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Die Elektromobilität wächst – und wir schauen hinter die Kulissen, beleuchten Trends und Kontroversen.
Beschreibung
vor 21 Stunden
Warum ist die stärkste Ladelösung oft nicht die beste?
Derzeit reden alle über das Megawatt Charging. In dieser Episode
spricht Stefan Richter, CEO von KEBA Energy Automation, im
Vorfeld der Power2Drive Europe über die Realität elektrischer
Flotten, die Herausforderungen bei der Planung zukunftssicherer
Ladeinfrastruktur und die Veränderungen im Markt. Im Zentrum
steht die Frage: Was brauchen Betreiber von Flotten
wirklich?
Während auf Messen und in Fachmedien (auch bei electrive) häufig
immer neue Leistungsrekorde im Mittelpunkt stehen, sieht der
Alltag vieler Unternehmen deutlich differenzierter aus.
Entscheidend sind nicht nur Leistungsspitzen, sondern die Frage,
wie Ladeinfrastruktur zum tatsächlichen Einsatzprofil einer
Flotte passt. Das gilt für elektrische Autos, Transporter, Busse
und Lkw gleichermaßen.
Stefan Richter bringt es auf den Punkt: „Es ist nicht
immer die volle Ladeleistung, es ist das Thema Verfügbarkeit und
eigentlich wirklich zu analysieren, was brauche ich für meine
Flotte.“
Im Gespräch geht es um die Herausforderungen von Pkw-,
Transporter- und Lkw-Flotten. Aber auch um Skalierbarkeit,
Standortplanung und die Frage, warum Unternehmen bereits bei der
Planung weiterdenken müssen als bis zur ersten Ausbaustufe.
Richter erläutert im Gespräch mit electrive-Chefredakteur Peter
Schwierz, weshalb KEBA heute auf ein vollständiges AC- und
DC-Portfolio setzt und warum Service, Interoperabilität und
offene Systeme zunehmend zu entscheidenden Faktoren werden.
Besonders spannend: Der Markt für Ladeinfrastruktur befindet sich
aktuell mitten in einer Konsolidierungsphase. Betreiber
verschwinden, Geschäftsmodelle verändern sich und viele
Unternehmen fragen sich, wie sie Investitionen langfristig
absichern können. Dazu sagt Richter: „Wir verfolgen hier
ganz klar den Ansatz Interoperabilität. Die Hardware muss
möglichst mit allen Backends, mit allen CPOs und mit allen
MSP-Lösungen funktionieren.“
Darüber hinaus wirft die Folge einen Blick auf die
Power2Drive Europe in München. KEBA stellt dort
seine neue DC-Generation vor, zeigt aber auch neue Satelliten-
und Compact-Charger-Konzepte und präsentiert KI-gestützte
Funktionen zur Prävention von Kabeldiebstahl.
Außerdem blickt Stefan Richter in die Glaskugel: Wird die Branche
in fünf Jahren noch über Ladeabbrüche, Kartenprobleme oder
fehlende Kompatibilität sprechen? Der KEBA-Chef ist optimistisch:
„Ich glaube, wir werden über das Thema Zuverlässigkeit
nicht mehr reden.“
Eine Episode über die Zukunft der Ladeinfrastruktur, die
zunehmende Professionalisierung elektrischer Flotten und die
Frage, warum die beste Lösung oft nicht die mit der höchsten
Ladeleistung ist.
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