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apolut: Tagesdosis
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vor 1 Woche
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Laut dem Oil Market Report der Internationalen Energieagentur
(IEA), der am 12. August veröffentlicht wurde, wird das globale
Öl-Defizit in diesem Quartal bei rund 1,8 Millionen Barrel pro
Tag liegen.
Der IEA Oil Market Report (OMR) zählt zu den weltweit
maßgebendsten, aktuellen Quellen für Daten, Prognosen und
Analysen zum globalen Ölmarkt. Er enthält detaillierte
Statistiken und Kommentare zu Angebot, Nachfrage, Lagerbeständen,
Preisen und Raffinerietätigkeit sowie zum Ölhandel der
IEA-Staaten und ausgewählter Nicht-IEA-Länder. [1].
Die IEA hat ihre Prognose für das globale Ölangebot im Jahr 2026
drastisch nach unten korrigiert. Die Produktion werde in diesem
Jahr um 4,3 Millionen Barrel pro Tag einbrechen, nachdem die
Wiedereröffnung der Straße von Hormus gescheitert sei und den
Markt tiefer in ein Defizit treibe. Die neue Prognose fällt
deutlich schlechter aus als der noch im Vormonat erwartete
Rückgang von 3,7 Millionen Barrel pro Tag und würde das globale
Angebot auf 102,02 Millionen Barrel pro Tag drücken – den
niedrigsten Wert, den die Agentur bisher für 2026 veranschlagt
hat.
Als Gründe für das anhaltend knappe Angebot nannte die IEA die
Sperrung der Straße von Hormus, die US-Blockade iranischer
Exporte, Angriffe in der Straße von Bab el-Mandeb sowie
reduzierte kasachische CPC-Blend-Exporte. Gleichzeitig zerstöre
der Angebotsschock auch die Nachfrage. Die IEA rechnet inzwischen
damit, dass der globale Ölverbrauch in diesem Jahr um 1,6
Millionen Barrel pro Tag schrumpfen werde, weil hohe Preise und
eingeschränkte Lieferungen von Raffinerieprodukten die
Verbraucher – vor allem in Asien und im Nahen Osten – zu
Einsparungen zwingen würden.
Auch die Raffineriekapazitäten erweisen sich zunehmend als
Engpass. Die globale Rohölverarbeitung lag im Juli fünf Millionen
Barrel pro Tag unter dem Vorjahreswert, während die russischen
Raffineriekapazitäten nach ukrainischen Drohnenangriffen mit 3,9
Millionen Barrel pro Tag nahe einem 20-Jahres-Tief verharrten.
Die russischen Kraftstoffexporte stürzten auf 1,4 Millionen
Barrel pro Tag ab – fast die Hälfte des Niveaus vom Juli 2025.
An dieser Stelle sei ein Hinweis auf die vergeblichen Appelle von
J. D. Vance an den ukrainischen Kriegsherren „Präsident“
Selenskyj eingefügt: Der US-Vizepräsident hatte Selenskyj
eindringlich aufgefordert, Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer
zu unterlassen, die kasachisches Öl in den Westen transportieren,
und auch die Zerstörung russischer Raffinerien einzustellen, um
dadurch mehr dringend benötigten Diesel auf den Weltmarkt zu
bringen. Selenskyj ignorierte diese Forderungen vollständig. Die
anhaltende Knappheit an fossilen Brennstoffen zehrt unterdessen
sowohl in den USA als auch in Europa an den Lagerbeständen. Die
IEA schätzt, dass die globalen Vorräte seit Beginn des
Iran-Krieges um 410 Millionen Barrel gesunken sind. Die
beobachteten Bestände fielen im Juli erstmals seit April 2025
unter 7,9 Milliarden Barrel.
Für 2027 prognostiziert die Agentur zwar, dass das Angebot die
Nachfrage um 4,61 Millionen Barrel pro Tag übersteigen könnte.
Diese optimistische Annahme basiert jedoch darauf, dass die
Kampfhandlungen im Nahen Osten deeskalieren und die
unterbrochenen Öl-Flüsse wiederhergestellt werden.
Die jüngste IEA-Bewertung, die sich auf konkrete Daten stützt,
steht in krassem Widerspruch zu den Behauptungen von Präsident
Trump, die Öl-Flüsse aus dem Nahen Osten seien wieder
normalisiert und die USA hätten die volle Kontrolle über die
Straße von Hormus.
...https://apolut.net/strasse-von-hormus-offen-geschlossen-wer-kontrolliert-sie-von-rainer-rupp/
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