Schmerz scheint eindeutig zu sein, ist es aber nicht. Diese Folge
eröffnet die dritte Staffel von Dem Schmerz gewachsen und legt
das erste Fundament: Was ist Schmerz, und wofür ist er da.
Wir schauen auf die klassische Vorstellung, in der Schmerz ein
Signal ist, das mechanisch durch den Körper läuft. Diese
Vorstellung beschreibt akuten Schmerz brauchbar, scheitert aber
bei chronischen Schmerzen. Dass Schmerz eine Erfahrung ist und
kein Reiz, der unverändert durchgereicht wird, steht in der
Definition der internationalen Schmerzgesellschaft schon seit
1979. Die Revision von 2020 hat präzisiert, was daraus folgt:
Schmerz kann sich anfühlen wie bei einer Gewebeschädigung, auch
wenn keine nachweisbar ist.
Aus dieser Definition folgen drei klinisch relevante Aussagen,
die in der ganzen Staffel wiederkehren werden: Schmerz ist nicht
Beweis für Schaden, Schmerz ist nicht eingebildet, und Schmerz
kann bestehen bleiben, ohne dass ein Befund dazu passt.
Die Folge richtet sich an Menschen mit chronischen Schmerzen und
ihre Angehörigen. Sie eröffnet eine Staffel, die als
zusammenhängender Bogen angelegt ist: drei Folgen Rahmen, fünf
zur Mechanik chronischer Schmerzen, vier zu der Frage, ob sich
durch eine andere Einordnung etwas ändert.
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Bücher zum Thema: Die Patientenleitfäden zur Schmerzkompass-Reihe
stehen unter https://www.deschge.de/buecher/
Musik: Piano Sonata No. 2 in F major Op. 1b, I bis III. Allegro
con Moto Steven O'Brien – https://www.steven-obrien.net/
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