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Beschreibung
vor 1 Woche
Warum provoziert das Gleichnis von den bösen Winzern bis heute?
Darüber spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens mit Anno
Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln. Busch
erklärt, warum Evangelisierung für ihn bedeutet, "den Menschen das
Evangelium, die Botschaft Jesu Christi nahe zu bringen" – und
weshalb genau das auch beim Glaubensfestival "kommt&seht" im
Mittelpunkt steht.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium wird es
dann herausfordernd: Jesus erzählt ein Gleichnis, das die
religiösen Autoritäten gegen ihn aufbringt. Busch deutet den
Weinberg als Bild für die Gotteskindschaft und betont zugleich die
Freiheit des Menschen, sich für oder gegen Gott zu entscheiden.
Besonders spannend: Wie kann man diesen schwierigen Bibeltext heute
lesen – ohne alte antijüdische Fehlinterpretationen zu wiederholen?
Und was bedeutet das Gleichnis für die Kirche heute? Busch sagt:
"Wir müssen immer in uns gehen und fragen: Sind wir noch auf dem
richtigen Weg?"Ein Gespräch über Glauben, Verantwortung und ein
Evangelium, das unbequem bleibt. Hören Sie rein!Aus dem
Markusevangelium:In jener Zeit begann Jesus zu den Hohepriestern,
den Schriftgelehrten und den Ältesten in Gleichnissen zu reden: Ein
Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine
Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg
an Winzer und reiste in ein anderes Land.Als nun die Zeit dafür
gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen
seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen. Sie
aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen
fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; und ihn
schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn. Als er einen dritten
schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die
einen wurden geprügelt, die andern umgebracht.Schließlich blieb ihm
nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu
ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir
wollen ihn umbringen, dann gehört sein Erbe uns. Und sie packten
ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.Was
wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die
Winzer vernichten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht
das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen
haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen
und es ist wunderbar in unseren Augen? Daraufhin hätten sie Jesus
gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie
hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen
sie ihn stehen und gingen weg. (Mk 12,1-12)( Ständige
Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher
im deutschen Sprachgebiet)
Darüber spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens mit Anno
Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln. Busch
erklärt, warum Evangelisierung für ihn bedeutet, "den Menschen das
Evangelium, die Botschaft Jesu Christi nahe zu bringen" – und
weshalb genau das auch beim Glaubensfestival "kommt&seht" im
Mittelpunkt steht.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium wird es
dann herausfordernd: Jesus erzählt ein Gleichnis, das die
religiösen Autoritäten gegen ihn aufbringt. Busch deutet den
Weinberg als Bild für die Gotteskindschaft und betont zugleich die
Freiheit des Menschen, sich für oder gegen Gott zu entscheiden.
Besonders spannend: Wie kann man diesen schwierigen Bibeltext heute
lesen – ohne alte antijüdische Fehlinterpretationen zu wiederholen?
Und was bedeutet das Gleichnis für die Kirche heute? Busch sagt:
"Wir müssen immer in uns gehen und fragen: Sind wir noch auf dem
richtigen Weg?"Ein Gespräch über Glauben, Verantwortung und ein
Evangelium, das unbequem bleibt. Hören Sie rein!Aus dem
Markusevangelium:In jener Zeit begann Jesus zu den Hohepriestern,
den Schriftgelehrten und den Ältesten in Gleichnissen zu reden: Ein
Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine
Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg
an Winzer und reiste in ein anderes Land.Als nun die Zeit dafür
gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen
seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen. Sie
aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen
fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; und ihn
schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn. Als er einen dritten
schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die
einen wurden geprügelt, die andern umgebracht.Schließlich blieb ihm
nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu
ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir
wollen ihn umbringen, dann gehört sein Erbe uns. Und sie packten
ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.Was
wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die
Winzer vernichten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht
das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen
haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen
und es ist wunderbar in unseren Augen? Daraufhin hätten sie Jesus
gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie
hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen
sie ihn stehen und gingen weg. (Mk 12,1-12)( Ständige
Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher
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