Folge 165: Schwimmen im Pott

Folge 165: Schwimmen im Pott

vor 1 Tag
32 Minuten
0
0 0

Beschreibung

vor 1 Tag

Diesmal sprechen mit einer regelmäßigen Hörerin unseres Podcasts,
mit der Dortmunderin Cordula Althaus. Cordula hat uns bei einem
Fehler erwischt: In Folge 150 haben wir die Zahl der Bäder in 10
deutschen Städten verglichen und behauptet, in Dortmund gebe es
nur zwei Hallenbäder und ein Freibad. Das ist falsch! Cordula hat
uns korrigiert: In Dortmund gibt es sogar zwölf Hallenbäder und
sechs Freibäder. Allerdings: Nur zwei städtische Hallenbäder und
ein städtisches Freibad, was zudem wegen langjähriger
kostenintensiver Sanierung noch immer geschlossen ist. Die
anderen Bäder werden entweder von der Sportwelt Dortmund
betrieben - einer gemeinnützigen Betriebsgesellschaft im Auftrag
der Stadt - oder von Vereinen.


Und das ist vermutlich der Grund für unseren Fehler, denn wir
hatten explizit nach städtischen Bädern gesucht. Umso froher sind
wir, dass die Ruhrgebietsstadt doch nicht so dürftig mit
Schwimmbädern versorgt ist, wie wir befürchtet haben. Und Cordula
ist auch sehr zufrieden mit dem Angebot, erzählt sie uns:
Mindestens zweimal die Woche geht sie schwimmen, ihr Partner
sogar täglich. Und sie hat sich uns zum Vorbild genommen und war
tatsächlich mal in allen Dortmunder Bädern unterwegs.


Das einzige, was sie etwas nervt, sind die unterschiedlichen
Ticketpreise durch die unterschiedlichen Betreiber. Moderat sind
sie aber alle, findet Cordula, von 3,50 bis gut fünf Euro. Was
ihr Lieblingsbad ist, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten,
sonst ist das zu ihren Lieblingszeiten womöglich viel voller als
sonst, fürchtet Cordula. Aber was das Schöne ist: Auch
Nicht-Vereinsmitglieder können in die Vereinsbäder gehen. Nicht
zu allen Zeiten, es wird ja auch trainiert. Aber doch häufig
genug, findet Cordula.


Allerdings - auch in Dortmund fehlt das Personal. Und so mussten
in diesem Sommer zwischenzeitlich alle Hallenbäder schließen,
weil die Bademeister:innen in den Freibädern gebraucht wurden.


Cordula ist da pragmatisch. Wenn es in Dortmund eng wird, könne
man ja auch noch in Witten, Hagen, Bochum, Lünen, Herne oder Hamm
schwimmen gehen. Besonders schön findet Cordula das Westfalenbad
in Hagen. Wir plaudern noch ein bisschen über besondere Freibäder
in der näheren und weiteren Umgebung von Dortmund, zum Beispiel
über Hamm, was seit geraumer Zeit auf so genannten Kombibäder
setzt, die sowohl Schwimmbecken drinnen wie draußen haben. Auch
spannend: Der Aquapark Oberhausen, hier gibt es einen
18-Meter-Turm, der einem Förderturm nachgebaut worden ist. Von
dem kann man (anders, als während der Aufnahme gedacht) nicht
springen, aber rutschen - für viele ein absolutes Highlight. Und
in den Sommerferien hat das Werksschwimmbad in der Essener
Kokerei Zollverein geöffnet. Wo früher Kohle zu Koks gebacken
wurde, stehen jetzt zwei aneinander geschweißte Überseecontainer,
in die man kostenlos eintauchen kann. Ebenfalls in Essen: Das
Grugabad, ein Freibad der Nachkriegsmoderne, hier gibt es sogar
ein Wellenbecken (was in den Sommerferien auch wieder geöffnet
sein soll).


Wenn man den Blick noch ein bisschen weiter schweifen lässt. dann
sollte das Waldfreibad Gudenhagen nicht unerwähnt bleiben, das
liegt im Hochsauerlandkreis bei Brilon und hat ein 200-Meter
Becken, was allerdings streckenweise doch sehr flach ist, erzählt
Cordula, die dort in der Gegend aufgewachsen ist. Ebenfalls ein
Highlight für sie: Das Allwetterbad Walsum in Duisburg. Hier wird
im Sommer, je nach Wetterlage - wie bei einem Cabrio - über dem
50-Meter-Edelstahlbecken das Dach weggefahren.


Wir beschließen - wir müssen unbedingt mal im Ruhrgebiet
schwimmen. Und sind für weitere Tipps sehr dankbar!
15
15
Episode teilen
Folge 165: Schwimmen im Pott
Folge 165: Schwimmen im Pott

Close