Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde Podcast

Episoden

28 Minuten
Wem viel vergeben ist, der liebt viel: Wer die eigene Sündhaftigkeit im Licht der Heiligkeit Gottes und des Kreuzes tiefer erkennt, wächst in Dankbarkeit und Liebe zu Gott.

#### Details

Ausgangspunkt ist die ehrliche Frage, wie sehr wir Jesus wirklich lieben. Gemessen an seiner Größe muss jeder bekennen: zu wenig. Gebet allein ist dabei nicht der einzige Weg zum Wachstum – Lukas 7,36-47 zeigt einen weiteren. Die Sünderin salbt Jesus unter Tränen die Füße, während der Pharisäer Simon ihm nicht einmal die üblichen Gastgeberzeichen erweist. Jesus deutet das im Gleichnis der zwei Schuldner: Wem die größere Schuld erlassen wird, der liebt mehr.

Entscheidend ist nicht die Menge der Sünden, sondern die Sündenerkenntnis. Simon lebte vorbildlich und hielt sich daher für kaum vergebungsbedürftig – doch gerade diese Selbstgerechtigkeit war Auflehnung gegen Gott. Paulus zeigt den Gegenentwurf: nach dem Gesetz untadelig, nannte er sich nach echter Erkenntnis den größten Sünder. Darum gilt: Wer sich mit Menschen vergleicht, nährt Stolz; wer sich mit dem heiligen Gott vergleicht, erkennt die Wahrheit. Wie der Höhenunterschied zwischen Mount Everest und Totem Meer gegenüber der Entfernung zur Sonne verschwindet, so bedeuten unsere Unterschiede vor Gottes Heiligkeit nichts.

Gott ist Licht, in ihm ist keine Finsternis (1. Johannes 1,5); er ist zu rein von Augen, um Böses anzusehen (Habakuk 1,13). Jakobus 2,8-11 macht deutlich: Wer in einem Punkt strauchelt – schon durch das Ansehen der Person –, ist des ganzen Gesetzes schuldig. Jede noch so kleine Sünde trennt vom heiligen Gott und hat das Kreuz notwendig gemacht. Dort trug Jesus die Schuld, und der Vater musste sich von seinem Sohn abwenden, weil er das Böse nicht anblicken kann.

Diese Erkenntnis braucht Zeit und beständiges Nachsinnen über Gottes Wort, seine Heiligkeit und das Kreuz – sie ist nicht mit der Bekehrung abgeschlossen, sondern soll zunehmen. Je dunkler die eigene Schuld erscheint, desto heller leuchtet die Gnade, und desto mehr wird Jesus zum Gegenstand der Anbetung, ausgedrückt in Wort und Tat. Unabhängig von der Herkunft kann jeder darin wachsen: Wer aus schweren Verhältnissen gerettet wurde, kann die erste Liebe verlieren, und wer früh zum Glauben kam, kann sich durch Nachsinnen als größter Sünder erkennen. Besonders das Mahl des Herrn bietet die Gelegenheit, sich neu zu erinnern, dass Jesus an unserer Stelle starb – und so in der Liebe zu ihm zu wachsen.
1 Stunde 1 Minute
Gott muss uns die Augen des Herzens durch seinen Geist öffnen, damit wir Heilsgewissheit, das herrliche Erbe im Himmel und seine allmächtige Kraft in uns erkennen.

#### Details

Paulus betet in Epheser 1,15–20 nicht um irdische Erleichterung, sondern darum, dass die Christen in Ephesus tief verwurzelt werden. Niemand kann die Wahrheiten des Evangeliums aus eigener Intelligenz begreifen: Gott muss den Geist der Weisheit geben, damit die „Augen des Herzens" erleuchtet werden. Das Herz ist das Zentrum von Denken, Fühlen, Wollen und Handeln – vor der Wiedergeburt liegt ein Schleier der Sünde darüber, wie bei einem Auge mit Katarakt. Der geistlich Blinde braucht kein neues Organ, sondern die Beseitigung der Trübung. Genau das geschieht in der Wiedergeburt: „Der Gott, der sprach: Aus Finsternis leuchte Licht, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat" (2. Korinther 4,6).

