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05.03.2026
12 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel“ spricht Mathias Peter mit Pfarrer
Lothar Anhalt aus Linz am Rhein über den Alltag in der Kirche 2026.
Seelsorge ist herausfordernder geworden. Viele Menschen kommen nur
noch zu besonderen Momenten. Neue Gottesdienstformen wie die
Sommerkirche im Pfarrgarten machen Mut, doch einfache Lösungen für
leere Kirchen gibt es nicht. Im Evangelium nach
Lukas-Evangelium erzählt Jesus vom reichen Mann und dem armen
Lazarus. Pfarrer Anhalt betont: Problematisch ist nicht der Besitz,
sondern fehlendes Mitgefühl. Am Ende zählt, was im Leben wirklich
trägt. Eine ehrliche, nachdenkliche Folge, die Mut macht und
zum Weiterhören einlädt.Aus dem Lukaevangelium:In jener Zeit sprach
Jesus zu den Pharisäern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich
in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle
Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann
namens Lázarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern
seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen
herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen
Geschwüren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den
Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde
begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte
er auf und sah von Weitem Abraham und Lázarus in seinem Schoß. Da
rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lázarus; er
soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge
kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham
erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu
Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lázarus dagegen nur
Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große
Qual. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer,
unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von
dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der
Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines
Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit
nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte:
Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er
erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu
ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn
sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch
nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht. (Lk
16,19-31)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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04.03.2026
10 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Pfarrer Lothar Anhalt aus
Linz am Rhein über seinen ungewöhnlichen Weg: erst Kaufmann, dann
Kloster auf dem Michelsberg in Siegburg, schließlich Priester im
Bistum Trier. Er erzählt offen, warum das Ordensleben nicht sein
Weg war. Danach geht es um die Bibelstelle des Tages aus dem
Matthäus-Evangelium: Die Jünger wollen Plätze der Macht, doch Jesus
stellt alles auf den Kopf. Groß ist, wer dient. Anhalt erklärt:
Machtstreben ist menschlich, aber Jesus zeigt eine andere Haltung –
demütig, echt und nah bei den Menschen. Eine Folge, die Mut
macht, den eigenen Blick auf Erfolg neu zu prüfen – unbedingt
reinhören!Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit, als Jesus nach
Jerusalem hinaufzog, nahm er die zwölf Jünger beiseite und sagte
unterwegs zu ihnen: Wir gehen nach Jerusalem hinauf; und der
Menschensohn wird den Hohepriestern und Schriftgelehrten
ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden
ausliefern, damit er verspottet, gegeißelt und gekreuzigt wird; und
am dritten Tag wird er auferweckt werden. Damals kam die Frau des
Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus, fiel vor ihm nieder und bat ihn
um etwas. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich,
dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir
sitzen dürfen! Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet.
Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu
ihm: Wir können es. Da antwortete er ihnen: Meinen Kelch werdet ihr
trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe
nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es mein
Vater bestimmt hat. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden
sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder. Da rief Jesus sie zu
sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker
unterdrücken und die Großen ihre Vollmacht gegen sie gebrauchen.
Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein
will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein
will, soll euer Sklave sein. Wie der Menschensohn nicht gekommen
ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben
hinzugeben als Lösegeld für viele. (Mt 20,17-28)( Ständige
Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher
im deutschen Sprachgebiet)
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03.03.2026
10 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel“ spricht DOMRADIO-Moderator Mathias
Peter mit Pfarrer Lothar Anhalt aus der Pfarrei St. Marien in Linz
am Rhein. Anhalt erzählt, wie sich Kirche verändert hat:
weniger Personal, mehr Verwaltung, viele Aufgaben – von
Erstkommunion bis Beerdigungen. Seelsorge sei heute herausfordernd,
aber wichtig. Im Evangelium nach Matthäusevangelium kritisiert
Jesus Heuchelei und Machtdenken. "Der Größte soll euer Diener
sein." Für Anhalt heißt das: echt bleiben, auf Augenhöhe leben,
Glauben glaubwürdig vorleben. Eine klare Botschaft, die auch
heute mitten ins Herz trifft – unbedingt reinhören!Aus dem
Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zum Volk und zu
seinen Jüngern und sagte: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die
Schriftgelehrten und die Pharisäer. Tut und befolgt also alles, was
sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie
reden nur, tun es aber nicht. Sie schnüren schwere und
unerträgliche Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die
Schultern, selber aber wollen sie keinen Finger rühren, um die
Lasten zu bewegen. Alles, was sie tun, tun sie, um von den Menschen
gesehen zu werden: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die
Quasten an ihren Gewändern lang, sie lieben den Ehrenplatz bei den
Gastmählern und die Ehrensitze in den Synagogen und wenn man sie
auf den Marktplätzen grüßt und die Leute sie Rabbi – Meister –
nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur
einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr
niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer
Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen
lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von
euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird
erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. (Mt
23,1-12)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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02.03.2026
9 Minuten
Im Podcast "Blick in die Bibel" spricht DOMRADIO-Host Mathias Peter
mit Pfarrer Lothar Anhalt aus Linz am Rhein im Bistum Trier. Zuerst
erzählt der Pfarrer von seiner Pfarrei zwischen Rhein und
Westerwald. Dann erklärt er, wie er an Bibeltexte herangeht:
erstmal lesen, im Alltag mitlaufen lassen, Fragen zulassen – auch
wenn manches sperrig bleibt. Im Tagesevangelium aus dem
Lukasevangelium ruft Jesus zur Barmherzigkeit auf: nicht richten,
vergeben, aus der Spirale von Hass und Vergeltung aussteigen. Gott
ist für ihn vor allem barmherzig – selbst wenn wir Fehler machen,
sagt Pfarrer Anhalt.Eine Folge, die Mut macht, anders zu handeln –
und die man unbedingt hören sollte.Aus dem Lukasevangelium:In jener
Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie auch euer
Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht
gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht
verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch
die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben
werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man
euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird
auch euch zugemessen werden. (Lk 6,36-38)( Ständige Kommission
für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet)
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28.02.2026
10 Minuten
Im Podcast „Blick in die Bibel“ spricht Host Mathias Peter mit dem
Theologen Martin Kürble über seine Woche im DOMRADIO. Von Montag
bis Samstag hat der Düsseldorfer Pastoralreferent das Evangelium
vom Tag ausgelegt. Kürble erzählt in seiner letzten Folge, wie er
Arbeit, Familie, Fußball im Borussia-Park und Konzerte verbindet –
und wie ihm sein Glaube Kraft gibt. Dann geht es um das
Evangelium nach Matthäus. Darin fordert Jesus: "Liebt eure Feinde.“
Für Kürble ist das die größte Herausforderung überhaupt. Doch nur
so könne echter Frieden wachsen. Ein ehrliches, lebensnahes
Gespräch, das Mut macht – unbedingt reinhören!Aus dem
Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen
Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen
Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt
eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder
eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen
über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und
Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben,
welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die
Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit
Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen,
wie euer himmlischer Vater vollkommen ist! (Mt
5,43-48)( Ständige Kommission für die Herausgabe der
gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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