Episoden

Warum wir nach dem Arztgespräch oft mehr Fragen als Antworten haben | Dr. Andrea Morawe erklärt
05.03.2026
17 Minuten
Gerade aus dem Arztzimmer raus und schon wieder vergessen, worum es ging? Ein Thema, dem sich Dr. Andrea Morawe in ihrer neuen Folge von „LandMEDchen“ widmet. Das dieses Phänomen ist kein Einzelfall, kein Zeichen von mangelndem Interesse oder niedrigem IQ, sondern es gibt Studien, die das unterstreichen. Patient:innen vergessen unmittelbar nach dem Arztgespräch zwischen 40 und 80% der erhaltenen Informationen. Von dem, was behalten wird, ist ein erheblicher Anteil auch noch falsch. Besonders betroffen sind dabei Informationen über neue Diagnosen, Therapieempfehlungen, Risiken, Nebenwirkungen und komplexe Behandlungspläne. Doch warum passiert das? Zunächst wegen kognitiver Überlastung. Medizinische Gespräche sind komplex, das menschliche Kurzzeitgedächtnis kann aber nur eine begrenzte Menge an Informationen gleichzeitig verarbeiten. Zudem können Emotionen die Erinnerungen blockieren, vor allem Angst, Stress und Unsicherheit. Das Gehirn schaltet in einen Schutzmodus und priorisiert die emotionale Verarbeitung statt der sachlichen Speicherung von Informationen. Der dritte Grund ist die Fachsprache, in der Ärzt:innen gerne verharren. Diese ist super für den Austausch untereinander, allerdings nicht für das Gespräch mit den Patient:innen. Die Therapietreue leidet enorm darunter, wenn wir zu viele Fachwörter verwenden. Ein weiterer komplizierender Faktor ist der Zeitdruck, der ein großes Problem im Gesundheitssystem ist. Kurze Gespräche erhöhen die Informationsdichte, gleichzeitig sinkt die Rückfragequote. Viele Patient:innen stellen gar keine Fragen, weil sie nicht stören wollen, nicht unwissend wirken wollen oder weil ihnen der Zeitdruck zusetzt. Die Patient:innen sind also nicht schuld, es ist eine ganz normale Reaktion, dass man nicht alles behält. Hierfür benötigt man nun eine Strategie. Es ist völlig okay, nachzufragen. An Ärzt:innen empfiehlt Andrea: Wiederholungen und Zusammenfassungen steigern die Erinnerungsquote. Sie selbst nutzt in ihrer Praxis Zettel, in denen die wichtigsten Informationen zu den Diagnosen zusammengefasst sind. Zudem schult sie ihr Personal, sodass diese auch bei der Beantwortung von Fragen unterstützen können. Ein weiterer Tipp: Eine Abkürzung im eigenen Kontext muss nicht die gleiche in einer anderen Fachrichtung sein. Diese erschweren also das Verständnis. Begleitpersonen erhöhen zudem die Sicherheit. Andrea hat in letzter Zeit öfter gehört, dass Begleitpersonen aus dem Behandlungszimmer geschickt werden, was sie sehr traurig findet. Denn diese erhöhen die Therapietreue. Eine Begleitperson wird oft aus Unsicherheit mitgenommen – dann soll sie auch dabeibleiben. Zudem werden mehr Informationen behalten und es gibt weitere Rückfragen. Die Frage ist also: Warum erwarten wir überhaupt, dass Patient:innen sofort alles verstehen und behalten? Wir brauchen Übersetzung der Fachsprache, Zeit und Wiederholungen. Das hilft bei der Therapietreue und sorgt so auch für weniger Komplikationen auf lange Sicht. Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/ Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr
Behandlungspflege und Pflegegrad: Wo sind die Unterschiede? | Andrea Morawe erklärt
26.02.2026
14 Minuten
Ein zentrales Element in der ambulanten Versorgung ist die häusliche Krankenpflege. Hier gibt es allerdings immer wieder Unsicherheiten, deswegen beantwortet Dr. Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“ die drängendsten Fragen hierzu. Häusliche Krankenpflege ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die zum Einsatz kommt, wenn medizinische Maßnahmen im häuslichen Umfeld notwendig sind und diese nicht selbst durchgeführt werden können. Ein Ziel ist, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Wichtig ist, dass diese Pflege vom Hausarzt verordnet werden muss. Hierbei gibt es auch die Behandlungspflege, die eine konkrete medizinische Tätigkeit umfasst, die von Pflegefachpersonen durchgeführt wird. Andrea erklärt, wie das Formular hierfür aussieht. Die Leistungen reichen von Verbandswechsel und Wundversorgung über Injektionen wie Heparin oder Insulin bis hin zu Medikamentengabe, Überwachung der Medikamenteneinnahme, Blutdruckkontrollen und