Die erste Auswirkung erleuchteter Augen ist Gewissheit über die Hoffnung der Berufung. Berufung meint Gottes ewige Erwählung (2. Timotheus 1,9; Römer 8,30), und darum ruht die Heilsgewissheit nicht auf eigener Leistung, sondern auf Gottes Wesen: Er kann nicht lügen (Titus 1,2), er schließt einen ewigen Bund und legt seine Furcht ins Herz, damit niemand abfällt (Jeremia 32,40), und niemand kann die Seinen aus seiner Hand reißen (Johannes 10,28–30). Zweifel am Heil machen schwach und ängstlich; Gewissheit führt zu einem Wandel, der der Berufung würdig ist.

Zweitens öffnen sich die Augen für den Reichtum der Herrlichkeit des Erbes. Was die Gläubigen erwartet, übersteigt jede Sprache – Paulus hörte im Paradies unaussprechliche Worte (2. Korinther 12,4), und kein Auge hat gesehen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben (1. Korinther 2,9). Ein Ort ohne Tod, Leid und Sünde, durchdrungen von der Herrlichkeit Christi, der selbst darum bittet, dass die Seinen bei ihm sind (Johannes 17,24). Wer den Blick nur auf Nachrichten und Gesellschaft richtet, verzagt; wer nach dem sucht, was droben ist (Kolosser 3,1–2), kann wie Paulus jede Trübsal leicht nennen (2. Korinther 4,17) – so wie Christus um der vor ihm liegenden Freude das Kreuz erduldete.

Drittens erkennen erleuchtete Augen die überragende Größe seiner Kraft. Dieselbe Allmacht, die Christus aus den Toten auferweckte und zur Rechten Gottes über jede Gewalt setzte, wirkt in den Glaubenden: Sie macht geistlich Tote lebendig und versetzt sie mit Christus in die himmlischen Örter (Epheser 2,5–6). Das Evangelium ist Gottes Kraft zum Heil (Römer 1,16). Darum braucht niemand okkulte, politische oder dämonische Mächte zu fürchten – auch nicht den Tod, dessen Wehen Gott aufgelöst hat. Praktisch heißt das: täglich die Bibel lesen, dabei um geöffnete Augen beten, über den Himmel nachsinnen und sich mit Gottes Allmacht beschäftigen, bis diese Wahrheiten das Leben verändern.
38 Minuten
Christus ist nach Daniel 7 der Menschensohn, dem Gott ewige Herrschaft gab – sein weltumspannendes Königreich übertrifft alle vergänglichen Reiche und gibt unserem Dienst bleibenden Sinn.

#### Details

Daniel sieht in der Nacht vier Tiere aus dem aufgewühlten Meer steigen: Bilder für vier Weltreiche, die aus dem Chaos der Erde hervorgehen. Keines bringt Frieden, eines ist grausamer als das andere, und das vierte entzieht sich jedem Vergleich. Doch dann setzt sich der "Alte an Tagen" zum Gericht. Er hat diese Reiche eingesetzt, und er fordert Rechenschaft nach seinem heiligen Maßstab. Ihre Herrschaft wird ihnen genommen – ihr Charakter bleibt bedrohlich, ihre eigenständige Macht ist dahin.

Dann kommt kein fünftes Tier, sondern "einer wie eines Menschensohnes" – nicht aus dem Meer, sondern mit den Wolken des Himmels. Er besteht vor Gottes Angesicht und empfängt Herrschaft, Herrlichkeit und Königtum. Jesus bezieht diese Stelle vor dem Hohen Rat ausdrücklich auf sich selbst (Markus 14,61-64). Daniel beschreibt damit die Himmelfahrt aus himmlischer Perspektive: Was Jesus in Matthäus 28,18 ankündigt – "Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden" –, geschieht dort vor dem Thron.

