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Beschreibung
vor 1 Tag
Die WM steht vor der Tür! Doch was hat ein Fußballturnier
eigentlich mit Gesundheit zu tun? Genau darüber spricht Dr.
Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.
Große Turniere wie eine Weltmeisterschaft sind für viele Menschen
etwas Besonderes – selbst für diejenigen, die sich sonst kaum für
Fußball interessieren. Wenn ein Spiel spannend wird, reagiert
unser Körper deutlich stärker, als man vielleicht vermuten würde.
Das sympathische Nervensystem wird aktiviert, Adrenalin und
Dopamin werden ausgeschüttet, Herzfrequenz und Blutdruck steigen
an und auch die Atmung beschleunigt sich. Der Körper verhält sich
beinahe so, als würde man selbst auf dem Spielfeld stehen.
Deshalb fühlen sich manche Menschen nach einem nervenaufreibenden
Spiel tatsächlich erschöpft oder ausgelaugt. Das ist keine
Einbildung, sondern die Folge realer körperlicher Prozesse.
Mindestens genauso wichtig wie das Spiel selbst ist jedoch das
Gemeinschaftserlebnis. Menschen sind soziale Wesen und
profitieren von gemeinsamen Erlebnissen. Oft erinnern wir uns
Jahre später nicht mehr an das genaue Ergebnis eines Finales,
wohl aber daran, mit wem wir diesen Moment geteilt haben.
Regelmäßige soziale Kontakte wirken sich nachweislich positiv auf
die Gesundheit aus. Sie gehen mit einer höheren
Lebenszufriedenheit, weniger Einsamkeit und einem geringeren
Risiko für Depressionen einher.
Natürlich sorgen spannende Spiele auch für eine erhöhte
Ausschüttung von Stress- und Glückshormonen. Das ist
grundsätzlich völlig normal. Treten jedoch Beschwerden wie
Schwindel, Ohnmacht, Brustdruck, Luftnot oder neurologische
Symptome auf, sollten diese ärztlich abgeklärt werden. Ein
schneller Puls beim Elfmeterschießen allein ist dagegen noch kein
Grund zur Sorge.
Beim Public Viewing kommen häufig weitere Belastungsfaktoren
hinzu. Hohe Temperaturen, langes Sitzen, Schwitzen, unzureichende
Flüssigkeitszufuhr und oft auch Alkohol können den Körper
zusätzlich fordern. Die Folge können Schwindel, Kopfschmerzen,
Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Schlafprobleme sein.
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich jedoch viel erreichen.
Ausreichend Wasser trinken gehört zu den wichtigsten
Empfehlungen. Wer Alkohol konsumiert, sollte zusätzlich auf eine
ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Ebenso wichtig sind
Schattenplätze, eine Kopfbedeckung bei direkter
Sonneneinstrahlung und genügend Schlaf.
Zum Thema Alkohol weist Andrea auf die Empfehlung der WHO hin,
die eine Null-Toleranz-Strategie vertritt. Gleichzeitig ist der
Verzicht heute einfacher denn je, da es mittlerweile zahlreiche
alkoholfreie Alternativen gibt.
Und natürlich gehört für viele Menschen auch die Grillwurst zum
Fußballabend dazu. Andrea macht deutlich, dass eine einzelne
Wurst keine chronische Erkrankung verursacht. Entscheidend ist
vielmehr das Ernährungsverhalten über das gesamte Jahr hinweg.
Dennoch können stark salzhaltige und energiereiche Speisen bei
manchen Menschen Völlegefühl, Sodbrennen oder andere Beschwerden
auslösen.
Am Ende gibt uns Andrea mit: Gesundheit ist wichtig – aber ebenso
wichtig ist Lebensqualität. Wer sich permanent alles verbietet
und jede Freude reglementiert, verliert irgendwann die Balance.
Und genau dann ist man möglicherweise einen Schritt zu weit
gegangen.
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