Beschreibung
vor 1 Woche
Asaph zeigt anhand Psalm 78,36–64, wie Israel trotz Gottes
Erbarmen heuchelte, widerspenstig blieb und Götzen diente, bis
Gottes langmütiger Zorn sich schließlich im Gericht entlud.
## Details
### Rückblick und Anliegen
Asaph schrieb diesen Psalm, damit nachfolgende Generationen aus
Israels Geschichte lernen — aus den Fehlern, der Barmherzigkeit
und den Gerichten Gottes. Israel spiegelt dabei die sündige Natur
jedes Menschen wider: Obwohl Gott sich naht und Gnade erweist,
rebelliert der Mensch, solange Gott sein Herz nicht
erneuert.
### Israels Heuchelei (V. 36–37)
Als Gott sie strafte, bekannten die meisten Israeliten ihre
Sünden nur mit dem Mund, nicht mit aufrichtigem Herzen. Ihr Herz
war nicht fest, weil sie noch kein neues Herz besaßen. Genauso
laufen Menschen heute in Krankheit und Katastrophen zu Gott,
vergessen ihn aber, sobald es ihnen wieder gut geht.
### Gottes Erbarmen (V. 38–39)
Das „er aber" beschreibt Gottes unerwartete Barmherzigkeit: Er
vergab, vertilgte sie nicht und wandte seinen Zorn immer wieder
ab — wie beim goldenen Kalb, als Mose fürbittend eintrat. Der
Grund lag allein in Gott selbst, nicht in Israels Buße: Er
gedachte, dass sie vergängliches, schwaches Fleisch sind.
### Israels Widerspenstigkeit (V. 40–43)
Trotz dieses Erbarmens blieb Israel trotzig und stur wie ein
ungezähmtes Pferd. Ihr Ungehorsam kränkte und verletzte Gott wie
ein unbelehrbares Kind seine Eltern. Der Grund: Sie erinnerten
sich nicht an Gottes rettendes Handeln. Wer vergisst, wer Gott
ist und was er getan hat, rebelliert.
### Gottes Wunder (V. 44–55)
Asaph erinnert an die Plagen über Ägypten — Wasser zu Blut,
Fliegen, Frösche, Hagel, Tod der Erstgeburt. Bemerkenswert der
Kontrast: Über Ägypten bahnte Gott seinem Zorn einen Weg, bei
Israel hielt er ihn zurück. Der einzige Unterschied lag in Gottes
freier Erwählung, nicht in Israels Würdigkeit. Gott rettete sein
Volk und brachte es in seine heilige Gegenwart — das größte
Privileg. Für Christen bildet dies ab, wie Christus die Sklaverei
der Sünde brach und uns in Gottes Licht rief.
### Israels Treulosigkeit (V. 56–58)
Das „aber" in Vers 56 markiert Israels Sünde trotz aller Gnade:
Sie versuchten den Höchsten, den Schöpfer und Erlöser. Wie ein
trügerischer, nutzloser Bogen versagten sie. Sie stellten
Götzenbilder auf allen Höhen auf und reizten damit den Gott,
dessen Name selbst „Eiferer" ist, zur Eifersucht.
### Gottes Grimm (V. 59–64)
Der Götzendienst brachte das Maß zum Überlaufen: Gott verwarf
Israel. Fünf Zeichen des Gerichts folgten — er verließ die
Wohnung in Silo, gab seine Kraft in Gefangenschaft, übergab das
Volk dem Schwert, ließ Jünglinge und Jungfrauen umkommen und die
Priester fallen. Gottes Langmut hat ein Ende; in seine Hände zu
fallen ist schrecklich.
### Drei Lehren
- **Langmut lernen:** Wie Gott unzählige Chancen gab, sollen
besonders Eltern geduldig und liebevoll, zugleich konsequent mit
ihren Kindern umgehen.
- **Gehorsam lernen:** Als Wiedergeborene im neuen Bund können
wir Gott gehorchen und sollen keine Götzen dulden, die ihn zur
Eifersucht reizen.
- **Anbetung und Demut:** Gottes unverdiente Langmut soll
Dankbarkeit wecken — wir hätten Gericht verdient, empfingen aber
Leben und geistlichen Segen in Christus.
Weitere Episoden
54 Minuten
vor 1 Woche
14 Minuten
vor 2 Wochen
53 Minuten
vor 2 Wochen
37 Minuten
vor 2 Wochen
53 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.