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15.07.2026
28 Minuten
Die Bundesregierung kündigt an, den sektoralen Systemrisikopuffer der BaFin für Wohnimmobilienkredite wieder abzuschaffen. Die Finanzbranche feiert, Social Media verspricht „Schnäppchen“ und neue Kreditchancen. Doch was bedeutet das wirklich für Baufinanzierung, Wohnungsbau und junge Haushalte ohne großes Eigenkapital?
Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, wie der Systemrisikopuffer von ursprünglich 2 auf 1 Prozent gesenkt wurde, warum Banken hohe Eigenkapitalquoten verlangen, wieso schlechte Energieklassen immer schwerer zu beleihen sind und weshalb Modernisierungskosten das Eigenkapitalproblem zusätzlich verschärfen. Sie zeigen, dass die geplanten Erleichterungen bei den BaFin‑Vorgaben in der Praxis vermutlich nur 2 bis 4 Basispunkte Zinseffekt bringen, während weiterhin bis zu 30 Prozent oder mehr Eigenkapital die eigentliche Hürde beim Immobilienkauf bleiben.
Zwischen stabilen Banken, frustrierten Kaufinteressenten, politischem Stückwerk und einem Wohnungsmarkt im Rückwärtsgang bleibt die zentrale Frage: Wird an den richtigen Stellschrauben gedreht oder verwaltet die Politik nur noch lauwarme Kompromisse, während das Eigenkapitalproblem eskaliert?
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Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, wie der Systemrisikopuffer von ursprünglich 2 auf 1 Prozent gesenkt wurde, warum Banken hohe Eigenkapitalquoten verlangen, wieso schlechte Energieklassen immer schwerer zu beleihen sind und weshalb Modernisierungskosten das Eigenkapitalproblem zusätzlich verschärfen. Sie zeigen, dass die geplanten Erleichterungen bei den BaFin‑Vorgaben in der Praxis vermutlich nur 2 bis 4 Basispunkte Zinseffekt bringen, während weiterhin bis zu 30 Prozent oder mehr Eigenkapital die eigentliche Hürde beim Immobilienkauf bleiben.
Zwischen stabilen Banken, frustrierten Kaufinteressenten, politischem Stückwerk und einem Wohnungsmarkt im Rückwärtsgang bleibt die zentrale Frage: Wird an den richtigen Stellschrauben gedreht oder verwaltet die Politik nur noch lauwarme Kompromisse, während das Eigenkapitalproblem eskaliert?
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08.07.2026
38 Minuten
Das Gebäudeenergiegesetz ist Geschichte, das Gebäudemodernisierungsgesetz GModG soll alles besser machen. In der Praxis sorgt der Entwurf allerdings vor allem für Kopfschütteln: Kaum verständliche Paragrafen, nachgeschobene Umbenennungen und ein Referentenentwurf mit 180 Seiten, den selbst der Nationale Normenkontrollrat als handwerklich schwach, praxisfern und kaum nachvollziehbar einstuft.
Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum das GModG weder Bürokratie abbaut noch Investitionssicherheit schafft. Sie sprechen über neue Nachweispflichten für Eigentümer, zusätzliche Dokumentationslast für Handwerker, unklare Vorgaben beim Energieausweis und einen Primärenergiefaktor für Strom, der Wärmepumpen in der Bilanz schlechter aussehen lässt als Gasheizungen.
Dabei geht es auch um die verfassungsrechtlichen Bedenken: Verschiebt das GModG Klimaschutzlasten unzulässig in die Zukunft und unterläuft damit den Schutzauftrag aus Artikel 20a Grundgesetz? Was bedeutet es für kommunale Wärmeplanung, Quartierslösungen, Mieterstrommodelle und die riesigen Redispatch-Kosten, wenn Digitalisierung, Energiemanagement und Künstliche Intelligenz im Gesetz praktisch nicht vorkommen?
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Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach analysieren, warum das GModG weder Bürokratie abbaut noch Investitionssicherheit schafft. Sie sprechen über neue Nachweispflichten für Eigentümer, zusätzliche Dokumentationslast für Handwerker, unklare Vorgaben beim Energieausweis und einen Primärenergiefaktor für Strom, der Wärmepumpen in der Bilanz schlechter aussehen lässt als Gasheizungen.
Dabei geht es auch um die verfassungsrechtlichen Bedenken: Verschiebt das GModG Klimaschutzlasten unzulässig in die Zukunft und unterläuft damit den Schutzauftrag aus Artikel 20a Grundgesetz? Was bedeutet es für kommunale Wärmeplanung, Quartierslösungen, Mieterstrommodelle und die riesigen Redispatch-Kosten, wenn Digitalisierung, Energiemanagement und Künstliche Intelligenz im Gesetz praktisch nicht vorkommen?
