Jean Ziegler: Die Bergpredigt gegen die Weltordnung

Jean Ziegler: Die Bergpredigt gegen die Weltordnung

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag
Jean Ziegler ist tot – streitbar, widersprüchlich, prophetisch. Für
uns ist sein Tod Anlass zu fragen: Wie politisch ist christlicher
Glaube, wenn er das Evangelium ernst nimmt? In dieser Folge
sprechen Stephan und Manuel über Jean Ziegler: den
Globalisierungskritiker, UNO-Sonderberichterstatter, Marxisten –
und gläubigen Christen. Ziegler sah in der Bergpredigt den
revolutionärsten Text der Menschheitsgeschichte und sagte: «Ein
Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet.» Was bedeutet ein
solcher Satz theologisch? Wann wird Glaube zur politischen Kraft?
Und wo kippt prophetischer Furor in Vereinfachung,
Selbstgerechtigkeit oder problematische Nähe zu Macht? Ausgehend
von Ziegler diskutieren wir auch das unterschiedliche
Glaubensverständnis von Jean Ziegler und Christoph Blocher. Beide
berufen sich auf christliche Überzeugungen, ziehen daraus aber sehr
unterschiedliche politische Konsequenzen. Was sagt das über das
Verhältnis von Evangelium und Politik aus? Gibt es eine spezifisch
christliche Sicht auf Gerechtigkeit, Freiheit und Verantwortung –
oder lässt sich der Glaube grundsätzlich in verschiedene politische
Richtungen übersetzen? Eine Folge über Hunger, Gerechtigkeit, Jesus
als Stachel im Fleisch der Welt – und die Frage, wie Christentum
unpolitisch politisch sein kann.

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