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Episoden
12.07.2026
54 Minuten
Geben ist ein gutes Werk, das andere segnet, Gottes Reich fördert, von Gott belohnt wird und ihm als wohlriechendes Opfer gefällt – wahre Investition mit ewigem Gewinn im Himmel. #### Details **Einleitung** Anhand eines Wirtschaftslehrers, der zum Investieren in Aktien riet, wird gezeigt: Auch Gott möchte, dass wir investieren – jedoch anders, als es die Gesellschaft vorschlägt. Grundlage ist Philipper 4,10–20, wo Paulus sich für die finanzielle Unterstützung der Philipper bedankt. Predigtthema: „Geben segnet und wird gesegnet", entfaltet in fünf Aspekten. **Geben ist ein gutes Werk** Paulus bestätigt, dass die Philipper trotz seiner gelernten Genügsamkeit richtig handelten. Das griechische *kalos* (gut, edel, schön) beschreibt ihr Tun als gutes Werk nach Gottes Willen und Wesen. Gott selbst ist ein gebender Gott, dessen größte Gabe Jesus Christus ist, der arm wurde, damit wir reich würden (2. Korinther 8,9). Geben spiegelt Gottes freigebiges Wesen wider und gehört zum evangeliumswürdigen Leben – gegen unsere selbstzentrierte alte Natur. Das Beispiel der armen Witwe (Markus 12) zeigt, dass es nicht auf die Menge ankommt. **Geben segnet andere** Die Philipper spendeten nicht bloß, sondern nahmen an Paulus' Drangsal teil (*synkoinoneo* – echtes Mitleiden). Diese Liebe und Verbundenheit wurde Paulus zum Segen; aus Mangel wurde Überfluss und Erfüllung (Vers 18). Wer Not sieht und sein Herz verschließt, in dem bleibt die Liebe Gottes nicht (1. Johannes 3,17). Wir sind nur Verwalter von Gottes Gütern und dürfen Werkzeug seines Segens sein. **Geben fördert Gottes Reich** Die Philipper unterstützten Paulus schon von Anfang an, bereits in Mazedonien (Philippi, Thessalonich), aus tiefer Verbundenheit – nicht des Geldes wegen. Sie wurden zum Vorbild. Gott ordnet an, dass Evangelisten vom Evangelium leben (1. Korinther 9,13–14) und Älteste Ehre und Lohn empfangen (1. Timotheus 5,17–18). So trägt finanzielle Unterstützung den geistlichen Dienst und lässt Gottes Reich wachsen – auch heute vor Ort. **Geben wird von Gott gesegnet** Paulus sucht nicht die Gabe, sondern die „Frucht", den Gewinn für die Philipper (Vers 17). Gott vergisst kein gutes Werk, sondern belohnt es gerecht (Hebräer 6,10; Matthäus 10,41–42). Wer kärglich sät, erntet kärglich (2. Korinther 9,6). Solche Investitionen haben ewigen Bestand – Schätze im Himmel statt vergänglichem Luxus (Matthäus 6,20). Zudem verspricht Gott Versorgung mit allem Nötigen (Vers 19; Matthäus 6,33; Sprüche 19,17; Maleachi 3,10). Die Philipper gaben trotz eigener Armut über ihr Vermögen hinaus – aus Gottes Gnade (2. Korinther 8,1–4). **Geben gefällt Gott** Die Gabe wird als „Wohlgeruch, angenehmes Opfer" beschrieben (Vers 18) – alttestamentliche Opfersprache (3. Mose, Noah). Gott erfreut sich an solchen Gaben. Warnung: Gute Werke und Spenden können keine Sünde bedecken; allein das Blut Jesu Christi macht gerecht. Wahres Geben ist dankbare Antwort auf Christi Erlösung, nicht Mittel zur Selbstrechtfertigung. Abschließende Ermutigung: viel geben, um den größten Gewinn zu erzielen – denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.
