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12.01.2026
8 Minuten
Trumps nächster Coup: Grönland oder Iran?
Ein Kommentar von Paul Clemente.
Das war ein voller Erfolg. Mögen Oppositionelle im In- und
Ausland noch so aufschreien. Der Angriff auf Venezuela hat Trump
nicht nur Zugriff auf Erdöl und Bodenschätze ermöglicht. Nein, er
hat vor allem gezeigt: Die USA kann kriegerische Interventionen
ohne Verluste durchziehen. Kein einziger US-Soldat kam ums Leben.
Keiner. Null. Eine beispiellos minimierte Schadensbilanz. Das
gibt Mut zu neuen Taten. Zumal der Venezuela-Coup dem
US-Präsidenten ein erfreuliches Nachspiel bot: Die Erfüllung
eines lang gehegten Traumes: Den Friedensnobelpreis. Ja, den
bekommt er. Kein Witz. Noch irrer: Die Verleihung findet nicht in
Oslo statt, sondern in Washington. Ohne langweiliges
Zeremoniell.
Verantwortlich für diese Verleihung ist María Corina Machado,
venezolanische Oppositionspolitikerin und Trägerin des
Friedensnobelpreises. Gegenüber Fox News erklärte sie, dass sie
ihre Auszeichnung gerne an den Helden im Weißen Haus
weiterreichen möchte. O-Ton:
„Es ist noch nicht passiert. Aber ich würde ihm sicherlich
gerne persönlich sagen, dass wir – das venezolanische Volk, denn
dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese
Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.“
O lala. Friedensnobelpreis für den Bruch des Völkerrechts: Das
ist der feuchte Traum aller Machtpolitiker.
Wenige Tage nach Frau Machados Ankündigung jammerte das
Nobel-Institut in Oslo:
„Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere
übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die
Entscheidung endgültig".
Natürlich lassen Trump solche Einwände kalt. Der Ex-Baulöwe weiß:
Nur Schwächlinge befolgen Regeln. Frau Machados Angebot sei eine
„große Ehre“. Er werde die Auszeichnung annehmen. Ohnehin sei es
„eine große Schande für Norwegen“, dass er den Preis nicht gleich
erhalten habe.
Dieser Anspruch irritiert. Schließlich hatte die Chefin des
US-Southern Command erst letzte Woche gestanden: Ziel der
Intervention war keine Demokratisierung von Venezuela, sondern
die Kontrolle über Öl, Lithium, Gold und seltenen Erden. Wie auch
immer: Frau Machado will nächste Woche nach Washington reisen,
Trump besuchen und ihm die langersehnte Medaille
überreichen.
Ebenso schräg wie Trumps Anspruch auf den Friedensnobelpreis
wirkte die Rede von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Der
konstatierte: Der Angriff auf Venezuela sei „in der Tat der
Wertebruch unseres wichtigsten Partners USA.“ Wertebruch? Hat die
USA sich jemals für das Völkerrecht interessiert? Hat Steinmeier
wirklich bis letzte Woche vom Werte-Westen geträumt? Sein
anschließender Appell: Man müsse verhindern, „dass sich die Welt
in eine Räuberhöhle verwandelt, in der sich die Skrupellosesten
nehmen, was sie wollen“ und „kleine und schwächere Staaten
gänzlich ohne Schutz dastehen.“ Aber wie soll man sie schützen?
Natürlich durch Aufrüstung. O-Ton Steinmeier:
„Wir dürfen eben nicht schwach sein.“
...https://apolut.net/gronland-oder-iran-von-paul-clemente/
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12.01.2026
8 Minuten
Trumps nächster Coup: Grönland oder Iran?
Ein Kommentar von Paul Clemente.