Dieses Königtum ist weltumfassend und ewig. Alle Völker und Sprachen werden ihm dienen, und zwar nicht nur gehorchend, sondern anbetend. Deshalb folgt auf die Krönung der Missionsbefehl: Die Nationen sollen in das Reich des Königs geholt werden. Seine Herrschaft kann weder von innen verfallen noch von außen erobert werden – und die Heiligen besitzen dieses Reich mit ihm bis in Ewigkeit.

Daraus wachsen vier Haltungen: beten, dass sein Reich kommt und sein Wille auf Erden geschieht wie im Himmel; den Blick von den Reichen der Welt weg auf den König der Könige richten; mit Freude und Ausdauer dienen, denn jede Arbeit unter Christi Herrschaft – auch außerhalb der Gemeinde – baut an seinem Reich und hat ewigen Lohn; und sich an diesem Königtum freuen, weil der Verkläger gestürzt und das Heil erkauft ist. Wer Christus noch nicht vertraut, dem gilt seine eigene Predigt: Tut Buße, denn die Königsherrschaft der Himmel ist nahe gekommen.
49 Minuten
Goliath predigt Israel ihre Schwäche ein und verschweigt Gott; doch Gott hat einen Plan mit Schwäche: sie treibt Menschen zu Christus, der sich den Schwachen erbarmend zuwendet.

#### Details

**Der Kampf vor dem Kampf.** In 1. Samuel 17 stehen Philister und Israel auf zwei Hügeln, dazwischen ein Tal. Goliath tritt hervor – über drei Meter groß, hochgerüstet, der Inbegriff von Macht. Doch seine erste Waffe sind nicht Speer und Schwert, sondern Worte. Seine Botschaft: *Ihr seid schwach, darum werdet ihr untergehen.* Schwach ist euer König Saul, schwach eure Wahl, schwach eure Kraft. Diese Predigt trifft: Saul und ganz Israel entsetzen sich und fürchten sich sehr. Goliath gewinnt die Schlacht der Gedanken.

**Erste Lektion: Der Feind hat nur Verzweiflung für deine Schwäche – weil er Gott verschweigt.** Israel nannte sich nicht Sauls, sondern Jahwes Knechte. Genau diesen lebendigen Gott lässt Goliath aus. Dieselbe Stimme kennt jeder: zu wenig Fähigkeit, die eigene Vergangenheit, Krankheit, Kinderlosigkeit, Scheitern im Beruf. Und der Schluss lautet immer: Lass das Kämpfen sein, du richtest nichts aus.

**Zweite Lektion: Gott hat einen Plan für deine Schwäche – sie soll zu ihm führen.** Erst die erkannte Unfähigkeit macht Israel bereit, dem Hirtenjungen zu vertrauen. Dasselbe Muster zieht sich durch die Schrift: der Mensch als abhängiges Geschöpf wird "sehr gut" genannt; Abraham und Sara sind zu alt, und Gott sagt: "Fürchte dich nicht, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn"; Jakob kommt hinkend ins Land; Jericho fällt durch Trompeten; Israels Könige dürfen keine Pferde, Frauen und Gold anhäufen. David sagt es selbst: "Der Herr wird dich in meine Hand ausliefern." Schwäche ist kein kosmischer Ausrutscher, sondern Gottes Mittel gegen den Irrglauben, das Leben selbst im Griff zu haben.

