Was passiert, wenn 200.000 E-Autos gleichzeitig laden?

Was passiert, wenn 200.000 E-Autos gleichzeitig laden?

vor 1 Tag
Im Gespräch mit Jørn Floor Andersen, dem Gründer und Geschäftsführer von Teal Nordic
38 Minuten
0
0 0
Podcast
Podcaster
Aktuelle Entwicklungen, Diskussionen, Interviews und mehr

Beschreibung

vor 1 Tag
In dieser Folge des EAN-Podcasts spreche ich mit Jørn Floor
Andersen, dem Gründer und Geschäftsführer von Teal Nordic.
Aufgenommen haben wir die Episode in einem ungewöhnlichen Setting,
nämlich im Classic Car House in Kopenhagen, umgeben von Bugatti,
Mercedes-Klassikern und einem BMW Art Car. Ein Ort, an dem
automobile Vergangenheit auf das trifft, woran Jørn und sein Team
täglich arbeiten — die Software-Schicht hinter dem Laden von
Elektroautos. Jørn ist Informatiker und entwickelt seit Anfang der
1990er Jahre große, verteilte Systeme. Sein Weg führte ihn unter
anderem über das Amadeus-Reservierungssystem und Banken-IT bis hin
zu IoT-Anwendungen mit Millionen verbundener Geräte. Vor rund acht
Jahren kam dann der Auftrag, der den Einstieg in die
Elektromobilität markierte: ein CPMS bauen, ausgelegt auf
Hunderttausende, perspektivisch eine Million Ladepunkte. Wir
sprechen darüber, warum Teal sich bewusst als reine Backend-Lösung
mit offenen Schnittstellen positioniert und nicht versucht, alles
selbst abzudecken. Die großen Charge Point Operators bringen längst
eigene ERP- und CRM-Systeme mit. Wer in diese Strukturen liefern
will, muss sich einfügen statt verdrängen. Ein zentrales Thema ist
die Frage nach echter Verfügbarkeit. Fünf Neunen Uptime im Backend
mögen beeindruckend klingen — doch wenn die Säule trotzdem nicht
lädt, ist das den Fahrer:innen egal. Jørn erklärt, warum das
Backend Verantwortung für die gesamte Kette übernehmen muss und wie
Teal etwa fehlkonfigurierte Ladestationen automatisch erkennt und
korrigiert. Außerdem geht es um die Frage, wie sich Netze mit
150.000 bis 200.000 Ladepunkten überhaupt noch betreiben lassen.
Jørn nennt eine Zahl, die das Ausmaß greifbar macht: vier bis sechs
Personen reichen, wenn jeder Prozess konsequent automatisiert ist.
Firmware-Rollouts laufen gestaffelt, präventive Restarts und das
Reporting an nationale Datenhubs ebenfalls. Zum Abschluss richten
wir den Blick nach vorne. Dänemark, in vielen Bereichen ohnehin
Vorreiter, hat aktuell für drei Monate neue Netzanschlüsse
pausiert. Genau hier setzt das nächste große Thema an:
Netzstabilisierung über bidirektionales Laden, Lastmanagement und
smarte Ladestrategien. Eine Folge mit konkreten Einblicken in die
Welt hinter den Ladesäulen.
15
15
Episode teilen
Was passiert, wenn 200.000 E-Autos gleichzeitig laden?
Was passiert, wenn 200.000 E-Autos gleichzeitig laden?

Close