Die vorteilhafte Tugend der Genügsamkeit (Philipper 4,10-20) - Daniel Janzen

Die vorteilhafte Tugend der Genügsamkeit (Philipper 4,10-20) - Daniel Janzen

vor 5 Tagen
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Beschreibung

vor 5 Tagen

Paulus lehrt anhand Philipper 4, dass wahre Genügsamkeit eine
erlernbare christliche Tugend ist, die durch Jesu Kraft möglich
wird und zu Freude, Sorglosigkeit und Gottesehre führt.

## Details

#### Genügsamkeit muss erlernt werden

Paulus dankt den Philippern für ihre finanzielle Unterstützung,
betont aber, dass seine Freude nicht vom behobenen Mangel
abhängt. Mit dem Wort „gelernt" (Vers 11) zeigt er, dass
Genügsamkeit kein angeborenes Merkmal ist, sondern durch das
Durchleben verschiedenster Lebensumstände – von Mangel bis
Überfluss – erworben wird. Gott führt uns bewusst in
unterschiedliche Situationen, um uns zu belehren. Dabei ist
Genügsamkeit im Überfluss oft schwieriger zu erlernen als in der
Not, wie das Murren der Israeliten in der Wüste zeigt.
Entbehrungen und Benachteiligungen sollen als „Schule Gottes"
angenommen werden, anstatt ihnen auszuweichen.

#### Genügsamkeit ist möglich durch die Kraft Jesu

„Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt" (Vers 13) ist nicht
Ausdruck von Selbstgenügsamkeit im stoischen Sinne, sondern eines
vollständigen Angewiesenseins auf Christus. Nur durch ihn können
die natürlichen Neigungen zu Habsucht, Unzufriedenheit und Sorge
überwunden werden. In schwierigen Umständen zieht Gott uns tiefer
in die Abhängigkeit von sich selbst, was unsere eigentliche
Kraftquelle ist. Das Gebet sowie die vertraute Kenntnis Christi
sind konkrete Wege, um diese Überzeugung zu festigen und den
Lügen des Teufels standzuhalten.

#### Genügsamkeit hat positive Folgen

Genügsamkeit stärkt die Freude, weil sie äußere Umstände vom
persönlichen Wohlbefinden entkoppelt. Sie verringert Sorgen, weil
man darauf vertraut, dass die eigene Existenz allein in Christi
Hand liegt. Sie bewahrt vor Habsucht im Wohlstand und vor
Verzweiflung in der Not. Vor allem bringt sie Gott Ehre: Habsucht
und Existenzangst drücken Zweifel an Gottes Güte aus und rauben
ihm die Ehre; Genügsamkeit hingegen bezeugt Vertrauen in seine
Führung und Fürsorge.

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