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09.07.2026
38 Minuten
Asaph zeigt anhand Psalm 78,36–64, wie Israel trotz Gottes Erbarmen heuchelte, widerspenstig blieb und Götzen diente, bis Gottes langmütiger Zorn sich schließlich im Gericht entlud. ## Details ### Rückblick und Anliegen Asaph schrieb diesen Psalm, damit nachfolgende Generationen aus Israels Geschichte lernen — aus den Fehlern, der Barmherzigkeit und den Gerichten Gottes. Israel spiegelt dabei die sündige Natur jedes Menschen wider: Obwohl Gott sich naht und Gnade erweist, rebelliert der Mensch, solange Gott sein Herz nicht erneuert. ### Israels Heuchelei (V. 36–37) Als Gott sie strafte, bekannten die meisten Israeliten ihre Sünden nur mit dem Mund, nicht mit aufrichtigem Herzen. Ihr Herz war nicht fest, weil sie noch kein neues Herz besaßen. Genauso laufen Menschen heute in Krankheit und Katastrophen zu Gott, vergessen ihn aber, sobald es ihnen wieder gut geht. ### Gottes Erbarmen (V. 38–39) Das „er aber" beschreibt Gottes unerwartete Barmherzigkeit: Er vergab, vertilgte sie nicht und wandte seinen Zorn immer wieder ab — wie beim goldenen Kalb, als Mose fürbittend eintrat. Der Grund lag allein in Gott selbst, nicht in Israels Buße: Er gedachte, dass sie vergängliches, schwaches Fleisch sind. ### Israels Widerspenstigkeit (V. 40–43) Trotz dieses Erbarmens blieb Israel trotzig und stur wie ein ungezähmtes Pferd. Ihr Ungehorsam kränkte und verletzte Gott wie ein unbelehrbares Kind seine Eltern. Der Grund: Sie erinnerten sich nicht an Gottes rettendes Handeln. Wer vergisst, wer Gott ist und was er getan hat, rebelliert. ### Gottes Wunder (V. 44–55) Asaph erinnert an die Plagen über Ägypten — Wasser zu Blut, Fliegen, Frösche, Hagel, Tod der Erstgeburt. Bemerkenswert der Kontrast: Über Ägypten bahnte Gott seinem Zorn einen Weg, bei Israel hielt er ihn zurück. Der einzige Unterschied lag in Gottes freier Erwählung, nicht in Israels Würdigkeit. Gott rettete sein Volk und brachte es in seine heilige Gegenwart — das größte Privileg. Für Christen bildet dies ab, wie Christus die Sklaverei der Sünde brach und uns in Gottes Licht rief. ### Israels Treulosigkeit (V. 56–58) Das „aber" in Vers 56 markiert Israels Sünde trotz aller Gnade: Sie versuchten den Höchsten, den Schöpfer und Erlöser. Wie ein trügerischer, nutzloser Bogen versagten sie. Sie stellten Götzenbilder auf allen Höhen auf und reizten damit den Gott, dessen Name selbst „Eiferer" ist, zur Eifersucht. ### Gottes Grimm (V. 59–64) Der Götzendienst brachte das Maß zum Überlaufen: Gott verwarf Israel. Fünf Zeichen des Gerichts folgten — er verließ die Wohnung in Silo, gab seine Kraft in Gefangenschaft, übergab das Volk dem Schwert, ließ Jünglinge und Jungfrauen umkommen und die Priester fallen. Gottes Langmut hat ein Ende; in seine Hände zu fallen ist schrecklich. ### Drei Lehren - **Langmut lernen:** Wie Gott unzählige Chancen gab, sollen besonders Eltern geduldig und liebevoll, zugleich konsequent mit ihren Kindern umgehen. - **Gehorsam lernen:** Als Wiedergeborene im neuen Bund können wir Gott gehorchen und sollen keine Götzen dulden, die ihn zur Eifersucht reizen. - **Anbetung und Demut:** Gottes unverdiente Langmut soll Dankbarkeit wecken — wir hätten Gericht verdient, empfingen aber Leben und geistlichen Segen in Christus.
