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12 Minuten
Ob aus Rücksicht auf die Umwelt, aus Liebe zu Tieren oder weil man sich damit einfach wohler fühlt – die Gründe für eine vegetarische oder vegane Ernährung sind vielfältig. Doch selbst wenn man von der eigenen Ernährungsweise überzeugt ist, können Unsicherheiten entstehen. Vor allem dann, wenn immer wieder von Vitaminmangel, brüchigen Knochen oder nachlassender Muskelkraft die Rede ist.
Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“. Dabei betrachtet sie die vegetarische und vegane Ernährung aus medizinischer Sicht – wissenschaftlich fundiert, sachlich und ohne ideologische Bewertung.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Nährstoffversorgung in sensiblen Lebensphasen wie bei Kinderwunsch, während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit. Hier empfiehlt Andrea eine ärztliche und ernährungsfachliche Begleitung, um mögliche Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen.
Ein zentraler Punkt bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist Vitamin B12. Dieses Vitamin wird ausschließlich von bestimmten Mikroorganismen, also Bakterien, gebildet. Pflanzen können Vitamin B12 nicht selbst herstellen. In unserer üblichen Ernährung wird es deshalb hauptsächlich über tierische Lebensmittel aufgenommen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Position zur veganen Ernährung überarbeitet und dabei drei wesentliche Voraussetzungen hervorgehoben: eine dauerhafte Einnahme eines Vitamin B12-Präparats, eine ausgewogene und sorgfältig geplante Lebensmittelauswahl sowie eine bedarfsdeckende Versorgung mit weiteren potenziell kritischen Nährstoffen.
Neben Vitamin B12 gehören dazu unter anderem Jod, Proteine, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Vitamin B2, Kalzium, Eisen, Zink und Selen. Bei einer vegetarischen Ernährung ist die Liste der potenziell kritischen Nährstoffe deutlich kürzer, da weiterhin bestimmte tierische Lebensmittel verzehrt werden.
Gerade in besonders empfindlichen Lebensphasen ist eine sorgfältige Planung entscheidend. Für Schwangerschaft, Stillzeit sowie für Säuglinge, Kinder und Jugendliche kann die Deutsche Gesellschaft für Ernährung aufgrund der bislang begrenzten Studienlage keine eindeutige Empfehlung für oder gegen eine vegane Ernährung aussprechen. Umso wichtiger ist in diesen Fällen eine engmaschige ärztliche und ernährungsfachliche Betreuung.
Andrea greift in der Folge außerdem einige verbreitete Mythen auf.
So wird beispielsweise pflanzliches Eisen vom Körper schlechter aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine ausreichende Eisenversorgung mit pflanzlicher Ernährung grundsätzlich unmöglich ist. Vitamin C kann die Eisenaufnahme verbessern. Deshalb ist es sinnvoll, eisenhaltige Mahlzeiten mit einer Vitamin-C-Quelle zu kombinieren.
Auch die Sorge vor einem Proteinmangel ist bei vegetarischer oder veganer Ernährung nicht automatisch begründet. Wer verschiedene pflanzliche Proteinquellen geschickt miteinander kombiniert, kann seinen Proteinbedarf durchaus decken. Besonders Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und Samen spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei gesunden Erwachsenen lässt sich der Proteinbedarf somit auch ohne Fleisch und andere tierische Lebensmittel erreichen.
Anders sieht es bei Vitamin B12 aus. Bei einer veganen Ernährung ist die regelmäßige Supplementierung notwendig, da eine ausreichende Versorgung über unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel nicht zuverlässig möglich ist.
Andrea erklärt außerdem, warum bei der Labordiagnostik nicht immer allein der klassische Vitamin B12-Wert entscheidend ist. Ergänzende Marker können in bestimmten Fällen aussagekräftiger sein und dabei helfen, die tatsächliche Versorgung besser einzuschätzen.
Denn eine vegetarische oder vegane Ernährung muss nicht automatisch mit einem Nährstoffmangel verbunden sein. Entscheidend ist, dass die Lebensmittelauswahl bewusst geplant wird, potenziell kritische Nährstoffe berücksichtigt werden und insbesondere bei einer veganen Ernährung Vitamin B12 zuverlässig supplementiert wird.
Zur Praxis von Andrea: https://www.arztpraxis-morawe.de/
Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/
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Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen
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Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu
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Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319s
Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“. Dabei betrachtet sie die vegetarische und vegane Ernährung aus medizinischer Sicht – wissenschaftlich fundiert, sachlich und ohne ideologische Bewertung.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Nährstoffversorgung in sensiblen Lebensphasen wie bei Kinderwunsch, während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit. Hier empfiehlt Andrea eine ärztliche und ernährungsfachliche Begleitung, um mögliche Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen.
Ein zentraler Punkt bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist Vitamin B12. Dieses Vitamin wird ausschließlich von bestimmten Mikroorganismen, also Bakterien, gebildet. Pflanzen können Vitamin B12 nicht selbst herstellen. In unserer üblichen Ernährung wird es deshalb hauptsächlich über tierische Lebensmittel aufgenommen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre Position zur veganen Ernährung überarbeitet und dabei drei wesentliche Voraussetzungen hervorgehoben: eine dauerhafte Einnahme eines Vitamin B12-Präparats, eine ausgewogene und sorgfältig geplante Lebensmittelauswahl sowie eine bedarfsdeckende Versorgung mit weiteren potenziell kritischen Nährstoffen.
