Zieht Europa für die USA in den Krieg gegen Russland? | Von Tilo Gräser

Zieht Europa für die USA in den Krieg gegen Russland? | Von Tilo Gräser

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Ukraine-Krieg: Scheinkonflikte zwischen USA und Vasallen
lenken von Arbeitsteilung ab


Ein Kommentar von Tilo Gräser.


Der Zusammenbruch Russlands – das war und ist das Ziel der
herrschenden Kreise in den USA, egal wer Präsident ist. Unter
Donald Trump wird der Stellvertreterkrieg gegen Russland in der
Ukraine nun den Europäern übertragen. Und die marschieren
gehorsam in den großen Krieg, den sie nicht gewinnen können – der
nicht nur die Ukraine weiter zerstören wird, sondern auch Europa.
Die USA schauen zu, wie sich die beiden Konkurrenten gegenseitig
schwächen (Russland) und zerstören (EU). Unterdessen
konzentrieren sie sich auf ihren Konkurrenzkampf mit China, das
ihre bisherige Hegemonie infrage stellt.


So lässt sich zusammenfassen, worauf der geopolitische Analytiker
und Ex-US-Marine Brian Berletic in einem aktuellen
Video-Beitrag aufmerksam macht. Er sieht den
vermeintlichen Zwist zwischen den USA und ihren europäischen
Vasallen um die US-Militärpräsenz in Europa als ablenkendes
Theaterspiel. Stattdessen gebe es eine Arbeitsteilung, bei der
die Europäer nun den Krieg gegen Russland übernehmen. Der werde
auf ukrainischem Territorium fortgesetzt. Dafür würden derzeit
westliche Medien wie das Magazin Der Spiegel neue Kiewer
Offensiven herbeischreiben und über eine mögliche „Kriegswende“
fabulieren.


Berletic sagt für Europa voraus: „Der Krieg wird also kommen, und
Russland muss nur sicherstellen, dass es darauf vorbereitet ist.“
Es laufe im Grunde genommen auf einen großen Krieg gegen den
Multipolarismus hinaus, warnt er. Deshalb würden die USA auch
keinen Friedensvertrag mit dem Iran anstreben. Bei dem Krieg gehe
es darum, China, aber auch Asien von der Energieversorgung
abzuschneiden. Selbst die daraus folgende Wirtschaftskrise in den
asiatischen Ländern schade China, das auf den Handel mit ihnen
angewiesen sei. „Es ist alles miteinander verflochten“, stellt
der Analytiker fest.


In seinem Beitrag geht er auf die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg
als Ausgangspunkt der von ihm beschriebenen Entwicklung ein. Er
widerspricht dabei dem von westlichen und ukrainischen Medien
ausgemachten „Wendepunkt“, weil Russland angeblich geschwächt
sei. Die russische Armee rücke weiter vor, wie selbst ukrainische
Karten zeigten, betont Berletic. Die vermeintlichen ukrainischen
Gegenoffensiven seien „einfach kostspielige Stunts der USA und
der ukrainischen Stellvertreter, die mit hohen Verlusten an
Menschenleben, Ausrüstung und Munition verbunden“ seien.
„Jedes Mal, wenn sie sich auf diese kostspieligen Offensiven
einlassen, kippt das den Krieg, der ein Zermürbungskrieg ist, noch
weiter zu Russlands Gunsten.“

Der russische Vormarsch werde immer dann aufgehalten, wenn es um
die Einnahme größerer und befestigter Städte gehe. Diese würden
von den russischen Truppen meist umgangen und belagert, bevor sie
dann doch eingenommen würden. Das sieht Berletic aktuell im Fall
von Slawjansk und Kramatorsk. Der sich dadurch verstärkende
Zermürbungskrieg gehe weiter zu Gunsten Russlands aus. Die
ukrainischen Gegenangriffe wie derzeit bei Saporoschje dienten
dem Versuch, die belagerten Städte zu entlasten.


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