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05.07.2026
53 Minuten
Salomo beschreibt in Prediger 12 bildhaft das mühsame Altwerden und Sterben und mahnt, schon in der Jugend an den Schöpfer zu denken, um durch Christus Hoffnung und Trost zu finden. #### Details Die Predigt legt Prediger 12,1–7 aus und stellt die zentrale Frage, wie man sich auf Altwerden und Sterben vorbereitet. Der Mensch bereitet sich auf Prüfungen, Beruf, Ehe und Urlaub vor, verdrängt jedoch die wesentlichsten Lebensphasen. Der Schlüssel liegt in Vers 1: früh, in der Jugend, an den dreieinigen Schöpfer zu denken – gemeint ist eine tiefe, persönliche Beziehung, die Hingabe des Lebens an Gott und der Glaube an die Vergebung durch Christus. Salomo schildert das Alter zunächst als Sturm (Vers 2): Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich als Bild für schwindende Lebenskraft, Willen, Verstand und Emotionen; nach dem Regen kehren die Wolken wieder – ein Leid folgt dem nächsten, Krankheit reiht sich an Krankheit. In den Versen 3–5 vergleicht er den Körper mit einem verfallenden Haus: zitternde Arme und Hände, sich krümmende Beine, schwindende Zähne, nachlassende Augen, Ohren, Schlaf und Stimme. Hinzu kommen Ängste vor Höhen und Wegen, weiße Haare (Mandelbaum), Angewiesenheit auf Hilfe (Heuschrecke, Rollator) und der Verlust jeglichen Appetits und Vergnügens (wirkungslose Kaper). Wer Christus zum Fundament gemacht hat, dem wird Gott auch im Alter Fels und Helfer sein und die Beschwerden erträglicher machen – belegt mit Matthew Henry und John Gill über die Freude des Gottesfürchtigen im Alter. Die Verse 5c–7 behandeln das Sterben. Der Tod ist ein Feind und Stachel, doch für den Gläubigen nur ein Wohnortwechsel: Der Mensch verlässt seine zeitliche Hütte und bezieht sein ewiges Haus – die Gerechten das Paradies, die Gottlosen den Ort der Qual. Silberne Schnur, goldene Schale, Eimer und Rad (Vers 6) versinnbildlichen das Zerbrechen von Körper und Organen. Vers 7 kehrt zum Sündenfall zurück: Der Staub kehrt zur Erde, der Geist zu Gott, der über die Seele richtet. Entscheidend ist, einen Anwalt im Himmel – Jesus Christus – zu haben. Abschließende Ermahnungen: Die Jungen sollen den Lügen des Teufels nicht glauben (das Aufschieben der Entscheidung) und nicht auf eigene Kraft vertrauen (Jesaja 40). Die Alten sollen in ihrer Schwachheit zu Gott beten (Psalm 71), auf seine Zusage vertrauen (Jesaja 46,4), ihm bis zum Tod dienen (Psalm 92) und sich vor Sünde im Alter hüten – gewarnt durch Salomos eigenen späten Fall (1. Könige 11).
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05.07.2026
14 Minuten
## Zusammenfassung David lobt Gott in Psalm 103 dafür, dass Er uns nicht nach unseren Sünden behandelt, sondern Seine unendliche Güte über uns walten lässt. ## Details Die Predigt behandelt Psalm 103, Verse 10-12, einen Lobgesang Davids über Gottes Gnadenerweise. Der Prediger strukturiert seine Auslegung in drei zentrale Aspekte der göttlichen Güte: **1. Was Gott nicht getan hat (Vers 10)** David bekennt, dass Gott ihm nicht nach seinen Sünden vergolten hat. Obwohl David Ehebruch und Mord begangen hatte – Vergehen, die laut mosaischem Gesetz den Tod verdienten – wurde er nicht gesteinigt. Der Prediger betont, dass dies auch für jeden Zuhörer gilt: Jede einzelne Sünde verdient eigentlich den Tod (Römer 6,23), doch Gott handelt nicht entsprechend unserer Verdienste mit uns. **2. Wie Gott ist (Vers 11)** Die Begründung für Gottes gnädiges Handeln liegt in Seinem Wesen. Seine Güte (hebräisch: Gnade/Treue) ist so hoch wie die Himmel über der Erde – unendlich und unerforschlich. Der Begriff "gewaltig" wird mit der Sintflut verglichen: Wie die Wassermassen selbst die höchsten Berge bedeckten, so überdeckt Gottes Güte den größten Berg unserer Sünden vollständig. Diese Güte gilt speziell denen, die Gott fürchten – eine Furcht, die bei der Bekehrung ins Herz gelegt wird. **3. Was Gott getan hat (Vers 12)** Gott hat unsere Sünden so weit von uns entfernt wie der Osten vom Westen – eine unendliche Distanz. Die Predigt verwendet verschiedene biblische Bilder: Sünden werden in die Tiefen des Meeres geworfen, hinter Gottes Rücken geworfen, und Er gedenkt ihrer nicht mehr (Hebräer 8,12). Dies geschieht durch Christus, auf den alle Sünden gelegt wurden. Der Prediger schließt mit der Ermutigung, dass dies der einzige Grund ist, warum Gläubige zum Abendmahl kommen können – nicht aufgrund eigener Würdigkeit, sondern weil Gott die Sünden ein für allemal weggenommen hat und nie wieder an sie denken wird.