Das war ein voller Erfolg. Mögen Oppositionelle im In- und
Ausland noch so aufschreien. Der Angriff auf Venezuela hat Trump
nicht nur Zugriff auf Erdöl und Bodenschätze ermöglicht. Nein, er
hat vor allem gezeigt: Die USA kann kriegerische Interventionen
ohne Verluste durchziehen. Kein einziger US-Soldat kam ums Leben.
Keiner. Null. Eine beispiellos minimierte Schadensbilanz. Das
gibt Mut zu neuen Taten. Zumal der Venezuela-Coup dem
US-Präsidenten ein erfreuliches Nachspiel bot: Die Erfüllung
eines lang gehegten Traumes: Den Friedensnobelpreis. Ja, den
bekommt er. Kein Witz. Noch irrer: Die Verleihung findet nicht in
Oslo statt, sondern in Washington. Ohne langweiliges
Zeremoniell.
Verantwortlich für diese Verleihung ist María Corina Machado,
venezolanische Oppositionspolitikerin und Trägerin des
Friedensnobelpreises. Gegenüber Fox News erklärte sie, dass sie
ihre Auszeichnung gerne an den Helden im Weißen Haus
weiterreichen möchte. O-Ton:
„Es ist noch nicht passiert. Aber ich würde ihm sicherlich
gerne persönlich sagen, dass wir – das venezolanische Volk, denn
dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese
Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.“
O lala. Friedensnobelpreis für den Bruch des Völkerrechts: Das
ist der feuchte Traum aller Machtpolitiker.
Wenige Tage nach Frau Machados Ankündigung jammerte das
Nobel-Institut in Oslo:
„Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere
übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die
Entscheidung endgültig".
Natürlich lassen Trump solche Einwände kalt. Der Ex-Baulöwe weiß:
Nur Schwächlinge befolgen Regeln. Frau Machados Angebot sei eine
„große Ehre“. Er werde die Auszeichnung annehmen. Ohnehin sei es
„eine große Schande für Norwegen“, dass er den Preis nicht gleich
erhalten habe.
Dieser Anspruch irritiert. Schließlich hatte die Chefin des
US-Southern Command erst letzte Woche gestanden: Ziel der
Intervention war keine Demokratisierung von Venezuela, sondern
die Kontrolle über Öl, Lithium, Gold und seltenen Erden. Wie auch
immer: Frau Machado will nächste Woche nach Washington reisen,
Trump besuchen und ihm die langersehnte Medaille
überreichen.
Ebenso schräg wie Trumps Anspruch auf den Friedensnobelpreis
wirkte die Rede von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Der
konstatierte: Der Angriff auf Venezuela sei „in der Tat der
Wertebruch unseres wichtigsten Partners USA.“ Wertebruch? Hat die
USA sich jemals für das Völkerrecht interessiert? Hat Steinmeier
wirklich bis letzte Woche vom Werte-Westen geträumt? Sein
anschließender Appell: Man müsse verhindern, „dass sich die Welt
in eine Räuberhöhle verwandelt, in der sich die Skrupellosesten
nehmen, was sie wollen“ und „kleine und schwächere Staaten
gänzlich ohne Schutz dastehen.“ Aber wie soll man sie schützen?
Natürlich durch Aufrüstung. O-Ton Steinmeier:
„Wir dürfen eben nicht schwach sein.“
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09.01.2026
12 Minuten
Teheran droht mit präemptiven Schlägen
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Die jüngsten Unruhen im Iran begannen am 28. Dezember 2025 in
Teheran. Auslöser war ein massiver Einbruch der iranischen
Währung, des Rial (auf ein Rekordtief), was zu starken
Preissteigerungen bei importierten Waren, vor allem Lebensmitteln
führte. Das wiederum hatte Streiks und Schließungen von
Geschäften im Großen Basar der Hauptstadt zur Folge.
Die Proteste richteten sich zunächst gegen die anhaltende
Wirtschaftskrise durch den kollektiven Westens seit Jahren mit
Handelssperren sanktionierten und boykottierten Landes. Die
wirtschaftlich motivierten Protestdemonstrationen weiteten sich
in den nachfolgenden Tagen auf weitere große Städte im Iran
aus.