Neben Vitamin B12 gehören dazu unter anderem Jod, Proteine, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Vitamin B2, Kalzium, Eisen, Zink und Selen. Bei einer vegetarischen Ernährung ist die Liste der potenziell kritischen Nährstoffe deutlich kürzer, da weiterhin bestimmte tierische Lebensmittel verzehrt werden.
Gerade in besonders empfindlichen Lebensphasen ist eine sorgfältige Planung entscheidend. Für Schwangerschaft, Stillzeit sowie für Säuglinge, Kinder und Jugendliche kann die Deutsche Gesellschaft für Ernährung aufgrund der bislang begrenzten Studienlage keine eindeutige Empfehlung für oder gegen eine vegane Ernährung aussprechen. Umso wichtiger ist in diesen Fällen eine engmaschige ärztliche und ernährungsfachliche Betreuung.
Andrea greift in der Folge außerdem einige verbreitete Mythen auf.
So wird beispielsweise pflanzliches Eisen vom Körper schlechter aufgenommen als Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine ausreichende Eisenversorgung mit pflanzlicher Ernährung grundsätzlich unmöglich ist. Vitamin C kann die Eisenaufnahme verbessern. Deshalb ist es sinnvoll, eisenhaltige Mahlzeiten mit einer Vitamin-C-Quelle zu kombinieren.
Auch die Sorge vor einem Proteinmangel ist bei vegetarischer oder veganer Ernährung nicht automatisch begründet. Wer verschiedene pflanzliche Proteinquellen geschickt miteinander kombiniert, kann seinen Proteinbedarf durchaus decken. Besonders Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und Samen spielen dabei eine wichtige Rolle. Bei gesunden Erwachsenen lässt sich der Proteinbedarf somit auch ohne Fleisch und andere tierische Lebensmittel erreichen.
Anders sieht es bei Vitamin B12 aus. Bei einer veganen Ernährung ist die regelmäßige Supplementierung notwendig, da eine ausreichende Versorgung über unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel nicht zuverlässig möglich ist.
Andrea erklärt außerdem, warum bei der Labordiagnostik nicht immer allein der klassische Vitamin B12-Wert entscheidend ist. Ergänzende Marker können in bestimmten Fällen aussagekräftiger sein und dabei helfen, die tatsächliche Versorgung besser einzuschätzen.
Denn eine vegetarische oder vegane Ernährung muss nicht automatisch mit einem Nährstoffmangel verbunden sein. Entscheidend ist, dass die Lebensmittelauswahl bewusst geplant wird, potenziell kritische Nährstoffe berücksichtigt werden und insbesondere bei einer veganen Ernährung Vitamin B12 zuverlässig supplementiert wird.
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12 Minuten
Du sitzt bei einem wichtigen Geschäftsessen. Gegenüber vielleicht ein potenzieller Kunde oder eine neue Kooperationspartnerin – eigentlich möchtest du dich voll und ganz auf das Gespräch konzentrieren. Doch plötzlich zieht es im Bauch, der Darm meldet sich und deine Gedanken kreisen nur noch darum, das unangenehme Gefühl oder ein Aufblähen des Bauchs möglichst unauffällig zu überspielen.
Der Stress beginnt damit manchmal schon, bevor das eigentliche Essen überhaupt auf dem Tisch steht.
Die Blutwerte sind unauffällig, auch bei der Magenspiegelung wurde nichts Auffälliges gefunden – und trotzdem bleiben die Beschwerden bestehen. Dahinter könnte ein Reizdarmsymptom stecken, eine der häufigsten und gleichzeitig oft missverstandenen Diagnosen der Medizin. Genau darum geht es in der neuen Folge von „LandMEDchen“ mit Dr. Andrea Morawe.
Das Reizdarmsymptom ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass zunächst andere mögliche Ursachen sorgfältig abgeklärt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise eine Zöliakie, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Eine Rolle bei den Beschwerden können kurzkettige, schwer verdauliche Kohlenhydrate spielen, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Im Dünndarm ziehen sie osmotisch Wasser an. Anschließend gelangen sie in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert werden und dabei Gase entstehen.
Bei einem Reizdarm reagiert die Darmwand besonders empfindlich auf die dadurch entstehende Dehnung durch Wasser und Gas. Vorgänge, die grundsätzlich ganz normal sind, können deshalb als Schmerzen, Blähungen oder starkes Dranggefühl wahrgenommen werden. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einer gestörten Darm-Hirnachse: Signale aus dem Darm werden besonders intensiv an das Gehirn weitergeleitet und entsprechend stärker wahrgenommen.
Genau an diesem Punkt setzt die Low-FODMAP-Ernährung an. Sie besteht aus mehreren Phasen und ist nicht als dauerhafte Verbotsliste gedacht.
In der ersten Phase, der Eliminationsphase, werden bestimmte Lebensmittel beziehungsweise FODMAP-Gruppen zunächst konsequent reduziert oder weggelassen. Anschließend folgt die Re-Exposition. Dabei werden einzelne FODMAP-Gruppen schrittweise wieder eingeführt, um herauszufinden, welche davon tatsächlich Beschwerden verursachen.
