Beschreibung
vor 2 Wochen
Salomo beschreibt in Prediger 12 bildhaft das mühsame Altwerden
und Sterben und mahnt, schon in der Jugend an den Schöpfer zu
denken, um durch Christus Hoffnung und Trost zu finden.
#### Details
Die Predigt legt Prediger 12,1–7 aus und stellt die zentrale
Frage, wie man sich auf Altwerden und Sterben vorbereitet. Der
Mensch bereitet sich auf Prüfungen, Beruf, Ehe und Urlaub vor,
verdrängt jedoch die wesentlichsten Lebensphasen. Der Schlüssel
liegt in Vers 1: früh, in der Jugend, an den dreieinigen Schöpfer
zu denken – gemeint ist eine tiefe, persönliche Beziehung, die
Hingabe des Lebens an Gott und der Glaube an die Vergebung durch
Christus.
Salomo schildert das Alter zunächst als Sturm (Vers 2): Sonne,
Mond und Sterne verfinstern sich als Bild für schwindende
Lebenskraft, Willen, Verstand und Emotionen; nach dem Regen
kehren die Wolken wieder – ein Leid folgt dem nächsten, Krankheit
reiht sich an Krankheit.
In den Versen 3–5 vergleicht er den Körper mit einem verfallenden
Haus: zitternde Arme und Hände, sich krümmende Beine, schwindende
Zähne, nachlassende Augen, Ohren, Schlaf und Stimme. Hinzu kommen
Ängste vor Höhen und Wegen, weiße Haare (Mandelbaum),
Angewiesenheit auf Hilfe (Heuschrecke, Rollator) und der Verlust
jeglichen Appetits und Vergnügens (wirkungslose Kaper).
Wer Christus zum Fundament gemacht hat, dem wird Gott auch im
Alter Fels und Helfer sein und die Beschwerden erträglicher
machen – belegt mit Matthew Henry und John Gill über die Freude
des Gottesfürchtigen im Alter.
Die Verse 5c–7 behandeln das Sterben. Der Tod ist ein Feind und
Stachel, doch für den Gläubigen nur ein Wohnortwechsel: Der
Mensch verlässt seine zeitliche Hütte und bezieht sein ewiges
Haus – die Gerechten das Paradies, die Gottlosen den Ort der
Qual. Silberne Schnur, goldene Schale, Eimer und Rad (Vers 6)
versinnbildlichen das Zerbrechen von Körper und Organen. Vers 7
kehrt zum Sündenfall zurück: Der Staub kehrt zur Erde, der Geist
zu Gott, der über die Seele richtet. Entscheidend ist, einen
Anwalt im Himmel – Jesus Christus – zu haben.
Abschließende Ermahnungen: Die Jungen sollen den Lügen des
Teufels nicht glauben (das Aufschieben der Entscheidung) und
nicht auf eigene Kraft vertrauen (Jesaja 40). Die Alten sollen in
ihrer Schwachheit zu Gott beten (Psalm 71), auf seine Zusage
vertrauen (Jesaja 46,4), ihm bis zum Tod dienen (Psalm 92) und
sich vor Sünde im Alter hüten – gewarnt durch Salomos eigenen
späten Fall (1. Könige 11).
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