Dann erschienen plötzlich politische Parolen auf den
mitgebrachten Plakaten, mit Slogans zum Sturz der Regierung, der
Entmachtung des Obersten religiösen Staatsführers Ali Khamenei
und mit Forderungen nach einem Regimewechsel. Letztere steigerten
sich in den letzten Tagen sogar Forderungen – wenn auch
vereinzelt – nach der Rückkehr des im US-Exil lebenden Sohns der
von der islamischen Revolution davon gejagten US-Marionette Schah
Reza Pahlavi. Derweil war vor wenigen Tagen Seine Königliche
Majestät Reza Pahlavi Junior in einer aufwendig inszenierten
Massenveranstaltung in den USA als „rechtmäßiger Thronfolger“ und
„der Opposition“ in Iran gefeiert worden.
Bis Anfang Januar 2026 hatten sich die Demonstrationen laut
westlicher Medien auf zahlreiche Städte und knapp 20 von 31
Provinzen des Landes ausgeweitet. Sicherheitskräfte gingen laut
der Westmedien hart vor, mit Berichten über Tote unter den
Demonstranten (Schätzungen zwischen 19–36) und Hunderte Verletzte
und über 2.000 Festnahmen. Diese Welle wird von den
gleichgeschalteten Westmedien als eine der größten
Herausforderungen für das Regime seit den Protesten von 2022/2023
dargestellt, weil die wirtschaftliche Not noch durch regionale
Konflikte und internationale Spannungen (u. a. Drohungen aus den
USA) verstärkt würde.
Im Vergleich zur alarmistischen Darstellung der Lage im Westen,
war die öffentliche Erklärung des obersten nationalen
Sicherheitsbeamten des Irans, Ali Larijani, unaufgeregt und
nüchtern. Larijani betonte, dass die iranischen Behörden zwischen
legitimen wirtschaftlichen Beschwerden und Sabotageakten sehr
wohl unterscheiden. Die Proteste wegen des scharfen Verfalls des
Rial würden von den Behörden als berechtigtes Anliegen
anerkannt.
Zugleich warf Larijani Washington und Israel jedoch vor, die
Proteste für politische Sabotage und terroristische Aktivitäten
mit speziell für solche Situationen ausgebildeten Agenten zur
Destabilisierung des Irans auszunutzen. Deshalb warnte Larijani
Donald Trump, dass jede amerikanische Einmischung in die inneren
Angelegenheiten Irans die Region destabilisieren und dadurch auch
US-Interessen dort zerstören würde. Er warnte die amerikanische
Öffentlichkeit vor den Risiken für ihre Soldaten in der Region.
Der iranische Generalstaatsanwalt Mohammad Movahedi-Azad
kritisierte die einseitigen und extraterritorialen Sanktionen der
USA und der EU und merkte an, dass solche Maßnahmen, wenn sie den
Zugang zu wesentlichen Gütern, Medikamenten,
Finanzdienstleistungen und lebenswichtigen Ressourcen
einschränken, „nur schwer von dem Konzept der Kollektivstrafe zu
trennen sind“, die laut Völkerrecht ein Verbrechen ist. Auch der
Generalstaatsanwalt Movahedi-Azad betonte die Notwendigkeit,
rechtmäßigen Protest klar von kriminellem Verhalten
abzugrenzen:
...https://apolut.net/usa-eskaliert-gegen-khamenei-von-rainer-rupp/
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08.01.2026
12 Minuten
Der hilflose Appell eines Kanzlers in der
wirtschaftlichen Sackgasse
Ein Kommentar von Janine Beicht.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat zu Beginn des Jahres 2026 einen
vierseitigen Brief an die Abgeordneten der Koalition aus Union
und SPD gerichtet, in dem er die wirtschaftliche Lage als
teilweise sehr kritisch (1) beschreibt und Reformen einfordert.