In der dritten Phase, der Individualisierung, geht es schließlich darum, aus diesen Erkenntnissen eine langfristige und alltagstaugliche Ernährungsweise zu entwickeln. Andrea betont dabei besonders: Die Eliminationsphase ist kein Dauerzustand.
Viele Betroffene beginnen auf eigene Faust damit, Gluten oder Lactose aus ihrer Ernährung zu streichen. Gerade beim Gluten kann das jedoch problematisch sein. Wird bereits vor der entsprechenden Diagnostik darauf verzichtet, kann eine tatsächlich bestehende Zöliakie später schwieriger nachzuweisen sein.
Wichtig ist Andrea außerdem eine klare Einordnung: Ein Reizdarm ist keine reine Kopfsache. Eine solche Aussage wird der Erkrankung und den Beschwerden der Betroffenen nicht gerecht.
Für den Alltag gibt Andrea deshalb einige konkrete Empfehlungen. Der erste Schritt sollte nicht darin bestehen, eigenständig immer mehr Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen. Stattdessen ist zunächst eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Hilfreich kann außerdem ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch sein. Darin wird festgehalten, welche Lebensmittel gegessen wurden und welche Beschwerden anschließend aufgetreten sind. So können mögliche Zusammenhänge besser erkannt werden.
Zusätzlich empfiehlt Andrea die Begleitung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft. Eine professionelle Unterstützung kann dabei helfen, notwendige Einschränkungen gezielt einzusetzen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Lebensmittel nicht länger als erforderlich aus der Ernährung ausgeschlossen werden.
Denn beim Reizdarm geht es nicht darum, möglichst viel wegzulassen – sondern herauszufinden, was der eigene Darm tatsächlich verträgt.
Zur Website von Andrea: https://www.arztpraxis-morawe.de/
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Der Stress beginnt damit manchmal schon, bevor das eigentliche Essen überhaupt auf dem Tisch steht.
Die Blutwerte sind unauffällig, auch bei der Magenspiegelung wurde nichts Auffälliges gefunden – und trotzdem bleiben die Beschwerden bestehen. Dahinter könnte ein Reizdarmsymptom stecken, eine der häufigsten und gleichzeitig oft missverstandenen Diagnosen der Medizin. Genau darum geht es in der neuen Folge von „LandMEDchen“ mit Dr. Andrea Morawe.
Das Reizdarmsymptom ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass zunächst andere mögliche Ursachen sorgfältig abgeklärt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise eine Zöliakie, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.
Eine Rolle bei den Beschwerden können kurzkettige, schwer verdauliche Kohlenhydrate spielen, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Im Dünndarm ziehen sie osmotisch Wasser an. Anschließend gelangen sie in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert werden und dabei Gase entstehen.
Bei einem Reizdarm reagiert die Darmwand besonders empfindlich auf die dadurch entstehende Dehnung durch Wasser und Gas. Vorgänge, die grundsätzlich ganz normal sind, können deshalb als Schmerzen, Blähungen oder starkes Dranggefühl wahrgenommen werden. In diesem Zusammenhang spricht man auch von einer gestörten Darm-Hirnachse: Signale aus dem Darm werden besonders intensiv an das Gehirn weitergeleitet und entsprechend stärker wahrgenommen.
Genau an diesem Punkt setzt die Low-FODMAP-Ernährung an. Sie besteht aus mehreren Phasen und ist nicht als dauerhafte Verbotsliste gedacht.
In der ersten Phase, der Eliminationsphase, werden bestimmte Lebensmittel beziehungsweise FODMAP-Gruppen zunächst konsequent reduziert oder weggelassen. Anschließend folgt die Re-Exposition. Dabei werden einzelne FODMAP-Gruppen schrittweise wieder eingeführt, um herauszufinden, welche davon tatsächlich Beschwerden verursachen.
In der dritten Phase, der Individualisierung, geht es schließlich darum, aus diesen Erkenntnissen eine langfristige und alltagstaugliche Ernährungsweise zu entwickeln. Andrea betont dabei besonders: Die Eliminationsphase ist kein Dauerzustand.
Viele Betroffene beginnen auf eigene Faust damit, Gluten oder Lactose aus ihrer Ernährung zu streichen. Gerade beim Gluten kann das jedoch problematisch sein. Wird bereits vor der entsprechenden Diagnostik darauf verzichtet, kann eine tatsächlich bestehende Zöliakie später schwieriger nachzuweisen sein.
Wichtig ist Andrea außerdem eine klare Einordnung: Ein Reizdarm ist keine reine Kopfsache. Eine solche Aussage wird der Erkrankung und den Beschwerden der Betroffenen nicht gerecht.
Für den Alltag gibt Andrea deshalb einige konkrete Empfehlungen. Der erste Schritt sollte nicht darin bestehen, eigenständig immer mehr Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen. Stattdessen ist zunächst eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Hilfreich kann außerdem ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch sein. Darin wird festgehalten, welche Lebensmittel gegessen wurden und welche Beschwerden anschließend aufgetreten sind. So können mögliche Zusammenhänge besser erkannt werden.
Zusätzlich empfiehlt Andrea die Begleitung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft. Eine professionelle Unterstützung kann dabei helfen, notwendige Einschränkungen gezielt einzusetzen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Lebensmittel nicht länger als erforderlich aus der Ernährung ausgeschlossen werden.
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14 Minuten
Ein paar zusätzliche Haare auf dem Kopfkissen, deutlich mehr Haare als sonst in der Bürste oder plötzlich eine sichtbarere Kopfhaut beim Föhnen – solche Situationen kennen viele Frauen. Gleichzeitig können sie sehr belastend sein, denn volles Haar wird häufig eng mit Weiblichkeit, Gesundheit und Vitalität verbunden. Genau deshalb beschäftigt sich Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ mit dem Thema Haarausfall bei Frauen.
Wer im Internet nach möglichen Ursachen für Haarausfall sucht, stößt schnell auf eine Vielzahl unterschiedlicher und teilweise widersprüchlicher Informationen. Das kann zusätzlich verunsichern.
Dabei lassen sich hinter Haarausfall häufig konkrete körperliche Zusammenhänge finden. Eine wichtige Rolle kann beispielsweise die Versorgung mit Mikronährstoffen spielen.
Haarfollikel zählen zu den Geweben mit einer besonders hohen Zellteilungsrate. Entsprechend benötigen sie ausreichend Eisen, Zink, Vitamin D und bestimmte B-Vitamine. Gerät der Körper unter Belastung oder fehlen wichtige Nährstoffe, konzentriert er seine Ressourcen zunächst auf lebenswichtige Organe. Die Haarfollikel können darauf reagieren, indem sie vermehrt in die Ruhephase wechseln.
Untersuchungen zeigen, dass bei Frauen mit Haarausfall unter anderem ein Eisen- oder Zink-Mangel vorkommen kann. Deshalb lohnt es sich, Haarausfall nicht ausschließlich als kosmetisches Problem zu betrachten. Die Veränderungen können auch ein Hinweis darauf sein, dass im Körper etwas genauer untersucht werden sollte.
Andrea setzt deshalb auf eine strukturierte Labordiagnostik. Dabei spricht sie unter anderem über Ferritinwerte, den Vitamin D-Spiegel und Schilddrüsenwerte und erklärt, welche Bedeutung diese bei der Ursachenfindung haben können.
Wird tatsächlich ein Mangel festgestellt und behandelt, braucht es allerdings Geduld. Veränderungen am Haar werden nicht innerhalb weniger Tage sichtbar, da der Haarzyklus entsprechend Zeit benötigt.
In der Folge räumt Andrea außerdem mit einigen Mythen auf. Ein bekanntes Beispiel ist Biotin, das in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln und Shampoos für gesunde Haare beworben wird. Ein tatsächlicher Biotin-Mangel kommt in der Bevölkerung jedoch nur sehr selten vor. Hoch dosiertes Biotin ohne nachgewiesenen Mangel einzunehmen, bringt deshalb nicht automatisch einen Vorteil. Zusätzlich kann eine hohe Biotin-Zufuhr bestimmte Laboruntersuchungen, darunter Schilddrüsenwerte, verfälschen.
Doch was können betroffene Frauen konkret tun?
Für Andrea beginnt der erste Schritt im Umgang mit dem Thema selbst: Haarausfall darf ernst genommen werden. Statt ihn ausschließlich als kosmetische Veränderung abzutun, sollte er mit der gleichen sachlichen Aufmerksamkeit betrachtet werden wie andere körperliche Beschwerden.
Sinnvoll kann deshalb ein Termin zur Blutabnahme sein. Andrea empfiehlt, sich darauf vorzubereiten und konkrete Fragen mit in das ärztliche Gespräch zu nehmen.
Auch die Ernährung kann einen Beitrag leisten. Eisenhaltige Lebensmittel lassen sich beispielsweise mit einer Vitamin C-Quelle kombinieren, da Vitamin C die Eisenaufnahme unterstützt. In der Folge stellt Andrea außerdem weitere Lebensmittel vor, die zu einer guten Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen beitragen können.
Ein weiterer praktischer Tipp ist eine persönliche Timeline. Darauf lässt sich festhalten, wann der Haarausfall begonnen hat und welche Veränderungen oder Ereignisse zeitlich davor lagen. So können Zusammenhänge leichter erkannt und die Ursachen gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen gezielter eingeordnet werden.
Denn Haarausfall ist nicht automatisch nur ein Problem der Haare – manchmal lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was der Körper damit möglicherweise signalisiert.
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Dabei lassen sich hinter Haarausfall häufig konkrete körperliche Zusammenhänge finden. Eine wichtige Rolle kann beispielsweise die Versorgung mit Mikronährstoffen spielen.
Haarfollikel zählen zu den Geweben mit einer besonders hohen Zellteilungsrate. Entsprechend benötigen sie ausreichend Eisen, Zink, Vitamin D und bestimmte B-Vitamine. Gerät der Körper unter Belastung oder fehlen wichtige Nährstoffe, konzentriert er seine Ressourcen zunächst auf lebenswichtige Organe. Die Haarfollikel können darauf reagieren, indem sie vermehrt in die Ruhephase wechseln.
Untersuchungen zeigen, dass bei Frauen mit Haarausfall unter anderem ein Eisen- oder Zink-Mangel vorkommen kann. Deshalb lohnt es sich, Haarausfall nicht ausschließlich als kosmetisches Problem zu betrachten. Die Veränderungen können auch ein Hinweis darauf sein, dass im Körper etwas genauer untersucht werden sollte.
Andrea setzt deshalb auf eine strukturierte Labordiagnostik. Dabei spricht sie unter anderem über Ferritinwerte, den Vitamin D-Spiegel und Schilddrüsenwerte und erklärt, welche Bedeutung diese bei der Ursachenfindung haben können.
Wird tatsächlich ein Mangel festgestellt und behandelt, braucht es allerdings Geduld. Veränderungen am Haar werden nicht innerhalb weniger Tage sichtbar, da der Haarzyklus entsprechend Zeit benötigt.
In der Folge räumt Andrea außerdem mit einigen Mythen auf. Ein bekanntes Beispiel ist Biotin, das in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln und Shampoos für gesunde Haare beworben wird. Ein tatsächlicher Biotin-Mangel kommt in der Bevölkerung jedoch nur sehr selten vor. Hoch dosiertes Biotin ohne nachgewiesenen Mangel einzunehmen, bringt deshalb nicht automatisch einen Vorteil. Zusätzlich kann eine hohe Biotin-Zufuhr bestimmte Laboruntersuchungen, darunter Schilddrüsenwerte, verfälschen.
Doch was können betroffene Frauen konkret tun?
Für Andrea beginnt der erste Schritt im Umgang mit dem Thema selbst: Haarausfall darf ernst genommen werden. Statt ihn ausschließlich als kosmetische Veränderung abzutun, sollte er mit der gleichen sachlichen Aufmerksamkeit betrachtet werden wie andere körperliche Beschwerden.
Sinnvoll kann deshalb ein Termin zur Blutabnahme sein. Andrea empfiehlt, sich darauf vorzubereiten und konkrete Fragen mit in das ärztliche Gespräch zu nehmen.
Auch die Ernährung kann einen Beitrag leisten. Eisenhaltige Lebensmittel lassen sich beispielsweise mit einer Vitamin C-Quelle kombinieren, da Vitamin C die Eisenaufnahme unterstützt. In der Folge stellt Andrea außerdem weitere Lebensmittel vor, die zu einer guten Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen beitragen können.
Ein weiterer praktischer Tipp ist eine persönliche Timeline. Darauf lässt sich festhalten, wann der Haarausfall begonnen hat und welche Veränderungen oder Ereignisse zeitlich davor lagen. So können Zusammenhänge leichter erkannt und die Ursachen gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen gezielter eingeordnet werden.
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13 Minuten
Dein Darm reagiert auf bestimmte Lebensmittel plötzlich ganz anders als erwartet? Du frierst häufig oder fühlst dich dauerhaft erschöpft, obwohl selbst ausreichend Schlaf keine wirkliche Besserung bringt? Gleichzeitig waren die Entzündungswerte bei der ärztlichen Kontrolle unauffällig?
Genau solche Beschwerden hört Dr. Andrea Morawe immer wieder von Frauen mit Morbus Crohn. In der neuen Folge von „LandMEDchen“ erklärt sie deshalb, warum es sich lohnt, auch außerhalb eines akuten Schubs genauer auf die Nährstoffversorgung zu schauen.
Morbus Crohn betrifft häufig den unteren Abschnitt des Dünndarms. Genau dort werden wichtige Mikronährstoffe aufgenommen, darunter Eisen, Vitamin B12 und fettlösliche Vitamine. Ist dieser Bereich durch die Erkrankung beeinträchtigt, kann sich das entsprechend auf die Nährstoffversorgung auswirken.
Das Risiko für einen Mangel besteht dabei nicht ausschließlich während eines Schubs. Auch in der Remission können Defizite auftreten. Trotzdem rät Andrea davon ab, auf Verdacht verschiedene Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Stattdessen sollte zunächst gezielt kontrolliert werden, welche Nährstoffe tatsächlich fehlen.
Auch bei der Ernährung gibt es keine pauschale Lösung, die für alle Menschen mit Morbus Crohn gleichermaßen funktioniert. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist häufig sinnvoller als eine dauerhaft restriktive Diät. Entscheidend ist deshalb, individuell herauszufinden, welche Lebensmittel gut vertragen werden und welche Beschwerden auslösen.
Andrea räumt in diesem Zusammenhang auch mit einigen Ernährungsmythen auf. Ballaststoffe, Milchprodukte oder Gluten werden bei Morbus Crohn häufig grundsätzlich vom Speiseplan gestrichen. Doch insbesondere in der Remission können Patient:innen durchaus von bestimmten Lebensmitteln aus diesen Gruppen profitieren – vorausgesetzt, sie werden individuell vertragen.
Regelmäßige Blutkontrollen bleiben trotzdem wichtig. Denn auch wer sich sehr bewusst und ausgewogen ernährt, kann einen beeinträchtigten Aufnahmeprozess nicht immer allein über die Ernährung ausgleichen.
Vorsicht ist dagegen bei vermeintlichen Superfoods und hochdosierten, frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln geboten, die eine Heilung der Entzündung versprechen. Für solche Versprechen fehlt eine entsprechende Studienlage.
Andrea spricht außerdem einen Punkt an, der im Alltag leicht übergangen wird: Anhaltende Erschöpfung sollte auch dann ernst genommen werden, wenn die Entzündungswerte gut aussehen. Statt die Beschwerden einfach hinzunehmen, lohnt es sich, genauer nach möglichen Ursachen zu suchen.
Dabei kann beispielsweise ein Ernährungstagebuch helfen. Viele Patient:innen haben im Laufe der Zeit aus Gewohnheit oder aus Angst vor Beschwerden komplette Lebensmittelgruppen aus ihrer Ernährung gestrichen. Durch eine bewusstere Beobachtung lässt sich herausfinden, was tatsächlich nicht vertragen wird – und welche Lebensmittel möglicherweise wieder ihren Platz im Alltag finden können.
Auch die Gestaltung der Mahlzeiten kann einen Unterschied machen. Andrea empfiehlt kleine, regelmäßige Mahlzeiten. Eisenhaltige Lebensmittel lassen sich außerdem sinnvoll mit Vitamin C kombinieren, da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert.
Morbus Crohn endet eben nicht mit dem Abklingen eines akuten Schubs. Auch während der Remission lohnt es sich, den eigenen Körper, die Ernährung und insbesondere die Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen im Blick zu behalten.
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Morbus Crohn betrifft häufig den unteren Abschnitt des Dünndarms. Genau dort werden wichtige Mikronährstoffe aufgenommen, darunter Eisen, Vitamin B12 und fettlösliche Vitamine. Ist dieser Bereich durch die Erkrankung beeinträchtigt, kann sich das entsprechend auf die Nährstoffversorgung auswirken.
Das Risiko für einen Mangel besteht dabei nicht ausschließlich während eines Schubs. Auch in der Remission können Defizite auftreten. Trotzdem rät Andrea davon ab, auf Verdacht verschiedene Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Stattdessen sollte zunächst gezielt kontrolliert werden, welche Nährstoffe tatsächlich fehlen.
Auch bei der Ernährung gibt es keine pauschale Lösung, die für alle Menschen mit Morbus Crohn gleichermaßen funktioniert. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist häufig sinnvoller als eine dauerhaft restriktive Diät. Entscheidend ist deshalb, individuell herauszufinden, welche Lebensmittel gut vertragen werden und welche Beschwerden auslösen.
Andrea räumt in diesem Zusammenhang auch mit einigen Ernährungsmythen auf. Ballaststoffe, Milchprodukte oder Gluten werden bei Morbus Crohn häufig grundsätzlich vom Speiseplan gestrichen. Doch insbesondere in der Remission können Patient:innen durchaus von bestimmten Lebensmitteln aus diesen Gruppen profitieren – vorausgesetzt, sie werden individuell vertragen.
Regelmäßige Blutkontrollen bleiben trotzdem wichtig. Denn auch wer sich sehr bewusst und ausgewogen ernährt, kann einen beeinträchtigten Aufnahmeprozess nicht immer allein über die Ernährung ausgleichen.
Vorsicht ist dagegen bei vermeintlichen Superfoods und hochdosierten, frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln geboten, die eine Heilung der Entzündung versprechen. Für solche Versprechen fehlt eine entsprechende Studienlage.
Andrea spricht außerdem einen Punkt an, der im Alltag leicht übergangen wird: Anhaltende Erschöpfung sollte auch dann ernst genommen werden, wenn die Entzündungswerte gut aussehen. Statt die Beschwerden einfach hinzunehmen, lohnt es sich, genauer nach möglichen Ursachen zu suchen.
Dabei kann beispielsweise ein Ernährungstagebuch helfen. Viele Patient:innen haben im Laufe der Zeit aus Gewohnheit oder aus Angst vor Beschwerden komplette Lebensmittelgruppen aus ihrer Ernährung gestrichen. Durch eine bewusstere Beobachtung lässt sich herausfinden, was tatsächlich nicht vertragen wird – und welche Lebensmittel möglicherweise wieder ihren Platz im Alltag finden können.
Auch die Gestaltung der Mahlzeiten kann einen Unterschied machen. Andrea empfiehlt kleine, regelmäßige Mahlzeiten. Eisenhaltige Lebensmittel lassen sich außerdem sinnvoll mit Vitamin C kombinieren, da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert.
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23 Minuten
In Fitnessstudios, bei betrieblichen Gesundheitsangeboten oder im Rahmen anderer Untersuchungen begegnet Patient:innen immer häufiger die Bioimpedanz-Analyse, kurz BIA. Die Ergebnisse werfen allerdings oft mehr Fragen auf, als sie zunächst beantworten. Deshalb erklärt Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“, was hinter der Messung steckt und welche Informationen sie tatsächlich liefern kann.
Andrea selbst setzt die BIA-Messung regelmäßig in ihrer Praxis ein. Besonders hilfreich findet sie die Methode in der ernährungsmedizinischen Diagnostik, bei einem Abnehmwunsch oder bei Fragestellungen im fortgeschrittenen Alter. Denn anders als die Zahl auf der Waage liefert die Bioimpedanz-Analyse zusätzliche Informationen über die tatsächliche Körperzusammensetzung.
Doch wie funktioniert eine BIA eigentlich?
Unser Körper besteht aus unterschiedlichen Geweben, die elektrische Ströme verschieden gut leiten. Muskulatur und Körperwasser besitzen beispielsweise eine höhere Leitfähigkeit, während Fettgewebe und Knochen den Strom schlechter leiten.
Bei der Bioimpedanz-Analyse wird ein sehr schwacher und nicht spürbarer Wechselstrom durch den Körper geleitet. Das Gerät erfasst anschließend, wie stark dieser Strom auf seinem Weg durch den Körper abgebremst wird. Der dabei gemessene Widerstand wird als Impedanz bezeichnet.
Auf Grundlage dieser Messwerte lassen sich weitere Kenngrößen bestimmen. Dazu gehört beispielsweise der Phasenwinkel, der Hinweise auf den Zustand der Zellmembranen geben kann. Außerdem können unter anderem Körperfettanteil, Muskelmasse und Wasserverteilung abgeleitet werden.
Gerade mit zunehmendem Alter wird die Betrachtung der Körperzusammensetzung interessant. Denn im Laufe der Jahre verlieren wir schrittweise Muskelmasse. Auf einer normalen Waage ist diese Veränderung kaum zu erkennen: Das Gewicht kann nahezu gleich bleiben, obwohl die Muskelmasse abnimmt und gleichzeitig der Anteil an Fettgewebe steigt.
Bei Frauen kommen hormonelle Veränderungen hinzu. Mit sinkendem Östrogen kann sich auch die Verteilung von Fett- und Muskelmasse verändern. Eine BIA-Messung kann hier helfen, subjektive Vermutungen durch objektivere Informationen über die eigene Körperzusammensetzung zu ersetzen.
Zusätzlich verändert sich bei Frauen der Wasserhaushalt abhängig vom Zyklus. Dadurch können Gewichtsschwankungen entstehen, die auf der Waage schnell für Verunsicherung sorgen. Vergleichsmessungen können solche Veränderungen besser einordnen und gleichzeitig Hinweise darauf liefern, an welchen Stellen möglicherweise genauer hingeschaut werden sollte.
Besonders wertvoll findet Andrea die Bioimpedanz-Analyse während eines Transformationsprozesses. Wer Gewicht reduzieren oder seine Körperzusammensetzung verändern möchte, sieht dadurch nicht ausschließlich eine Zahl auf der Waage. Es kann beispielsweise sichtbar werden, dass viszerales Fett reduziert oder gleichzeitig Muskulatur aufgebaut wurde – und genau solche Veränderungen können zusätzlich motivieren.
Entscheidend sind dabei eine klare Zielsetzung und regelmäßige Vergleichsmessungen. So lässt sich überprüfen, wie sich die Körperzusammensetzung im Laufe der Zeit tatsächlich verändert. Andrea betrachtet dabei unter anderem auch den Muskelproteinanteil, um die Stoffwechselsituation und den Umgang des Körpers mit Fettgewebe besser beurteilen zu können.
Eine besondere Bedeutung hat die BIA-Messung für Andrea bei Patient:innen, die die umgangssprachliche Abnehmspritze verwenden. Wird lediglich das Medikament eingesetzt, ohne gleichzeitig die Ernährung anzupassen und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, kann neben Fettgewebe auch wertvolle Muskulatur verloren gehen. Dadurch besteht die Gefahr einer sarkopenen Adipositas.
Für Andrea ist deshalb klar: Die Abnehmspritze sollte als Startschuss für ein gesünderes Leben verstanden werden – und nicht als rein kosmetische Behandlung.
Viele Patient:innen erzählen ihr außerdem von Körperwaagen, die zu Hause den Körperfett- oder Muskelanteil bestimmen sollen. Bei Geräten, die lediglich über zwei Kontaktpunkte an den Füßen messen, handelt es sich allerdings nur um eine sehr grobe Schätzung. Gleichzeitig kann die tägliche Kontrolle der Werte zusätzlichen Stress verursachen.
Die Bioimpedanz-Analyse ist deshalb für Andrea vor allem ein sinnvolles Werkzeug, um Veränderungen der Körperzusammensetzung nachvollziehbarer zu machen. Gerade während einer Gewichtsreduktion kann sie dabei helfen, den Fokus von der reinen Zahl auf der Waage zu lösen und dadurch auch emotional zu entlasten.
Denn Fortschritt bedeutet nicht ausschließlich, weniger zu wiegen. Wenn viszerales Fett verschwindet, Muskulatur erhalten oder aufgebaut wird und sich die Körperzusammensetzung positiv verändert, sind das Erfolge, die man gemeinsam sichtbar machen und feiern kann.
Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/
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Andrea selbst setzt die BIA-Messung regelmäßig in ihrer Praxis ein. Besonders hilfreich findet sie die Methode in der ernährungsmedizinischen Diagnostik, bei einem Abnehmwunsch oder bei Fragestellungen im fortgeschrittenen Alter. Denn anders als die Zahl auf der Waage liefert die Bioimpedanz-Analyse zusätzliche Informationen über die tatsächliche Körperzusammensetzung.
Doch wie funktioniert eine BIA eigentlich?
Unser Körper besteht aus unterschiedlichen Geweben, die elektrische Ströme verschieden gut leiten. Muskulatur und Körperwasser besitzen beispielsweise eine höhere Leitfähigkeit, während Fettgewebe und Knochen den Strom schlechter leiten.
Bei der Bioimpedanz-Analyse wird ein sehr schwacher und nicht spürbarer Wechselstrom durch den Körper geleitet. Das Gerät erfasst anschließend, wie stark dieser Strom auf seinem Weg durch den Körper abgebremst wird. Der dabei gemessene Widerstand wird als Impedanz bezeichnet.
Auf Grundlage dieser Messwerte lassen sich weitere Kenngrößen bestimmen. Dazu gehört beispielsweise der Phasenwinkel, der Hinweise auf den Zustand der Zellmembranen geben kann. Außerdem können unter anderem Körperfettanteil, Muskelmasse und Wasserverteilung abgeleitet werden.
Gerade mit zunehmendem Alter wird die Betrachtung der Körperzusammensetzung interessant. Denn im Laufe der Jahre verlieren wir schrittweise Muskelmasse. Auf einer normalen Waage ist diese Veränderung kaum zu erkennen: Das Gewicht kann nahezu gleich bleiben, obwohl die Muskelmasse abnimmt und gleichzeitig der Anteil an Fettgewebe steigt.
Bei Frauen kommen hormonelle Veränderungen hinzu. Mit sinkendem Östrogen kann sich auch die Verteilung von Fett- und Muskelmasse verändern. Eine BIA-Messung kann hier helfen, subjektive Vermutungen durch objektivere Informationen über die eigene Körperzusammensetzung zu ersetzen.
Zusätzlich verändert sich bei Frauen der Wasserhaushalt abhängig vom Zyklus. Dadurch können Gewichtsschwankungen entstehen, die auf der Waage schnell für Verunsicherung sorgen. Vergleichsmessungen können solche Veränderungen besser einordnen und gleichzeitig Hinweise darauf liefern, an welchen Stellen möglicherweise genauer hingeschaut werden sollte.
Besonders wertvoll findet Andrea die Bioimpedanz-Analyse während eines Transformationsprozesses. Wer Gewicht reduzieren oder seine Körperzusammensetzung verändern möchte, sieht dadurch nicht ausschließlich eine Zahl auf der Waage. Es kann beispielsweise sichtbar werden, dass viszerales Fett reduziert oder gleichzeitig Muskulatur aufgebaut wurde – und genau solche Veränderungen können zusätzlich motivieren.
Entscheidend sind dabei eine klare Zielsetzung und regelmäßige Vergleichsmessungen. So lässt sich überprüfen, wie sich die Körperzusammensetzung im Laufe der Zeit tatsächlich verändert. Andrea betrachtet dabei unter anderem auch den Muskelproteinanteil, um die Stoffwechselsituation und den Umgang des Körpers mit Fettgewebe besser beurteilen zu können.
Eine besondere Bedeutung hat die BIA-Messung für Andrea bei Patient:innen, die die umgangssprachliche Abnehmspritze verwenden. Wird lediglich das Medikament eingesetzt, ohne gleichzeitig die Ernährung anzupassen und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, kann neben Fettgewebe auch wertvolle Muskulatur verloren gehen. Dadurch besteht die Gefahr einer sarkopenen Adipositas.
Für Andrea ist deshalb klar: Die Abnehmspritze sollte als Startschuss für ein gesünderes Leben verstanden werden – und nicht als rein kosmetische Behandlung.
Viele Patient:innen erzählen ihr außerdem von Körperwaagen, die zu Hause den Körperfett- oder Muskelanteil bestimmen sollen. Bei Geräten, die lediglich über zwei Kontaktpunkte an den Füßen messen, handelt es sich allerdings nur um eine sehr grobe Schätzung. Gleichzeitig kann die tägliche Kontrolle der Werte zusätzlichen Stress verursachen.
Die Bioimpedanz-Analyse ist deshalb für Andrea vor allem ein sinnvolles Werkzeug, um Veränderungen der Körperzusammensetzung nachvollziehbarer zu machen. Gerade während einer Gewichtsreduktion kann sie dabei helfen, den Fokus von der reinen Zahl auf der Waage zu lösen und dadurch auch emotional zu entlasten.
Denn Fortschritt bedeutet nicht ausschließlich, weniger zu wiegen. Wenn viszerales Fett verschwindet, Muskulatur erhalten oder aufgebaut wird und sich die Körperzusammensetzung positiv verändert, sind das Erfolge, die man gemeinsam sichtbar machen und feiern kann.
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Über diesen Podcast
LandMEDchen - der Podcast rund um die medizinische Versorgung im
ländlichen Raum. Dr. Andrea Morawe spricht im Podcast mit Menschen
aus der Medizin, mit MFAs, Ärzt:innen, Pfleger:innen und allen, die
mit den Patientinnen und Patienten arbeiten. Außerdem erklärt sie
auch in ihren Episoden, wie das Leben als Landarzt ist, worauf man
bei einer eigenen Praxis so achten soll und motiviert, sich als
Ärztin oder Arzt auf dem Land niederzulassen. Jeden Donnerstag gibt
es eine neue Folge!
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