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vor 2 Tagen
Die Bundesregierung kündigt an, den sektoralen Systemrisikopuffer
der BaFin für Wohnimmobilienkredite wieder abzuschaffen. Die
Finanzbranche feiert, Social Media verspricht „Schnäppchen“ und
neue Kreditchancen. Doch was bedeutet das wirklich für
Baufinanzierung, Wohnungsbau und junge Haushalte ohne großes
Eigenkapital?
Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, wie der
Systemrisikopuffer von ursprünglich 2 auf 1 Prozent gesenkt
wurde, warum Banken hohe Eigenkapitalquoten verlangen, wieso
schlechte Energieklassen immer schwerer zu beleihen sind und
weshalb Modernisierungskosten das Eigenkapitalproblem zusätzlich
verschärfen. Sie zeigen, dass die geplanten Erleichterungen bei
den BaFin‑Vorgaben in der Praxis vermutlich nur 2 bis 4
Basispunkte Zinseffekt bringen, während weiterhin bis zu 30
Prozent oder mehr Eigenkapital die eigentliche Hürde beim
Immobilienkauf bleiben.
Zwischen stabilen Banken, frustrierten Kaufinteressenten,
politischem Stückwerk und einem Wohnungsmarkt im Rückwärtsgang
bleibt die zentrale Frage: Wird an den richtigen Stellschrauben
gedreht oder verwaltet die Politik nur noch lauwarme Kompromisse,
während das Eigenkapitalproblem eskaliert?
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