Umsatzsteigerung um jeden Preis? Die Schattenseiten für Marge und Kapitalbindung

Umsatzsteigerung um jeden Preis? Die Schattenseiten für Marge und Kapitalbindung

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Beschreibung

vor 1 Woche
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frisst Marge – Warum euer Umsatzwachstum teuer erkauft istWorum
geht’s in dieser Folge?Heute nehme ich euch mit in die Untiefen des
Produktportfolio-Managements und decke auf, wie scheinbar harmloses
Umsatzwachstum die Supply Chain auf lange Sicht komplett ausbluten
lässt. Das klingt provokant? Ist es auch. Denn was in den
Hochglanz-Slides von Sales und Marketing gerne gefeiert wird – ein
Umsatzplus von 1–3 % – ist in Wahrheit oft eine Kostenexplosion,
die eure Marge auffrisst und das Unternehmen teuer zu stehen
kommt.Die zwei Fronten des KomplexitätskriegsIm Kern kämpft ihr an
zwei Fronten, die euren Gewinn zusammenschmelzen lassen:Verfall der
operativen Marge:Jede zusätzliche Produktvariante sorgt in der
Produktion für mehr Rüstzeiten, kleinere Losgrößen und sinkende
Flexibilität. Die Verwaltung wird komplexer, die Effizienz sinkt,
die administrativen Kosten steigen rasant. Und dann fehlt euch
genau da Kapazität, wo eigentlich der große Ertrag erwirtschaftet
wird – bei euren Volumen- und Margenbringern.Kapitalbindung im
Lager:Neue Nischenartikel mutieren gerne zu Pennerartikeln oder
Slowmovern. Die müssen aber trotz allem sicherheitshalber
vorgehalten werden und stapeln sich auf eigenen Palettenplätzen –
als totes Kapital im Lager, manchmal sogar im Overflow-Lager.Was
das praktisch bedeutetStellt euch vor, ihr bringt ein neues Produkt
auf den Markt und freut euch über 3 % mehr Umsatz. Was passiert
hinter den Kulissen?Die Produktion muss zusätzliche Rüstvorgänge
einschieben – manchmal werden dafür sogar starre Rüstzyklen
eingeführt, die euch Flexibilität kosten.Auf einmal sind
Sonderschichten nötig oder ihr lagert Produktionen aus – alles
Mehrkosten!Im Lager platzen die Kapazitäten aus allen Nähten,
Overflow-Lagerschleifen sind vorprogrammiert.Die operativen
Zusatzkosten (Rüstzeiten, Extra-Schichten, Lager-Handling) fressen
den Deckungsbeitrag auf – das neue Produkt vernichtet ab Tag eins
Wert, statt welchen zu schaffen.Der Klassiker: Die
InnovationsfalleWoran liegt’s? An der typischen
Innovationsfalle:Neue Business Cases werden mit optimistischen, oft
schlicht falschen Annahmen geschönt. Die wahren Komplexitätskosten?
Werden ignoriert oder massiv unterschätzt. Kommt dir vielleicht
bekannt vor: In den Business-Cases sieht alles nach rosaroter
Zukunft aus, die Realität holt einen später ein.Wie kommen wir
raus? Schwellenwerte und Klarheit!Der einzige Ausweg aus der
Komplexitätsfalle heißt:Faktenbasierte Regeln statt
Bauchentscheidungen!Definiert knallharte kommerzielle
Schwellenwerte:Ab welchem Mindestvolumen, ab welcher Mindestmarge
hat ein Produkt seine Daseinsberechtigung verloren?Fällt ein
Artikel drunter – Exit, ganz einfach.Daten zählen, nicht die
Lieblinge vom Key Account oder Marketing.Jedes neue Produkt muss
mehr Marge bringen als das Bestehende, sonst Finger weg!Aber
Obacht: Prüft die Annahmen in euren Business Cases – sind die
Verkaufspreise wirklich durchsetzbar? Sind alle Herstellkosten
inkl. Komplexitätszuschlag erfasst? Wird das alles auch konsequent
End-to-End gerechnet?Am Ende zählt das C-Level-MandatKlartext: Die
Supply Chain kann das Portfolio-Management allein nicht gegen die
Umsatzgelüste von Vertrieb & Co. durchsetzen. Wirklich echte
Disziplin gelingt nur, wenn CFO oder CEO als starke Schirmherren
auftreten und für Transparenz sowie harte Entscheidungen sorgen.
Portfolio-Review gehört regelmäßig aufs S&OP-Tablett – als
strategisches Werkzeug und nicht als Alibi-Aktion alle paar
Jahre!Kanalhomepage und mehr: https://deine-lieferkette.de
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