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01.07.2026
30 Minuten
Neubauziel verfehlt, Eigenkapital außer Reichweite, Modernisierung stockt: Die Lage am deutschen Immobilienmarkt bleibt widersprüchlich. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach rechnen vor, warum das politische Versprechen von 400000 Neubauwohnungen zwar dem Bedarf entspricht, aber an Finanzierungshürden, Bürokratie und Investitionsunlust scheitert. Während technisch alles nach mehr Neubau ruft, bleiben wir real bei rund 200000 Einheiten pro Jahr stehen.
Im Fokus steht die deutsche Mittelschicht: Wie haben sich Eigenkapitalanforderungen, Erwerbsnebenkosten und Sparzeiten seit den Babyboomern verändert? Warum brauchen Millennials heute oft doppelt so lange, um das notwendige Eigenkapital zu bilden – und wieso wird das selbstgenutzte Wohneigentum in vielen Städten faktisch zum Erb-Produkt? Anhand konkreter Rechenbeispiele (750.000 Euro Kaufpreis, 20% Eigenkapital plus 10% Erwerbsnebenkosten) wird klar, wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen.
Gleichzeitig diskutieren die beiden, ob der ländliche Raum zur echten Alternative werden kann: günstige Bestandsimmobilien, „Muskelhypothek“ statt Luxusausstattung und Gemeinden, die mit Glasfaser, Bahnhaltestelle und Alltagstauglichkeit um Zuzug werben. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob Klimaschutzauflagen, steigende Modernisierungskosten und niedrige Sanierungsquoten am Ende institutionelle Investoren begünstigen – zulasten kleiner Vermieter, die aus dem Markt gedrängt werden.
Wenn Modernisierungsquoten unter 1 Prozent liegen, aber 2 bis 3 Prozent nötig wären, Förderprogramme ins Leere laufen und junge Vermieter zur Ausnahme werden: Wird der deutsche Immobilienmarkt zum Spielfeld von Erben und Profis, oder finden wir Wege, Wohneigentum und Bestandserhalt auch ohne dickes Startkapital zu organisieren?
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Im Fokus steht die deutsche Mittelschicht: Wie haben sich Eigenkapitalanforderungen, Erwerbsnebenkosten und Sparzeiten seit den Babyboomern verändert? Warum brauchen Millennials heute oft doppelt so lange, um das notwendige Eigenkapital zu bilden – und wieso wird das selbstgenutzte Wohneigentum in vielen Städten faktisch zum Erb-Produkt? Anhand konkreter Rechenbeispiele (750.000 Euro Kaufpreis, 20% Eigenkapital plus 10% Erwerbsnebenkosten) wird klar, wie weit Anspruch und Realität auseinanderliegen.
Gleichzeitig diskutieren die beiden, ob der ländliche Raum zur echten Alternative werden kann: günstige Bestandsimmobilien, „Muskelhypothek“ statt Luxusausstattung und Gemeinden, die mit Glasfaser, Bahnhaltestelle und Alltagstauglichkeit um Zuzug werben. Auf der anderen Seite steht die Frage, ob Klimaschutzauflagen, steigende Modernisierungskosten und niedrige Sanierungsquoten am Ende institutionelle Investoren begünstigen – zulasten kleiner Vermieter, die aus dem Markt gedrängt werden.
Wenn Modernisierungsquoten unter 1 Prozent liegen, aber 2 bis 3 Prozent nötig wären, Förderprogramme ins Leere laufen und junge Vermieter zur Ausnahme werden: Wird der deutsche Immobilienmarkt zum Spielfeld von Erben und Profis, oder finden wir Wege, Wohneigentum und Bestandserhalt auch ohne dickes Startkapital zu organisieren?
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24.06.2026
36 Minuten
Künstliche Intelligenz stellt die Spielregeln am Immobilienmarkt auf die Probe. Suchagenten und Large Language Models durchforsten Websites, Social Media und Maklerseiten, während klassische Plattformlogik an ihre Grenzen stößt. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach diskutieren, warum Reichweite als teures Gut an Bedeutung verliert, wie offene und gut strukturierte Immobilienangebote im KI Umfeld sichtbarer werden und weshalb Social Media für viele Anbieter zur ernsthaften Alternative wird.
Sie trennen bewusst zwischen Mietmarkt und Kaufmarkt: vom extremen Angebotsmangel in den Städten über neue KI gestützte Suchprofile, die echte Bedürfnisse statt nur Postleitzahlen abbilden, bis zu bisher übersehene Standorte im Speckgürtel. Im zweiten Teil geht es um Immobilienbewertung mit Künstlicher Intelligenz, um Immobilienpreise und Beleihungswerte: Wie verlässlich sind automatisch erzeugte Preise, wo endet Statistik, wo beginnt ein belastbarer Wert für Banken und Aufsichtsbehörden und welche Rolle spielen Maklerinnen, Makler und Finanzierer als menschliche Übersetzer zwischen Daten, Risiko und Finanzierung?
Am Ende steht die Leitfrage: Wenn KI, Plattformen, Makler und Banken gleichzeitig Preise liefern und Suchergebnisse filtern, wer sorgt dann noch für Orientierung, Vertrauen und einen fairen Deal zwischen Käufer und Verkäufer?
