Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jörg Wagner über Leben und Tod

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Jörg Wagner über Leben und Tod

vor 1 Tag
39 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
Zwei Radio-Journalisten sitzen zusammen, kommen sofort ins
Fachsimpeln und wenn der eine der Beiden der Medien-Journalist Jörg
Wagner (radioeins-Medienmagazin bis Ende 2025 - Foto: Abschied in
der Dach-Lounge des rbb) ist, dann gibt es gleich mal einen
kurzweiligen Abriss der Rundfunkgeschichte nach dem Ende des 2.
Weltkriegs in Berlin … Erstmals begegnet sind wir uns im
DDR-Rundfunk: Ich war ab September 1981 festangestellt beim
„Berliner Rundfunk“, einer der damaligen Wellen des DDR-Rundfunks,
und später bei Jugendradio DT64 und Jörg Wagner fing im selben Jahr
in der „Musikpolitik“ der Redaktion von DT64 als freier Mitarbeiter
an. Dort war er dann – mit einer Unterbrechung für die Zeit seines
Studiums der Theaterwissenschaften – bis zum Ende des Jugendradios
tätig. Als Mit-Herausgeber von: „Power von der Eastside!
Jugendradio DT64: Massenmedium und Massenbewegung“ (Ventil Verlag
2024) zeichnet er diese faszinierende Radio-Geschichte, die er im
Buch auch als “Phänomen“ bezeichnet, nach. Jörg Wagner bekam das
„Radio-Gen“ quasi in die Wiege gelegt und betont: „Meine Eltern
waren schon Radioten, als ich zur Welt kam. Und ich glaube, ich
wurde von der ersten Sekunde meines Lebens an infiziert.“ Außerdem
hat er schon als 6jähriges Kind mit Foto-Equipment hantiert, was er
heute fachmännisch für seine professionellen Youtube-Videos „Die
Medienhölle“ einsetzt. Was ihn außerdem in Vielem – bis heute –
geprägt hat, ist seine Arbeit für das Hörspiel. Ab einem Alter von
10 war er hier bereits aktiv. „Das hat mich wahrscheinlich mehr
geprägt, als mein Studium.“ sagt er. Und da war dann noch das
Theaterspielen. Jörg hat sich als Schüler – da er in einer
Inszenierung von Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ am Berliner
Ensemble mitspielte – schon mit seiner eigenen Beerdigung
beschäftigt. Wie ihn überhaupt das Thema Tod schon seit seinem 3.
Lebensjahr begleitet: “Damals hatte ich meinen ersten
anthropologischen Schock, würden Wissenschaftler sagen.“ Was das
genau war, an dieser Stelle nur so viel: Eine Kreuzspinne war „im
Spiel“ … Über Jahre hatte Wagner tatsächlich Todesängste. „Ohne
wirkliche Gründe hatte ich eine Phobie vorm Sterben.“ Mittlerweile
ist er durch eine Therapie von dieser Angststörung befreit und
resümiert: „Meine Todesangst hat sich in Sarkasmus bzw. Zynismus
gewandelt.“ Vor dem Hintergrund der nunmehr „… Enttäuschung, dass
das Leben endlich ist, beschäftigt mich der Tod täglich.“ betont
Jörg Wagner. Befragt nach der „Rede meines Lebens“, bekräftigt er
sofort: „Die eigene Grabesrede zu halten, ist meine Idee schon
immer.“ Wie der DT64-Gründer Sigmar Krause hält er es für wichtig,
dass man „die Deutungshoheit über sein Leben behält.“ Und er fügt
hinzu: “Ich bin Pessimist. Vom Standpunkt des Todes aus betrachtet,
ist es egal, wie lange man lebt. Hier kommt die Episode 161 von
„Schwarz hören“ mit Jörg Wagner.

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