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Beschreibung
vor 3 Wochen
3D-Druck beim größten Schraubenhändler der Welt? Michael Worm
erklärt, wie Würth additive Fertigung ins C-Teile-Geschäft
integriert, warum man Schrauben (noch) nicht drucken kann und was
KI damit zu tun hat.
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Über den Gast
Michael Worm ist seit rund zehn Jahren in der additiven Fertigung
aktiv und bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG im Bereich
Zukunftsmanagement tätig. Zuvor war er bei der Würth Industrie
Service verantwortlich für die Geschäftsentwicklung 3D-Druck. Er
begleitet den Aufbau des AM-Portfolios unter der Marke CPSWAM und
die Partnerschaft mit Prusa für den europäischen Markt.
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Zentrale Themen und Erkenntnisse
Was sind C-Teile?
Würth versorgt rund 650.000 Kunden in Deutschland mit etwa
125.000 Artikeln, von der klassischen Schraube bis zu
Betriebsmitteln und Werkzeugen. C-Teile sind Artikel mit hohem
Umsatz und niedrigem Einzelwert, die oft über automatische
Versorgungssysteme direkt in die Produktion geliefert werden.
3D-Druck als zweites Puzzleteil
Das AM-Portfolio bei Würth gliedert sich in zwei Bereiche:
erstens Produkte wie Drucker und Filamente unter eigenem
Qualitätsversprechen, zweitens ein wachsender Servicebereich, der
Kunden von der Bauteilbewertung über die Konstruktionsberatung
bis zur Qualitätssicherung begleitet. Ziel ist ein ganzheitliches
System, das auch Kunden ohne CAD-Kenntnisse zugänglich ist.
Kann man Schrauben drucken?
Würth hat es untersucht. Im Metalldruck lassen sich
Gewindegeometrien heute geometrisch darstellen, aber die
prozessbedingten Rauheiten erfordern weiterhin ein Nachschneiden.
Wirtschaftlich ist es noch nicht. Michael Worms Fazit: 3D-Druck
ist eine Nischentechnologie mit klarer Berechtigung, aber kein
Allheilmittel.
Prusa statt Eigenmarke
Würth vertreibt bewusst keine eigenen Drucker unter eigenem
Namen. Die Partnerschaft mit Prusa wurde gewählt, weil das
Open-Source-Konzept spätere KI-Integration erlaubt und
europäische IT-Sicherheitsanforderungen erfüllbar macht.
Konvergenz als Zukunftsmodell
Michael sieht die größten Sprünge nicht in einzelnen
Technologien, sondern in ihrer Verbindung: intelligente
Algorithmen, die Druckprozesse in Echtzeit regeln,
Materialwissen, das direkt in die Maschinensteuerung einfliesst,
und digitale Zwillinge, die Bauteile vor dem Druck simulierbar
machen.
Haftung als unterschätztes Thema
Ein eindrückliches Beispiel aus dem Gespräch: Eine gedruckte
Bohrtiefenschablone aus Kunststoff kann durch Schwingungen
ermüden. Im Worst Case ein Sicherheitsrisiko. Wer haftet? Die
Frage ist noch nicht abschliessend geregelt und mahnt zu Sorgfalt
beim Einsatz dezentral gedruckter Bauteile.
Der Rat an Zögernde
Scheuklappen ablegen und einfach anfangen. Die Erfahrung mit der
Technologie öffnet den Blick für sinnvolle Anwendungen. Ein
Schritt ergibt den nächsten.
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Links
Bastian Gaedike auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/bastiangaedike/
Michael Worm auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/michaelworm/
Würth Additive Manufacturing:
https://www.wuerth-additive-manufacturing.de
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