Podcaster
Episoden
19.02.2026
18 Minuten
Ein Thema, das uns alle früher oder später betreffen wird –
trotzdem sprechen wir wenig darüber: Das Sterben.
Diese Folge von Dr. Andrea Morawe soll informieren, Ängste nehmen
und dabei helfen, Entscheidungen besser zu verstehen. Denn am
Lebensende geht es um Würde und darum, gut betreut zu werden.
Palliative Versorgung beginnt in dem Moment, in dem klar wird,
dass eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist.
Palliativ bedeutet dabei, Schmerzen zu lindern, Symptome zu
kontrollieren, Lebensqualität zu erhalten, Angst zu nehmen und
den Mensch als Ganzes zu sehen: Körperlich, psychisch, sozial und
spirituell.
Deswegen sollte die Palliativ-Medizin auch nicht tabuisiert
werden. Wir sprechen dabei von BSC – Best Supportive Care.
AAPV ist die allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung. Dies ist
die Basisversorgung für Menschen mit einer fortgeschrittenen,
nicht heilbaren Erkrankung, die aber noch relativ stabil sind.
Meist findet diese im häuslichen Umfeld statt durch
Hausärzt:innen sowie ambulante Pflegedienste.
Im Fokus steht die Schmerz- und Symptomkontrolle, sowie die
Kommunikation mit den Angehörigen. Dazu gehört auch der Kontakt
zur Pflegekasse oder zu ehrenamtlich Tätigen.
Das Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und
Stabilität zu erhalten.
SAPV ist die folgende Stufe, die spezialisierte ambulante
Palliativ-Versorgung. Sie kommt ins Spiel, wenn Symptome nur noch
schwer beherrschbar sind und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit
erforderlich ist.
SAPV und AAPV werden durch die gesetzlichen Krankenkassen
übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind.
Viele Menschen wünschen sich, zuhause versterben zu können. Dabei
muss allerdings Pflege rund um die Uhr gewährleistet sein, was
oft Angehörige mit Unterstützung mit Pflegediensten durchführen.
Für die Patient:innen ist die emotionale Belastung im häuslichen
Setting niedriger, für die Angehörigen ist sie allerdings höher.
Wichtig ist hierbei eine ehrliche Einschätzung. Nicht alles, was
gewünscht ist, ist dauerhaft realisierbar.
Das Hospiz kann eine sehr gute Alternative sein, denn Hospize
sind keine Krankenhäuser, sondern Orte der Begleitung. Hier gibt
es mehr Zeit für Zuwendung gegenüber Patient:innen und
Angehörigen. Man hat Würde bis zuletzt.
Die Kosten sind enorm. Die Hospizarbeit wird Andrea’s Meinung
nach zu wenig geschätzt, denn sie muss zu großen Teilen über
Spenden finanziert werden.
Im Hospiz wird niemand abgelehnt. Die Arbeit ist für die
Patient:innen und Angehörigen immer kostenfrei.
Und am Ende geht es dann auch wieder um Bürokratie. Denn ganz am
Ende wird die Todesbescheinigung ausgestellt. Diese Leistung ist
keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, denn diese
endet mit dem Tod. Die Rechnung kommt für Angehörige oft
unerwartet und stellt eine emotionale Belastung dar.
Wenn diese Folge dazu beitragen konnte, Gespräche über das
Lebensende anzustoßen, hat sie ihren Zweck erfüllt.
Folg Andrea auf Instagram:
https://www.instagram.com/andrea.morawe/
Zum
Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen
Zum
Podcast auf Spotify:
https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu
Zum
Podcast bei Apple Podcast:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr
12.02.2026
51 Minuten
Ein Thema, das die meisten erst wahrnehmen, wenn der Alltag nicht
mehr so wie gewohnt klappt: Die Ergotherapie.
Darüber spricht Dr. Andrea Morawe mit Benjamin Nell, kurz Benni,
der bei Soleo Anhalt als Leiter der Ergotherapie arbeitet.
Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert 3 Jahre, mittlerweile
gibt es sogar die Möglichkeit eines Studiums. Benni fänd es gut,
wenn man früher in die Berufswelt einsteigen würde und nicht zu
Beginn nur schulisch lernen würde.
