Irankrieg: Krise internationaler Glaubwürdigkeit | Von Claudia Töpper

Irankrieg: Krise internationaler Glaubwürdigkeit | Von Claudia Töpper

vor 3 Wochen
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Beschreibung

vor 3 Wochen

Ein Kommentar von Claudia Töpper.


Laut der iranischen Nachrichtenagentur, IRNA (Islamic Republic
News Agency; zu Deutsch: Nachrichtenagentur der Islamischen
Republik) gab der Sprecher des iranischen Außenministeriums,
Ismail Baghai am Montag, den 18. Mai 2026 in seinem wöchentlichen
Briefing bekannt, dass der Iran den USA am vergangenen Sonntag
einen neuen Vorschlag unterbreitet habe.(1) Wörtlich sagte
Baghai:
„Letzte Woche erhielten wir, obwohl die amerikanische Seite
öffentlich verkündet hatte, dass [unser Vorschlag] abgelehnt worden
sei, über den pakistanischen Vermittler eine Reihe überarbeiteter
Punkte und Überlegungen, die ihre Ansichten widerspiegelten.“ (2)

Nachdem die politische Führung des Irans diese jüngsten
Vorschläge "in den vergangenen Tagen geprüft" habe, übermittelte
sie nun ihre Antwort am Sonntag "bereits über denselben
[pakistanischen] Kanal an Washington […].“ Zusätzlich erklärte
Baghai:
„Der Prozess wird also über Pakistan fortgesetzt." (3)

Details zum Vorschlag


Genaue Details zu dem unterbreiteten Vorschlag sind nicht
bekannt. Es scheint jedoch so, dass der Hauptstreitpunkt nach wie
vor das iranische Atomprogramm ist. (4) Ismail Baghai wies in der
Pressekonferenz am Montag darauf hin, dass das Recht des Irans,
Uran anzureichern, nach dem Nichtverbreitungsvertrag (NVV)
weiterhin bestehe und nicht verhandelbar sei. (5) Des Weiteren
fügte er laut der Nachrichtenagentur Mehr hinzu, dass der
derzeitige Fokus des Irans darauf liege, den Krieg zu beenden und
Teheran keine Kompromisse bei seinen nuklearen Rechten eingehen
werde. Zudem hätten keine detaillierten Diskussionen über
Atomfragen stattgefunden. Der Iran beobachte die Entwicklungen
sehr genau und konzentriere sich nach wie vor auf die nationalen
Interessen am Verhandlungstisch – unabhängig von Drohungen.
Teheran lasse sich nicht von widersprüchlichem Verhalten der
gegnerischen Parteien beeinflussen. Baghai betonte,
„dass sich der Iran auf jedes Szenario vorbereitet habe und
sich mit voller Kraft gegen jede rücksichtslose Aktion verteidigen
werde.“

Zum Schluss fügte er noch hinzu, dass
„die iranischen Streitkräfte Überraschungen haben werden“. (6)

Das Verhandlungsdilemma


Während der Iran erklärt, dass die Einstellungen der
Kampfhandlungen – insbesondere Israels Angriffe auf den Libanon
als Vorbedingung für Verhandlungen gelten, teilte die USA mit,
dass sie erst jegliche Bombardierungen langfristig einstellen
werden, wenn es „bestimmte“ Verhandlungsergebnisse gibt. (7)


Da die USA nicht darauf eingehen, welche „bestimmten“
Verhandlungsergebnisse sie fordern, kann hier nur spekuliert
werden. Laut Tagesschau.de hat die USA einen Fünf-Punkte-Plan zur
Beendigung des Krieges vorgelegt, der besagt, dass der Iran nur
noch eine Atomanlage betreiben dürfe und seinen Bestand an
hochangereichertem Uran an die USA aushändigen müsse. (8)


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