**Anwendung: Vergeude deine Schwäche nicht – und hilf anderen dabei.** Vergeudet ist sie, wenn sie nur zu Zynismus, Rückzug und Hartherzigkeit gegenüber Gott führt. Paulus bittet dreimal um Entfernung seines Pfahls im Fleisch und erhält die Antwort: "Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen." Darum: beten, Rat holen, bei Gemeinde und Bibel bleiben. Und zum Prediger der Hoffnung für andere werden, indem du ihnen Christus zeigst – den, der als armes Kind geboren wurde, Unberührbare berührte, "Freund der Zöllner und Sünder" hieß und im Gleichnis den Vater malt, der dem zerbrochenen Sohn entgegenläuft. So ist Gott, und nicht anders.
14 Minuten
Christus ist in Gottheit, Menschheit, Leiden und Verherrlichung vollkommen schön — darum soll die Gemeinde ihn wie eine Braut ihren Bräutigam von Herzen lieben.

#### Details

Das Hohelied beschreibt zunächst die Liebe zwischen Salomo und Sulamit. Schon jüdische Ausleger erkannten darin zugleich ein Bild für das Verhältnis zwischen Gott und Israel — so wie Gott im Alten Testament als Ehemann und Israel als seine Frau dargestellt wird. Daher darf die Gemeinde in diesem Buch geistlich auch die Beziehung zwischen Christus und seiner Braut sehen, ohne den wörtlichen Sinn aufzugeben. Sulamits Lobpreis in Hoheslied 5,10–16 — „ausgezeichnet vor Zehntausenden" und „alles an ihm ist lieblich" — wird zum Maßstab dafür, wie die Gemeinde über Christus denken und reden sollte: Was bei Salomo noch Übertreibung war, trifft auf Christus makellos zu.

Vier Bereiche entfalten diese Schönheit. In seiner **Gottheit** ist Christus der ewige, unveränderliche Gott, durch den alles geschaffen wurde und der alles durch das Wort seiner Macht trägt — wunderbarer Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Friedefürst, dem der Vater alles zu Füßen gelegt hat. In seiner **Menschheit** ist er das fleischgewordene Wort: sanft, demütig, voller unwiderstehlicher Liebe und ungeheuchelter Zuneigung zu den Armen. Obwohl ihm Anbetung zustand, erniedrigte er sich und zeigte, worin wahre Größe liegt.

In seinen **Leiden** sehen Menschen nur Blut und Grauen; Glaubende sehen tiefer. Paulus rühmt sich allein des Kreuzes (Galater 6,14), weil dort die Sünde gesühnt wurde und der Sohn stellvertretend den Zorn des Vaters trug. Was Juden ein Anstoß und Heiden eine Torheit ist, erweist sich den Berufenen als Gottes Kraft und Weisheit (1. Korinther 1,23–24). Am Kreuz treffen Liebe, Selbstaufopferung, Demut und Gehorsam zusammen.

In **Auferstehung und Verherrlichung** vollendet sich das Bild: Nach der Reinigung von den Sünden setzte sich Christus zur Rechten der Majestät und erbte einen vorzüglicheren Namen als die Engel (Hebräer 1,3–4). Er herrscht über Himmel und Erde und wird zum Gericht wiederkommen. In der Ewigkeit braucht es keine Sonne, denn das Lamm ist die Leuchte (Offenbarung 21,23). Der Himmel ist Himmel, weil Christus dort ist. Wer das Hohelied liest, darf an die eigene Ehe denken — und zugleich an diesen durch und durch liebenswerten Herrn, der am Tisch des Herrn im Glauben empfangen und zur Stärkung geschenkt wird.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Die Evangelisch-Baptistische Christusgemeinde ist eine junge Gemeinde, um den Menschen im Remstal bei Stuttgart den Anschluss an eine bibeltreue Gemeinde zu ermöglichen und Gottes Wort zu verkündigen. Unser höchstes Ziel als Gemeinschaft ist es, für Gott zu leben, und Ihm durch unser Leben und durch unsere Gottesdienste die höchste Ehre zu bringen. Besuchen Sie gerne unseren Gottesdienst! Weitere Infos auf unserer Homepage: ebc-waiblingen.de
Podcast melden

„Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigten der Evangelisch-Baptistischen Christusgemeinde“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz