Warum Vorstände Logistik lieben, aber Supply Chain Management übersehen!

Warum Vorstände Logistik lieben, aber Supply Chain Management übersehen!

vor 12 Stunden
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Beschreibung

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Sparring / Mentoring mit mir:
https://deine-lieferkette.de/supply-chain-coaching/Buch:
https://deine-lieferkette.de/supply-chain-ad-absurdum/Wie
differenziere ich Logistik und Supply Chain Management (SCM) und
warum diese Unterscheidung so bedeutsam für jede Organisation
ist.Die greifbare Kraft der LogistikHand auf’s Herz: Wer in
Fertigungsunternehmen, Handel oder Distribution tätig ist, weiß,
dass Logistik einfach überall präsent ist. Sie ist sichtbar, sie
ist fühlbar und meistens spürt man sie in Form riesiger Budgets –
gern mal in mehrstelliger Millionenhöhe. Ob Lager, Transport,
Fuhrpark, Dienstleister oder Retourenabwicklung – in der Logistik
bewegt ihr tagtäglich Unmengen an Ware und Geld.Hinzu kommt: Die
Logistik steht an der Kundenfront. Der LKW-Fahrer oder der
Logistikleiter sind die ersten, die Lob oder Ärger abbekommen, wenn
Liefertermine eingehalten oder gerissen werden. Gerade das macht
Logistik für viele Vorstände und Entscheider so attraktiv: Sie ist
wie ein massiver Hebel, leicht zu messen und sofort zu
beeinflussen. Ein gut verhandelter Frachtvertrag? Die Kosten sinken
sichtbar. Ein Lieferproblem? Das Feuer brennt sofort und muss
gelöscht werden. Diese Direktheit macht Logistik scheinbar so
„einfach zu fassen“ – aber genau darin steckt die Krux.Supply Chain
Management – das orchestrierende GehirnWie sieht es aber mit dem
Wesen des Supply Chain Management aus?Hier wird’s spannend: SCM
ist, salopp gesagt, das Gehirn der End-to-End-Lieferkette. Es
bleibt jedoch meist im Hintergrund, orchestriert Prozesse, steuert
Netzwerke zwischen Lieferanten, Produktionen, Lägern, Vertrieb und
Kunden.Typische Aufgaben: Absatzprognosen, Bestandsmanagement,
Prozessmoderation (S&OP) – und dabei immer der Blick in
Richtung Gesamtstrategie und Langfristoptimierung.Das Tückische
dabei: SCM bleibt unsichtbar, solange es funktioniert. Keine
Brände, keine Störungen – einfach ruhiger Fluss. Die Bestände
sinken leise, die Lieferfähigkeit bleibt hoch, Kapital wird
effizient eingesetzt. Von außen ist der Einfluss aber kaum
„fühlbar“. Ein pünktlicher LKW steht auf dem Hof – klar und
sichtbar. Ein optimierter S&OP-Prozess? Das merken vor allem
Analysten in der Bilanz oder GuV, nicht der Mitarbeiter auf dem
Shopfloor.Warum trennen? Die Kurzfrist-Falle im TagesgeschäftJetzt
zur zentralen Frage in vielen Unternehmen:Braucht man wirklich eine
strikte Trennung? Gerade in KMU oder kleineren Betrieben findet die
SCM-Funktion oft nicht als eigene Rolle statt, sondern landet als
Zusatzpaket beim Logistikleiter.Das Problem: Wer das Tagesgeschäft
dominiert, kommt selten zur strukturierten Planung. Zwischen
Frachtverhandlungen, Schadensabwicklungen und Kapazitätssorgen
bleibt keine Luft für übergeordnete Optimierungen. Strategische
Fragen wie Lagerbestandsprojektion, Forecast-Optimierung oder das
Thema Sales & Operations Planning (S&OP) landen schnell auf
der To-Do-Liste für „irgendwann später“. Wenn’s brennt, zählt immer
das Tagesgeschäft – und das ist meistens Logistik.Meine Erfahrung:
Wer SCM und Logistik dauerhaft auf eine Person bündelt, handelt
sich eine „eierlegende Wollmilchsau-Position“ ein. Sie existiert
nur auf dem Papier, nie in der Realität. Am Ende leidet entweder
die Operative (Logistik) oder die Strategie (SCM)
deutlich.Organisatorische EinordnungEure Organisationsstruktur
entscheidet, wie erfolgreich euer Team agieren kann. Wird SCM dem
Logistik- oder gar Produktionsleiter untergeordnet, bleibt am Ende
alles im Alltagsgeschäft hängen. Eine saubere Trennung – wo SCM
eigenständig agieren kann – verschafft Freiraum für strategische
Impulse, Prozessentwicklung und nachhaltige Verbesserungen.Mein
Fazit für dichLogistik ist und bleibt das sichtbare und greifbare
Rückgrat eures Wertschöpfungsnetzwerks – ohne sie kein Fluss, keine
Lieferung, kein Geschäft. Supply Chain Management dagegen ist das
strategische Gehirn: leise, planerisch, prozessorientiert und auf
Langfristwirkung ausgerichtet.
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