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Wie sicher sind die Bohrhaken in deinem Lieblingsklettergebiet
wirklich? Diese Frage beschäftigt viele Kletter*innen spätestens
dann, wenn von schweren Unfällen oder sogar tödlichen Abstürzen
aufgrund von Materialversagen berichtet wird.
In dieser Folge spreche ich mit Simon über die oft unsichtbare
Infrastruktur unseres Sports: Bohrhaken, Klebehaken und die
Menschen, die sich um deren Wartung kümmern. Ausgangspunkt ist
ein aktueller Unfall, der erneut die Frage aufwirft, wie sicher
die Absicherungen in unseren Klettergebieten tatsächlich sind und
wer die Verantwortung dafür trägt.
Zu Beginn werfen wir einen Blick auf zwei beeindruckende
Leistungen aus der Kletterwelt. Lara Neumeier gelang als zweite
Frau überhaupt die Begehung der berühmten Alpinen Trilogie. Die
drei extrem anspruchsvollen alpinen Mehrseillängenrouten
„Silbergeier“, „End of Silence“ und „Des Kaisers neue Kleider“
gehören zu den schwersten und bedeutendsten Linien der Alpen.
Außerdem sprechen wir über Lynn Hill, die 1993 mit der ersten
freien Begehung von „The Nose“ am El Capitan Klettergeschichte
schrieb und deren Leistung lange Zeit unterschätzt wurde.
Im Hauptteil der Folge geht es um die Arbeit der IG Klettern und
die Frage, wie Sanierungen von Kletterrouten in Deutschland
organisiert werden. Wer entscheidet eigentlich, wann ein Haken
ersetzt werden muss? Welche Materialien werden verwendet? Und wie
erkennt man, ob eine Absicherung noch sicher ist?
Ein Schwerpunkt liegt auf der Korrosion von Bohrhaken. Wir
erklären die Unterschiede zwischen Rost und galvanischer
Korrosion, sprechen über die Risiken von Materialmischungen und
beleuchten, warum selbst hochwertiger Edelstahl in Meeresnähe
innerhalb weniger Jahre versagen kann. Dabei betrachten wir
bekannte Beispiele aus Klettergebieten wie Kalymnos sowie die
Erkenntnisse des britischen Erschließers Martin Roberts, der sich
seit Jahrzehnten mit Korrosionsschäden an Bohrhaken beschäftigt.
Außerdem erfährst du:
• Warum Titan in Meeresnähe oft die beste Wahl ist
• Welche Rolle Epoxidharz, Vinylester und Polyester bei
Klebehaken spielen
• Warum manche Bohrhaken bereits nach wenigen Jahren versagen
können
• Welche Kosten bei einer Ersterschließung oder Sanierung
entstehen
• Weshalb Materialmischungen ein erhebliches Sicherheitsrisiko
darstellen
• Wie Bohrhaken getestet werden können
• Warum die moralische Verantwortung von Erschließer*innen weit
über das Bohren einer Route hinausgeht
Eine Folge für alle, die verstehen möchten, was hinter einer
sicheren Kletterroute steckt und warum die Qualität eines
Bohrhakens im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann.
Viel Spaß beim Zuhören!
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Bohrhaken und ihr Material:
https://bolting.eu/stahlqualitaeten-bei-bohrhaken-und-klebehaken/
Bohrhaken vom Unfall in Kalymnos:
https://www.instagram.com/p/DWcRs-pAiXy?img_index=5
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Agonist
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