Das Böse nach dem Ende des Teufels

Das Böse nach dem Ende des Teufels

vor 1 Woche
1 Stunde 11 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche
Manche Ereignisse lassen sich einordnen und bleiben doch
unheimlich. In dieser Folge sprechen Manuel und Stephan über
Gewalt, Schuld und die Grenzen dessen, was sich erklären lässt.
Nach dem Messerangriff von Winterthur begann sofort die Suche nach
Erklärungen. War der Täter psychisch krank? Islamist? Haben die
Behörden versagt? Solche Fragen stellen sich nicht nur in diesem
Fall. Auch nach Hanau, Würzburg oder dem Anschlag auf dem Berliner
Breitscheidplatz versuchten Politik, Medien und Öffentlichkeit,
Gewalt zu verstehen, einzuordnen und ihre Ursachen zu benennen. In
dieser Folge fragen wir, was vom Bösen bleibt, wenn wir aufgehört
haben, vom Bösen zu sprechen. Moderne Gesellschaften erklären
Gewalt psychologisch, politisch oder sicherheitstechnisch. Das ist
ein Fortschritt. Aber entsteht dadurch nicht auch die Erwartung,
dass alles Verstehbare letztlich beherrschbar und jede Gewalttat
vermeidbar sein müsste? Und was geschieht mit unserem Weltbild,
wenn diese Erwartung enttäuscht wird? Im zweiten Teil des Gesprächs
wenden wir den Blick auf das Christentum. Gibt es dort Ressourcen,
die helfen können, mit Unsicherheit, Verletzlichkeit und
menschlicher Gewalt umzugehen? Dabei bleiben wir an einem Satz Jesu
hängen: «Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner
Gerechtigkeit.» Vielleicht steckt darin eine überraschend aktuelle
Einsicht: dass Freiheit ohne eine starke Idee von Gerechtigkeit
kaum bestehen kann. Im Stossgebet beklagt sich Manuel über die
olfaktorischen Begleiterscheinungen des nahenden Sommers in Bus und
Bahn. Und im Halleluja erzählt Stephan von einer Radtour durch eine
Welt, die wieder duftet, blüht und in voller Schönheit explodiert.
Eine Folge über das Böse nach dem Ende des Teufels, die Grenzen
unserer Erklärungen und die Frage, was eine gerechte Gesellschaft
zusammenhält.

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