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01.07.2026
37 Minuten
Asaf zeigt in Psalm 78,9–35, wie Israel trotz Gottes gewaltiger Wunder widerspenstig blieb, ihn versuchte und nicht glaubte, damit wir Undankbarkeit und Vergesslichkeit meiden und Gott vertrauen. ## Details Die Predigt setzt die Reihe „Lehrreiches aus der Geschichte Israels" fort und behandelt Psalm 78,9–35, nachdem zuvor die Verse 1–8 betrachtet wurden. Asaf beschreibt abwechselnd die Sünde Israels und Gottes Handeln, damit die Gemeinde daraus lernt, nicht widerspenstig zu sein. #### Das Volk hat Gottes Taten vergessen (V. 9–11) Die Söhne Ephraims stehen stellvertretend für ganz Israel. Sie flohen am Kampftag, brachen Gottes Bund, hielten seine Gebote nicht und vergaßen seine Wunder. Der Kernfehler war, dass ihre Väter ihnen Gottes Taten nicht verkündigten. Auch Christen sind berufen, mit dem Evangelium für Gottes Reich zu kämpfen, und müssen der nachfolgenden Generation Gottes Werke weitergeben. #### Gott rettet sein Volk durch große Wunder (V. 12–16) Vier Wunder werden genannt: die Zeichen und Plagen in Ägypten, die Teilung des Roten Meeres, die Führung durch Wolke und Feuer bei Tag und Nacht sowie das Wasser aus dem Felsen. Paulus deutet den Felsen als Christus (1. Korinther 10,4). Der Mensch ist vergesslich und neigt sogar dazu, das größte Wunder – den Kreuzestod des Sohnes – zu vergessen; deshalb gab Gott das Abendmahl zur beständigen Erinnerung. #### Das Volk hat Gott versucht (V. 17–20) Trotz dieser Wunder sündigte Israel weiter und forderte Speise aus Gier, nicht aus Hunger. Ihr Versuchen begann im Herzen und richtete sich gegen Gottes Güte. Obwohl sie satt waren, murrten sie hochmütig und zweifelten, ob Gott Brot und Fleisch geben könne. Unzufriedenheit stammt aus dem Herzen und lehnt sich gegen Gottes reiche Wohltaten auf – wer Christus hat, besitzt mehr als er verdient. #### Gott versorgte sein Volk in der Wüste (V. 21–29) Gottes Zorn entbrannte, weil sie seiner Rettung nicht glaubten (vgl. Römer 8,32). Dennoch sandte er Manna – Himmelsbrot, weiß wie Koriandersamen, schmeckend nach Honigkuchen – umsonst vom Himmel. Zusätzlich brachte er durch Ost- und Südwind Fleisch in Überfluss. Als guter Hirte versorgte Gott sein Volk; im Neuen Testament sandte er Jesus als das wahre Brot des Lebens (Johannes 6,32–51). #### Das Volk hat nicht an Gott geglaubt (V. 30–35) Weil sie undankbar blieben, strafte Gott sie mitten im Essen und streckte die Jünglinge nieder. Die größte Sünde Israels und jedes Menschen ist der Unglaube – Gott dahingeben (Römer 1). Doch die Züchtigung brachte sie zur Umkehr und Besinnung: Sie erinnerten sich, dass Gott ihr Fels und Erlöser ist. #### Fünf Lehren zum Abschluss Erstens: Gottes Güte und Wunder niemals vergessen. Zweitens: durch das Abendmahl an sein Werk erinnern. Drittens: Gott nicht durch Undankbarkeit versuchen, sondern Buße tun. Viertens: nicht ungläubig und widerspenstig sein. Fünftens: Gottes Züchtigung als Mittel annehmen, das Vertrauen und Glauben wachsen lässt und ihm die Ehre gibt.
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Über diesen Podcast
Die Evangelisch-Baptistische Christusgemeinde ist eine junge
Gemeinde, um den Menschen im Remstal bei Stuttgart den Anschluss an
eine bibeltreue Gemeinde zu ermöglichen und Gottes Wort zu
verkündigen. Unser höchstes Ziel als Gemeinschaft ist es, für Gott
zu leben, und Ihm durch unser Leben und durch unsere Gottesdienste
die höchste Ehre zu bringen. Besuchen Sie gerne unseren
Gottesdienst! Weitere Infos auf unserer Homepage: ebc-waiblingen.de
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