Folge 166: Zusammen sind wir stärker

Folge 166: Zusammen sind wir stärker

vor 2 Tagen
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Beschreibung

vor 2 Tagen

Man kann es nicht anders sagen - es ist einfach ein Elend: Rund
60 Prozent der Grundschulkinder in Deutschland können nicht
sicher schwimmen, 20 Prozent können es gar nicht. Wir haben hier
im Podcast schon mehrfach darüber berichtet, darüber, dass es zu
wenig Schwimmlehrer:innen gibt, zu wenig Kurse und vor allem viel
zu wenig Wasserflächen. Zwar ist Schwimmunterricht in Deutschland
in der 3. Klasse Pflicht - aber das reicht hinten und vorne
nicht, besonders, wenn die Grundschulkinder bis dahin mit Wasser
praktisch gar nicht in Berührung gekommen sind (außer zum Waschen
natürlich). Hinzu kommt, dass der Unterricht nicht überall
verlässlich stattfindet oder stattfinden kann, weil es an
Lehrkräften fehlt oder kein Bus zum Schwimmbad fährt - und das,
obwohl der Schwimmunterricht in allen Bundesländern fest im
Lehrplan verankert ist.


Die Stiftung „Deutschland schwimmt“ will das ändern und setzt
sich dafür ein, dass Schwimmen lernen ein Grundrecht wird. Mit
dem Gründer der Stiftung, Alexander Gallitz haben wir in Folge 90
schon mal gesprochen, er ist zudem der Präsident des Deutschen
Schwimmlehrerverbandes, ihm liegt besonders am Herzen, dass auch
Kinder mit Beeinträchtigungen sicher und angstfrei schwimmen
lernen. Zudem ist für unseren Podcast auch Sabine Kurz zur lieb
gewonnenen Gesprächspartnerin geworden, nach 30 Jahren als
Managerin bei Siemens steuert sie nun die Geschicke von
„Deutschland schwimmt“.


Heute haben wir aber einen ganz besonderen Anlass, um zu viert
miteinander zu sprechen - „Deutschland schwimmt“ und die
Chlorgesänge sind nämlich ab sofort Kooperationspartner! Völlig
gemeinnützig und nicht kommerziell, aber gemeinsam wollen wir die
Themen Schwimmsicherheit und Schwimmen lernen noch viel stärker
an die Öffentlichkeit tragen.


Bei der Gelegenheit erzählt Sabine von ihrer aktuellen Aktion
„Planschen, lernen, sicher werden, die zur Zeit bundesweit in 500
Kindergärten stattfindet. Mit dabei: Die Schwimmpuppe Lizzie, mit
der wir uns auch schon ganz herrlich vergnügt haben!


Alex wiederum freut sich darüber, dass die Stiftung immer mehr
Inklusions-Schwimmlehrer:innen ausbilden kann, erst kürzlich
allein 60 in Hamburg. 400 ausgebildete Schwimmlehrer:innen sind
es mittlerweile insgesamt, und das in einem Zeitraum von gut drei
Jahren. Da ist die Stiftung zu recht sehr stolz drauf. In Planung
ist zudem, eine Plattform zu schaffen, auf der Eltern mit
beeinträchtigten Kindern gezielt weitergeholfen wird, wenn sie
einen Schwimmkurs für ihr Kind suchen.


Auch pädagogisches Fachpersonal wird von der Stiftung in Sachen
Wassergewöhnung ausgebildet - und dafür braucht man noch nicht
mal ein Schwimmbad! Schwimmen im Freiwasser ist ebenfalls ein
Thema für die Stiftung. Und dass der Speaker und Para-Schwimmer
Janis McDavid durch die Stiftung überhaupt erst schwimmen gelernt
hat und mittlerweile Weltrekorde erzielt, ist für uns alle immer
noch der Wahnsinn!


Ende Oktober soll zusammen mit Round Table 44 ein
Charity-24-Stunden-Schwimmen stattfinden, Schirmherrin wird
Britta Steffen sein. Das Ziel: Schwimmsicherheit für Berliner
Kinder, mit den Spenden soll Schwimmunterricht finanziert werden.
Aber auch so freut sich die Stiftung immer über Spenden - jeder
Euro zählt.


Denn das Ziel ist am Ende immer, dass ein weiteres Kind schwimmen
lernt.
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