#267 Kushners Albanien-Resort: Risiko für Natur und Demokratie

#267 Kushners Albanien-Resort: Risiko für Natur und Demokratie

vor 23 Stunden
43 Minuten
0
0 0 0

Beschreibung

vor 23 Stunden

Ivanka Trump und Jared Kushner planen ein Luxusresort in einem
albanischen Naturschutzgebiet: Rund 10.000 Hotelzimmer, exklusive
Villen, Projektvolumen um 1,4 Milliarden und bis zu 10 Jahre
Steuerbefreiung. Während Bagger bereits anrollen, werden
Lebensräume für Flamingos und andere geschützte Arten zerstört.
Parallel dazu fließt das Geld über Kushners Investmentfirma
Affinity Partners, deren knapp 5 Milliarden Dollar Anlagevolumen
zu 99 Prozent aus Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und den
Emiraten stammen.


Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum
dieses Projekt weit über Albanien hinaus Fragen nach Transparenz,
Interessenkonflikten und demokratischer Kontrolle aufwirft. Sie
beleuchten die Gesetzesänderung von Premier Edi Rama, der sich
2024 selbst zum Entscheider für „strategische
Infrastrukturprojekte“ in Schutzgebieten machte, und diskutieren,
wie abhängig ein Land wird, wenn Golfstaaten-Geld,
EU-Beitrittswunsch und schwache Institutionen zusammentreffen.
Beispiele von Zuckerberg auf Hawaii, Larry Ellison auf Lanai,
Prospera in Honduras oder den Malediven zeigen, wie oft Natur,
Bevölkerung und Demokratie den Preis für vermeintliche
„Entwicklung“ zahlen.


Gleichzeitig geht es um Alternativen: vom Vjosa-Tal in Albanien
über Costa Rica bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und
Madeira, wo Tourismus, Naturschutz und lokale Wertschöpfung mit
klaren Masterplänen zusammengedacht werden. Am Ende steht die
Frage: Ist Albaniens Luxusdeal notwendige Investition in die
Zukunft oder der Beginn eines systematischen Ausverkaufs von
Natur, Demokratie und Souveränität?


Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
15
15
Close