehrt. Zusammen mit einer veränderten Schmerzverarbeitung, der zentralen Sensibilisierung, entsteht eine Schleife, in der sich Stress und Schmerz gegenseitig verstärken.
Der Fokus liegt auf dem Verständnis. Stress ist ein wichtiger Faktor, aber nicht die alleinige Ursache der Fibromyalgie. Der Daueralarm ist ein körperlicher Vorgang und kein Zeichen von Schwäche. Zum Schluss geht es darum, was sich tun lässt: warum Bewegung, geschützter Schlaf und Methoden zur Stressregulation dem Nervensystem helfen, die Daueraktivierung mit der Zeit zu verlassen.
Diese Folge richtet sich an Menschen mit Fibromyalgie sowie an Angehörige, die verstehen möchten, warum Belastung die Beschwerden beeinflusst.
Stress erklärt die Fibromyalgie nicht allein. Wer den Daueralarm aber versteht, versteht auch, warum Bewegung, Schlaf und Stressregulation in der Behandlung einen so festen Platz haben.
Wenn Ihnen diese Folge Orientierung gegeben hat, abonnieren Sie den Podcast gern und hinterlassen Sie eine Bewertung.
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Im Mittelpunkt steht das Alarmsystem des Körpers. Es reagiert auf Belastung über das vegetative Nervensystem und über die hormonelle Stressachse, und es soll nach einer Belastung wieder herunterfahren. Bei der Fibromyalgie sprechen mehrere Beobachtungen dafür, dass dieses System nicht zuverlässig in den Ruhezustand zurückkehrt. Zusammen mit einer veränderten Schmerzverarbeitung, der zentralen Sensibilisierung, entsteht eine Schleife, in der sich Stress und Schmerz gegenseitig verstärken.
Der Fokus liegt auf dem Verständnis. Stress ist ein wichtiger Faktor, aber nicht die alleinige Ursache der Fibromyalgie. Der Daueralarm ist ein körperlicher Vorgang und kein Zeichen von Schwäche. Zum Schluss geht es darum, was sich tun lässt: warum Bewegung, geschützter Schlaf und Methoden zur Stressregulation dem Nervensystem helfen, die Daueraktivierung mit der Zeit zu verlassen.
Diese Folge richtet sich an Menschen mit Fibromyalgie sowie an Angehörige, die verstehen möchten, warum Belastung die Beschwerden beeinflusst.
Stress erklärt die Fibromyalgie nicht allein. Wer den Daueralarm aber versteht, versteht auch, warum Bewegung, Schlaf und Stressregulation in der Behandlung einen so festen Platz haben.
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19.05.2026
8 Minuten
Magnesium ist die mit Abstand häufigste Selbstmedikation gegen nächtliche Wadenkrämpfe. Die Studienlage ist allerdings weniger eindeutig, als die Erwartung vermuten lässt.
Diese Mini-Folge ordnet die aktuelle Cochrane-Evidenz zur Wirksamkeit ein. Es geht um die Frage, ob Magnesium bei klassischen nächtlichen Wadenkrämpfen im höheren Lebensalter wirklich nützt, wann ein zeitlich begrenzter Versuch trotzdem sinnvoll sein kann, und welche praktischen Maßnahmen oft mehr bringen.
Der Fokus liegt auf der Trennung zwischen dem belegten Durchschnittsnutzen in Studien und der berechtigten individuellen Frage, ob ein Versuch im konkreten Einzelfall vertretbar ist. Außerdem geht es um Akutmaßnahmen, Vorbeugung und die Frage, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll wird.
Für Betroffene, Angehörige und alle, die Magnesium-Empfehlungen in der eigenen Familie einordnen möchten.
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Garrison, S.R., Korownyk, C.S., Kolber, M.R., Allan, G.M., Musini, V.M., Sekhon, R.K., Dugré, N., 2020. Magnesium for skeletal muscle cramps. Cochrane Database Syst Rev 9, CD009402. https://doi.org/10.1002/14651858.CD009402.pub3
Sebo, P., Cerutti, B., Haller, D.M., 2014. Effect of magnesium therapy on nocturnal leg cramps: a systematic review of randomized controlled trials with meta-analysis using simulations. Fam Pract 31, 7–19. https://doi.org/10.1093/fampra/cmt065
Roffe, C., Sills, S., Crome, P., Jones, P., 2002. Randomised, cross-over, placebo controlled trial of magnesium citrate in the treatment of chronic persistent leg cramps. Med Sci Monit 8, CR326-330.
Barna, O., Lohoida, P., Holovchenko, Y., Bazylevych, A., Velychko, V., Hovbakh, I., Bula, L., Shechter, M., 2021. A randomized, double-blind, placebo-controlled, multicenter study assessing the efficacy of magnesium oxide monohydrate in the treatment of nocturnal leg cramps. Nutr J 20, 90. https://doi.org/10.1186/s12937-021-00747-9
Allen, R.E., Kirby, K.A., 2012. Nocturnal leg cramps. Am Fam Physician 86, 350–355.
Diese Mini-Folge ordnet die aktuelle Cochrane-Evidenz zur Wirksamkeit ein. Es geht um die Frage, ob Magnesium bei klassischen nächtlichen Wadenkrämpfen im höheren Lebensalter wirklich nützt, wann ein zeitlich begrenzter Versuch trotzdem sinnvoll sein kann, und welche praktischen Maßnahmen oft mehr bringen.