Im zweiten Lehrjahr kann man durch Praktika in die verschiedenen
Bereiche reinschnuppern.
Andrea stört es, dass die schulische Ausbildung Geld kostet und
wünscht sich eine Änderung von Seiten der Politik. Gerade junge
Eltern können sich so eine Ausbildung kaum leisten. Eine
kostenlose Ausbildung und auch eine Bezahlung während der
Ausbildung könnte den Weg für mehr Nachwuchskräfte öffnen.
Ergotherapeut:innen arbeiten sowohl in Psychiatrien, in
Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Praxen, Rehazentren,
im Pflegeheim oder im ambulanten Pflegedienst.
Man kann sich somit auf verschiedene Bereiche spezialisieren.
Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Physiotherapie sehr eng.
Wichtige Eigenschaften von guten Ergotherapeut:innen sind
Offenheit und der Wunsch, sich weiterzubilden. Benni hat seine
Fortbildung selbst gezahlt, um unabhängig zu bleiben.
Andrea betont wieder mal, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist. Sie
arbeitet mit Benni Hand in Hand und die Praxen haben sogar schon
eine Veranstaltung gemeinsam veranstaltet.
Auch unterhalb der Ergotherapeut:innen ist eine gute Vernetzung
sinnvoll, um Versorgung sicherzustellen.
Viele haben nach der Ausbildung richtig Lust darauf, sich
selbstständig zu machen. Da gibt es allerdings einige Hürden.
Benni empfiehlt, in der Anstellung zu starten, um die Bürokratie
kennenzulernen.
Denn Dokumentation, Abrechnung und Berichte sind komplex!
Das Geld erhalten Therapeut:innen erst nach der Behandlung bzw. 4
Monate später, was ein Risiko beinhaltet.
Andrea vergleicht das mit den Ärzt:Innen, denn auch die erhalten
ihre Zahlungen erst ein halbes Jahr nach der Behandlung von der
KV.
Es gibt Studien, die belegen, dass es im ländlichen Raum
schneller zu einer schweren Pflegebedürftigkeit kommen kann, was
nicht an mangelnder Wirksamkeit, sondern an fehlender Versorgung
liegt. Menschen werden mit Krankheiten und Handicaps immer älter.
Benni betont, wie wichtig deswegen auch Hausbesuche sind. Einige
Therapiezentren wehren sich trotzdem gegen diese.
Benni staunt oft darüber, wie fit seine Patient:innen noch sind.
Er berät diese auch zum häuslichen Umfeld und wie man dieses so
gesund und sicher wie möglich gestaltet.
Betreutes Wohnen kann einen Zwischenschritt bieten zwischen der
gewohnten Häuslichkeit und einem Pflegeheim. Die Eingewöhnung
fällt den meisten am schwersten.
Andrea nimmt auch gerne Hilfsmittelempfehlungen der
Ergotherapeut:innen an. Schließlich kennen diese sich am besten
mit den Gegebenheiten aus.
Einige Leistungen in der Ergotherapie funktionieren nur über
Zuzahlung. Benni und Andrea sind sich einig: Lieber früh etwas in
die Gesundheit investieren als später einen teuren
Pflegeheimplatz zahlen zu müssen. Die Erhaltung der
Selbstständigkeit ist auf vielen Ebenen wichtig.
Benni wünscht sich, dass Ergotherapie mehr in den Fokus gerückt
wird. Dazu gehört auch, dass Ärzt:innen besser verstehen, was die
Ergotherapie anbietet.
Von den Ergotherapeut:innen selbst wünscht er sich mehr
Ehrlichkeit zum Patienten. Manchmal kann man nicht helfen, was
auch gar nicht schlimm ist – man muss nur offen darüber
kommunizieren.
Auch Bürokratieabbau würde er begrüßen, denn die viele Zeit der
Dokumentation würde er lieber in die Zeit am Patienten stecken.
Am Ende gibt Benni noch den Tipp:
Die Qualität der Behandlung ist wichtiger als die Menge an...
Mehr
05.02.2026
17 Minuten
Schwindel gehört zu den Symptomen, die Patient:innen besonders
beunruhigen. Man hat Angst vor einem Schlaganfall oder davor,
dass etwas nicht im Gehirn funktioniert.
