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Beschreibung
vor 11 Stunden
Schwerlasttransport und Elektrifizierung – das ist kein einfaches
Thema, und wer behauptet, es wäre eines, hat vermutlich noch nie
einen 40-Tonner über die Alpen disponiert. Umso interessanter war
das Gespräch mit Felix Kunath, Executive Director Full Truck Load,
Heavy & Special Transport sowie Air & Ocean North bei
Gruber Logistics. Gruber Logistics ist seit 1936 in Familienhand,
heute an 60 Standorten in 15 Ländern aktiv und stark im
Straßentransport, von Komplettladungen über Schwer- und
Sondertransporte bis hin zu intermodalen Lösungen und Seefracht. 93
Prozent der Flotte fahren mit Diesel, Biodiesel oder HVO, 6 Prozent
mit LNG oder Bio-LNG – und 1 Prozent elektrisch. Klingt wenig, ist
in absoluten Zahlen aber konkreter: 15 E-Trucks in drei Ländern,
Fahrzeuge im Zweischichtbetrieb, und ein Projekt in Planung, das
einen E-LKW auf knapp 1100 Kilometer täglich bringen soll. Was
Felix im Gespräch erklärt, ist vor allem das, was man von außen
nicht sieht: die Planungslogik hinter dem E-Truck-Einsatz. Feste
Korridore, vorab ausgewählte Ladestationen, eigene Ladepunkte an
Standorten und Partnerschaften mit anderen Speditionen und sogar
mit Kunden direkt. Das klingt nach Pragmatismus – und ist genau
das. Wer im Schwerverkehr wirtschaftlich laden will, kann sich auf
öffentliche Infrastruktur zwar verlassen, aber nicht zu den
Preisen, die eine positive TCO-Rechnung erlauben. Wir reden auch
über die Frage, warum das ursprüngliche Ziel von 50 E-Trucks bis
2025 nicht erreicht wurde – Felix benennt das offen:
wirtschaftliche Lage, Infrastruktur, mangelnde Flexibilität bei
Verladern. Und er erklärt, was er von Automobilherstellern, der
Politik und der Ladeinfrastruktur braucht, damit der Hochlauf
tatsächlich passiert. Daneben gibt es einen Ausflug in Richtung
Wasserstoff: Gruber Logistics testet in Italien im Rahmen eines
EU-Projekts einen umgebauten Scania als Brennstoffzellen-LKW – an
der einzigen Wasserstofftankstelle des Landes. Felix ordnet das
klar ein: Pilotprojekt, keine Strategie, keine unmittelbare
Skalierungsperspektive. Das ist eine Folge für alle, die wissen
wollen, wie Dekarbonisierung im Schwerlastbetrieb tatsächlich
aussieht – nicht als Absichtserklärung, sondern als laufender
Prozess mit echten Widersprüchen.
Thema, und wer behauptet, es wäre eines, hat vermutlich noch nie
einen 40-Tonner über die Alpen disponiert. Umso interessanter war
das Gespräch mit Felix Kunath, Executive Director Full Truck Load,
Heavy & Special Transport sowie Air & Ocean North bei
Gruber Logistics. Gruber Logistics ist seit 1936 in Familienhand,
heute an 60 Standorten in 15 Ländern aktiv und stark im
Straßentransport, von Komplettladungen über Schwer- und
Sondertransporte bis hin zu intermodalen Lösungen und Seefracht. 93
Prozent der Flotte fahren mit Diesel, Biodiesel oder HVO, 6 Prozent
mit LNG oder Bio-LNG – und 1 Prozent elektrisch. Klingt wenig, ist
in absoluten Zahlen aber konkreter: 15 E-Trucks in drei Ländern,
Fahrzeuge im Zweischichtbetrieb, und ein Projekt in Planung, das
einen E-LKW auf knapp 1100 Kilometer täglich bringen soll. Was
Felix im Gespräch erklärt, ist vor allem das, was man von außen
nicht sieht: die Planungslogik hinter dem E-Truck-Einsatz. Feste
Korridore, vorab ausgewählte Ladestationen, eigene Ladepunkte an
Standorten und Partnerschaften mit anderen Speditionen und sogar
mit Kunden direkt. Das klingt nach Pragmatismus – und ist genau
das. Wer im Schwerverkehr wirtschaftlich laden will, kann sich auf
öffentliche Infrastruktur zwar verlassen, aber nicht zu den
Preisen, die eine positive TCO-Rechnung erlauben. Wir reden auch
über die Frage, warum das ursprüngliche Ziel von 50 E-Trucks bis
2025 nicht erreicht wurde – Felix benennt das offen:
wirtschaftliche Lage, Infrastruktur, mangelnde Flexibilität bei
Verladern. Und er erklärt, was er von Automobilherstellern, der
Politik und der Ladeinfrastruktur braucht, damit der Hochlauf
tatsächlich passiert. Daneben gibt es einen Ausflug in Richtung
Wasserstoff: Gruber Logistics testet in Italien im Rahmen eines
EU-Projekts einen umgebauten Scania als Brennstoffzellen-LKW – an
der einzigen Wasserstofftankstelle des Landes. Felix ordnet das
klar ein: Pilotprojekt, keine Strategie, keine unmittelbare
Skalierungsperspektive. Das ist eine Folge für alle, die wissen
wollen, wie Dekarbonisierung im Schwerlastbetrieb tatsächlich
aussieht – nicht als Absichtserklärung, sondern als laufender
Prozess mit echten Widersprüchen.
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