Lehrreiches aus der Geschichte Israels - Psalm 78 - Richard Friesen

Lehrreiches aus der Geschichte Israels - Psalm 78 - Richard Friesen

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Asaf zeigt in Psalm 78,9–35, wie Israel trotz Gottes gewaltiger
Wunder widerspenstig blieb, ihn versuchte und nicht glaubte,
damit wir Undankbarkeit und Vergesslichkeit meiden und Gott
vertrauen.


## Details


Die Predigt setzt die Reihe „Lehrreiches aus der Geschichte
Israels" fort und behandelt Psalm 78,9–35, nachdem zuvor die
Verse 1–8 betrachtet wurden. Asaf beschreibt abwechselnd die
Sünde Israels und Gottes Handeln, damit die Gemeinde daraus
lernt, nicht widerspenstig zu sein.


#### Das Volk hat Gottes Taten vergessen (V. 9–11)
Die Söhne Ephraims stehen stellvertretend für ganz Israel. Sie
flohen am Kampftag, brachen Gottes Bund, hielten seine Gebote
nicht und vergaßen seine Wunder. Der Kernfehler war, dass ihre
Väter ihnen Gottes Taten nicht verkündigten. Auch Christen sind
berufen, mit dem Evangelium für Gottes Reich zu kämpfen, und
müssen der nachfolgenden Generation Gottes Werke
weitergeben.


#### Gott rettet sein Volk durch große Wunder (V. 12–16)
Vier Wunder werden genannt: die Zeichen und Plagen in Ägypten,
die Teilung des Roten Meeres, die Führung durch Wolke und Feuer
bei Tag und Nacht sowie das Wasser aus dem Felsen. Paulus deutet
den Felsen als Christus (1. Korinther 10,4). Der Mensch ist
vergesslich und neigt sogar dazu, das größte Wunder – den
Kreuzestod des Sohnes – zu vergessen; deshalb gab Gott das
Abendmahl zur beständigen Erinnerung.


#### Das Volk hat Gott versucht (V. 17–20)
Trotz dieser Wunder sündigte Israel weiter und forderte Speise
aus Gier, nicht aus Hunger. Ihr Versuchen begann im Herzen und
richtete sich gegen Gottes Güte. Obwohl sie satt waren, murrten
sie hochmütig und zweifelten, ob Gott Brot und Fleisch geben
könne. Unzufriedenheit stammt aus dem Herzen und lehnt sich gegen
Gottes reiche Wohltaten auf – wer Christus hat, besitzt mehr als
er verdient.


#### Gott versorgte sein Volk in der Wüste (V. 21–29)
Gottes Zorn entbrannte, weil sie seiner Rettung nicht glaubten
(vgl. Römer 8,32). Dennoch sandte er Manna – Himmelsbrot, weiß
wie Koriandersamen, schmeckend nach Honigkuchen – umsonst vom
Himmel. Zusätzlich brachte er durch Ost- und Südwind Fleisch in
Überfluss. Als guter Hirte versorgte Gott sein Volk; im Neuen
Testament sandte er Jesus als das wahre Brot des Lebens (Johannes
6,32–51).


#### Das Volk hat nicht an Gott geglaubt (V. 30–35)
Weil sie undankbar blieben, strafte Gott sie mitten im Essen und
streckte die Jünglinge nieder. Die größte Sünde Israels und jedes
Menschen ist der Unglaube – Gott dahingeben (Römer 1). Doch die
Züchtigung brachte sie zur Umkehr und Besinnung: Sie erinnerten
sich, dass Gott ihr Fels und Erlöser ist.


#### Fünf Lehren zum Abschluss
Erstens: Gottes Güte und Wunder niemals vergessen. Zweitens:
durch das Abendmahl an sein Werk erinnern. Drittens: Gott nicht
durch Undankbarkeit versuchen, sondern Buße tun. Viertens: nicht
ungläubig und widerspenstig sein. Fünftens: Gottes Züchtigung als
Mittel annehmen, das Vertrauen und Glauben wachsen lässt und ihm
die Ehre gibt.

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