E015 - Paul Bocionek, aps-tec: Auf das Bauteil kommt es an

E015 - Paul Bocionek, aps-tec: Auf das Bauteil kommt es an

vor 2 Tagen
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Beschreibung

vor 2 Tagen

Lebensmittelechter 3D-Druck endet nicht am Materialzertifikat.
Paul Bocionek von der apc-tec GmbH erklärt, warum erst die
Konformitätserklärung auf das fertige Bauteil zählt, welche
EU-Verordnungen dahinterstehen und wie aus vielen
Fertigungsverfahren echte Mehrwerte entstehen.


Über den Gast


Paul Bocionek ist Geschäftsführer und Mitgründer der apc-tec GmbH
in Limburg an der Lahn. Ausgebildeter Mechatroniker, weiter zum
Techniker und Ingenieur, mit Stationen in Produktion, Service und
Prozessoptimierung, unter anderem bei Carl Zeiss. Seinen
Mitgründer Alexander Petri lernte er bei einem Maschinenbauer
kennen, wo beide Röntgengeräte für die Lebensmittelindustrie
entwickelten. 2019 gründeten sie apc-tec als
Full-Service-Dienstleister für den industriellen 3D-Druck, mit
eigener SLS-Fertigung und Nachbearbeitung. Ihr Schwerpunkt liegt
auf lebensmittelberührenden Bauteilen.


Zentrale Themen und Erkenntnisse


Material ist nicht gleich Bauteil. Ein Materialzertifikat
beschreibt nur das Rohmaterial. Entscheidend ist die
Konformitätserklärung auf das individuell gefertigte Bauteil, die
apc-tec jeder Bestellung automatisiert beilegt.


Die gesamte Prozesskette zählt. Alle Betriebsmittel, die das
Bauteil während der Fertigung berühren, müssen geprüft sein.
apc-tec hat die einzelnen Fertigungsstufen im Labor auf
Migrationswerte und Oberfläche testen lassen.


Drei Verordnungen als Rahmen. EU 10/2011, 1935/2004 und 2023/2006
zur guten Herstellungspraxis bilden die Grundlage. Dazu kommt die
Frage nach FDA oder europäischer Norm, je nachdem wo die Maschine
später steht.


Ein steiniger Weg. Rund anderthalb Jahre bis zur belastbaren
Dokumentation, stark abhängig von Zulieferern und deren Angaben.
Wer zu den Ersten gehört, hat es besonders schwer. Die
Investition allein für diesen Prozess lag im fünfstelligen
Bereich.


3D-Druck ist ein Werkzeugkasten. SLA, SLS, MJF und weitere
Verfahren haben je eigene Stärken. Nicht jedes Bauteil gehört
gedruckt, oft ist ein Frästeil die bessere Wahl. Der Mehrwert
liegt in der klugen Kombination der Verfahren.


Vom Edelstahl zum Kunststoff. Bauteile, die früher in vielen
Schritten aus Edelstahl gefertigt wurden, lassen sich oft am
Stück drucken, mit kürzerer Stückliste und Blick auf die Total
Cost of Ownership statt nur auf den Teilepreis.


Technik im Unternehmen verankern. Paul setzt auf ein konkretes
Erstprojekt, ein kleines abteilungsübergreifendes Team und
begleitende Workshops. Das Wissen soll im Haus bleiben und sich
selbst tragen, statt nach dem Abzug externer Berater wieder zu
verpuffen.


Links


Paul Bocionek auf
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/paul-bocionek-industrielle-3ddruck/ 


apc-tec GmbH: https://www.apc-tec.de Lebensmittelechter
3D-Druck: https://apc-tec.eu 


Bastian Gaedike auf
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bastiangaedike/


Den Podcast gibt es auf Spotify, Apple Podcasts und auf
malping.de.


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