Es ist auch unangenehm, denn es betrifft unser Gefühl von
Kontrolle, Sicherheit und Orientierung. Dabei ist Schwindel keine
Diagnose, sondern ein Leitsymptom.
Ein erheblicher Anteil der Fälle hat dabei einen Zusammenhang mit
psychischer Belastung.
Schwindel wird unterteilt in Drehschwindel (Karrussel-Gefühl),
Schwankschwindel (Boot-Gefühl), Benommenheitsschwindel (wie Watte
im Kopf) und unspezifischen Schwindel.
Die subjektive Schilderung des Schwindels ist oft diagnostisch
hilfreicher als operative Befunde. Dazu gehört, wann der
Schwindel auftritt, wie lange er anhält und was ihn
verschlechtert.
Unser Gleichgewichtssystem besteht aus mehreren Komponenten: Das
Innenohr, die Augen, die Tiefensensibilität der Muskulatur und
das Gehirn. Die Psyche hat dabei einen enormen Einfluss, denn bei
Stress, Angst und innerer Anspannung verändern sich bestimmte
vitale Funktionen. Dadurch können Gleichgewichtsinformationen
gestört werden.
Der Schwindel ist real, körperlich spürbar, aber funktionell
bedingt.
Psychische Faktoren sind einer der häufigsten Faktoren für
chronischen Schwindel.
Ein klassisches Beispiel ist der phobische Schwankschwindel, der
oft in großen Menschenmengen auftritt.
Dadurch entsteht ein Teufelskreis:
Die Patient:innen haben Schwindel, dadurch entsteht Angst, was
eine körperliche Stressreaktion auslöst, die wiederum den
Schwindel verstärkt.
Bevor die psychische Ursache angenommen wird, sollte es eine
strukturierte Basisdiagnostik geben. Ein paar Red Flags sind
beispielsweise akute Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen,
Doppelbilder, Gangunsicherheiten, Erbrechen oder ein plötzlich
eintretender schwerer Drehschwindel.
Wenn die Patient:innen verstehen, was los ist, dann reduziert das
die Angst. Es ist also wichtig, dem Patienten empathisch
beizustehen und ihm zu erklären, dass der Schwindel nicht
gefährlich ist.
Das Wichtigste ist, sich nicht zu schonen. Schonung
verschlechtert den funktionellen Schwindel. Man sollte sich
bewegen, den Alltag aktiv gestalten und das Gleichgewicht
fördern. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie ist sinnvoll.
Eine Dauertherapie mit schwindelhemmenden Medikamenten sollte
vermieden werden.
Andrea ist außerdem ein großer Fan der Hypnose-Therapie, die als
ergänzende Maßnahme sehr sinnvoll sein kann. Denn sie kann den
Stress erheblich reduzieren, die vegetative Übererregung senken
und den Angst-Schwindel-Kreislauf dadurch unterbrechen.
Die Patient:innen selbst können selbst autogenes Training
durchführen oder auch die progressive Muskelentspannung.
Dazu helfen Lockerungsübungen für den Schulter- und
Nackenbereich, sowie Gleichgewichtsübungen. Bei Physio- und
Ergotherapeut:innen können schonende Übungen erlernt werden.
Je weniger Aufmerksamkeit der Schwindel bekommt, desto schwächer
wird er werden. Es ist besonders wichtig, den Umgang mit der
Angst zu lernen.
Folg Andrea auf Instagram:
https://www.instagram.com/andrea.morawe/
Zum
Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen
Zum
Podcast auf Spotify:
https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu
Zum
Podcast bei Apple Podcast:
Mehr
29.01.2026
17 Minuten
Ein Thema, das zurecht gefürchtet ist: Gürtelrose. Der Begriff
löst bei vielen direkt Unbehagen aus.
Denn Gürtelrose ist mehr als ein dermatologisches, kosmetisches
Problem mit hoher Ansteckungsgefahr und möglichen Langzeitfolgen.
Die Gürtelrose oder auch Herpes-Zoster-Infektion beschreibt eine
Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus. Das ist der Virus, der
im Kindesalter die Windpocken-Infektion verursacht. Nach
Abheilung verbleiben die Viren in einem Ruhestadium in den
Nervenganglien des Rückenmarks oder der Hirnnerven.