Dieser Schritt offenbart jedoch weniger eine entschlossene
Führung als vielmehr die Ratlosigkeit einer Regierung, die an
ihren eigenen ideologischen Fesseln scheitert und weiterhin auf
einem Kurs beharrt, der Deutschland seit Jahren in den Abgrund
treibt.
Die bittere Bilanz einer stagnierenden
Volkswirtschaft
Deutschland befindet sich seit Jahren in einer tiefgreifenden
Krise, die weit über konjunkturelle Schwankungen hinausgeht. Das
Bruttoinlandprodukt wuchs 2025 lediglich um magere 0,2 Prozent,
wie der Internationale Währungsfonds schätzte (2), und bleibt
damit auf dem Niveau von 2019 stecken, während andere Länder wie
die USA und China längst wieder kräftig zulegen. Die Industrie,
einst Rückgrat des deutschen Erfolgs, schrumpft seit vier Jahren
in Folge, während sie in anderen europäischen Staaten wächst.
Exporte brechen ein, besonders im Schlüsselmarkt China, wo sie um
mehr als zwölf Prozent sanken, und in den USA um fast acht
Prozent. China, einst größter Abnehmer deutscher Güter, ist nun
nur noch auf Platz sechs abgerutscht, weil die Volksrepublik
immer mehr selbst produziert, was früher aus Deutschland kam. (3)
Die Top-100-Unternehmen verzeichneten zwar einen leichten
Umsatzanstieg auf 1,55 Billionen Euro, doch ihre Gewinne vor
Steuern und Zinsen brachen um 15 Prozent auf 102 Milliarden Euro
ein. Besonders brutal traf es die Autobauer mit einem
Gewinneinbruch von 46 Prozent und die Chemiekonzerne mit minus 71
Prozent. Seit 2023 verschwanden bei diesen Konzernen rund 100.000
Stellen, allein 2025 weitere 17.500. (4)
Der Arbeitsmarkt wirkt starr. Die Quote liegt bei 6,1 Prozent,
doch wer einmal den Job verliert, findet kaum einen neuen, da die
Abgangsrate aus der Arbeitslosigkeit auf einen Tiefstand gesunken
ist. Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit,
beschreibt den Markt als „starr wie ein Brett“, betont, dass
keine Arbeitnehmergruppe vor Verlust geschützt sei. Unternehmen
wie Bosch und Audi strecken Abbaupläne über Jahre, decken sie
teilweise durch Pensionierungen ab, doch der Druck wächst. 22 von
46 Wirtschaftsverbänden rechnen 2026 mit weiterem Stellenabbau,
vor allem in Metall, Chemie, Stahl, Autoindustrie, Maschinenbau
und Handwerk (4).
Die erschreckenden Zahlen spiegeln nur einen Teil der Realität
wider. Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts für
Weltwirtschaft, bringt das wirtschaftliche Desaster in einem
Interview mit der Frankfurter Allgemeinen auf den Punkt:
„Wir haben es aber bis heute nicht geschafft, eine Strategie
vorzulegen, wie wir das Geld sinnvoll ausgeben und gleichzeitig
mehr Sicherheit und europäische Unabhängigkeit, industrielle
Impulse und ein technologisches Upgrade hinbekommen. Wir machen im
Prinzip so weiter wie bisher, nur mit mehr Geld. Wenn sich nichts
ändert, werden wir bis zum Ende des Jahrzehnts im Blindflug eine
halbe Billion ausgeben und am Ende genauso abhängig sein von den
USA wie bisher. Das geht besser.“ Moritz Schularick | Frankfurter
Allgemeine (5)
https://apolut.net/der-hilflose-appell-von-janine-beicht/
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07.01.2026
21 Minuten
Die venezolanische Führung hat anscheinend nach
jahrelangem Wirtschaftskrieg und wachsendem militärischen Druck
der USA kapituliert – trotz russischer sowie chinesischer
Unterstützung – und aus Selbsterhaltungstrieb den eigenen
Präsidenten geopfert.