Der Fokus liegt auf der Trennung zwischen dem belegten Durchschnittsnutzen in Studien und der berechtigten individuellen Frage, ob ein Versuch im konkreten Einzelfall vertretbar ist. Außerdem geht es um Akutmaßnahmen, Vorbeugung und die Frage, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll wird.
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Garrison, S.R., Korownyk, C.S., Kolber, M.R., Allan, G.M., Musini, V.M., Sekhon, R.K., Dugré, N., 2020. Magnesium for skeletal muscle cramps. Cochrane Database Syst Rev 9, CD009402. https://doi.org/10.1002/14651858.CD009402.pub3
Sebo, P., Cerutti, B., Haller, D.M., 2014. Effect of magnesium therapy on nocturnal leg cramps: a systematic review of randomized controlled trials with meta-analysis using simulations. Fam Pract 31, 7–19. https://doi.org/10.1093/fampra/cmt065
Roffe, C., Sills, S., Crome, P., Jones, P., 2002. Randomised, cross-over, placebo controlled trial of magnesium citrate in the treatment of chronic persistent leg cramps. Med Sci Monit 8, CR326-330.
Barna, O., Lohoida, P., Holovchenko, Y., Bazylevych, A., Velychko, V., Hovbakh, I., Bula, L., Shechter, M., 2021. A randomized, double-blind, placebo-controlled, multicenter study assessing the efficacy of magnesium oxide monohydrate in the treatment of nocturnal leg cramps. Nutr J 20, 90. https://doi.org/10.1186/s12937-021-00747-9
Allen, R.E., Kirby, K.A., 2012. Nocturnal leg cramps. Am Fam Physician 86, 350–355.
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12.05.2026
13 Minuten
Fibromyalgie und Fatigue gehören eng zusammen, werden aber selten getrennt eingeordnet. Diese Mini-Folge erklärt, warum Erschöpfung bei Fibromyalgie eine eigene Symptomdimension ist und was nach der Studienlage tatsächlich auf sie wirkt.
Im Mittelpunkt steht der Unterschied zwischen alltäglicher Müdigkeit, Erschöpfung nach Anstrengung und der Form von Erschöpfung, die für Fibromyalgie typisch ist und medizinisch als Fatigue bezeichnet wird. Warum diese sich nicht einfach durch eine vorausgegangene Anstrengung erklären lässt und durch Schlaf oft nicht ausreichend zurückgeht. Welche Rolle die kognitive Komponente spielt, die im englischsprachigen Raum als Fibro Fog bezeichnet wird. Und welche Mechanismen im Hintergrund stehen: zentrale Netzwerke, die Schmerz, Schlaf, Stimmung und Aufmerksamkeit gemeinsam beeinflussen, Hinweise auf eine Dysregulation der Stressachse, autonome Auffälligkeiten und ein verändertes Muster im Schlaf-EEG.
Der Fokus liegt auf der praktischen Konsequenz. Gemischtes Bewegungstraining mit Kraftanteil reduziert Fatigue in den Cochrane-Daten um etwa dreizehn Prozent. Reines Ausdauertraining alleine ist weniger konsistent und nicht der spezifischste Hebel gegen die Erschöpfung. Pacing senkt die Fatigue nicht direkt, macht den Alltag aber berechenbarer und schafft damit die Voraussetzung dafür, dass Bewegung und andere Strategien dauerhaft durchgehalten werden können. Schlafhygiene und Stressregulation ergänzen das Bild.
Diese Folge richtet sich an Menschen mit Fibromyalgie, die unter anhaltender Erschöpfung leiden und nach einer Einordnung suchen, die jenseits von „mehr schlafen" und „mehr durchhalten" liegt.
Ein spezifisches Medikament gegen Fatigue gibt es bei Fibromyalgie nicht. Wirksam ist die Kombination aus regelmäßiger Bewegung und stabiler Aktivitätssteuerung. Rückschläge und langsame Veränderungen gehören dazu.
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Der Fokus liegt auf der praktischen Konsequenz. Gemischtes Bewegungstraining mit Kraftanteil reduziert Fatigue in den Cochrane-Daten um etwa dreizehn Prozent. Reines Ausdauertraining alleine ist weniger konsistent und nicht der spezifischste Hebel gegen die Erschöpfung. Pacing senkt die Fatigue nicht direkt, macht den Alltag aber berechenbarer und schafft damit die Voraussetzung dafür, dass Bewegung und andere Strategien dauerhaft durchgehalten werden können. Schlafhygiene und Stressregulation ergänzen das Bild.
Diese Folge richtet sich an Menschen mit Fibromyalgie, die unter anhaltender Erschöpfung leiden und nach einer Einordnung suchen, die jenseits von „mehr schlafen" und „mehr durchhalten" liegt.
Ein spezifisches Medikament gegen Fatigue gibt es bei Fibromyalgie nicht. Wirksam ist die Kombination aus regelmäßiger Bewegung und stabiler Aktivitätssteuerung. Rückschläge und langsame Veränderungen gehören dazu.
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Über diesen Podcast
„Dem-Schmerz-Gewachsen” mit Anästhesist und Schmerztherapeut Robert
Bonnemann ist Ihr Podcast rund um spezielle Schmerztherapie und
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