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Beschreibung
vor 2 Monaten
Alexander Datzinger ist Gründer der pexopol GmbH
(Recycling-Compounds und Granulat, gegründet 2019) und der
nobufil GmbH (FDM-Filament aus Recyclingmaterial, gegründet 2022)
– beide mit Sitz in Krems an der Donau, Österreich. Mit rund 20
Jahren Erfahrung in Kunststoffverarbeitungsmaschinen, Rohstoffen
und Recyclingprozessen hat er sich auf hochwertige
Sekundärmaterialien für technische Anwendungen spezialisiert.
nobufil ist der erste österreichische Filamenthersteller mit
eigenem Recycling und eigener Produktion. Die Materialien
entstehen aus sortenreinen postindustriellen Abfällen aus einem
Umkreis von ca. 750 km.
ZENTRALE THEMEN UND ERKENNTNISSE
Vom Recycling zum 3D-Druck – nicht umgekehrt nobufil
entstand nicht aus einer 3D-Druck-Idee heraus. Die Gründer kamen
aus der Recyclingwelt, identifizierten PETG-Abfall aus der
Kosmetikverpackungsfolie – und suchten erst dann einen Abnehmer.
Als kein Filamenthersteller mitziehen wollte, machten sie es
selbst.
Upcycling statt Downcycling Polyethylen-Pflanzenkübel
aus dem Gelben Sack – das ist nicht das Modell. pexopol und
nobufil setzen auf sortenreine postindustrielle Abfälle
(Spritzguss, Tiefziehfolie) aus der DACH-Region und erhöhen die
Materialeigenschaften durch gezielte Additivierung:
Stabilisatoren, Schlagzähmodifikatoren, ESD-Ausrüstung,
Laserbeschriftbarkeit.
Das Angebot bestimmt das Sortiment nobufil entwickelt
keine Materialien, weil der Markt sie fordert – sondern weil das
Recyclingmaterial verfügbar und qualitätsstabil ist. Ohne
langfristige, mengengesicherte Quelle kommt kein Produkt ins
Sortiment. Das PLA-3-Farben-Glitzer-Filament wird es deshalb bei
nobufil nie geben.
Rohstoffversorgung ist das eigentliche Geschäft In
Krems werden ca. 2.000 Tonnen Granulat pro Jahr produziert. Etwa
10 % davon eignen sich für Filament, die Hälfte davon wird
tatsächlich zu Filament. Das Material muss beschafft werden, wenn
es verfügbar ist – nicht wenn man es braucht. nobufil fungiert
damit auch als Vorfinanzierungseinheit für Rohstoffe.
B2C als Trojanisches Pferd im B2B Die meisten
Industriekunden kamen über Mitarbeiter, die nobufil privat
kannten. Der B2C-Kanal ist kein Endpunkt, sondern Einflusspfad in
B2B-Unternehmen – vom Hobby-Drucker zur Prototypenabteilung.
60 % CO2-Einsparung – mit Zertifikat Der CO2-Vorteil
entsteht nicht beim Ziehen des Filaments – der ist bei Neu- und
Recyclingmaterial gleich. Die Einsparung liegt in der Herstellung
des Ausgangsmaterials und den kurzen Transportwegen (Durchschnitt
ca. 700 km, alles per LKW, kein Seefrachtcontainer). nobufil
stellt CO2-Äquivalenzberechnungen mit Bestätigung aus.
Support und Traceability als
Differenzierungsmerkmal Jede Produktionscharge wird 3–4
Mal geprüft – von der Eingangskontrolle bis zur fertigen Rolle.
15 Drucker verschiedenster Hersteller stehen für Reproduktions-
und Supportfälle bereit. Im B2B ist das oft entscheidender als
der Preis.
LINKS
nobufil GmbH: nobufil.com
pexopol GmbH: pexopol.com
Bastian auf LinkedIn: #MATERIALPINGUIN
Podcast: PEEKfeine Bauteile auf Spotify, Apple Podcasts und
malping.de
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