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Hatte die venezolanische Führung vor dem Angriff der USA in der
Nacht zum 3. Januar 2026 bereits kapituliert und die Entführung
von Präsident Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores als
„Bauernopfer“ zugelassen? Stand der Nachfolger von Hugo Chavéz
einer Einigung mit Washington noch im Weg, weshalb er „geopfert“
wurde?
Die Leichtigkeit, mit der das US-Militär in Venezuela eindringen
und den Präsidenten des souveränen Landes entführen konnte, sorgt
für Fragen. Sie widerspricht nicht nur der Tatsache, dass das
venezolanische Militär aufgrund seiner zum Teil modernen
russischen Ausrüstung als eines der besten in Lateinamerika galt.
Sie konterkariert auch die Parolen der Führung unter Maduro von
der unbedingten Verteidigungsbereitschaft angesichts des
US-Aufmarsches in der Karibik.
Der ungarische Journalist Gábor Stier erinnerte in einem
aktuellen Beitrag zum Thema daran, dass im Februar 2022 russische
Hubschrauber die ukrainische Grenze überquerten in Richtung des
Flughafens Hostomel bei Kiew. Dabei schossen die Ukrainer vier
Maschinen ab und vernichteten teilweise eine russische
Elite-Luftlandeeinheit beim Kampf um den Flughafen. Russlands
Streitkräfte zogen sich einen Monat später aus dem Norden des
Landes zurück, erinnert Stier. Im Fall Venezuelas geschah nichts
dergleichen, außer einigen Beschädigungen an
US-Kampfhubschraubern und verletzten US-Elitesoldaten, wie
US-Präsident Donald Trump erklärte – neben mindestens 80 Toten
auf venezolanischer Seite, darunter kubanische Spezialkräfte, die
Maduro beschützten.
Es gibt Berichte und Informationen, die darauf hindeuten, dass
Maduro von seinen eigenen Leuten „geopfert“ wurde, um einen
großangelegten US-Angriff auf das geschundene Land abzuwenden.
Vermutungen, dass die Maduro-Stellvertreterin und jetzige
Interimspräsidentin Delcy Rodríguez eine CIA-Agentin ist, dürften
falsch sein. Aber sie scheint eine Rolle im Vorfeld der
Blitzentführung des venezolanischen Präsidenten gespielt zu haben
– und wird derzeit von den USA, die Venezuela regieren wollen,
als Staatschefin akzeptiert. Dagegen erklärte Trump für manche
überraschend, dass die Oppositionspolitikerin und
„Friedensnobelpreis“-Trägerin Maria Machado für ihn als neue
Präsidentin nicht infrage kommt.
In Medienkommentaren wird vermutet, dass Trump einen „Deal mit
den alten Eliten“ Venezuelas sucht – den es vielleicht längst
gibt. Davon kündet unter anderem ein Beitrag im kolumbianischen
Onlineportal Colombia One, der am Sonntag der Frage nachging, ob
Rodríguez Maduro an die USA verkauft hat. Berichten vom Herbst
2025 zufolge seien bereits Monate zuvor von Rodríguez und anderen
hochrangigen Mitglieder der Führung Venezuelas Vorschläge an die
USA gemacht worden, Maduro abzusetzen und bestimmte
US-Forderungen zu erfüllen. Ursache dafür seien die Krise des
Landes infolge der Sanktionen und des zunehmenden militärischen
Drucks der USA, aber auch der Misswirtschaft unter Maduro. Ziel
sei es, Veränderungen herbeizuführen, aber ohne das von Hugo
Chávez von 1999 bis 2013 aufgebaute politische System grundlegend
infrage zu stellen.
...https://apolut.net/wurde-maduro-verraten-und-verkauft-von-tilo-graser/
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