Von Produktionseffizienz als Kostenfalle zu Produktionskennzahlen clever steuern

Von Produktionseffizienz als Kostenfalle zu Produktionskennzahlen clever steuern

vor 1 Woche
10 Minuten
0
0 0 0

Beschreibung

vor 1 Woche
Supply Chain AD ABSURDUM:
https://deine-lieferkette.de/supply-chain-ad-absurdum/Die heilige
Kennzahl OEE – Segen und Fluch zugleichJede*r, der mal durch eine
moderne Produktionshalle gelaufen ist, kennt das Bild: Leuchtende
Monitore zeigen stolz die OEE (Overall Equipment Effectiveness) –
und ab 80% fangen viele Werksleiter an zu träumen. Rüstzeiten
werden minimiert, Losgrößen maximiert, und am liebsten laufen die
Maschinen durch mit immer denselben Highrunnern. Im ersten Moment
sieht das nach purem Gold aus: Effizienz, Produktivität, keine
Stillstände (00:16).Was aber passiert mit all den Produkten?
Richtig – sie wandern direkt ins Lager und stapeln sich. Nicht
selten haben alle Regale »Land unter«, das dispo Team sucht
hektisch nach einem Overflow Warehouse (02:13). Ihr ahnt es: Das
Ganze ist eine OEE-Falle der besonderen Art.Praxisbeispiel: Wenn
das Lager aus den Nähten platztStellt euch vor, ihr lauft durch’s
Lager. Paletten stehen bereits in den Gängen, die Plätze sind mehr
als voll und ihr habt von eurem Lieblingsartikel (natürlich ein
Highrunner und Low-Pain-SKU, unkompliziert zu produzieren) gleich
doppelt so viel da wie eigentlich nötig (03:18). Klingt nah am
Tagesgeschäft? Willkommen im echten Leben der Logistik.Und jetzt
kommt die Krux: Das blockierte Kapital liegt im Lager, das Team
wird durch ewiges Umlagern beschäftigt, externe Lagerplätze werden
plötzlich zur Kostenfalle. Das alles, weil die Produktion
»effizient« weiterläuft, selbst wenn das Lager schon platzt
(03:39).Und dann ruft der Vertrieb – euer profitabelster Kunde
wartet auf einen anderen Artikel, aber ihr seid nicht lieferfähig,
weil die Produktionsplanung blockiert ist. Umsatzchance futsch,
trotz traumhafter OEE-Werte (04:04).Dashboard-Philosophie: Worauf
ihr wirklich achten solltetAlso, wie entkommt ihr der OEE-Falle?
Mein Tipp: Bleibt nicht bei dieser einen Kennzahl stehen! Ein
ausbalanciertes Dashboard rettet euch vor Frust – integriert
folgende KPIs:Production Plan ConformancePlantreue schlägt
Effizienz! Ist nicht nur wichtig, was ihr produziert, sondern vor
allem ob die richtigen Artikel und Mengen zum richtigen Zeitpunkt
entstehen. Ein 95%iger Planerfüllungsgrad bei »nur« 70% OEE ist
meistens besser als andersrum – weniger Firefighting, weniger
Sonderkosten (05:34).Days of Supply / ReichweiteSchaut immer nach
vorn: Welche Reichweite habt ihr bei euren Hauptartikeln? Legt
klare Obergrenzen fest und lasst nicht zu, dass Maschinen nur zum
Selbstzweck weiterlaufen. Ab einer gewissen Reichweite muss auf
einen anderen Artikel umgerüstet oder gestoppt werden! (06:13)Total
CostsBetrachtet die Gesamtkosten: nicht nur Herstellung, sondern
Lager, Umlagerungen, Kapitalbindung, Vernichtungen. Manchmal müsst
ihr bewusst (!) höhere Produktionskosten akzeptieren, wenn dadurch
Gesamtaufwand und Risiken sinken.ROCE (Kapitalrendite)Euer
ultimatives Steuerungsinstrument: Return on Capital Employed. Wie
viel verdient ihr wirklich auf das gebundene Kapital? Bestände
hochtreiben = Rendite runter, Kosten nach oben = noch mehr Druck
auf die Marge. Hier liegt der wahre Schlüssel zur Supply Chain
Selbststeuerung (08:12).Mein Fazit für dichEine hochgezüchtete OEE
ist kein Selbstzweck und schon gar kein Garant für
Supply-Chain-Exzellenz. Wer seine Dashboards clever gestaltet und
die richtigen Kennzahlen fokussiert, hat die Chance, wirklich
ganzheitlich zu steuern – statt immer nur die Bilanz der
Produktionsstraßen zu feiern und dabei im Lager die Kontrolle zu
verlieren.Kartendecks & more:
https://store.deine-lieferkette.deKanalhomepage:
https://deine-lieferkette.de#supplychainmanagement #logistik
#supplychainfit
15
15
Close