Katheterpflege. Vor allem temporär ist die Unterstützung sinnvoll, z.B. bei Neuentdeckung der Krankheit. Für die Anwendung der Behandlungspflege benötigt man keinen Pflegegrad. Es ist ausschließlich entscheidend, dass medizinische Notwendigkeit gestellt wurde. Der Pflegegrad ist dann relevant, wenn es um eine dauerhafte Einschränkung der Alltagstätigkeiten geht, also das selbstständige Waschen, Bewegen und Mahlzeiten Zubereiten. Ein Pflegegrad ersetzt keine Behandlungspflege und eine Behandlungspflege ersetzt keinen Pflegegrad. Die Ziele davon sind völlig unterschiedlich. Trotzdem sind beide Pflegearten auf einem Musterformular. Bei der Behandlungspflege entstehen Zuzahlen, das sind 10€ je Verordnung. Die Zuzahlung ist gedeckelt und kann nicht unbegrenzt steigen, auch wenn die Behandlung länger dauern sollte. Von dieser Zuzahlung kann man aufgrund des Einkommens befreit werden, Kinder und Jugendliche sind auch befreit. Pflegeleistungen bei Pflegegrad sind nicht zuzahlungspflichtig. Zum Schluss klärt Andrea noch über die häufigsten Mythen rund um die häusliche Krankenpflege auf. Außerdem erklärt sie, dass die Ausstellung einer häuslichen Krankenpflege auch durch Kliniken im Rahmen des Entlassmanagements möglich sind. Das ist besonders wichtig bei einer Entlassung zum Wochenende. Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/ Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr
Palliativ-Versorgung geht uns alle an: SAPV, AAPV und Hospiz erklärt | Dr. Andrea Morawe
19.02.2026
18 Minuten
Ein Thema, das uns alle früher oder später betreffen wird – trotzdem sprechen wir wenig darüber: Das Sterben. Diese Folge von Dr. Andrea Morawe soll informieren, Ängste nehmen und dabei helfen, Entscheidungen besser zu verstehen. Denn am Lebensende geht es um Würde und darum, gut betreut zu werden. Palliative Versorgung beginnt in dem Moment, in dem klar wird, dass eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist. Palliativ bedeutet dabei, Schmerzen zu lindern, Symptome zu kontrollieren, Lebensqualität zu erhalten, Angst zu nehmen und den Mensch als Ganzes zu sehen: Körperlich, psychisch, sozial und spirituell. Deswegen sollte die Palliativ-Medizin auch nicht tabuisiert werden. Wir sprechen dabei von BSC – Best Supportive Care. AAPV ist die allgemeine ambulante Palliativ-Versorgung. Dies ist die Basisversorgung für Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung, die aber noch relativ stabil sind. Meist findet diese im häuslichen Umfeld statt durch Hausärzt:innen sowie ambulante Pflegedienste. Im Fokus steht die Schmerz- und Symptomkontrolle, sowie die Kommunikation mit den Angehörigen. Dazu gehört auch der Kontakt zur Pflegekasse oder zu ehrenamtlich Tätigen. Das Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und Stabilität zu erhalten. SAPV ist die folgende Stufe, die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung. Sie kommt ins Spiel, wenn Symptome nur noch schwer beherrschbar sind und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit erforderlich ist. SAPV und AAPV werden durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn sie ärztlich angeordnet sind. Viele Menschen wünschen sich, zuhause versterben zu können. Dabei muss allerdings Pflege rund um die Uhr gewährleistet sein, was oft Angehörige mit Unterstützung mit Pflegediensten durchführen. Für die Patient:innen ist die emotionale Belastung im häuslichen Setting niedriger, für die Angehörigen ist sie allerdings höher. Wichtig ist hierbei eine ehrliche Einschätzung. Nicht alles, was gewünscht ist, ist dauerhaft realisierbar. Das Hospiz kann eine sehr gute Alternative sein, denn Hospize sind keine Krankenhäuser, sondern Orte der Begleitung. Hier gibt es mehr Zeit für Zuwendung gegenüber Patient:innen und Angehörigen. Man hat Würde bis zuletzt. Die Kosten sind enorm. Die Hospizarbeit wird Andrea’s Meinung nach zu wenig geschätzt, denn sie muss zu großen Teilen über Spenden finanziert werden. Im Hospiz wird niemand abgelehnt. Die Arbeit ist für die Patient:innen und Angehörigen immer kostenfrei. Und am Ende geht es dann auch wieder um Bürokratie. Denn ganz am Ende wird die Todesbescheinigung ausgestellt. Diese Leistung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, denn diese endet mit dem Tod. Die Rechnung kommt für Angehörige oft unerwartet und stellt eine emotionale Belastung dar. Wenn diese Folge dazu beitragen konnte, Gespräche über das Lebensende anzustoßen, hat sie ihren Zweck erfüllt. Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/   Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen   Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu   Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr
Ergotherapie - warum sie so wichtig ist und wie der Beruf funktioniert | Benjamin Nell
12.02.2026
51 Minuten
Ein Thema, das die meisten erst wahrnehmen, wenn der Alltag nicht mehr so wie gewohnt klappt: Die Ergotherapie. Darüber spricht Dr. Andrea Morawe mit Benjamin Nell, kurz Benni, der bei Soleo Anhalt als Leiter der Ergotherapie arbeitet. Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert 3 Jahre, mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit eines Studiums. Benni fänd es gut, wenn man früher in die Berufswelt einsteigen würde und nicht zu Beginn nur schulisch lernen würde. Im zweiten Lehrjahr kann man durch Praktika in die verschiedenen Bereiche reinschnuppern. Andrea stört es, dass die schulische Ausbildung Geld kostet und wünscht sich eine Änderung von Seiten der Politik. Gerade junge Eltern können sich so eine Ausbildung kaum leisten. Eine kostenlose Ausbildung und auch eine Bezahlung während der Ausbildung könnte den Weg für mehr Nachwuchskräfte öffnen. Ergotherapeut:innen arbeiten sowohl in Psychiatrien, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Praxen, Rehazentren, im Pflegeheim oder im ambulanten Pflegedienst. Man kann sich somit auf verschiedene Bereiche spezialisieren. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der Physiotherapie sehr eng. Wichtige Eigenschaften von guten Ergotherapeut:innen sind Offenheit und der Wunsch, sich weiterzubilden. Benni hat seine Fortbildung selbst gezahlt, um unabhängig zu bleiben. Andrea betont wieder mal, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist. Sie arbeitet mit Benni Hand in Hand und die Praxen haben sogar schon eine Veranstaltung gemeinsam veranstaltet. Auch unterhalb der Ergotherapeut:innen ist eine gute Vernetzung sinnvoll, um Versorgung sicherzustellen. Viele haben nach der Ausbildung richtig Lust darauf, sich selbstständig zu machen. Da gibt es allerdings einige Hürden. Benni empfiehlt, in der Anstellung zu starten, um die Bürokratie kennenzulernen. Denn Dokumentation, Abrechnung und Berichte sind komplex! Das Geld erhalten Therapeut:innen erst nach der Behandlung bzw. 4 Monate später, was ein Risiko beinhaltet. Andrea vergleicht das mit den Ärzt:Innen, denn auch die erhalten ihre Zahlungen erst ein halbes Jahr nach der Behandlung von der KV. Es gibt Studien, die belegen, dass es im ländlichen Raum schneller zu einer schweren Pflegebedürftigkeit kommen kann, was nicht an mangelnder Wirksamkeit, sondern an fehlender Versorgung liegt. Menschen werden mit Krankheiten und Handicaps immer älter. Benni betont, wie wichtig deswegen auch Hausbesuche sind. Einige Therapiezentren wehren sich trotzdem gegen diese. Benni staunt oft darüber, wie fit seine Patient:innen noch sind. Er berät diese auch zum häuslichen Umfeld und wie man dieses so gesund und sicher wie möglich gestaltet. Betreutes Wohnen kann einen Zwischenschritt bieten zwischen der gewohnten Häuslichkeit und einem Pflegeheim. Die Eingewöhnung fällt den meisten am schwersten. Andrea nimmt auch gerne Hilfsmittelempfehlungen der Ergotherapeut:innen an. Schließlich kennen diese sich am besten mit den Gegebenheiten aus. Einige Leistungen in der Ergotherapie funktionieren nur über Zuzahlung. Benni und Andrea sind sich einig: Lieber früh etwas in die Gesundheit investieren als später einen teuren Pflegeheimplatz zahlen zu müssen. Die Erhaltung der Selbstständigkeit ist auf vielen Ebenen wichtig. Benni wünscht sich, dass Ergotherapie mehr in den Fokus gerückt wird. Dazu gehört auch, dass Ärzt:innen besser verstehen, was die Ergotherapie anbietet. Von den Ergotherapeut:innen selbst wünscht er sich mehr Ehrlichkeit zum Patienten. Manchmal kann man nicht helfen, was auch gar nicht schlimm ist – man muss nur offen darüber kommunizieren. Auch Bürokratieabbau würde er begrüßen, denn die viele Zeit der Dokumentation würde er lieber in die Zeit am Patienten stecken. Am Ende gibt Benni noch den Tipp: Die Qualität der Behandlung ist wichtiger als die Menge an Patient:innen, die ihr behandelt. Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/   Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen   Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu   Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr
Schwindel und Psyche - wie gehört das zusammen? | Dr. Andrea Morawe erklärt
05.02.2026
17 Minuten
Schwindel gehört zu den Symptomen, die Patient:innen besonders beunruhigen. Man hat Angst vor einem Schlaganfall oder davor, dass etwas nicht im Gehirn funktioniert. Es ist auch unangenehm, denn es betrifft unser Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Orientierung. Dabei ist Schwindel keine Diagnose, sondern ein Leitsymptom. Ein erheblicher Anteil der Fälle hat dabei einen Zusammenhang mit psychischer Belastung. Schwindel wird unterteilt in Drehschwindel (Karrussel-Gefühl), Schwankschwindel (Boot-Gefühl), Benommenheitsschwindel (wie Watte im Kopf) und unspezifischen Schwindel. Die subjektive Schilderung des Schwindels ist oft diagnostisch hilfreicher als operative Befunde. Dazu gehört, wann der Schwindel auftritt, wie lange er anhält und was ihn verschlechtert. Unser Gleichgewichtssystem besteht aus mehreren Komponenten: Das Innenohr, die Augen, die Tiefensensibilität der Muskulatur und das Gehirn. Die Psyche hat dabei einen enormen Einfluss, denn bei Stress, Angst und innerer Anspannung verändern sich bestimmte vitale Funktionen. Dadurch können Gleichgewichtsinformationen gestört werden. Der Schwindel ist real, körperlich spürbar, aber funktionell bedingt. Psychische Faktoren sind einer der häufigsten Faktoren für chronischen Schwindel. Ein klassisches Beispiel ist der phobische Schwankschwindel, der oft in großen Menschenmengen auftritt. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Die Patient:innen haben Schwindel, dadurch entsteht Angst, was eine körperliche Stressreaktion auslöst, die wiederum den Schwindel verstärkt. Bevor die psychische Ursache angenommen wird, sollte es eine strukturierte Basisdiagnostik geben. Ein paar Red Flags sind beispielsweise akute Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen, Doppelbilder, Gangunsicherheiten, Erbrechen oder ein plötzlich eintretender schwerer Drehschwindel. Wenn die Patient:innen verstehen, was los ist, dann reduziert das die Angst. Es ist also wichtig, dem Patienten empathisch beizustehen und ihm zu erklären, dass der Schwindel nicht gefährlich ist. Das Wichtigste ist, sich nicht zu schonen. Schonung verschlechtert den funktionellen Schwindel. Man sollte sich bewegen, den Alltag aktiv gestalten und das Gleichgewicht fördern. Auch eine kognitive Verhaltenstherapie ist sinnvoll. Eine Dauertherapie mit schwindelhemmenden Medikamenten sollte vermieden werden. Andrea ist außerdem ein großer Fan der Hypnose-Therapie, die als ergänzende Maßnahme sehr sinnvoll sein kann. Denn sie kann den Stress erheblich reduzieren, die vegetative Übererregung senken und den Angst-Schwindel-Kreislauf dadurch unterbrechen. Die Patient:innen selbst können selbst autogenes Training durchführen oder auch die progressive Muskelentspannung. Dazu helfen Lockerungsübungen für den Schulter- und Nackenbereich, sowie Gleichgewichtsübungen. Bei Physio- und Ergotherapeut:innen können schonende Übungen erlernt werden. Je weniger Aufmerksamkeit der Schwindel bekommt, desto schwächer wird er werden. Es ist besonders wichtig, den Umgang mit der Angst zu lernen. Folg Andrea auf Instagram: https://www.instagram.com/andrea.morawe/   Zum Podcast auf YouTube: https://www.youtube.com/@landmedchen   Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu   Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319
Mehr

Über diesen Podcast

LandMEDchen - der Podcast rund um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Dr. Andrea Morawe spricht im Podcast mit Menschen aus der Medizin, mit MFAs, Ärzt:innen, Pfleger:innen und allen, die mit den Patientinnen und Patienten arbeiten. Außerdem erklärt sie auch in ihren Episoden, wie das Leben als Landarzt ist, worauf man bei einer eigenen Praxis so achten soll und motiviert, sich als Ärztin oder Arzt auf dem Land niederzulassen. Jeden Donnerstag gibt es eine neue Folge!

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15