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Sie trennen bewusst zwischen Mietmarkt und Kaufmarkt: vom extremen Angebotsmangel in den Städten über neue KI gestützte Suchprofile, die echte Bedürfnisse statt nur Postleitzahlen abbilden, bis zu bisher übersehene Standorte im Speckgürtel. Im zweiten Teil geht es um Immobilienbewertung mit Künstlicher Intelligenz, um Immobilienpreise und Beleihungswerte: Wie verlässlich sind automatisch erzeugte Preise, wo endet Statistik, wo beginnt ein belastbarer Wert für Banken und Aufsichtsbehörden und welche Rolle spielen Maklerinnen, Makler und Finanzierer als menschliche Übersetzer zwischen Daten, Risiko und Finanzierung?
Am Ende steht die Leitfrage: Wenn KI, Plattformen, Makler und Banken gleichzeitig Preise liefern und Suchergebnisse filtern, wer sorgt dann noch für Orientierung, Vertrauen und einen fairen Deal zwischen Käufer und Verkäufer?
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17.06.2026
43 Minuten
Ivanka Trump und Jared Kushner planen ein Luxusresort in einem albanischen Naturschutzgebiet: Rund 10.000 Hotelzimmer, exklusive Villen, Projektvolumen um 1,4 Milliarden und bis zu 10 Jahre Steuerbefreiung. Während Bagger bereits anrollen, werden Lebensräume für Flamingos und andere geschützte Arten zerstört. Parallel dazu fließt das Geld über Kushners Investmentfirma Affinity Partners, deren knapp 5 Milliarden Dollar Anlagevolumen zu 99 Prozent aus Staatsfonds aus Saudi-Arabien, Katar und den Emiraten stammen.
Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum dieses Projekt weit über Albanien hinaus Fragen nach Transparenz, Interessenkonflikten und demokratischer Kontrolle aufwirft. Sie beleuchten die Gesetzesänderung von Premier Edi Rama, der sich 2024 selbst zum Entscheider für „strategische Infrastrukturprojekte“ in Schutzgebieten machte, und diskutieren, wie abhängig ein Land wird, wenn Golfstaaten-Geld, EU-Beitrittswunsch und schwache Institutionen zusammentreffen. Beispiele von Zuckerberg auf Hawaii, Larry Ellison auf Lanai, Prospera in Honduras oder den Malediven zeigen, wie oft Natur, Bevölkerung und Demokratie den Preis für vermeintliche „Entwicklung“ zahlen.
Gleichzeitig geht es um Alternativen: vom Vjosa-Tal in Albanien über Costa Rica bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und Madeira, wo Tourismus, Naturschutz und lokale Wertschöpfung mit klaren Masterplänen zusammengedacht werden. Am Ende steht die Frage: Ist Albaniens Luxusdeal notwendige Investition in die Zukunft oder der Beginn eines systematischen Ausverkaufs von Natur, Demokratie und Souveränität?
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Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach ordnen ein, warum dieses Projekt weit über Albanien hinaus Fragen nach Transparenz, Interessenkonflikten und demokratischer Kontrolle aufwirft. Sie beleuchten die Gesetzesänderung von Premier Edi Rama, der sich 2024 selbst zum Entscheider für „strategische Infrastrukturprojekte“ in Schutzgebieten machte, und diskutieren, wie abhängig ein Land wird, wenn Golfstaaten-Geld, EU-Beitrittswunsch und schwache Institutionen zusammentreffen. Beispiele von Zuckerberg auf Hawaii, Larry Ellison auf Lanai, Prospera in Honduras oder den Malediven zeigen, wie oft Natur, Bevölkerung und Demokratie den Preis für vermeintliche „Entwicklung“ zahlen.
Gleichzeitig geht es um Alternativen: vom Vjosa-Tal in Albanien über Costa Rica bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und Madeira, wo Tourismus, Naturschutz und lokale Wertschöpfung mit klaren Masterplänen zusammengedacht werden. Am Ende steht die Frage: Ist Albaniens Luxusdeal notwendige Investition in die Zukunft oder der Beginn eines systematischen Ausverkaufs von Natur, Demokratie und Souveränität?
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Über diesen Podcast
Traumhaus, Alterswohnsitz, Wertanlage – die Welt der Immobilien
ist vielseitig. Im Lagebericht werden grundlegende Fragen und
aktuelle Trends fachkundig analysiert und eingeordnet. Gastgeber
sind Katarina Ivankovic, Geschäftsführerin des IIB Instituts, und
Peter Hettenbach, Gründer des IIB. Gemeinsam bringen sie über
drei Jahrzehnte Expertise mit. Ob Home Office, Mietrecht, Green
Living oder Immobilienkauf: Jeden Mittwoch erfahren Hörerinnen
und Hörer alles Wissenswerte rund um den Immobilienmarkt.
Eine Produktion des IIB Instituts
Hosts: Katarina Ivankovic und Peter Hettenbach
Redaktion: Annika Zipf
Produktion: Elena Böbel
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