Über Jahrzehnte hinweg wird der Virus durch das Immunsystem
kontrolliert.
Wenn die Kontrolle des Immunsystems nachlässt, dann kann das
Virus erneut aktiviert werden und entlang der Nerven zur Haut
wandern.
Das passiert durch das Lebensalter oder auch langanhaltenden
Stress.
Jeder Mensch, der schonmal Windpocken hatte, kann auch eine
Gürtelrose bekommen.
Die Hauterscheinung kennen die meisten wahrscheinlich: Ein
einseitiger, gürtelförmiger Hautausschlag, der sich dann zu
flüssigkeitsgefüllten Bläschen entwickelt.
Es gibt auch Verläufe ohne Hautausschlag. Diese sind besonders
schwierig in der Diagnosestellung.
Frühsymptome sind unspezifische Schmerzen, fast reißend, sowie
ein brennendes oder stechendes Gefühl. Dazu kommt eine
Überempfindlichkeit der Haut, welche eventuell als
Muskelverspannung interpretiert wird, wodurch eine kardiologische
Abklärung erfolgen kann.
Der Schmerz ist so stark, weil es sich um einen neuropathischen
Schmerz handelt, der durch die Schädigung oder Reizung der Nerven
entsteht. Ibuprofen und Paracetamol haben hier keine Wirkung.
Behandelt wird deswegen mit Gabapentin oder Pregabalin, in
schweren Fällen sogar mit Opioiden.
Die grundsätzliche Therapie ist die virale Therapie, hier ist
allerdings die Zeit entscheidend.
Denn idealerweise startet die Therapie innerhalb der ersten 72
Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome.
So kann das Risiko für eine chronische Schmerzentstehung gesenkt
werden.
Bei einer Gürtelrose-Erkrankung besteht das Risiko einer
Post-Zoster-Neuralgie, bei der Schmerzen länger als 3 Monate nach
Abheilung der Haut bestehen bleiben. Diese Schmerzen können
monatelang oder jahrelang anhalten und damit die Lebensqualität
erheblich verringern.
Die Ansteckungsgefahr wird häufig unterschätzt. Die Gürtelrose
selbst ist nicht direkt übertragbar, das Virus in den Bläschen
aber schon. Solange die Bläschen nicht vollständig verkrustet
sind, enthält die Flüssigkeit das infektiöse Virenmaterial.
Personen, die keine Windpocken hatten oder nicht geimpft sind,
können sich so anstecken.
Die klassischen Hygienemaßnahmen helfen: Bläschen nicht berühren,
regelmäßiges Händewaschen, Handtücher, Kleidung und Waschlappen
nicht gemeinsam nutzen und bei 60 Grad waschen.
Zinksalbe wird oft empfohlen, denn sie wirkt antiseptisch,
entzündungshemmend und adstringierend. Dadurch kann sie den
Juckreiz lindern. Allerdings ersetzt sie nicht die antivirale
Therapie!
Die wirksamste Maßnahme gegen Gürtelrose und ihre Komplikationen
ist die Impfung mit dem Totimpfstoff gegen Herpes Zoster. Die
STIKO empfiehlt sie für alle ab 60 und als Indikationsimpfung für
Patient:innen ab dem 50. Lebensjahr.
Da eine immunaktivierende Komponente im Impfstoff ist, empfiehlt
Andrea, außerhalb der Infektsaison zu impfen, da man wirklich
frei von jeglicher Krankheit sein sollte.
Sie empfiehlt: Bringen Sie ihren Impfausweis regelmäßig mit zur
Hausarztpraxis, um den Impfstatus zu checken!
Folg Andrea auf Instagram:
https://www.instagram.com/andrea.morawe/
Zum
Podcast auf YouTube:
Mehr
22.01.2026
13 Minuten
Um Vitamin D gibt es einige Mythen: Damit soll man die
Wintermüdigkeit in den Griff bekommen und es wird viel über
Supplements und Ernährung gesprochen.
Deswegen hat sich Dr. Andrea Morawe diesem Thema in ihrer neuen
Folge von „LandMEDchen“ gewidmet.
Vitamin D ist strenggenommen kein Vitamin, sondern ein
Hormonvorläufer. Der Körper kann es größtenteils durch
UVB-Strahlung auf der Haut selbst herstellen.
Vitamin D ist beteiligt am Knochen- und Kalziumstoffwechsel, dem
Immunsystem, der Muskulatur, Entzündungsregulationsmechanismen
und an neurologischen und hormonellen Prozessen im Gehirn.
Bis zu 90% davon bilden wir über Sonnenlicht, deswegen wird es
auch das „Sonnenvitamin“ genannt.
Im Winter berichten viele Menschen über Abgeschlagenheit,
Müdigkeit und einen „Winterblues“. Das liegt nicht nur am
Lichtmangel, sondern weil das Vitamin D im Gehirn an Rezeptoren
wirkt, die für Stimmung und den Schlafrhythmus wichtig sind. Es
beeinflusst Serotonin, den Wohlfühlbotenstoff und das Melatonin,
das uns schläfrig macht.
In Lebensmitteln ist Vitamin D sehr wenig enthalten. Ohne Sonne
haben wir also ein hohes Risiko für einen geringen Vitamin
D-Spiegel.
In einer internationalen sowie der deutschen Leitlinie steht,
dass es für einen gesunden Erwachsenen ohne Symptome und
Risikofaktoren keine ausreichende Evidenz gibt, ein allgemeines
Screening durchzuführen.
Eine Bestimmung des Vitamin D-Spiegels ist vor allem bei
Risikogruppen sinnvoll, bei älteren Leuten, Menschen mit dunkler
Haut, übergewichtigen Personen und Patient:innen nach größeren
Darm-OPs.
Diagnostische Hinweise auf einen möglichen Mangel sind
Osteoporose, diffuse Knochenschmerzen, Muskelschwächen Syndrome
sowie chronische Leber- und Niereninsuffizienz.
Substitution in den Wintermonaten (in niedriger Dosis) kann man
tatsächlich selbst machen, da muss man nicht den Vitamin
D-Spiegel für bestimmen.
Die Präparate gibt es mittlerweile in jeglicher Form. Diese kann
man z.B. bei Müdigkeit und Stimmungstiefs in den Wintermonaten
(Oktober bis März) einnehmen und damit eine Besserung erzielen.
Risikogruppen wie Pflegeheimbewohner:innen können Vitamin D auch
das gesamte Jahr durchnehmen.
Die tägliche Einnahme sollte zwischen 800 und 2000 Einheiten
liegen, denn man kann auch überdosieren! Das sorgt für Übelkeit,
Erbrechen, einen erhöhten Kalziumwert im Blut,
Herzrhythmusstörungen und Nierenprobleme.
Eine Überdosierung passiert nicht durch Sonne, sondern durch
hochdosierte Präparate.
In vielen Präparaten ist einfach zu wenig drin.
K2 kann man dazu nehmen, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Gegen den Winterblues hilft nicht nur Vitamin D, sondern auch
eine Kombination mit Tageslichtlampen. Diese enthalten kein UVB,
regen also nicht die Vitamin D-Bildung an, aber wirken
nachweislich auf den Schlaf-Wach-Ryhthmus und auf die
Serotoninproduktion. Deswegen sind sie effektiv bei
Wintermüdigkeit und saisonalen depressiven Episoden.
Folg Andrea auf Instagram:
https://www.instagram.com/andrea.morawe/
Zum
Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen
Zum
Podcast auf Spotify:
https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu
Zum
Podcast bei Apple Podcast:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr
Über diesen Podcast
LandMEDchen - der Podcast rund um die medizinische Versorgung im
ländlichen Raum. Dr. Andrea Morawe spricht im Podcast mit Menschen
aus der Medizin, mit MFAs, Ärzt:innen, Pfleger:innen und allen, die
mit den Patientinnen und Patienten arbeiten. Außerdem erklärt sie
auch in ihren Episoden, wie das Leben als Landarzt ist, worauf man
bei einer eigenen Praxis so achten soll und motiviert, sich als
Ärztin oder Arzt auf dem Land niederzulassen. Jeden Donnerstag gibt
es eine neue Folge!
Kommentare (0)